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	<title>Zarathustras miese Kaschemme &#187; Sven Klöpping</title>
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	<description>Blog &#38; Magazin für exzentrische Literatur</description>
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		<title>Gruß an Tommy G.</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 06:07:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Klöpping</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[entertainer]]></category>
		<category><![CDATA[gottschalk]]></category>
		<category><![CDATA[klöpping]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
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		<category><![CDATA[streetlife]]></category>

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		<description><![CDATA[Gruß an Tommy G. &#160; Deine goldblonde Mähne (und dein guter Riecher) haben dich berühmt gemacht, doch am Ende (wenn du in der Kiste liegst) bleiben nur die Supernasen, Haribo und Wetten dass …? Wieso man nicht „Gottschalk live“ eingeschaltet hat, als du auf dem Weg warst dich zu bessern, fragst du dich und ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kaschemme.de/2012/02/grus-an-tommy-g/la-nuova/" rel="attachment wp-att-1860"><img class="alignright size-full wp-image-1860" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2012/02/la-Nuova.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p><strong>Gruß an Tommy G.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Deine goldblonde Mähne</p>
<p>(und dein guter Riecher)</p>
<p>haben dich berühmt gemacht,</p>
<p>doch am Ende</p>
<p>(wenn du in der Kiste liegst)</p>
<p>bleiben nur die Supernasen, Haribo und Wetten dass …?</p>
<p><span id="more-1859"></span></p>
<p>Wieso man nicht „Gottschalk live“ eingeschaltet hat,</p>
<p>als du auf dem Weg warst dich zu bessern,</p>
<p>fragst du dich</p>
<p>und ich</p>
<p>- ja, ich –</p>
<p>erinner mich</p>
<p>an Pulle,</p>
<p>dem Dortmunder Original,</p>
<p>das pilstrinkend im Park nach Nichts Ausschau hielt,</p>
<p>oder auch an Basti,</p>
<p>der zwischen Reggea hören und Bhong rauchen</p>
<p>einfach mal an Nichts denken konnte,</p>
<p>oder auch an Bille,</p>
<p>den Dortmunder Straßenpunk,</p>
<p>der sich nach verschiedenen Süchten wieder so weit fangen konnte,</p>
<p>dass er mit mir Dosenfußball spielen konnte,</p>
<p>oder auch an mich</p>
<p>- ja, mich –,</p>
<p>der ich jetzt immer noch hier sitze,</p>
<p>alkzersetzt und drogenzerfressen,</p>
<p>vor meinem alten Compi</p>
<p>und einen neuen Text verfasse,</p>
<p>in dem es mal ausnahmsweise nicht darum geht,</p>
<p>wie sehr ich dich,</p>
<p>den großen Tommy G. doch hasse,</p>
<p>- nein –</p>
<p>sondern darum,</p>
<p>wie ich es lasse.</p>]]></content:encoded>
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		<title>zurück zur natur!</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 19:44:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Klöpping</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[absurd]]></category>
		<category><![CDATA[amok]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[natur]]></category>
		<category><![CDATA[seltsameWelt]]></category>

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		<description><![CDATA[zurück zur natur! / rief er, warf seine / klamotten auf / die straße, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>zurück zur natur!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>rief er, warf seine</p>
<p>klamotten auf</p>
<p>die straße,</p>
<p>sprang auf eine autobahn,</p>
<p>völlig nackt,</p>
<p>bis ihn ein polizeiauto</p>
<p>so hart erfasste,</p>
<p>dass sein leben nicht mehr</p>
<p>gerettet werden konnte –</p>
<p>zurück zur natur!</p>
<p>sangen sie als man</p>
<p>ihn unter der</p>
<p>wundervollen welt</p>
<p>begrub.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Licensing Agent</title>
		<link>http://kaschemme.de/2011/12/licensing-agent/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 11:04:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Klöpping</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scifi]]></category>
		<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
		<category><![CDATA[futuristisch]]></category>
		<category><![CDATA[unten]]></category>
		<category><![CDATA[verbrechen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich seh' noch, wie das hologene 3D-Logo auf seinem T-Shirt klebt, kurz bevor es in NanosekundenschneIIe beginnt, seine Konturen zu verzerren und seine Spuren verwischen ins Nichts. Der rötliche Schimmer um den weißen Schriftzug flackert kurz auf wie bei einer defekten Lichtröhre, bloß um Zeitbruchteile später in der unendlichen Hintergrund-Schwärze des realen T-Shirts zu versinken ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>in a world of brands<br />
</em></p>
<p><em> Alarmsignal.</em></p>
<p>Ich seh&#8217; noch, wie das hologene 3D-Logo auf seinem T-Shirt klebt, kurz bevor es in NanosekundenschneIIe beginnt, seine Konturen zu verzerren und seine Spuren verwischen ins Nichts. Der rötliche Schimmer um den weißen Schriftzug flackert kurz auf wie bei einer defekten Lichtröhre, bloß um Zeitbruchteile später in der unendlichen Hintergrund-Schwärze des realen T-Shirts zu versinken:</p>
