An den Herbst…

Befindlichkeiten ziehn die satte Brust leer:
Komm, Herbst, herein…

du Strolch. Wie jedes Jahr den gleichen Scheiß und
vom Vanitasgeplänkel und dem wein-
laubwildernden Blattfarbenherzzerreißschund – – ?
Komm, Herbst, herein…

und setz mir Obst ins Hirn, in dem ein Wurm haust.
Ich weiß, wie du mich liebst: Ich blieb allein,
damit durch dieses Nichts dein froher Sturm braust.
Komm, Herbst, herein…

(22. September 2009)

herbst_gegenlicht

Paul Laub

Baujahr ’77. Sachse. Zuweilen manisch produktiver Poet von mild-heroischem Gemüt. Gelernter Straßenbauer mit nachgeholtem Abitur. Vorerst akademische Ausbildung verweigert, da Autodidakt mit Hang zur funktionellen Ästhetik. Genießt die Lektüre Nietzsches, ohne dessen Allüren anheim zu fallen. Versucht die „alten“ Regeln der deutschen Dichtung in all ihrer bewährten Schönheit beizubehalten und segelt in ihrem Wind zeitgemäß hart am Schaum. Zum Zwecke der Ideenfindung sind ihm Entmenschungen sowohl, als auch Beobachtungen des Alltäglichen und vor allem entspannte Sessions auf bockharten Slacklines notwendiges Elixier. Verdient sein Geld mit Kino. Besuchen Sie ihn auf seinem Projekt „Lyrische Blogfront“ (www.blogfront.de).

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.