Anblick…

In solche Augen möcht ich manchmal schauen:
die irgendetwas wissen und nicht flunkern,
die eine große Sehnsucht in sich bunkern
und die so schön sind wie ein Morgengrauen.

Ich möchte ihren Blick mit Rausch betrachten,
vielleicht, dass sie sich an mir kurz erschrecken,
und möchte dann dies sanfte Glitzern schmecken,
wenn sie sich in Beruhigung umnachten.

(28. Oktober 2009)

Paul Laub

Baujahr '77. Sachse. Zuweilen manisch produktiver Poet von mild-heroischem Gemüt. Gelernter Straßenbauer mit nachgeholtem Abitur. Vorerst akademische Ausbildung verweigert, da Autodidakt mit Hang zur funktionellen Ästhetik. Genießt die Lektüre Nietzsches, ohne dessen Allüren anheim zu fallen. Versucht die "alten" Regeln der deutschen Dichtung in all ihrer bewährten Schönheit beizubehalten und segelt in ihrem Wind zeitgemäß hart am Schaum. Zum Zwecke der Ideenfindung sind ihm Entmenschungen sowohl, als auch Beobachtungen des Alltäglichen und vor allem entspannte Sessions auf bockharten Slacklines notwendiges Elixier. Verdient sein Geld mit Kino. Besuchen Sie ihn auf seinem Projekt "Lyrische Blogfront" (www.blogfront.de).

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