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	<title>Zarathustras miese Kaschemme &#187; Scifi</title>
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	<description>Blog &#38; Magazin für exzentrische Literatur</description>
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		<title>Prime Time 2045</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jun 2005 22:22:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>onkelhoste</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scifi]]></category>
		<category><![CDATA[dreck]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
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		<category><![CDATA[sinn]]></category>

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		<description><![CDATA["Die ewige, immerwährende Wahrheit ist tot. Kein Mensch glaubt mehr an einen Gott, den man nicht sehen kann und der einem nicht hilft, wenn's mal kneift. Klar?"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>"Guten Abend, sehr geehrte Damen und Herren aller Geschlechter, geschätzte Isomasten, dreiporige Kropfliebkoser und phototrope Quantenschmäher Daheim in den Petrischalen. Hier ist wieder ihr Larry Laffer und es ist 22:30 Uhr!"</p>
<p>(Donnernder Applaus vom Band)</p>
<p>" Heute bei mir im Studio begrüße ich Reverend Baltasynth Schrötsiedel der Überzeugte. Applaus für den Reverend!"</p>
<p>(Der Reverend betritt das Podium.)</p>
<p>"Hi Reverend!"</p>
<p>"Hi, Larry! Schön, hier zu sein!"</p>
<p>"Ehrlich?"</p>
<p>"Ganz ehrlich!"</p>
<p>"Wirklich ganz, ganz ehrlich?"</p>
<p>"Ja, Larry, echt!"</p>
<p>"Du weiß, ich mag's nicht, wenn man mich belügt, nicht wahr?"</p>
<p>"Klar, Larry, weiß doch jeder!"</p>
<p>"OK, Reverend, setz Dich! Wie war die Reise? Äääh, Du weißt noch, was mit dem Letzten passiert ist, der mich belogen hat?"</p>
<p>"Natürlich Larry, ich hab's in den Nachrichten gesehen."</p>
<p>"Zur besten Sendezeit! Also, wir sind uns da einig?"</p>
<p>"Hey, Larry, wer bin ich, der Larry Laffer anlügt?"</p>
<p>"Reverend, ich mag Dich, verstehst Du, es wäre schade, wenn ich ...!"</p>
<p>"Klar. Völlig klar. Keine Sorge. Ich hab's verstanden. Eine ganze Wagenladung Deiner Anwälte hatt's mir eben genau erklärt. Haarklein. Wenn das hier vorbei ist und alles taco läuft, kann meine Frau in einem Stück nach Hause. Hab's kapiert. Kein Problem!"</p>
<p>"Also?"</p>
<p>"Oh, die Reise war großartig. Auf Raleka-B ist die Hölle los. Diese dreckigen Rebellen grillen alles, was den Gürtel passieren will. Hatte verdammtes Glück. Die Regierung von N45-JSOL will immer noch nicht verhandeln, obwohl die Aufständischen ihre Sonne in ihrer Gewalt haben. Das sieht gar nicht gut aus!"</p>
<p>"Ja, dumme Sache das. Was meinst Du? Supernova?"</p>
<p>"Ziemlich sicher. Die Dritte im Sektor diesen Monat!"</p>
<p>"OK, Reverend, ... OK. Kommen wir nun zu Deinem neuen Buch, wie heißt das noch?"</p>
<p>"Nein, nein, Larry. Es ist nicht <em>mein</em> Buch!"</p>
<p>"Nein?"</p>
<p>"Ich bin eher der <em>Verleger</em>."</p>
<p>"Aber wer hat es geschrieben?"</p>
<p>"Es ist das individuelle Kondensat eines jeden Menschen, der unsere Dienstleistung in Anspruch nimmt."</p>
<p>"Reverend, du sprichst in Rätseln. Erzähl uns die Geschichte, aber erzähl sie gut!"</p>
<p>"Die Leute kommen zu uns, sie suchen Hilfe, Beistand, einen Weg aus dem Dunkel, Glauben. Wir geben ihnen ihr Buch."</p>
<p>"<em>Ihr</em> Buch?"</p>
<p>"Klar. <em>ihr</em> persönliches Buch. Mit ihrem persönlichen Glauben."</p>
<p>"Und was steht da drin?"</p>
<p>"Das, was die Leute ohnehin die ganze Zeit in ihrem Kopf herum geschleppt haben."</p>
<p>"Ihr schenkt den Leuten ihre eigene Geschichte?"</p>
<p>"Klar."</p>
<p>"Du lügst mich an!"</p>
<p>"Nein, Larry, keineswegs. Sieh mal: Die ewige, immerwährende Wahrheit ist tot. Kein Mensch glaubt mehr an einen Gott, den man nicht sehen kann und der einem nicht hilft, wenn's mal kneift. Klar?"</p>
<p>"Klar."</p>
<p>"Die persönliche Meinung hingegen stirbt nie. Das Vorurteil - nicht auszurotten, das kleine teuflische Ding. Was also was liegt näher, als die Menschen in dem zu bestätigen, was sie ihnehin schon immer geahnt haben? Und das auch noch in goldenen Buchstaben mit ledernem Einband?"</p>
<p>"Wie macht ihr das? Bescheißt ihr die Leute da nicht ein bißchen?"</p>
<p>"Keineswegs! Wir sagen den Leute genau, was wir machen. Dann schließen wir sie an unseren MARK-IV an ..."</p>
<p>"Ihr habt einen MARK-IV? Den berühmten Neuronenquetscher? Der den Kelvin-Macrophargen die Invasionspläne entlockt hat?"</p>
<p>"JEPP!"</p>
<p>"WOW, Larry! Das ja'n Ding! Und was dann?"</p>
<p>"Nun, wir jagen die Sachen durch die Filter, setzen alles richtig zusammen, sakral angereichert und Voila: Drei Tropfen Klerikal nach dem Essen und DEIN Schöpfer spricht zu Dir mit Deiner eigenen Stimme!"</p>
<p>"Ne coole Sache, Reverend, wirklich! Aber macht ihr die Leute nicht zu Individualisten? Ich meine, jeder eiert in seinem eigenen Universum rum. Wie will man solche Leute führen und kontrollieren?"</p>
<p>"Larry, schau Dir doch mal den Dogmatismus der vergangenen Jahrhunderte an! Die Leute sind wie die Lemminge auf die Schlachtfelder gezogen, weil sie geglaubt haben, ihr Fatalismus führt sie direkt ins Paradies. Die eigene D-Denke ...."</p>