<p>Scheiß Schmarotzer.</p>
<p align="left"><img class="alignright size-full wp-image-1637" title="futuristic_building2" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/09/futuristic_building2.jpg" alt="" width="260" height="462" />Aber gerade hat ihm der Strahl des Gesetzes &#8216;n verdammtes Loch in seine Arroganz gebohrt. Der hat wohl gedacht, mit &#8216;nem geklauten Cola-Schriftzug in 3D lassen sich die Weiber hier unten besonders gut abschleppen &#8230; Aber die Tour hab ich ihm gründlich versaut. Jetzt steht er da wie &#8216;n Exhibitionist ohne Weichteile und glotzt Löcher in die verblüfften Mädchengesichter um ihn herum. Wenn er &#8216;ne Waffe zieht, muss ich ihn löschen &#8230;</p>
<p>„Hey, kannste bei meinem Logo nich ma ne Ausnahme machen? Morgen komm ich eh an Credits, dann ist alles wieder okay mit meinem Account und ruf doch mal deine Virtual Memory Card ab, du &#8230;“</p>
<p>Von wegen. Der steckt bis zum Hals in Credits, das kauft ihm doch keiner ab. Verdammt. Soll er schwarz sehen, bis sein Account wieder sauber ist, Scheißkerl. Gar nicht drauf hören. Ich leg&#8217; den ersten Gang rein, flieg weiter, hör noch seine Argumente in meinen Arsch kriechen &#8230;</p>
<p>„Ja ja, ich zahl dir deine gottverdammten Royalties, mach doch nich so &#8216;n Umstand wegen dem beschissenen <em>holografic problem</em>, Alter ..“</p>
<p align="left">Ich reih&#8217; mich wieder in den Verkehr ein und fahr’ einfach weiter. Mittelfinger bringen nichts bei den Typen.</p>
<p align="left"><em>On the road again.</em></p>
<p align="left">Im <em>Visual Sound Channel</em> hinter meinem Lenkrad verrenken sich gerade &#8216;n paar intergalaktische Kometenschweif-Surfer die Knochen, dazu spielen sie „Was ihr wollt&#8221; von den Smashers. Geht echt in die Beine, das Zeug, obwohl&#8217;s ja schon ziemlich alt ist &#8230;</p>
<p align="left">Ich flieg&#8217; bis zum Goethe-Schild, das schon seit &#8216;n paar Jahrzehnten da hängt und Werbung macht für irgendso&#8217;n After Shave, das es wahrscheiidich gar nicht mehr zu kaufen gibt und nur noch aus Image-Gründen da in der Gegend rumhängt, was weiß ich &#8211; auf jeden Fall ist die Lizenz in Ordnung und ich muss rechts ab, auf den Highway.</p>
<p align="left">Im Vorbeischweben seh&#8217; ich noch einen alten Bekannten: Stevie Notrix nennt er sich, hat seine Haare hochgestellt, Seiten abrasiert und aus dem voll Iizensierten Sound-Shirt dröhnen vergangene Melodien von Slime und den Sex Pistols in meine Richtung. Der Typ ist halt &#8216;n echter Nostalgiker.</p>
<p align="left">„Hey Agent, alles okay? Willste nich heute abend im „Anarchy UK&#8221; mit deinem piekfeinen Alabaster-Schlitten mal aufkreuzen &#8211; denn heute ist mein erster Auftritt!<em>“</em></p>
<p align="left">Er grinst mich fett und flashig an, als ob er sich was von den neuen, frisch lizensierten Mutter-Theresa-Pillen besorgt hätte, schraubt mit ungeheurem Taktgefühl weiter an dem glänzenden Stahlrundrohr, das den ganzen Highway erleuchtet und weiß ganz genau, dass ich mit meinem gestylten Privat-Glider niemals in seiner Anarcho-Spelunke aufkreuzen würde, hab ja auch keinen Grund: da ist alles zu 100 % lizensiert.</p>
<p><em>Zweites Alarmsignal.</em></p>
<p>Verdammt, ausgerechnet jetzt.</p>
<p>Ein knallroter Cursor blinkt irgendwo in der Navigationsleiste, das sind stark verkleinerte 3D-Hologramme, die sich bei der geringsten Berührung in ihre virtuellen Moleküle zerstreuen und meinen aktuellen Standpoint anzeigen.</p>
<p>Per Touchscreen bestimme ich meine Route quer durch den Dschungel aus Straßen, Highways, Fluglinien, Seitenstraßen &#8230; bis ich innerhalb weniger Standard-Zeiteinheiten am Ort des Verbrechens eintreffe.</p>
<p>Schäbige Wohngegend, Vorstadt-Ghetto, eintönige Fassaden: hinter der 5. Mülltonne hockt einer von diesen verlausten Sprayertypen und wartet auf sein Urteil.</p>
<p>So steht&#8217;s im Protokoll, das aber normalerweise viel schneller reagiert &#8230;</p>
<p>Und als ich mich umblicke, merke ich auch schon bald, was los ist: Der Typ hat doch tatsächlich die komplette Fassade des <em>Buckingham Palace</em> auf die schmierigen, verrußten Wände der ganzen verdammten Scheiß-Straße gesprayt!</p>
<p>Das gibt Ärger.</p>
<p>Verdammt &#8211; warum bin ich über so eine Scheiße nicht schon früher informiert worden? Das kann mich den Job kosten, verfluchte Scheiße &#8230;</p>
<p><em>Sorry, control system failed.</em></p>
<p>Ja, ja, fail dich selbst, du beschissener Apparat. Ich kann jetzt sehen, wie ich aus dem Mist rauskomme, oder hast du &#8216;n besseren Einfall?</p>
<p><em>Keine Antwort.</em></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1638" title="futuristic_building" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/09/futuristic_building.jpg" alt="" width="260" height="462" />Kurz noch mal checken, ob der Strahler richtig sitzt, dann gleitet die Tür zur Seite und ich marschiere direkt auf den verdammten Junkie und halt&#8217; ihm meine Laserkanone direkt in seine holografische Mozart-Fresse &#8211; ich wette, dafür hat er keine Lizenz.</p>
