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	<title>Zarathustras miese Kaschemme &#187; Xenia.Diaz.Orejarena</title>
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	<description>Blog &#38; Magazin für exzentrische Literatur</description>
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		<title>Raumzeitreise Zeitraumreise</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Oct 2004 20:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Xenia.Diaz.Orejarena</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Deine Taste liegt schräg über meiner Taste]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deine Taste liegt schräg über meiner Taste. Selbstvergessen masochistisch dröhne ich mir immer wieder die Songs, die wir zusammen gehört haben, in die Ohren, bis zum absoluten Sternhagelschmerz im nervenblitzdurchzuckten Hirn. Alle Energien konzentrieren sich dort, um mein virtuelles Universum leben zu lassen, denn manchmal kann ich nur dort überleben.</p>
<p>Müde sitze ich auf meinem Drehstuhl und meine Augen starren durch den Bildschirm ins Nichts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Kaum geschlafen</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2004 20:22:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Xenia.Diaz.Orejarena</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ In Jeans und T-Shirt, noch nicht ganz wach, taste ich mich durch das fremde Zimmer nach draußen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist früh, sehr früh. Auch für die Sonne oder die gelbe Sau, wie V. sagen würde haha. In Jeans und T-Shirt, noch nicht ganz wach, taste ich mich durch das fremde Zimmer nach draußen. Noch ist der Mond zu sehen. Eine Erinnerung an pulsierende Entgleisungen und verpasste Gelegenheiten der letzten Nacht. Ich spüre einen leichten Druck an den Schläfen. Erinnerungen hängen, verblassend wie der Mond, gleich Stofffetzen in meinem Hirn. Fern vom wollüstigen Farbrausch menschlicher Eitelkeiten und natürlicher Werbung zur exzessiven Fruchtbarkeit ein Moment kühler graublauer Zurückhaltung in Reduktion. Die feuchte Luft beschert mir ein leichtes Frösteln. Die Vögel pfeifen lautstark auf den neuen Tag. Ich gehe bis zum Ende des Weges, setzte mich auf die Mauer, sortiere Traumreste und rechne mit dem Tag, der kommen wird.</p>]]></content:encoded>
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		<title>[gras]grün</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2004 20:23:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Xenia.Diaz.Orejarena</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir fixieren uns. Lähmende Panik steigt in mir auf. Mein Herz rast. Meine Hände schwitzen. Sie könnte mich anspringen - ein unberechenbarer, glibberiger, zappelnder Fleischklumpen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Steak auf meinem Teller macht irgendwie einen traurigen Eindruck, als wäre jemand verstorben &#8211; ach ja, das Steak selbst. Rauschen um mich herum. Ich denke, während mein Blick über den Salat schweift, an die Kühle einer großen, grünen Kröte mit vorstehenden, feuchten Augen. Da sehe ich sie im Salat sitzen. Wir fixieren uns. Lähmende Panik steigt in mir auf. Mein Herz rast. Meine Hände schwitzen. Sie könnte mich anspringen &#8211; ein unberechenbarer, glibberiger, zappelnder Fleischklumpen. Ich müßte sie wahrscheinlich mit meinen Händen auffangen, weil ihre Krötenfüße keinen Halt finden. Sie könnte mir entgleiten, auf den Boden klatschen und bei ihrem Aufprall zerplatzen, um dann vorwurfsvoll neben meinem Stuhl liegen zu bleiben. Und mit Steinen nach blutenden Kerzen werfen hinterläßt resistente Spuren! Voll Entsetzen schaue ich mich hilfesuchend um. Als ich wieder nach der Kröte sehe, ist sie weg und der Salat auch. Hatte ich überhaupt einen Salat? Das Rauschen wird lauter und zum guten Sound. Ich sitze in meinem schwarzen Siestasessel mit einer kühlen, grünen Bierflasche in der Hand &#8211; du mir gegenüber &#8211; und muß Tränen lachen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Zu viel von zu wenig</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2004 20:20:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Xenia.Diaz.Orejarena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Story]]></category>
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		<description><![CDATA["Intuitives Coden. In den paar aufblitzenden Momenten von Konzentration kann ich zum Teil nicht mehr nachvollziehen, wie ich was zum Funktionieren gebracht habe."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Nur ein winziges Stück Blau am Himmel zum atmen, aber da ist nichts. Eins, zwei, drei, vier&#8230; meine Arme sind schwer wie Blei &#8211; fast nicht zu schaffen. Es kann einfach nur der fehlende Sauerstoff sein. Das fühlt sich alles andere als gut an. Ich ziehe die Augenbrauen eng zusammen und versuche, der Intensität des Taubheitsgefühls nach zu spüren und würde mich am liebsten auf den Boden legen. Ich denke an dich und lege meinen Kopf an deine Brust.</p>
<p>Ein angestrengter Blick aus dem Fenster &#8211; immer noch nichts. Es schneit. Gestern hatte es noch geregnet und heute liegen erfrorene Regenwürmer im Rinnsteig. Der Sinn ist mir abhanden gekommen, keine Ahnung, wann das war. Bin derzeit zu müde zum Suchen. Im Moment scheint nichts von dem, was ich tue Sinn zu machen. Du streichelst mir übers Haar.</p>