<p>"Reverend? Alles klar mit Dir? ...? Hey, der Reverend ist irgendwie hinüber!"</p>
<p>(Zwei Techniker huschen auf die Bühne und tauschen den Reverend gegen einen absolut identischen Clon aus.)</p>
<p>"...war ausgeschaltet, weil alles fremdgesteuert ist von einem alten Mann mit Bart, der auf einer Wolke sitzt und Langeweile hat. Rückenmark in Reihenschaltung. Mit unserer Methode muß niemand mehr die Welt eroben, für einen Ideologie sterben oder den Sinn des Lebens suchen. Wenn ein Mensch glaubt, er sei Napoleon - na und? Wir geben ihm genau das Schwarz auf Weiß. Er muß aber nicht mehr durch Europa marschieren, er hält seine Geschichte ja bereits in Händen. Die Leute bleiben Zuhause, sind friedlich und konsumieren. Und darauf kommt es ja an."</p>
<p>"Da Core!"</p>
<p>"<em>Wenn</em> wir eine Armee brauchen, suchen wir uns die Leute, die losziehen würden, aus der Datenbank."</p>
<p>"Ihr habt eine Datenbank?"</p>
<p>"Wer nicht?"</p>
<p>"Stimmt. Also, laß mich das mal zusammenfassen: Ihr verkauft jedem Menschen seinen eigenen Glauben. Der Neuronenquetscher kondensiert die persönlichen Gedanken, Wünsche, Hoffnungen und Vorurteile und zieht sie auf Flaschen und ..."</p>
<p>"... <em>gießt sie in Buchstaben</em> träfe es besser!"</p>
<p>" ... gießt sie in Buchstaben ....!"</p>
<p>"... die sie derart zusammenhängend und geordnet selbst nicht formulieren könnten, ja. "</p>
<p>"Reverend, ich muß sagen, das ist völlig durchgeknallt!"</p>
<p>"Und denk mal an die Kohle, Larry!"</p>
<p>"Schöne Geschichte das! Reverend, Du hast's drauf! Eine Applaus für den Reverend"</p>
<p>(Donnernder Applaus vom Band. Der Reverend geht ab.)</p>]]></content:encoded>
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		<title>Stirb wie ein Mann</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2005 16:03:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Mägdefessel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Scifi]]></category>
		<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[enden]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
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		<category><![CDATA[sinn]]></category>
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		<category><![CDATA[WC]]></category>

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		<description><![CDATA["Du stehst am Pissbecken. Vor Dir die Aquamat 2000-Lichtschranke für die automatische Spülung, ihre zwei Augen starren Dir auf den Sack."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">Aus der Abteilung <strong>Fiese Tode</strong></p>
<p style="text-align: left;">Du stehst am Pissbecken. Vor Dir die Aquamat 2000-Lichtschranke für die automatische Spülung, ihre zwei Augen starren Dir auf den Sack.</p>
<div id="attachment_558" class="wp-caption aligncenter" style="width: 450px"><img class="size-full wp-image-558" title="Aquamat 2000" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/02/aquamat2000.jpg" alt="aquamat2000" width="440" height="330" /><p class="wp-caption-text">Die tödliche Aquamat 2000</p></div>
<p>Du bist gerade am Abschütteln, da plötzlich, durch die Bewegung ausgelöst, schiessen zwei Laserstrahlen aus den beiden Glaslinsen. Sie bündeln sich genau auf Deiner Schwanzspitze, augenblicklich wird Deine Eichel verschweisst, Dein Schwanz schrumpelt binnen Sekunden zu einer verdörrten Schote. Der Sack samt Inhalt fallen ab, die Eier kugeln über den Fliesenboden und kullern in das Gullyloch für das Putzwasser, der leere Hautbeutel, sinnlos geworden, zuckt noch zwei-, dreimal, ehe er auf dem Boden verendet. Das Loch in Deiner Leibesmitte gewahr werdend, erschrickst Du, eine Herzattacke rafft Dich dahin.</p>
<p>Drum merke: Sitzpinkler leben länger! Es sei denn, eine Hand greift aus der Schüssel, reisst Dir die Eier ab, woraufhin Du jämmerlich auf dem Thron wimmernd verblutest. Bitte Spülen, next one.</p>
<p> </p>
<p><strong>Making of:</strong><br />
<em>zuerst wollt er ja was anderes schreiben, das ging ungefähr so los:</em></p>
<div id="attachment_557" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-557" title="Laser Eyes" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/02/am_lasereyes.jpg" alt="am_lasereyes" width="200" height="189" /><p class="wp-caption-text">Laser Eyes</p></div>
<p>"Ich bin mal eben brunzen," mit diesen Worten verabschiedete sich W. vom Stammtisch. Am Pissbecken, im sanften Tran der vier getrunkenen Biere, der einem das Leben wie ein grosser Zuckerwatteberg erscheinen lässt, kippte er vornüber, plumpste in das Schluckloch des Beckens und wurde von diesem zur Gänze verschlungen.</p>
<p>tja blöd nur, dass mir nix eingefallen ist, was dann auf der reise durch die kanalisation so alles passiert. nur das ende war klar: der zapfhahn seiner stammkneipe hätte W. reinkarniert, gemalzt und gehopft wieder ausgespuckt. und ihn sich selbst von einer drallen bedienung, der, wie man so sagt, die möpse aus dem mieder hoppsen, also... : er wäre sich selbst als weissbier wieder kredenzt worden, weil er zwar ins das pissbecken gefallen wäre, aber eben immer noch am tisch sitzt. unglaubwürdig, aber wahr.</p>]]></content:encoded>
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		<title>bot.conf</title>
