onkelhoste
onkelhoste
1961 Geburt | 1980 Gründung von AmA (Art meet Art). Zeichnungen und Collagen | 1985 erste literarische Gehversuche | 1990 mehrere kurze SciFi-Stories ernsterer Coleur | 1993 erste satirische Stories | 1999 www.onkelhoste.de wird geboren _|_ 2000 Erstkontakt ZYN!, bis zum Ende über 200 Texte und ein paar Cartoons _|_ 2000 Idee für Buch wird geboren, SciFi-Satire "Sonnenwind & Salmonellen" (leidlicher Fortschritt....) | seit 2001 diverse Kapriolen bei Kaschemme.de
Von onkelhoste in der Kaschemme:
Kommissar Bredenbeck pfeift
Kommissar Bredenbeck saß an seinem nußbaumfarbenen Schreibtisch und wippte nervös wippend mit dem Oberkörper vor und zurück, unfähig, auch nur einen einzigen Gedanken beim Schopfe zu packen. Ein fahles Licht kegelte aus einer von vielen Jahren gebeugten Schirmlampe auf eine kleine transparente Plastiktüte, in der sich ein Etwas befand. Sein unwohler Assistent Günzel trat verlegen mit einem Bein auf dem ... [mehr]
Kommissar Bredenbeck geht auf und ab
Der Bewerber rutschte nervös auf dem Stuhl hin und her. Unzählige, nervös hin- und her rutschende Bewerberhintern hatten die Öberfläche des Bewerberstuhles mit den Jahren spiegelblank gebohnert. Kommissar Bredenbeck sah nervös auf seine Schuhe, deren Leder stumpf und abgewetzt war und dringend einer Politur bedurften. Er überlegte, ob er die Gelegenheit nicht nutzen und sie unbemerkt zwischen Bewerberhintern und Sitzfläche ... [mehr]
Tatorte
Tatorte sehen in der Regel wenig einladend aus. Hier eine Vernissage, zu derer der verkannte Künstler vor seiner Eröffnungsrede viele Proseccos spendieren muss, um seine wenigen Besucher mit verkrampfter Gestik, schmerzverzerrtem Gesicht und leisen Klängen avantgardistischer Musik davon zu überzeugen, dass Photoshopfilter und Siebdruck ihn zu einem ganz neuen Menschen haben ... [mehr]
Tristesse $23
"Ich schlug mir allerdings ein Schnippchen, indem ich unter Berufung der Ausübung meines Rechts auf freie Entfaltung ein weiteres Nackensteak mit dicker Soße auf den Teller legte. Dies aß ich mit aller Genüsslichkeit und von demonstrativem Schmatzen begleitet vor meinen eigenen Augen auf." [mehr]
Niemand hatte mir gesagt
Niemand hatte mir gesagt, wie es ist, in Hamburg-Altona in einem kleinen Einzimmer-Appartement mit billigen Versandhausmöbeln zu sitzen und zu warten, bis das billige japanische Telefon klingelt. Wir waren jung, unbeschlagen, unbeschwert, einige nahmen einige Drogen. Die Mädchen kicherten, verschlossen sich noch vor der Wahrheit ihrer Karriere in der Küche und die Jungs dachten unentwegt ans Kopulieren. Die Mädchen wechselten ihren ... [mehr]
Horus
"Wir verschieben Grenzen, im Kopf, im Labor, im Land. Wir dotieren Silizium und ersetzen Milli durch Mikro durch Nano. Mit Computern sind wir gemeinsam einsam. Wir bauen neue Menschen, die wie die alten sind. Nur anders." [mehr]
Selbstmord einer Stubenfliege
Ich sitze in meinem Zimmer und nehme einen tiefen Zug. Daraufhin fließt die Kaffeetasse mit dem Aschenbecher zusammen. Das ist sehr lästig, weil ich nicht weiß, wohin ich die Asche schnippen soll. Ich beschließe, die Sache anders anzugehen. Ich greife mit der rechten Hand (eigentlich bin ich Linkshänder) nach der Tasse, die mir unerwartet ausweicht. Ich weiß nicht warum. Diesen ... [mehr]
Ein wohlwollend formuliertes Mädchen
Der Mann also, nennen wir ihn Theodor Fontäne (der Erfinder der Wasserkunst) nähert sich in einem handelsüblichen Stadtpark der Prinzessin, nennen wir sie Pomeranza, was ungewöhnlich ist, weil sie ja Zeitlebens ortsunansässig war, also nähert sich ihr, blond vor Liebe, ziemlich unziehmlich und zwar dergestalt, daß sie daraufhin einen Blumentopf aus ihrem korpulenten Ausschnitt entwendet und ihm auf den Kopf ... [mehr]
Ich will kein Engel sein
"Materie geht nicht verloren. Niemals! Ich wusste, das würde ewig so weitergehen. Ich hatte nie Langeweile. Gestorben wurde zu jeder Zeit und allerorten." [mehr]
Tristesse $00
"Er entlohnte mich schweigend mit einem kleinen Geldstück, das ich sorgsam unter der losen Diele hinter der Küchentür verbarg." [mehr]