<p>Allein das wär&#8217; schon ein Grund, ihn mitzunehmen, aber ich hab&#8217; noch was vor mit dem Wichser.</p>
<p>„Hey, Arschloch! Was hast du dir dabei gedacht?“ scheiß ich ihn an. Dabei muss ich mich noch kräftig zurück halten, damit ich ihm nicht gleich hier und jetzt zur Begrüßung ein paar aufs Maul trete.</p>
<p>Der langhaarige, zottelige Typ stottert mit weit aufgerissenen Augen durch die Gegend, fängt an zu winseln &#8211; anscheinend weiß er, was für&#8217;n verdammten Mist er mit seinem verstrahlten Schädel gebaut hat: „B &#8230; b &#8230; bitte &#8230; A-a-agent &#8230;&#8221; Die Nadel steckt noch in seinem Arm, das Blech mit dem Stoff liegt neben ihm und glüht wahrscheinlich noch von der Flamme des <em>burning tools</em>.</p>
<p>Was soll ich nur der Zentrale melden, verdammt? „Unidentifizierter Penner sprüht seine Junkie-Visionen an Ghetto-Fassaden im 5. Bezirk?“ Klingt mehr wie aus&#8217;m schlechten 3D-ThriIIer, auch wenn&#8217;s leider wahr ist &#8211; verdammt! Vielleicht ist dieser beschissene Bezirk sogar &#8216;n drittklassiger 3D-Thriller und ich merk&#8217;s nicht mal, wie die Quoten sich über mich schräg lachen und die <em>touch rates</em> den TKP<a title="" href="#_ftn1">[1]</a> in die Höhe treiben &#8230;</p>
<p>Die Zentrale meldet zwar, dass sie Bescheid weiß über den Ausfall des Kontrollsystems, aber trotzdem bin ich jetzt in einer beschissenen Scheiß-Situation und kann nix dagegen machen.</p>
<p>So eine herunter gekommene Sackratte, fast hätte ich abgedrückt.</p>
<p>Ich zittere, die Laserkanone kann jeden Moment losgehen, <em>private war against criminality</em> oder wie war das &#8211; einer gegen alle. Nur ein unkontrolliertes Zeigefinger-Zucken reicht aus und die Strahlung würde diesem lebensmüden Chaot das Gesicht zerfetzen wie &#8216;ner nordsibirischen Wassermelone.</p>
<p>„Du Wichser! Morgen ist das alles weg!&#8221; brülle ich dem Typen mitten durch seine Drogen vernebelten Wahnvorstellungen, mache eine ausholende Handbewegung, wobei der Penner zusammen zuckt und drehe mich wutschnaubend zu meinem Glider.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Buckingham Palace</em>, so ein Idiot. Talent hat er ja wenigstens, sonst hätt&#8217; ich ihn schon längst abgeknallt.</p>
<p>Verdammt. Wenn er sich wenigstens &#8216;ne Lizenz dafür leisten könnte, gäb&#8217;s überhaupt keine Probleme und vielleicht würde sogar &#8216;n verdammter Künstler aus ihm, mit &#8216;nem richtigen Markennamen auf seinem Identity- Chip.</p>
<p>Aber so &#8230; Eigentlich hätt&#8217; ich ihn abknallen müssen.</p>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> TKP = Tausender-Kontakt-Preis (Werbedeutsch)</p>
</div>
<p>&nbsp;<br />
-<br />
&#8211;<br />
&#8212;</p>
<hr />
<p><strong>Bücher von <a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;x=0&amp;ref_=nb_sb_noss&amp;y=0&amp;field-keywords=sven%20kl%C3%B6pping&amp;url=search-alias%3Dstripbooks&amp;_encoding=UTF8&amp;site-redirect=de&amp;tag=sflex-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454" target="_blank">Sven Klöpping</a>:</strong></p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" align="center" bgcolor="#FFFFFF">
<tbody>
<tr style="vertical-align: top; horizontal-align: left;">
<td width="280">
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/394253309X/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&#038;tag=sflex-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=394253309X"><img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&#038;Format=_SL160_&#038;ASIN=394253309X&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=AsinImage&#038;WS=1&#038;tag=sflex-21&#038;ServiceVersion=20070822" /><br />
<small>Menschgrenzen</small></a></td>
<td width="280">
</td>
</tr>
</tbody>
</table>]]></content:encoded>
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		<title>kannibalen!</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 07:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Klöpping</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[chauvinismus]]></category>
		<category><![CDATA[fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[kannibalismus]]></category>
		<category><![CDATA[nachtclub]]></category>

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		<description><![CDATA[stand auf dem zeitungsbericht in der hand des mannes im nachtclub wo die rotbeschienenen nackten frauenhäute ziemlich heiß aussahen wie frisch gekocht &#160; (auch zu lesen in meinem neuen Gedichtband &#8220;ein stück wirklichkeit&#8221;, bei p.machinery)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-thumbnail wp-image-1289 alignright" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/11/moderne_frau_2009_350x-250x250.jpg" alt="" width="140" height="140" /></p>
<p>stand auf dem</p>
<p>zeitungsbericht</p>
<p>in der hand des</p>
<p>mannes im nachtclub</p>
<p>wo die rotbeschienenen</p>
<p>nackten frauenhäute ziemlich</p>
<p>heiß aussahen wie</p>
<p>frisch gekocht</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>(auch zu lesen in meinem neuen Gedichtband &#8220;ein stück wirklichkeit&#8221;, bei p.machinery)</p>]]></content:encoded>