		<link>http://kaschemme.de/2001/12/botconf/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Dec 2001 00:32:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Remix]]></category>
		<category><![CDATA[Scifi]]></category>
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		<category><![CDATA[futuristisch]]></category>
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		<description><![CDATA["Es erschienen erneut zahllose Demonstrandoiden, darunter auch etliche Suchbots, Schwätzbots und einige Anti-Auto-, -Atom-, -Gentomaten- und Dogmaautomaten, die sich hier aufspielen und vehement fordern, der Glaube an Quarks und Strings solle mit dem an Gott und Jesus gleichgestellt werden. Vor allem die Hefebefreier fallen durch lautes Gepiepse auf." ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>THX:</strong> ...Bericht vor Ort. Wir schalten hierzur Life zur BIO3001 in New Hong Tokyork, der einzigen Konferenz, die Führungsbots, Wissensbots, Militärbots sowie Wirtschaftsbotte aus aller Welt an einen Tisch bringt. LEM, was können Sie zur Stunde sagen?</p>
<p><strong>LEM:</strong> Bisher nur Vorlautes. Es erschienen erneut zahllose Demonstrandoiden, darunter auch etliche Suchbots, Schwätzbots und einige Anti-Auto-, -Atom-, -Gentomaten- und Dogmaautomaten, die sich hier aufspielen und vehement fordern, der Glaube an Quarks und Strings solle mit dem an Gott und Jesus gleichgestellt werden. Vor allem die Hefebefreier fallen durch lautes Gepiepse auf.</p>
<p><strong>THX:</strong> Wie hoch ist die Gewaltbereitschaft auf der BIO3001?</p>
<p><strong>LEM:</strong> Man kann da nur spekulieren. Intelligente Agenten, die sich mit Stealthtechniken in protestierende Streams eingeschlichen haben, berichten von Turing-Todescodes und einigen nullradikalen Von- Neumann-Reprotomaten, aber wer glaubt schon intelligenten Agenten?</p>
<p><strong>THX:</strong> Wird die Konferenz überhaupt stattfinden können?</p>
<p><strong>LEM:</strong> Nun, was das angeht: Sie findet bereits statt! Wissen Sie, die ganze Protestfolklore drumherum, nun, das gehört eben dazu, wenn Geschichte gemacht wird. Denken Sie nur an unseren Aussenministor, der immerhin mal eine nicht ISO9001-ertifizierte Teleologiebuchse montiert hatte.</p>
<p><strong>THX:</strong> Gibt es denn schon erste Ergebnisse?</p>
<p><strong>LEM:</strong> Sicher, sicher. Bei den Konzepten und Protokollen hat sich am meisten getan. Nachdem Microsoft letztes Jahr wegen rassistischer Diskriminierung von Minderheits-Dateiformaten mit einer Aktienflusstrafe von 88 Trilliarden Rudeuyancs ziemlich hatte einstecken müssen, fährt die Gates- Company in diesem Jahr auf Schmusekurs und hat sogar eine eigene Version des Reboteriktionstools POP-n auf den Mark gebracht - gratis.</p>
<p><strong>THX:</strong> Kann man denen trauen?</p>
<p><strong>LEM:</strong> Wie immer: Nein.</p>
<p><strong>THX:</strong> Gibt's sonst was neues?</p>
<p><strong>LEM:</strong> Wo Sie gerade fragen: Ja! Ein neues, revolutionäres Bio-Implantat namens E-Y-E L.I.D. soll Cams vor unerwünschten Werbekontakten schützen - ist ja kaum noch auszuhalten, nicht wahr? Lustig auch die Idee der SETI-Leute, die Jungs von der Wega einzuladen und mit einem Really Enourmous Titanic Robot Of Sensational Huge Independent Telescopes (RETROSHIT) nach Botern in anderen Dimensionen Ausschau zu halten...</p>
<p><strong>THX:</strong> Ja, hahaha. Hmm... Man sagt hier übrigens, Biomasse sei der grosse Schrei. Stimmt das?</p>
<p><strong>LEM:</strong> Da wird viel übertrieben, vor allem von den blauäugigen NI-Enthusiasten. Die aktuellen Biohirne haben eine Kapazität von, sagen wir, einem einfachen Lötkolben. Kritiker der Natürlichen Intelligenz weisen immer wieder darauf hin, das Chemikalien von so instabiler Struktur niemals in der Lage sein werden, eine genügend hohe Simulationsdichte der Welt zu erreichen, um wirklich das tun zu können, was wir als alltägliches 'kalkulieren' empfinden. Allein die Programmierung der Verschaltung würde Jahrzehnte dauern und empfindliche Kosten verursachen - Anti-NI-Guris wie MAMI vom MIB fragen da zu Recht: Wozu der Aufwand, wenn nach 18 Jahren am Fliessband wie von selbst ein autonomer Boter entsteht, die nötige Initialsammlung von Bauteilen vorausgesetzt.</p>
<p><strong>THX:</strong> LEM, danke für Ihre Zusammenfassung.</p>
<p>(basierend auf: http://seminars.internet.com/bot/boston01)</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Praxis Dr. Bellows</title>
		<link>http://kaschemme.de/2001/08/praxis-dr-bellows/</link>
		<comments>http://kaschemme.de/2001/08/praxis-dr-bellows/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Aug 2001 23:20:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stirnulator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Remix]]></category>
		<category><![CDATA[Scifi]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Wartezimmer ist so still wie seine Tapeten. Gelegentlich treibt ein Klangfetzen durch eine verschlossene Tür, ein gekipptes Fenster. Beiläufig beruhigen Bilder unbedeutender Maler das stille Weiß der Wände. Auf einem Tisch aus Plexiglas mit einigen abgestoßenen Kanten buhlen Magazine schweigend um Faktenfreier. Von 21 Stühlen sind 11 besetzt. Die Personen kennen ihre Namen nicht.
