Außerdem:

Bevor ich gleich in meine Schwimmbadwohnung zurückkehre, wünsche ich mir noch eine von diesen Tiefgaragenaufzugstrennungen, schnell und ich laufe mit gebundenen Händen gegen Schränke, ich könnte auch Kunstrollerfahrerin werden oder einfach weiter meine Kollegen ärgern. Das Wummern der Italorestaurantdisco mit dem weißen zerschnittenen Vorhang kann auch von Pearl Jam nicht übertönt werden und nervt so sehr, dass ich wohl die nächste Bahn nehmen muss, die wieder so nach Alkoholikern stinkt, dass mir meine Tasche umfällt. Früher wollte ich auch mal Postkartendesignerin werden, ist aber bis jetzt nichts draus geworden.

Aber ein Happy Hippo Snack passt noch rein, bevor ich wieder auf dem Geräusche machenden Kissen mit Faserbällchen liegen muss und dem Hausmeister lausche, der mitten in der Nacht die Müllcontainer umbettet. Und der Regen kommt durch die Fensterscheiben. Dazu kann ich meine Dusche nur schwer regulieren. Jetzt verstehe ich die Leute, die umziehen wollen, nicht nur, weil sie von Mitgiftjägern umgeben sind, sondern auch, weil die Fugen in der Dusche schimmeln und der Fürst sein Reich nicht an mich aufteilt. Die Angst ist dann mein einziger Gott, wenn in der 7. Etage das Licht ausgeht, ich will immer noch Kind sein und nicht so verbittert und will dann machen was ich will und die Funkuhr sagt mir dazu noch, wie ich Geld sparen kann.

Claudia Mai

kam aus dem Nichts und hat daher auch keinen Lebenslauf. Danach verschollen. Wäre schön, wenn Sie mal reinschauen könnte, dem Wirt ne Mail schreiben und so…

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