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		<title>Speedway to Hell</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 11:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Klöpping</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scifi]]></category>
		<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
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		<category><![CDATA[verbrechen]]></category>

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		<description><![CDATA[Anhalten. Anhalten, bloß anhalten. Erst mal 'ne Pille schlucken. Das macht mich wieder einigermaßen locker. Das Türfeld entmagnetisieren. Aussteigen. Ohne die Pille hätt’ ich kotzen müssen, aber so ... ist schon okay. Wir werden das irgendwie durchstehen, was, alter Kumpel - guter alter Kumpel, du wirst mir fehlen, verdammt noch mal, du wirst mir fehlen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Follow them!</em></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1638" title="futuristic_building" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/09/futuristic_building.jpg" alt="" width="200" height="462" />Okay, pass auf. Da hinten, nicht zu schnell, vooorsichtig, Mensch, pass doch auf. Die Typen müssen sich in Sicherheit glauben, wenn sie uns entdecken, ist alles aus. Rallst du das nicht, oder wie? Hey! Jetzt geh vom Gas, Junge, vom Gas! Was ist d &#8230; Scheiße! Scheeeiße! Der ist ja tot! Wer hat denn den so schnell gelöscht, verd &#8230; Hey! Wach auf, Junge. Wach auf! Ich will nicht dass du im Absorber landest, hörst du? Ach, Shit! Schnell irgendwie an den Gashebel rankommen. Irgendwie. Das muss klappen, verdammt noch mal. Die anderen, wo sind die anderen? Ich kann nichts sehen, das macht mich verrückt. Erst mal anhalten. So&#8217;n Mist, jetzt sind die Typen natürlich weg. Mit der Kohle, und den ganzen Tech-Pillen, die sind bestimmt schon irgendwo untergetaucht. Dafür werd ich wohl kein Verdienstkreuz bekommen, höchstens daran aufhängen werden sie mich, die großen Bosse, die Politiker, diese scheiß Brothers &#8211; Brüder sind sie genau so viel wie Hochhäuser Sozialgefühl besitzen &#8211; verdammte Scheiße.</p>
<p><em>Keep cool bul not quiet.</em><br />
Anhalten. Anhalten, bloß anhalten. Erst mal &#8216;ne Pille schlucken. Das macht mich wieder einigermaßen locker. Das Türfeld entmagnetisieren. Aussteigen. Ohne die Pille hätt’ ich kotzen müssen, aber so &#8230; ist schon okay. Wir werden das irgendwie durchstehen, was, alter Kumpel &#8211; guter alter Kumpel, du wirst mir fehlen, verdammt noch mal, du wirst mir fehlen &#8230;</p>
<p>Ohne Timelag seinen Körper rauszerren, nur mit Stoff bezogen, ohne Anzug zerfressen die Chemosäuren seine Haut, schrecklicher Anblick. Schnell runter vom Speedway, das einzige ist der Fluss, da wird ihn keiner finden, es gibt viele Kannibalen, zu viele davon.</p>
<p>Davonfahren. Den Sorgen, Problemen, einfach weg hier, irgendwohin,<em> the holy land.</em></p>
<p>Ich hab keine Pillen mehr &#8211; Probleme, und Null Pillen. Jetzt muss ich auch noch zum Shop, in meinem Zustand, in meinem Zustand zum Shop, der Keeper wird glotzen, ich muss doch zum Dienst &#8230;</p>
<p><em>Keeping shops and secrets.</em><br />
Egal, der nächste Shop ist dreihundert Meter weiter, irgendwo links, die Automatik findet den schon, verdammt, warum kann man diese beschissene Automatik nicht auf die Outlaws einstellen, Maschinen können die Scheißkerle viel besser verfolgen als ein toter Cop.</p>
<p>Ich könnte sie alle ins All kicken, diese Schwänze, hätten die mir das vorher gesagt, bevor ich den Job angenommen hab, dass hier bald alles den Bach runterläuft, verdammt, ich wär doch nicht so verrückt gewesen, anzunehmen, zu unterschreiben, die spinnen doch, die Typen, die spinnen doch &#8211; und der arme Junge würde noch leben, aber ich hab’s nicht gemerkt, war zu beschäftigt, hab’s nicht gemerkt, dass jemand ihn gelöscht hat &#8211; verdammt noch mal.</p>
<p>Die Finger zittern, klopfen bei rot aufs Steuer, auf Metall klingt das irgendwie ganz schön komisch, kann mich nicht daran erinnern, wo ich das her hab’, da bekomm&#8217; ichmanchmal so seltsame Visionen,müssen wohl die Drogen sein, aber was denn bloß für welche, wo ich so was wie Tech doch nie anrühren würde, vielleicht hat&#8217;s mir jemand untergemischt, irgendwo in &#8216;nen Drink rein, auf &#8216;ner Party, davon gibt&#8217;s viel zu wenig, würde gern mal wieder &#8216;n bisschen feiern geh&#8217;n &#8230;</p>
<p><em>Grenzlichter machen den Anfang.</em><br />
Da ist der Shop. Leuchtet wie &#8216;ne Sternschnuppe, als ob er was besonderes wäre, einer von dreihundert in der ganzen Scheißstadt, aber okay, erst mal rein gehen.</p>
<p>Die Blagen da in der Ecke gucken, als hätten sie irgendwas vor, aber da sollen sich die anderen drum kümmern, ich bin jetzt zivil &#8211; in Uniform zwar, aber innen drin zivil &#8230; Verdammt! Mir ist gerade mein bester Arbeitskollege abgekratzt, da darf ich mal &#8216;n bisschen ausflippen, oder etwa nicht?</p>