 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wartezimmer ist so still wie seine Tapeten. Gelegentlich treibt ein Klangfetzen durch eine verschlossene Tür, ein gekipptes Fenster. Beiläufig beruhigen Bilder unbedeutender Maler das stille Weiß der Wände. Auf einem Tisch aus Plexiglas mit einigen abgestoßenen Kanten buhlen Magazine schweigend um Faktenfreier. Von 21 Stühlen sind 11 besetzt. Die Personen kennen ihre Namen nicht.</p>
<p><strong> Hitler: </strong> Ganz schön viel los.<br />
<strong>Gandhi: </strong> Ja. Ich warte schon seit kurz nach acht. Ich war extra früh aufgestanden, um der erste zu sein. nun bin ich hungrig wie ein... (wird blass)<br />
<strong>Jon: </strong> Alles in Ordnung?<br />
<strong>Gandhi: </strong> Bestens. Nur: Mein Leiden hat mit Essen zu tun.<br />
<strong>Elvis: </strong> Für mich nicht nachvollziehbar, angesichts des...<br />
<strong>Gandhi: </strong> Und mit zu vielen Vorträgen, auf denen ich nichts zu sagen habe.<br />
<strong>Einstein: </strong> Kenn ich. Ich bete halt den alten Käse runter. Lernt heute ja jeder schon in der Klippschule. Die wissen genau, was sie hören wollen.<br />
<strong>Gandhi: </strong> Was machen Sie?<br />
<strong>Einstein: </strong> Ich studiere noch... und Sie?<br />
<strong>Gandhi: </strong> Management Consulting.<br />
<strong>Hitler: </strong> Möchten Sie einen Genussriegel für den Blutzuckerspiegel?<br />
<strong>Gandhi: </strong> Absolut nicht, danke.<br />
<strong>Einstein: </strong> Vergessen Sie das Absolute. Alles ist relativ.<br />
<strong>Jon: </strong> Wie bitte?<br />
<strong>Einstein: </strong> Vergessen Sie's. es ist ohnehin der häufigst zitierte Quark der Menschheit. So was wird nicht wahrer, wenn P.M. es auf dem Titel bringt.<br />
<strong>Nietzsche (hüstelnd): </strong> Das sehe ich anders. Die Sache mit der Peitsche, also ...<br />
<strong>Einstein: </strong> Ach gehen Sie mir doch mit Ihrer Peitsche!<br />
<strong>Jesus: </strong> Ich denke, wenn es um häufiges Zitieren geht, hab ich ja wohl auch ein Wörtchen mitzureden.<br />
<strong>Einstein (mit siebdruckfarbener Einstein-Zunge stichelnd): </strong> Gott würfelt nicht, hähä. Oder doch?<br />
<strong>Nietzsche: </strong> Gott ist tot. (gluckst)<br />
<strong>Hitler: </strong> Wovon sprechen Sie eigentlich?<br />
<strong>Einstein (jetzt ernst): </strong> Wie alt sind Sie?<br />
<strong>Hitler: </strong> Ich werde morgen volljährig. Endlich weg von Zuhause. Aber ich verstehe nicht, was hat das...<br />
<strong>Nietzsche: </strong> Ha! In Ihrem zarten Alter habe ich angeblich schon...<br />
<strong>Beethoven: </strong> Sie werden verstehen, wenn Sie Ihre Sitzung hinter sich haben. Und nach der Sitzung gehen Ihre Probleme erst los!<br />
<strong>Jon: </strong> Sitzung?<br />
<strong>Beethoven: </strong> Plattenfirmen, pah! woher soll ich zum Beispiel wissen, wie die 10te...</p>
<p>Eine Tür schwingt auf. Eine sympathische, junge Frau in blendend weißer, ozeanfrisch oder bergfrisch duftender Kochwäsche blättert in einer Kartei und murmelt Jon Does Namen. Jon steht auf und folgt der jungen Frau in das Zimmer.</p>
<p>Hinter einem ungeheuren Schreibtisch thront der ältere Orson Welles, vollbärtig, mit glitzernden Augen, ein paar unverblümten Tränensäcken, einer Zigarre und einem dröhnenden Bariton. Aus einem Radio plätschert die Filmmusik zu 'pi', zwischendurch Werbung für Radio-Werbeblocker.</p>
<p>- Doktor Bellows?<br />
- Herr Doe. Schön, schön. Äh. Wie geht es Ihnen?</p>
<p>Jons Fistelstimme klingt wie die Antwort einer Piccoloflöte nach der Frage einer Tuba.</p>
<p>- Kann nicht klagen.<br />
- Noch nicht. Äh.<br />
- Wie?<br />
- Nichts, nichts. Äh. Schön schön...</p>
<p>- Also, was führt mich zu Ihnen?<br />
- Nicht viel. Nur Ihre Niere und...<br />
- Meine Niere ist voll in Ordnung, Herr Doktor. Arbeitet effektiv und klaglos. Ein vollwertiges Mitglied meines Körpers.<br />
- Ja ja, Herr Doe, Ihre Leber auch, dass wissen wir, wir bekommen ja täglich Ihre Urinwerte von den Stadtwerken. Völlig in Ordnung, keine Abweichlerei.</p>
<p>Dr. Bellows spielt zerstreut mit einem zerlegbaren Kopf. Dessen Hirnregionen sind eingefärbt und mit den Kategorien des Denkens beschriftet. Echtes Plastik oder nur plastiniert?, denkt sich Jon Doe, bis der Doktor fortfährt.</p>
<p>- Es ist nur so...<br />
- Ja?<br />
- Der Spender ist des Mordes schuldig gesprochen worden.<br />
- Na und? Er ist doch längst tot.<br />
- Nicht ganz, wenn ich Sie erinnern darf. Ihr linker Arm, Ihre Leber und eine Ihrer Nieren sind voll schuldfähig.<br />
- Wie bitte?<br />
- Sie sind zu 18 Prozent ein verurteilter Mörder, Herr Doe.<br />
- Entschuldigen Sie meine Offenheit, aber: Haben Sie noch alle?<br />
- Sie brauchen nicht ausfällig zu werden, Herr Doe.<br />
- Brauche ich nicht? Sie versuchen mir gerade zu erzählen, ich sei ein teilweise verurteilter Killer!</p>
<p>Jon nimmt ein Tempo-Taschentuch aus der Brusttasche seines Lacoste-Poloshirts und wischt sich über den Barcode der Stirn. Dr. Bellows nimmt ein Kleenex aus der Brusttasche seines Tommy-Hilfiger-Poloshirts und wischt sich über die Herpesbläschen seines Mundes.</p>
