„Azure“

Der Nachmittag und dieser satte Bass!!!…
Vorm Fenster malt der Herbst sein Grau-in-grau.
Kapuze, grüner Tee und irgendwas,
das Ordnung hält. Ich wipp im Takt und schau

in ein von Beats verschwomm‘nes, dickes Nichts.
Was ist noch Welt? Was Traum? Was ist noch Gott?
Dreh, Schönste, lauter, und dann – des Gewichts,
des Überschwangs bewusst – dreh durch! Der Spott

des Durchschnitts brächte mich sonst sicher um.
Siehst du den Horizont? Er hört nie auf.
Egal, wie weit man läuft… – – Ja,… sei es drum:
Ich nehm‘s, weil wir es sind, in Kauf.

(13. Oktober 2009)

Paul Laub

Baujahr ’77. Sachse. Zuweilen manisch produktiver Poet von mild-heroischem Gemüt. Gelernter Straßenbauer mit nachgeholtem Abitur. Vorerst akademische Ausbildung verweigert, da Autodidakt mit Hang zur funktionellen Ästhetik. Genießt die Lektüre Nietzsches, ohne dessen Allüren anheim zu fallen. Versucht die „alten“ Regeln der deutschen Dichtung in all ihrer bewährten Schönheit beizubehalten und segelt in ihrem Wind zeitgemäß hart am Schaum. Zum Zwecke der Ideenfindung sind ihm Entmenschungen sowohl, als auch Beobachtungen des Alltäglichen und vor allem entspannte Sessions auf bockharten Slacklines notwendiges Elixier. Verdient sein Geld mit Kino. Besuchen Sie ihn auf seinem Projekt „Lyrische Blogfront“ (www.blogfront.de).

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