<p>Eine Packung Lights, ja hast richtig gehört, Lights, nicht die harten, sondern die leichten, deswegen heißen sie ja Lights, na also, warum nicht gleich so, und das „Tschüss, du scheiß Cop“ kannste dir an den Arsch kleben, du Bastard, ich kündige, morgen kündige ich, dann woll&#8217;n wir mal seh&#8217;n, wer hier wen anscheißt, ja, du mich auch, du Wichser.</p>
<p>Endlich wieder draußen, ich glaub, die Blagen haben was mitgehn lassen, die haben abgewartet, bis ich weg bin, mal umdrehn, mal schauen, ob sie sich wirklich getraut haben, gehört schon Mut dazu, hätt’ ich mich früher nicht getraut, so was &#8211; na bitte, weg sind sie, hab ich&#8217;s mir doch gleich gedacht. Scheiß Blagen, sind alle dunkel, zu dunkel.</p>
<p><em>Runter damit!</em></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1637" title="futuristic_building2" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/09/futuristic_building2.jpg" alt="" width="200" height="462" />Okay, wohin jetzt, so &#8216;ne Scheiße, mir steht der Kopf überall, nur nicht am Hals, der ist zu dick, ich hab so nen dicken Hals, ich weiß nicht, warum, verdammt, warum, die Pille, wo ist die Pille, ich nehm’ gleich zwei &#8211; schon besser. So geht’s. Lässt sich aushalten, ohne Pillen wär&#8217;s der Horror hier. Verdammt, da treibt’s mir die Tränen in die Augen, zur Hölle damit &#8211; gerade hab ich meinen besten Freund verloren, wie soll ich jetzt nur arbeiten &#8230;</p>
<p><em>Hoffentlich ist bald Wochenende.</em><br />
Aber das wird bald auch noch gestrichen, ich glaub’s nicht, dann sind sie alle Verbrecher in dieser Scheißstadt, morgen kündige ich, dann könnt ihr mal sehn wie ihr eure Probleme gebacken kriegt, ohne mich, das sag ich euch, da gibt’s irgendwo bestimmt was besseres, irgendwo, verdammt noch mal, ich werd auswandern, das werd ich, diese neue Welt wartet doch nur auf Typen wie mich, verdammt, so &#8216;ne Scheiße, ich kann nicht mehr, will nicht, wo sind die Verbrecher, diese Dealer, denen werd ich eins überbraten, dass sie nicht mehr wissen wohin, die sollen was lernen, so nicht, nicht mit &#8216;nem Cop &#8230;</p>
<p>Losfliegen, um die nächste Ecke, überall sind Verbrecher, warum nicht einfach alle überfahren, die sind&#8217;s eh nicht wert, ich will weg, weg, bloß weg, verdammt, auswandern, verdammt noch mal, auswandern!</p>
<p>Anhalten, aussteigen. Da ist das Büro. Schön locker machen. Guten Morgen, ja, alles gut gelaufen, die Verbrecher &#8211; alle tot, ja, gelöscht. Notwehr war&#8217;s, was sonst, kann ja mal passieren &#8230; Aber ja, Sie haben Recht, absolut sogar &#8211; dumm gelaufen, das ganze, was soll&#8217;s, die wachsen wieder nach, wie Unkraut, ja, der andere kommt noch, irgendwann &#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #333333;"><em>Kicking empty cans, just around the corner, maybe you look on me as a lonesome mourner … Away, away &#8230; nothing left to say. A way, away &#8230; I am far away …</em></span><br />
<span style="color: #333333;">(Deine Lakaien, &#8216;Away&#8217;)</span></p>
<p>&nbsp;<br />
-<br />
&#8211;<br />
&#8212;</p>
<hr />
<p><strong>Bücher von <a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;x=0&amp;ref_=nb_sb_noss&amp;y=0&amp;field-keywords=sven%20kl%C3%B6pping&amp;url=search-alias%3Dstripbooks&amp;_encoding=UTF8&amp;site-redirect=de&amp;tag=sflex-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454" target="_blank">Sven Klöpping</a>:</strong></p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" align="center" bgcolor="#FFFFFF">
<tbody>
<tr style="vertical-align: top; horizontal-align: left;">
<td width="280">
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/394253309X/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&#038;tag=sflex-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=394253309X"><img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&#038;Format=_SL160_&#038;ASIN=394253309X&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=AsinImage&#038;WS=1&#038;tag=sflex-21&#038;ServiceVersion=20070822" /><br />
<small>Menschgrenzen</small></a></td>
<td width="280">
</td>
</tr>
</tbody>
</table>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Beschützte kleine Buben fliegen high</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 15:01:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Klöpping</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scifi]]></category>
		<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[autoritär]]></category>
		<category><![CDATA[experimentell]]></category>
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		<category><![CDATA[futuristisch]]></category>
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		<category><![CDATA[seltsameWelt]]></category>