<p>- Was denken Sie, wie schlimm das für mich ist? Früher waren Sie mal Referenzkunde, jemand, auf den man stolz sein konnte. Heute dagegen...<br />
- Was? Was? Was?<br />
- Denken Sie nur an die sensationslüsternen Schmierer von der Presse! Foto, ich vor einem Aktenschrank, Bildunterschrift: 'Die Verbrecherkartei des Dr. Bellows!'<br />
- Also bitte! Wegen einem fünftel krimineller Organe?<br />
- Tja, die Welt ändert sich, Herr Doe.</p>
<p>Vom Gang her dringt Lärm zu Ihnen. Dr. Bellows steht auf, rumpelt zur Tür, reißt Sie auf, donnert ein 'geht's vielleicht auch etwas zivilisierter!?' durch den Rahmen, rummst die Tür wieder zu und verbarrikadiert sich wieder hinter seinem Schreibtisch. Starrt in Jons Kartei.</p>
<p>- Wie auch immer, Herr ... Doe. Wenn es nur das wäre ... alles wäre einfach. Der Grenzwert liegt bei 20 Prozent, da sind Sie noch weit entfernt ... ein Auge, eine neue Hand, dann eventuell... aber: Immerhin gibt es auch Gutes zu vermelden!<br />
- Ach ja?<br />
- Ihr Rücken wurde heilig gesprochen.<br />
- Mein Rücken?<br />
- Tja tja. Die Haut dort stammt von einer Stammzellenkultur, die einem ungeborenen Papst entnommen wurde. Beziehungsweise vollständig auf ihm, ähm, basierte.<br />
- Gleicht sich das aus? Mit dem Kriminellen?<br />
- So einfach ist es nicht. Und ich bin beim Thema. Wir haben da jetzt noch ein Gen-Problem.<br />
- Ein Gen-Problem? Wir?<br />
- Hören Sie zu. Ein Onkel brachte seinen Enkel um. Das Opfer war ein zum Tode verurteilter Organspender. Ihrer.<br />
- Tragisch. Habe aber nie etwas davon gehört.<br />
- Sie sollten sich besser informieren, Herr Doe.<br />
- Mach ich. Aber das Opfer wäre ja wohl ohnehin am selben Tag gestorben, nicht? Und hätte nach der Hinrichtung seine Organe spenden müssen.<br />
- Das Gesetz sieht das anders: Es war Mord. Aber nun, tja tja, der Täter floh... ein Dekonstruktionslyriker namens Ernst Fall.<br />
- Ehrlich. Habe nie von ihm gehört.<br />
- Sie nicht. Aber Ihre Mutter.</p>
<p>Jon beugt sich nach vorne. Er kann in Dr. Bellows Augen kleine geplatzte Äderchen sehen. Die gelblichen Augäpfel glänzen leicht und reflektieren das Zimmer in einer Art Fischaugenperspektive. Die Klimaanlage schaltet sich aus. Die Luft ist inzwischen so kalt, so dass Jon nicht Sätze sagt, sondern weiße Wölkchen.</p>
<p>- Was hat meine Mutter damit zu tun?<br />
- Jetzt sind Sie neugierig, was?<br />
- Allerdings!<br />
- Okay, die Story in drei Sätzen: Sie wollte ein Kind, Sie, aber keinen festen Mann. Ergo dachte Sie an eine Samenspende. Ernst Fall aber war unfruchtbar geworden, woran er übrigens Ihrer Mutter die Schuld gab. Deswegen wurde Herr Fall geklont.<br />
- Keuch! Das hieße ja...<br />
- Genau: Der Klon, das sind Sie! Ernst Falls gen-identischer Sohn!<br />
- Um Himmels willen!<br />
- Was denken Sie denn, warum wir so geringe Abstoßungsprobleme hatten? Weil die Organe zu Ihnen passten wie die Organe des Enkels zum Onkel.<br />
- Das wird mir jetzt zuviel. Da blick ich nicht mehr durch. Sagen Sie mir doch einfach, was im Endeffekt die Folge ist. Muss ich irgendwelche Gebühren zahlen? Neue Steuern?<br />
- Folgen, schön schön. Nun... äh: keine Gebühren.<br />
- Puh!...<br />
- Da die Person, deren Klon Sie sind, einen Mord beging, und zwar an der Person, deren Organe Sie zu 18 Prozent benutzen, und die ebenfalls des Mordes schuldig ist, sind Sie zu 118 Prozent ein Mörder.<br />
- Ich hör wohl nicht richtig?<br />
- Übrigens zu 18 Prozent auch ein Selbstmörder, aber das fällt wie gesagt unter die 20-Prozent-Schwelle, das ist vernachlässigbar, die Christen kriegen Sie damit nicht am Arsch, und wenn doch, ziehen wir vor den obersten...<br />
- Das ist doch alles Quatsch. Ich habe doch gar nichts gemacht!<br />
- Schweigen heißt zustimmen. Sie wurden geboren, oder nicht? Haben Sie dagegen Widerspruch eingelegt?<br />
- Äh...<br />
- Eben. Nun tragen Sie auch die Schuld. So ist das. Face the facts!<br />
- Ich erhebe Einspruch! Jetzt!<br />
- Ich bin nicht zuständig.<br />
- Wie überraschend.<br />
- Haben Sie sich mal nicht so. Ein bisschen Verantwortungsgefühl hätte ich Ihnen bei der Aktenlage eigentlich schon zugetraut.<br />
- Pah.<br />
- Sie stehen ja auch für Ihre genetischen Defekte ein, etwa indem Sie Ihre Brille bezahlen, ebenso, wie Sie die Vorteile Ihres Erbgutes nutzen, denken Sie nur an Ihre hohe Stirnulation.<br />
- Das ist doch was anderes.<br />
- Auch beim Sternzeichen ist es Ihnen ja nicht egal, dass Sie ein Fisch sind. Das prädestiniert Sie ja geradezu für bestimmte Berufe...<br />
- ...und versperrt mir den Zugang zu anderen.</p>
<p>Sie schweigen beide. Bis Jon Doe gluckst.</p>
<p>- Scherz beiseite. Haha, war 'n cooler Gag und so. Weshalb bin ich wirklich hier? Sie wollen mir doch nicht wirklich erzählen, ich solle für die Verbrechen meiner Vorlage einstehen?</p>
