Krimi

 

Kommissar Bredenbeck steigt aus

Günzel scheuchte das Einsatzfahrzeug mit 90 Sachen die Strasse hinauf. Kommissar Bredenbeck durchsaß derweil den Beifahrersitz und stellte bei der Beobachtung seines Fahrgeräusche imitierenden Assistenten felsenfest, dass Intelligent Design keinesfalls für die Entstehnung der Arten verantwortlich sein konnte.

Knife-Girl und der Bad-Guy

Die Leiche ist noch warm. Fast fiebrig fühlt sie sich an. Ein Toter mit Temperatur. Dann kann der Mörder noch nicht weit sein, erkennt Knife-Girl in Sekundenbruchteilen. Sie hört ein leises Knacken. Sich hinter den Mauervorsprung werfen und das Klappmesser zücken, ist eines. Über ihr spritzt der Mörtel auf, sie registriert es eiskalt. Stille tritt ein. Knife-Girl öffnet schnell ihre Hose und schiebt sich eine dünne Binde in ihren Slip. Sie hört es knistern - da, wieder dieses helle Knistern, ...

Kommissar Bredenbeck erhebt sich

Kommissar Bredenbeck und sein Assistent Günzel starrten gebannt auf den Obduktionstisch. Stiglmair, der Pathologe, beugte sich über den Leichnam, griff ein Skalpell, durchtrennte akribisch Muskeln und Sehnen, öffnete den Brustkorb mit einer Knochensäge und schälte schließlich mehrere Gewebeschichten ab. Dann nahm er eine Pinzette und zog vorsichtig ein großes Stück Haut ab, das er stirnrunzelnd gegen das grelle Licht einer Leuchtstoffröhre hielt. "Am gesamten Körper auffällige Verbrennungen zweiten und dritten Grades!", nörgelte er ins Diktiergerät. "Alle lebenswichtigen Organe wurden entnommen. Außerdem ...

Miniature Noir: Bookies

"All right, Guilio. You´re a bookie, admit it!"

Stirb wie ein Mann

"Du stehst am Pissbecken. Vor Dir die Aquamat 2000-Lichtschranke für die automatische Spülung, ihre zwei Augen starren Dir auf den Sack."

Tatort Neustadt an der Weinstrasse: Weib und Gesang

Der 8. Krimi für starke Frauen "Um Himmels Willen, das ist ja Erwin Leitpichler!" kreischt Hauptkommissarin Else Tritsch beim Anblick der Leiche. Auch nach zwanzig Dienstjahren im Revier Neustadt hat sie es noch nicht gelernt, sich am Tatort zu benehmen. "Ach Gottogottogott!" jammert sie und schlägt sich die Hände vor das Gesicht. Ihre großen mausgrauen Augen verdunkelt ohnehin ein inneres Gewitter. Ihr Kollege Dornfelder, hochgewachsen und herb, ein Schüchterner mit roten Haaren, nimmt es gelassen. Er weiß von seiner Oma: ...

Tatort Uppsala: Das Kerngehäuse

Luna Wasa lässt sich nicht unterkriegen. Sie wischt an einem Soßenfleck vom Vortag und grübelt dabei über das schreckliche Ende von Hühnereiern im modernen Sozialstaat. Sie blickt kaum auf, als ihr Kollege Kjell hereinschlurft und sich mit einem Comic-Heft an den Schreibtisch fläzt.

Tatort Kairo: Mord an den Pyramiden

Kommissarin Imho wirft im Spiegel einen letzten zufriedenen Blick auf ihr edel geschnittenes, milchkaffeebraunes Profil. Zwei geübte Striche mit dem bordeauxfarbenen Lippenstift, ein dritter tastend über den Schreibtisch. Sie findet endlich das Telefon unter dem Pappteller, der beweist, dass angebrannte Kichererbsen zur Reinkarnation nicht fähig sind. Die Leiterin des Kommissariats leitet ein, was sie einleiten muss

Kommissar Bredenbeck pfeift

Kommissar Bredenbeck saß an seinem nußbaumfarbenen Schreibtisch und wippte nervös wippend mit dem Oberkörper vor und zurück, unfähig, auch nur einen einzigen Gedanken beim Schopfe zu packen. Ein fahles Licht kegelte aus einer von vielen Jahren gebeugten Schirmlampe auf eine kleine transparente Plastiktüte, in der sich ein Etwas befand. Sein unwohler Assistent Günzel trat verlegen mit einem Bein auf dem Anderen herum. Der Kommissar sah zu ihm auf, seine Augen genretypisch zu schmalen Schlitzen verengt. "Was sagen sie dazu, Günzel?", fragte ...

Kommissar Bredenbeck geht auf und ab

Der Bewerber rutschte nervös auf dem Stuhl hin und her. Unzählige, nervös hin- und her rutschende Bewerberhintern hatten die Öberfläche des Bewerberstuhles mit den Jahren spiegelblank gebohnert. Kommissar Bredenbeck sah nervös auf seine Schuhe, deren Leder stumpf und abgewetzt war und dringend einer Politur bedurften. Er überlegte, ob er die Gelegenheit nicht nutzen und sie unbemerkt zwischen Bewerberhintern und Sitzfläche des Bewerberstuhles schieben sollte. "Kaffee?", fragte der Bewerber und sah sich mit Kaffeemaschinen suchendem Blick in Bredenbecks Büro um. "Nicht im Dienst!", ...