		<category><![CDATA[unten]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon schwebe ich über dem Boden, kein Wunder, der Glider hat fünfzigtausend Credits gekostet, ein Batzen für so'n armen Schlucker wie mich, verdammt. Aber jetzt erst mal zum first flash springen, ja so ist das gut, das klingt richtig abgefahren, und schon bin ich wieder high ... Heute ist Zeitfahren, keine Zeit für lange Starts, ich will sofort und für immer los und nie wiederkommen, genau das hab' ich vor, heute nacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>for all the overviewed</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Stadt ist wieder total high, ich kann sie nicht überblicken, tausend Stockwerke erstrecken sich über meinem Kopf, ich glaub&#8217;s nicht.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1623" title="Beschützte kleine Buben fliegen high" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/09/fliegenhigh2.jpg" alt="Beschützte kleine Buben fliegen high" width="200" />Schon schwebe ich über dem Boden, kein Wunder, der Glider hat fünfzigtausend Credits gekostet, ein Batzen für so&#8217;n armen Schlucker wie mich, verdammt. Aber jetzt erst mal zum <em>first flash</em> springen, ja so ist das gut, das klingt richtig abgefahren, und schon bin ich wieder high &#8230;</p>
<p>Heute ist Zeitfahren, keine Zeit für lange Starts, ich will sofort und für immer los und nie wiederkommen, genau das hab&#8217; ich vor, heute nacht.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>50 floors over normal-nill (after the first flash).</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Okay, jetzt sollte ich mal ‘n bisschen Gas geben, ist ja schließlich nicht umsonst so teuer, mein <em>rave-over-the-stars</em> Glider, den ich gerade zwischen meinen Fingern lenke. Der zweite Flash ist im Anflug, ja, meine Hand bewegt sich, nur ein paar Zentimeter und &#8211; jaaaaa! &#8211; geil, abgefahren, obergeil. Das war &#8216;n Schub von 200 Stockwerken, verdammt, 200! Das müssen mir die anderen erst mal nachmachen &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>freu</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignright" title="Beschützte kleine Buben fliegen high" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/09/fliegenhigh1.jpg" alt="Beschützte kleine Buben fliegen high" width="200" height="356" />Aber noch fliege ich nicht über dieser verdammten Scheiß-Stadt, kann nicht auf ihre winzigen Scheißdächer runterblicken, die mich aus tausend Lichtern anstarren, als wenn sie nichts besseres zu sagen hätten als zu schweigen, verdammt. Da unten, unter der beschissenen Asphalt-Decke, auf der die Leute sich Rattenburger reinmampfen, weil sie zu wenig Geld für&#8217;n besseres Leben haben, hab ich mein Leben zurückgelassen, denn heute bin ich frei, verdammt, so frei wie nur irgendein <em>Underzoner</em> sein kann.</p>
<p>So hab ich mir mein Leben da unten aber auch nicht vorgestellt: viel zu kleine Spelunke, in der ich im minus 305ten Stockwerk billige Lottokarten an irgendwelche Lebens-Idioten abdrücke, die sich was vom großen Glückskeks abknabbern wollen &#8230; Nein, verdammt, ich will höher, über den<em> Ground</em> an die Oberfläche &#8211; wo&#8217;s richtig abgeht und man für ‘ne Stunde ehrliche Arbeit noch genug verdient, um sich einigermaßen billig am äußeren Rand des Universums unterzumieten.</p>
<p>Oh Mann &#8211; genau da will ich hin, an den verdammten äußeren Rand &#8211; wo die Sterne noch glitzern und die Luft nicht durch Filter gepustet wird &#8211; wo die Miezen sich beim Sex noch ausziehen, weil sie keine Wunden zu verstecken haben, die man hier überall in den <em>sub-zero</em> Stockwerken bekommt, weil die Luft für die eigene Haut kaum noch zu ertragen ist &#8230;</p>
<p>Yeah, das wär&#8217; schon geil, mit ‘nem Transporter einfach abzuhauen.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>3rd flash.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und er kommt total plötzlich, hab&#8217; noch nicht mal gemerkt, dass meine Hand sich auf die Tastatur zu bewegt hat, um ihr den Befehl einzutrichtern, der mich noch mal 300 Stockwerke nach oben pustet, aber die Überraschung war&#8217;s wert, dass ich meine Hand nicht unter Kontrolle hatte &#8211; denn der Puls fiebert mit, steigt auf 180 <em>degrees</em>, und ich schwebe, nicht mal mehr in meinem Glider, sondern vor allem geistig, verdammt &#8211; meine Beine schweben im Kopf wie noch nie &#8211; irgendwie sehe ich unter mir die Mega-Stadt, die sich vor ca. dreihundert Jahren wie eine Flanier-Raupe über den ganzen Planeten ausgebreitet hat und jetzt alle Ozeane, und sogar den verdammten Himalaya überragt &#8211; im Geist fliege ich an kleinen Fenster-Löchern vorbei, die diese Stadt zusammenhalten: dahinter wohnen Techniker, Programmierer, kleine Denker, Studenten &#8211; sie alle sind Partikel des großen Städtemolochs, der fortwährend den Hals höher reckt und schreit: »ICH!«</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Chill down!</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Okay, weiß auch nicht, woher ich das hatte mit dem ‘fortwährend&#8217; &#8211; muss wohl aus irgendso&#8217;m Buch rausgesprungen sein, wo ich mich mal irgendwann dran vorbeigelesen hab&#8217;, aber stimmt schon, was da steht &#8211; vielleicht bis auf dass einem in diesem Drecks-Wälzer nicht verklickert wird, wie&#8217;s unterhalb der Normal-Null-Grenze aussieht, in den Löchern, wo man kaum atmen kann.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Nearly in space.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignright" title="Beschützte kleine Buben fliegen high" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/09/fliegenhigh2.jpg" alt="Beschützte kleine Buben fliegen high" width="200" height="356" />Mein Bauch bekommt Schmetterlinge und ich schwebe wie auf meinen ersten Flügeln &#8211; weil gerade hat mich der vierte Flash getroffen &#8211; ich hebe ab, noch höher, zum tiefen schwarzen Loch, das mich umgibt und überall <em>space</em> genannt wird, weil es sich in alle Richtungen unendlich ausdehnt wie eine große schwarze Wolke mit kleinen Lichtern, die das ganze zusammenhalten.</p>