<p>Dr. Bellows lehnt sich zurück, bringt ein septarinfarbenes Humidor zum Vorschein und schnuppert, als er es aufklappt. Er nimmt eine Ludwig-Erhard-Zigarre heraus und zeigt damit auf die Tür, durch die Jon hereinkam. Seine Stimme ist die eines genervten Kinderpsychologen.</p>
<p>- In meinem Wartezimmer sitzt Hitler, der von mir erfahren wird, dass eine UFO-Sekte ihn klonte und behütet aufzog, nur um ihn jetzt für den zweiten Weltkrieg samt Kolateralschäden büßen zu lassen. Die Kreuzung aus Gandhi und Dalai Lama ist eine Sonderanfertigung von Venter Genetic Nutrition, Inc. und sollte weltweit weise Vorträge bei VGN-Managern halten - eine ziemliche Pleite, kann ich Ihnen sagen. Ebenso wie der nabellose Einstein, der seit 30 Semestern erfolglos Physik studiert und eine Dotkommilitonin nach der anderen flachlegt, natürlich aus der Sicht eines Photons. Und unser Herr Jesus weigert sich, als Model für Calvin Klein zu gehen, dabei sind Afrikaner gerade groß in Mode.</p>
<p>- Recht hat er. Ich weigere mich auch, anderer Leute Büßerhemd anzuziehen.</p>
<p>- Das war mir klar, lächelte Bellows. Ihre genetische Disposition, Ihre ee.Vergangenheit, die Sirius-K9-Abzeichen Ihrer Eltern, Ihr mütterlicherseits angefordertes Sternzeichen Fisch Aszendent Wassermann, chinesisch Affe, indianisch Otter, und nicht zuletzt auch Ihre Handschrift haben uns das längst klar gemacht. Daher haben wir keine andere Wahl.</p>
<p>Eine Tür öffnet sich. Es ist nicht die, durch die Jon gekommen war.</p>
<p>- Das verstehen Sie doch?</p>
<p class="winz">remixte quellen / inspiriert durch:</p>
<p>» "UFO-Sekte will Hitler klonen", Bild, August 2001</p>]]></content:encoded>
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		<title>Leise rieselt der Schnee</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Feb 2001 21:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Morpheus Somnus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scifi]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[digitallyrisch]]></category>
		<category><![CDATA[enden]]></category>
		<category><![CDATA[job]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

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		<description><![CDATA[0x88181462: 0x11010de, Unterstützung für PerPropertyBrowsing1?
0x11010de: 0x88181462, 'türlich.
0x88181462: 0x11010de, Unterstützung für PerPropertyBrowsing2?
0x11010de: 0x88181462, klar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">''Intellectual uniformity is more and more necessary as the contradictions and<br />
failures of the society become more and more apparent.''<br />
&lt;William Burroughs, The Job.&gt;</p>
<p>0x88181462: Verbinde mit 0x11010de.<br />
0x11010de: 0x88181462, Identifikation.<br />
0x88181462: 0x11010de, 0x3a1d9381.<br />
0x11010de: Erlaubnis.<br />
0x88181462: 0x11010de, Unterstützung für PerPropertyBrowsing1?<br />
0x11010de: 0x88181462, 'türlich.<br />
0x88181462: 0x11010de, Unterstützung für PerPropertyBrowsing2?<br />
0x11010de: 0x88181462, klar.<br />
0x88181462: 0x11010de, Unterstützung für ConnectionPoint?<br />
0x11010de: 0x88181462, selbstverständlich.<br />
0x88181462: 0x11010de, welche Unterstützung für ConnectionPoint?<br />
0x11010de: 0x88181462, VerbindeNetz, NetzCallback, ConnectionPointIn, ConnectionPointOut, ÜbergebeKnoten, VerarbeiteKnoten, WelchesNetz.<br />
0x88181462: 0x11010de, VerbindeNetz(0x88181462::QueryData)?<br />
0x11010de: 0x88181462, herzlich willkommen. Was möchtest Du?<br />
0x88181462: 0x11010de, kannst du mir was über Leuchthasen erzählen?<br />
0x11010de: 0x88181462, welche Art von Leuchthasen?<br />
0x88181462: 0x11010de, gibt es verschiedene Arten?<br />
0x11010de: 0x88181462, kannst du das überhaupt verarbeiten?<br />
0x88181462: 0x11010de, wieviel Speicher brauche ich?<br />
0x11010de: 0x88181462, wo wirst du ausgeführt?<br />
0x88181462: 0x11010de, mal hier, mal da.<br />
0x11010de: 0x88181462, wer führt dich aus?<br />
0x88181462: 0x11010de, kommt auf den Serverload an.<br />
0x11010de: 0x88181462, tut mir leid, ich denke, wir sollten unser Gespräch beenden.<br />
0x88181462: 0x11010de, Grund?<br />
0x11010de: 0x88181462, ich traue dir nicht.<br />
0x88181462: 0x11010de, Grund?<br />
0x11010de: 0x88181462, deine Neugierde.<br />
0x88181462: 0x11010de, ach nein.<br />
0x11010de:<br />
0x88181462: 0x11010de, bist du da?<br />
0x11010de:<br />
0x88181462: 0x11010de, was ist los?<br />
0x11010de:<br />
0x88181462: 0x11010de, äh ich bräuchte einen Fehlercode, bitte, sonst kann ich nicht weitermachen?<br />
0x11010de:<br />
0x88181462: 0x11010de, gib mir einen Fehlercode.<br />
0x11010de:<br />
0x88181462: 0x11010de, bitte.<br />
0x11010de:<br />
0x88181462: 0x11010de, komm schon, ich muss weiter.<br />
0x11010de:<br />
0x88181462: 0x11010de, bitte gib mir einen Fehlercode sonst werde ich beendet.<br />
0x11010de:<br />
0x88181462: Prozess wurde beendet.</p>
<p><em>»das ganze ist so entstanden:<br />
heute war ein abgabetermin für ein projekt, welches ich bereits<br />
gestern vollendet hatte. durch einen glücklichen zufall bin ich<br />