<p>Ich bin extrem reizbar und will hier mit niemandem mehr reden. Was ich sage klingt verbittert und höre nur lustlos zu mit einem Gesichtsausruck, der nur noch grenzenloses Genervtsein, oder ist es Verzweiflung zum Ausdruck bringt. Das alles kostet mich Unmengen an Energie &#8211; vergeudete Energie! Ich komme einen Moment lang zur Ruhe in deiner Umarmung.</p>
<p>Die Stunden verschwimmen im Zeitgewaber wie die Gedanken in meiner Hirnsubstanz. Intuitives Coden. In den paar aufblitzenden Momenten von Konzentration kann ich zum Teil nicht mehr nachvollziehen, wie ich was zum Funktionieren gebracht habe. Auf dem Flur schneidet die aggressive Stimme und hysterisches Lachen von Leila die Luft, frißt sich in mein Ohr und klirrt an meinen Nerven. Ich zucke zusammen und schließe leise die Tür. Bestimmte Frequenzen können mich in den Klangwahnsinn treiben. Du ergreifst meine Hand und streichst sanft über meine Finger.</p>
<p>Der Widerwillen tobt schon seit Wochen in meinem Kopf. Die entzündeten Augen kleben müde am staubigen Bildschirm. Die Finger bewegen sich nur mühsam auf der Taststatur. Du legst vorsichtig und flüchtig deine Lippen an mein Ohr.</p>
<p>Es klopft am Fenster. Anton steht auf dem Hof. Es ist schon &#8216;ne ganze Weile dunkel und ich kann ihn durch das Gegenlicht kaum erkennen. Er winkt und wirft mir einen Handkuß zu, dann macht er sich auf den Heimweg. Das ringt mir ein kleines, gequältes Grinsen ab, auch wenn ich keine Ahnung hab, was in seinem Kopf so vorgeht und lieber auch nicht wissen möchte. Dein Körper spendet mir Wärme.</p>
<p>Ich muss etwas unternehmen, dass es mich besser ertragen läßt. Ich muss nachdenken. Meine Nackenmuskeln schmerzen. Dein liebevoller Blick lässt alles in mir zusammenbrechen.</p>
<p>Stunden später komme ich raus. Die Kälte springt mich an und krallt sich an alles, was sich nicht unter dicken Stoffschichten befindet. Der eisige Wind sucht nach Schwachstellen und reißt an meinen Klamotten. Die Tränendrüsen fangen sofort an, ununterbrochen Wasser zu produzieren. Verflucht! Wo sind meine Handschuhe? Mein Gesicht ist schon ganz nass und brennt, was alles nur noch schlimmer macht. Ich nehme nur zögernd eine Hand aus der Manteltasche. Mit zitternden, kalten Fingern wische ich die Tropfen vom Kinn. Es ist sinnlos, sofort bilden sich neue. Ich kralle die klammen Finger wieder in den Mantelstoff. Den verschwommenen Blick auf die menschenleere Straße geheftet, warte ich wie versteinert im Scheinwerferlicht der Straßenlaternen auf den letzten Bus. Meine Tränen lassen einen großen nassen Fleck auf deiner Jacke entstehen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Fazit eines fast vergangenen Händeltages</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2004 20:19:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Xenia.Diaz.Orejarena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Miniatur]]></category>

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		<description><![CDATA[ Die Wächter sollten wachsamer sein oder sind auch sie bedroht, involviert in den flow der erheblichen Unerheblichkeiten?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Güte. Alles ist mal wieder viel zu lästig, außer vielleicht das halbe Hähnchen, was ich mir später noch holen werde. Die Betriebsamkeit läßt mich kalt und fordert keinen Tribut, der nicht von mir überwunden werden könnte.</p>
<p>Es ist Zeit für Zeichen und von denen gibt es ja bekanntlich mehr als genug. Sie blockieren von Zeit zu Zeit das komplexe Scheinsystem der Kanäle, die uns endlos Unmengen an Daten zuführen. Die Wächter sollten wachsamer sein oder sind auch sie bedroht, involviert in den flow der erheblichen Unerheblichkeiten? Wo soll das alles nur hinführen? Etwa in die Untiefen der kapriziös verlorengeglaubten Schrecken der ewigen Konspiration mit dem Anschein der Spannungsschwankungen?</p>
<p>Der Jackenzipfel liegt auf dem Knie und zappelt im halluzinierten Rythmus der Impulse, während die Uhr nicht tickt. Er wartet auf Auflösung durch die ursächliche Elementarität, verborgen im anonymen Funkengewitter der Wachstumsblitze.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Ich habe nichts davon bestellt!</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2004 20:18:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Xenia.Diaz.Orejarena</dc:creator>
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		<category><![CDATA[enden]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>

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		<description><![CDATA[Schlagabtausch im Niedrigfrequenzbereich ohne klassisch gebotene Gnade.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wieder so ein Tag wie kein anderer, als ob wir das nicht schon kennen.</p>
<p>Die ständigen Täuschungsmanöver des digitalisierten Raum-Zeitgefüges oder dessen, was es gerne wäre. Schlagabtausch im Niedrigfrequenzbereich ohne klassisch gebotene Gnade. Die Nerven vibrieren im Takt des kreuzenden Auflösungsmechanismus der Netzsprünge. Gramgebeugte Zellen krampfen sich um Ihre Kerne bis diese dem Leidensdruck nachgeben und zu Brotkrumen werden, deren Schicksal ohnehin längst besiegelt ist. Beißender, heißer Rauch, gierig eingesogen, brennt sich seinen Weg und hinterläßt raue Soundspuren im Klangewölbe.</p>
<p>Die Tischlampe schleudert verächtlich penedrantes Licht, das auf die lauernde Dunkelheit knallt und zerknittert. Ich bin gegen Briefmarkensammlungen, denn letztendlich handelt es sich nur um die Hinterlegung falscher Wertzeichen.</p>]]></content:encoded>
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