<p>Aber verdammt &#8211; ich bin so nah dran, am tausendsten Stockwerk, das höchste der Gefühle: Mega-Kick, Schräg-Sprung, quer über das Dach und ab ins Universum, das nur einmal existiert und nicht auf mich wartet &#8230;</p>
<p>Gerade bin ich so weit, will mich in den fünften Flash reinklinken, der mich noch <em>higher </em>kickt, in die unendlichen Tiefen da oben &#8211; als vor mir das beschissene Licht auftaucht &#8211; hab&#8217; ich schon mal von gehört, aber live hab ich&#8217;s noch nie beschimpft. Großes, matt glänzendes <em>authorization light</em>, das sich wie eine Scheibe mit vier Adern über das ganze Dach der Welt mit ihren beschissenen Stockwerken legt, und blinkt und funkelt, wie man es von unten, 200 Etagen tiefer, gar nicht sehen konnte:</p>
<p>Die <em>ban wall</em> bedeutet totale Kontrolle über alles, was sich unter ihr aufhält. Mann, ich hab&#8217;s nie geglaubt, und jetzt grinst mich diese beschissene Wand an, als ob sie mir einen großen Strich durch die Rechnung gezogen hätte, verdammt, am liebsten würd&#8217; ich sie &#8230;</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Control reports to the police station.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignright" title="Beschützte kleine Buben fliegen high" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/09/fliegenhigh1.jpg" alt="Beschützte kleine Buben fliegen high" width="200" height="356" />So was ist echt übel, wenn man plötzlich mitbekommt, dass der ganze miese kleine Gedanke, den man hatte, als man sein ganzes Leben geopfert hat, um sich den Glider zu besorgen, sich seinen verdammten Traumsprung zu erfüllen, plötzlich aufgeht in gar nichts, sich verdunstet in irgendeinem drecks Disco-Nebel, von dem wir <em>Underzoner</em> echt die Nase voll haben.</p>
<p><em>Cop stop.</em></p>
<p>Ja, ja &#8230; Natürlich, weiß ich ja &#8211; mein Fehler! Ihr verdammten Cops braucht nicht rumzuschweben, als wenn ihr mich gleich abführen wollt &#8211; ich kann ja überhaupt nicht abhau&#8217;n, weil der fünfte Sprung ist doch eh schon seit mindestens 30 Nanosekunden vergessen! Oh Mann &#8211; da kommen sie an mein Heck geflogen und machen einen auf oberwichtig mit ihren Hyper-Zappern; dann verticken sie mir mega-phonisch, dass ich gar nicht befugt bin für die <em>ban wall</em>, ist ja auch alles total verboten und so weiter, und ich hör auch schon gar nicht mehr hin auf das Gebrabbel – ja, ja, sag ich, hab ich auch schon gehört und drehe um, zeige den Cops zum Abschied den geistigen Mittelfinger und hoffe, dass die beschissene <em>ban wall</em> nix davon scannt.</p>
<p>Bockmist. Dann flitz’ ich das Rennen halt <em>on earth</em> weiter, wie die anderen, die in Wirklichkeit nicht mal im Traum dran denken, durch die Grenze ins Weltall zu starten, wo eigentlich noch mehr Ungewissheit auf sie wartet als hier unten in ihrem kleinen dreckigen Kokon.</p>
<p>&nbsp;<br />
-<br />
&#8211;<br />
&#8212;</p>
<hr />
<p><strong>Bücher von <a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;x=0&amp;ref_=nb_sb_noss&amp;y=0&amp;field-keywords=sven%20kl%C3%B6pping&amp;url=search-alias%3Dstripbooks&amp;_encoding=UTF8&amp;site-redirect=de&amp;tag=sflex-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454" target="_blank">Sven Klöpping</a>:</strong></p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" align="center" bgcolor="#FFFFFF">
<tbody>
<tr style="vertical-align: top; horizontal-align: left;">
<td width="280">
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/394253309X/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&#038;tag=sflex-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=394253309X"><img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&#038;Format=_SL160_&#038;ASIN=394253309X&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=AsinImage&#038;WS=1&#038;tag=sflex-21&#038;ServiceVersion=20070822" /><br />
<small>Menschgrenzen</small></a></td>
<td width="280">
</td>
</tr>
</tbody>
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		<title>Ich bin Pisse</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Feb 2011 04:54:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Klöpping</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[ablehnend]]></category>
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		<category><![CDATA[trash]]></category>

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		<description><![CDATA[... / wenn ich an einer Rose dufte – Pisse, / wenn ich an einem Holzlager vorbei gehe – Pisse. / ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin Pisse,<br />
