300.000 Lichtjahre

Dreihunderttausend Lichtjahre von meinem Bett zu ihren roten Haaren. In die irgend ein Kerl seine Hände gräbt, ich werde ein Bild von ihr malen. Wie sie da liegt und nach Luft schnappt, kleine Schweißperlen an Härchen hängen bleiben. Sie glaubt, so kann sie mich vergessen, ich werd ein Gedicht darüber schreiben. Wie sie mit der Zigarette ein Loch ins fremde Laken brennt und mit der Fernbedienung die Verdrängung einschaltet. Doch aus der Dusche singt unüberhörbar die Erinnerung, die der kleine Buchhalter im Gehirn verwaltet. Und das geschieht ihr ganz recht, dass sie bereut, während sie das Zimmer nach ihrem Schlüpfer absucht und dabei ihre roten Haare an der Kerze auf der Erde versengt. Ja ja ja, ich kann sie hören wie sie flucht. Und das kann sie gut. Und lieben kann sie, wie keine andere.


Text anhören:
[audio:http://www.gruwe.com/music/30000lichtjahre.mp3]
„300.000 Lichtjahre“ – 3´23
Musik: M. Dreesen / R. Gruwe – Text: R.Gruwe -Markus Dreesen: Gesang, Git. – Christian Strauß: Git. – Samuel Beck: Bass, Gesang, Fender Rhodes – Jakob Peters: Schlagzeug – Sahira Awad: GesangAufgenommen & abgemischt von Stefan Hilbricht – Produziert und geschnitten von R. Gruwe im Lingo Tonstudio© 2004 Triconcept Musikverlag / Lingo Records / Hurricane Records

R.Gruwe

Renegald Gruwe, Jahrgang 56, lebt in Berlin als Musiker, Zeichner und Schriftsteller. Über das Verfassen von Liedtexten kam er zum Schreiben von Belletristik.

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