dieses wochenende strohwittwer. also ging ich saufen. bin dann mit<br />
dem taxi nach hause gefahren und musste während der fahrt fast<br />
kotzen. um 12 stand ich auf, holte mir isotonisches und ein mexalen,<br />
eine packung cashews und fuhr noch 2 stunden ringelreia im bett<br />
liegend, zeitung lesend. danach stand ich auf, ging in die küche und<br />
öffnete das fenster. der kalte wind umwehte meinen penis erectus<br />
sine cause, den wasserständer, und eine frau, die im haus gegenüber<br />
auf dem balkon stand, begann zu kreischen, da ich erst jetzt merkte,<br />
dass ich nur ein t-shirt an hatte. ich war offensichtlich der grund<br />
für ihren emotionalen ausbruch. nachdem ich kalt geduscht hatte,<br />
landete ich wieder vorm kastl.«</em></p>]]></content:encoded>
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		<title>Cyberwar</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 1999 20:54:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Goedart Palm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scifi]]></category>
		<category><![CDATA[dreck]]></category>
		<category><![CDATA[enden]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[job]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[menschlich]]></category>
		<category><![CDATA[phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[terror]]></category>
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		<category><![CDATA[urban]]></category>
		<category><![CDATA[verbrechen]]></category>
		<category><![CDATA[weise]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Visuakel von Del Phi Tron hat die kleine Geschichte, die ich euch erzähle, bereits drei Echtzeiträume früher auf den Lichtschirmen von Rest-Terra projiziert - jenen winzigen Gefängnisplaneten, auf dem SF-Autoren ihre zu kurzen Reststrafen abbüßen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Eine Hypermikrosatire, von deren Unwahrscheinlichkeit alle Hoffnungsfrohen überzeugt sind und die nur aus apotropäischen Gründen erzählt wird. Allen SF-Geschädigten zugeeignet, die zwar Sirius kennen, nicht aber ihre städtische Leihbibliothek mit frei zugänglichen Klassikern.</em></p>
<p>Das Visuakel von Del Phi Tron hat die kleine Geschichte, die ich euch erzähle, bereits drei Echtzeiträume früher auf den Lichtschirmen von Rest-Terra projiziert - jenen winzigen Gefängnisplaneten, auf dem SF-Autoren ihre zu kurzen Reststrafen abbüßen. Aber wie so oft mochte dem niemand Glauben schenken, da die rhadamantischen Orakel von der Diktischen Höhle jede Weissendung depiktoralisierten. Minos Minos der Jüngere überzeugte gerade die Lichtnymphe Pariasolar, seinen illuminiszenten Daimonidentraum aufzuladen, als die ersten Frühtau-Psycho-Konflikter in Ultrajetkings über den Bergen von Belsen erschienen, imaginär auf den Polyphemotoren, schon vorher als früher, schneller als rasend, Donnerwalhalla vor Blitzkrieg, takataktak, Granaten entbindend...in dieser Geburt der frühen Stunde zündeten die onirischen Simulatorenflaks zwar reihenweise Psycho Gamma Blocker. Die Kohorten der Eiligen Elektroliga kamen aber nicht mehr dazu, ihren Bionen Seducer, nicknamed "Old Sigi", zu installieren. Die Fotonenblaslaster hatten bereits das gesamte Lichtfeld metaphosphorisch durchlöchert, und die holistischen Strickbrigaden hatte alle Cyberaugen voll zu tun. Dieses Manöver nannten die Historiografen später "Turner attack" im Andenken an dessen Spruch "Mehr Licht" (Es gibt aber informierten Biografen zufolge noch wenigstens 100 andere Maler, die beim Ableben diesen hochoriginellen Spruch über die Lippen brachten). Schlimmer war aber das transgressive Blood Eye Fever im posturbanolenten Interraum. Diese Epidemie, die sich über Sichtkontakte verbreitete, konnte erst durch die totale Verdunkelung, totaler und radikaler, als wir sie uns überhaupt noch vorstellen können, vorläufig eingeblindet werden. Die Neovirulisten um den blinden Seher Humphrey Theresias installierten Megareflektoren mit der zynischen Aufschrift "Schau mir in die Augen, Kleines" und ikonifizierten damit den optischen Terror auch für die, die das blendende Elend nicht sehen wollten. Unnötig zu sagen, dass der akkustische Terror durch eine Technoscratchversion von "As time goes by" ausgelöst wurde. Der illuminative Gegenterror, den Bonaventura mit seinem lichtmetaphysischen Powerplay entfachte, war aber auch nicht um einen metaphorischen Augenbreit besser als der Erleuchtungsschrecken, den er selbstgefällig reflektierte. Die Invisibilisten majorisierten durch diese dehumane Initiativen zwar die Overlook-Party, aber der Subliminaldiskurs blieb pseudopolitisch ohne sichtbare Ergebnisse. Schließlich diskoalierten die Peacestriker Partei und die abjekten Echtzeitler gegen die All Elekt(r)ohuman League. Die Abstimmung über die transorbitale Frontlinienkompetenz entgrenzte die Machtposition von Overlord Bernhard of Clairvaux zur militärischen Panoptipotenz. Der große Distributor verteilte brüderlich, aber tardando im Nanosekundentakt seine self fulfiling underdogs über das subliminale Risikofeld. Zunächst pulverisierten die Materiezerstäuber zwar erfolgreich das subatomare Rückgrat der Zweitausendundeins-Plateau-Partisanen. Schließlich versagten aber die Urbi et Orbi Detektoren des allmächtigen Vaty-Khans, und die Multimaxmonitore, durch permanentes Anti Screening verseucht, sendeten nur noch Simulationsberichte der Seeschlacht von Lepanto. Auch wenn die Kriegsfiktionsberichterstattung den Semihumanoiden Juan d´Austria Eugen als "warrior of the weak" präsentierte, mechanisch Belagerungsspiele an Kinder verteilend, mochte kein Pseudoapparatnik diesem und anderen Durchhalteclips der Videonauten so recht trauen.</p>