<img class="alignright size-thumbnail wp-image-1562" title="perspective P" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/02/perspektive_toilette-140x140.jpg" alt="perspective P" width="140" height="140" />wenn ich nichts anderes mehr rieche,<br />
wenn ich an einer Rose dufte – Pisse,<br />
wenn ich an einem Holzlager vorbei gehe – Pisse.</p>
<p>Wenn mein Duft mich zu dem macht der ich bin,<br />
also ein Pisser,<br />
dann frage ich mich,<br />
was all die Schisser eigentlich von mir wollen.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Alles geht zum Anus</title>
		<link>http://kaschemme.de/2011/02/alles-geht-zum-anus/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 05:31:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Klöpping</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[medial]]></category>
		<category><![CDATA[moderne]]></category>
		<category><![CDATA[tristesse]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchen TV-Sendern ist eben nichts zu schade. / Da können schon mal Blondinchen im grammatikalischen Vakuum gedeihen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1490" title="3-glotz-tv" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/02/3-glotz-tv-140x140.jpg" alt="" width="140" height="140" />Wolleier legende Saumilchshowmaster,</p>
<p>Phrasenheischendes Affenauditorium –</p>
<p>manchen TV-Sendern ist eben nichts zu schade.</p>
<p>Da können schon mal Blondinchen im grammatikalischen Vakuum gedeihen.</p>
<p>Da kann einer ein Sterbenswörtchen verlieren und dabei so richtig aufleben.</p>
<p>Da kann es sogar vorkommen, dass man so entstandene Bildermündel aufzeichnet, pflegt und säugt, bis sie nur noch rumschreien und mehr Quotenschlachtungen verlangen.</p>
<p>Dann ist es an der Zeit, sich mit einer Kettensäge unterzumieten.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Das einzige woran du gerade denkst</title>
		<link>http://kaschemme.de/2010/02/das-einzige-woran-du-gerade-denkst/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 22:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Klöpping</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[moderne]]></category>
		<category><![CDATA[tristesse]]></category>
		<category><![CDATA[urban]]></category>

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		<description><![CDATA[Das einzige woran du gerade denkst ist, / wie du am schnellsten aus deinem salärgefüllten Bett entwischst, / den Duschkopf optimal ausrichtest,]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1337" title="person_abstrakt_350x250" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2010/02/person_abstrakt_350x250-250x250.jpg" alt="person_abstrakt_350x250" width="250" height="250" />Das einzige woran du gerade denkst ist,<br />
wie du am schnellsten aus deinem salärgefüllten Bett entwischst,<br />
den Duschkopf optimal ausrichtest,<br />
so dass du mit ihm die schaumgefüllte Pfütze deiner Restbehaarung<br />
im Abfluss ertränken kannst.</p>
<p>Das einzige,<br />
was dir bei deiner Arbeit auffällt ist,<br />
dass niemand deine Kaffeemeinung teilt,<br />
dass man im Einverständnis plutokratischer SMS-Paragraphen handelt,<br />
die im besten Fall dazu taugen,<br />
den Kaffeesatz zu interpretieren.</p>
<p>Das einzige woran du gerade denkst<br />
sind Weiber, Weiber, Weiber,<br />
die auf Porno-Websites gestochert werden,<br />
sich von vorne und hinten mit dickflüssigen Einläufen bespritzen lassen,<br />
die im besten Fall in anderen Flüssigkeiten aufgehen.</p>
<p>Das einzige was du bist,<br />
sind Tageskonglomerate vergeudeter Gedanken,<br />
hirnverhangener Witterung<br />
und suboptimaler Existenz,<br />
die bestenfalls davon zeugen,<br />
wie man früher auf dem Mars zu kotzen pflegte.</p>
<p>Das einzige woran du gerade denkst,<br />
sind deine Eier,<br />
die schon nach zwei Minuten zu heiß sind,<br />
deine Schienbeinschoner,<br />
die beim Elfmeterschießen nichts nützen,<br />
deine Wollmütze,<br />
die dich vor dem Fahrtwind des Lebens beschützen soll,<br />
doch nur deine Ohren wärmt.</p>
<p>Das einzige was du gerade denkst,<br />
kommt aus deinem Arsch.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Verlorener Sohn</title>
		<link>http://kaschemme.de/2010/01/verlorener-sohn/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 21:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Klöpping</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwanzig Jahre später, / auf einem Bahnhof in Turin. / Ein vergilbtes, vergessenes Blatt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-1484" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2010/01/bahnhof_2009.jpg" alt="" width="140" height="140" />Zwanzig Jahre später,<br />
auf einem Bahnhof in Turin.</p>
<p>Ein vergilbtes, vergessenes Blatt<br />
hängt irgendwo zwischen Gazetti und Gelati.</p>
<p>&#8220;Hat jemand dieses Kind gesehen?&#8221;<br />
steht darauf.</p>
<p>Und darunter:<br />
&#8220;Si, madre.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>(auch zu lesen in meinem neuen Gedichtband &#8220;ein stück wirklichkeit&#8221; bei p.machinery)</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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