Daudieck
Daudieck
– seit 1952 als Mensch geführt durchlatsche ich so meine Existenz, ich denke öfter nach, weiß aber nicht, warum, später möchte ich im Altersheim mit bunten Bällen werfen, meine Freundin ist die Tastatur, sie ist geizig, will immer die schönen Sätze für sich behalten – manchmal falle ich einfach über sie her. Ich hab jetzt übrigens einen eigenen Blog, wo ich bisher der einzige Besucher bin - macht trotzdem irgendwie Spaß: deeplooker.com
Von Daudieck in der Kaschemme:
Weg mit dem Hund
Neben dem Komposthaufen kommt er zu liegen, nicht direkt daneben. Einen Meter tief, das muss reichen ... [mehr]
warten auf frauchen
ich bin ein bunter hund der farben bellt / in meinen lefzen schwären gefühle zu verbiss / ... [mehr]
Die Allerletzten
Kindermörder, Pädophile, Raucher, Aussteiger, Warner, Besserwisser, Jammerlappen, Normalos, bloß nicht! [mehr]
Pulsschläge
Eine Dame aus malerischem Geschlecht echauffiert vor der Beißwut ihres Pekinesen hastet in die offenen Arme des Veterinärs [mehr]
finale im fünften
boxen-dum-dum pump up the jam upm im vierten kitzeln anschlag rot vibriert [mehr]
Ausflug mit Heinzi
Heinzi hat mir seinen verfaulten Zahn geschenkt. Es war der drittletzte oben in der Mitte, die anderen beiden sind nur zu sehen, wenn er lacht. Heinzi lacht oft. Ich weiß, was ihm dieser Zahn bedeutete. [mehr]
Tagtraum
Ich will Schönes sehen, ich will Gefühle ausleben, die vergraben sind unter euren Haufen von Machen und Tun. Seht, was ihr getan habt, so vieles, Enttäuschungen füllen eure Vitrinen, enden in Pappkartons auf Flohmärkten, rumoren digitalisiert auf den Festplatten, vagabundieren im Gespinst eurer Vorsätze, verhallen in Hirnen [mehr]
die meerjungfrauen bleiben stumm
ich will ihn nicht den auswurf / von zuwendung und hingabe / deine wollust aus austernfraß / der zu bitterer starre versalzt [mehr]
Mordfrust
Dieser Kollege dachte, er könnte ihn immer wieder ungestraft beleidigen. Röbke wechselte die Firma, ließ ein bisschen Zeit ins Land gehen. Dann schlug er den Kerl tot. Im Dunkeln wartete er hinter einer Ecke, holte mit dem Baseball-Schläger aus, hörte die Schädeldecke knacken wie eine Kokosnuss, sah kurz das Gehirn herausquellen. Er wandte sich ab und ging weg. Mit diesem ... [mehr]
Knife-Girl und der Bad-Guy
Die Leiche ist noch warm. Fast fiebrig fühlt sie sich an. Ein Toter mit Temperatur. Dann kann der Mörder noch nicht weit sein, erkennt Knife-Girl in Sekundenbruchteilen. Sie hört ein leises Knacken. Sich hinter den Mauervorsprung werfen und das Klappmesser zücken, ist eines. Über ihr spritzt der Mörtel auf, sie registriert es eiskalt. Stille tritt ein. Knife-Girl öffnet schnell ihre ... [mehr]







