Nur nie zu viel…
Hätt ich die Wahl… ich würde nie mehr wählen.
Ich nähme einfach, und ich nähme gern.
Doch nur soviel wie (ohne mich zu quälen)
ich tragen, essen, lieben kann. Es zählen
die Dinge, die ich heute brauch. Zu fern
liegt alles was da kommt und kommen kann:
Wer mäßig nimmt, der bleibt ein freier Mann.

"Nur nie zu viel…"
(C)
Paul Laub
~01/2010.
Paul Laub
Baujahr '77. Sachse. Zuweilen manisch produktiver Poet von mild-heroischem Gemüt. Gelernter Straßenbauer mit nachgeholtem Abitur. Vorerst akademische Ausbildung verweigert, da Autodidakt mit Hang zur funktionellen Ästhetik. Genießt die Lektüre Nietzsches, ohne dessen Allüren anheim zu fallen. Versucht die "alten" Regeln der deutschen Dichtung in all ihrer bewährten Schönheit beizubehalten und segelt in ihrem Wind zeitgemäß hart am Schaum. Zum Zwecke der Ideenfindung sind ihm Entmenschungen sowohl, als auch Beobachtungen des Alltäglichen und vor allem entspannte Sessions auf bockharten Slacklines notwendiges Elixier. Verdient sein Geld mit Kino. Besuchen Sie ihn auf seinem Projekt "Lyrische Blogfront" (
www.blogfront.de).
Abgeheftet und gestempelt als:
Lyrik/ Titelstory/abrechnend/Geld/haben/sein.
Eventuell verwandte Stories:
Der rote Haifisch: ...
aber du kannst nicht sagen
was heißer brennt
deine versengten Ohren
oder der Drehzahlmesser
und das amüsiert dich
...
Entschlossen: Ich sass in der Küche in der Sonntagmorgensonne / Früher okkupierten Männer vorübergehend diesen Platz / Doch das war vorbei / Ich hätte Wegezoll verlangen sollen
Dichters Nachtspaziergang…: "Schlurfschritt. Kapuze. Hände in den Taschen. /
Und immer einen Reim. Seit vielen Lenzen. /
Stets kategorisch hart am Schaum, im raschen /
Irrwechselgang versteckter Eloquenzen."
Im Land der Würmer: Ich klopfte gegen das Holz, aber niemand schien mich zu hören. Wie auch? Ich lag zwei Meter unter der Erde in einem Sarg mit einer Ladung Erde darauf.
Über das Gute: Ich sitze zuhause, ich sitze zuhause im Sessel und lese. Ich lese ein Buch, ein gutes Buch über das Gute. Ich lese und lese, und zuletzt glaube auch ich, ich, der Gläubige, der Bekehrte, ich glaube an das Gute: zu Lande, zu Wasser und in der Luft.
Tolles Bild! Schöne Rede... Finde dein ganzen Blog schon sehr schön. Der letzten Satz gefällt mir richtig sehr...