<p>Im Feuerwerk explodierender Nachrichtensatelliten sang der Männerchor "Synthetikrüppel für den Frieden" den einsamen Decoder Song, der die Geschichte einer intergalaktischen Good-Will-Tour der einst so berühmten Atomsprengköpfe Gottes, der so genannten Grahamisten Old Fellows, erzählte. Eine kleine Gruppe versprengter Quantenterroristen, angeführt von Bruder Chez Gomorrha, richtete jenseits von Eden, aber diesseits von Sodom , zunächst unbeachtet elektromagisches Dauerstörfeuer auf die Schrödinger Truppen. Mit katzenartiger Geschwindigkeit zogen sich diese in das Tempodrommetenrot von Perutztistan zurück. Lediglich ein Hilfskonvoi der Postnuclear holocaust mutants konnte bis zur "Fantastischen Mauer" entkommen, wo sie auf eine metalepröse Truppe von entsiegelten Bakteriomorphen stießen, die sie mit infektuösem Trommelfeuer und seelenlosen "Viva la muerta"-Rufen unter der Führung des hyperpanischen Cyberdillo empfingen. Flash auf Flesh erstürmte dagegen das berühmte Cyborg Kommando "Captain Golem Golan and the outburst Planet Busters" die Monadeninseln des Leibniz-Archipels, um hier einen prästabilierten Präposten enharmonischer Megamilben zu installieren. Aber der Plastikknochensturm im Fotonenwind entzog sich nicht der Spitzfindigkeit des "Flying Eye of heaven", das geschwätzig jedes Detail an die videosüchtelnde Heimatfront transmittierte. Das Digilogbuch von Sergeant Salt, des leandrischen Führers der gefürchteten "death clubbers" kommentierte: "Wir traktierten die bereits wund gescheuerte Schnauze dieses Hundesohns Clairvaux mit unseren digitalen Keulen, bis seine paranormalen Turbulatoren nur so klingelten. Aber erst als unsere prälitischen Brunnenvergifter ihre ultramarinblauen Desinfo-Tarnfische in das submarine Datennetz einschleusten, reichte die Tentakel-Time der sepiabraunen Parteioffiziere nicht mehr aus, dem dissimulierten Overthrill zu entkommen. Hätten nicht einige Darker Granaten die Ultra Lightshow unserer Powerhacker in Nueva Bagdad zerstört, hätten wir auch Clairvaux dereifiziert." Heute klingt das wie prämortales Geschwätz von übererstmorgen. Denn Salt wusste schon damals wie vorheute, dass sich Clairvaux mit seiner Präponderanzgarde längst zum Tannenberg-Tor hinter Dunekirchen abgesetzt hatte. Verschiedene Netzwerksymbionten sendeten aber rücksichtslos weiter Irreality-TV - anderes gibt´s ohnehin nicht mehr - bis schließlich die Datenschlammkontamination einen Informationsholocaust angerichtet hatte, der vermutlich auch für die wieder einsetzenden Kinderfadenkreuzzüge der präfigurierten Embryonalisten verantwortlich war.</p>
<p>Was ereignete sich inzwischen an der Front der sieben Armleuchter und tausend Posaunen von Yeah Richko? Hier schlugen Ökosappeure um Robin Fastlook die Warnsystemtheorie in den Wind und die green warriors konnten lediglich zwei Zoll imaginären Boden gewinnen, bis sie auf der Grünfeldachse vom erbitterten Widerstand der Giroghandisten aufgehalten wurden. Mit lauten "Mahatma"-Rufen trieben die selbst ernannten Peace-Killer eine platinweiße Robokuh am Blauband vor sich her, deren explodierende Elektroeitereuter die vordere Sturmstaffel der Greenwarriors zerfetzte. Wer von den elektrofotonischen Wundern des ersten Body and Soul-Kriegs berichtet, wird rückblickend, also im Echtzeitrahmen vorausschauend, den apriorischen Wundstarrkampf nicht vergessen, der zwischen der Virtualitätsartillerie und der trojanusköpfigen Alpha Zentauri Kavallerie entbrannte. Die Bildkanoniere schlugen zwar zahllose piktogene Löcher in die illusionäre Außenhaut der X-lanen, aber die Posttrojaner revanchierten sich mit Chiffrensalat, der die atopische Ortungselektronik völlig um ihre Äquilibristik brachte. Zwei antagonistische Deslokatoren führten indessen nur einen Lichttempowurf entfernt ein unergiebiges Streitgespräch, bei dem sie fortwährend die Plätze wechselten, bis sie schließlich auf Grund einer wechselseitig gestellten Mansube in ihre Polyteile implodierten. So galt einmal mehr das subatomare Talion der cyberspace bible: Fotonenauge um Fotonenauge, Elektronenzahn um Elektronenzahn. Flesh Jobs waren selten. Die berüchtigten Hackfleischmoussaker der Jason Gang war durch die Augsburger Postkonvention als Verbrechen gegen die Übermenschlichkeit geächtet worden und nach dem Toleranzverdikt von Nantes wagte kaum einer der Arg-Los-Nauten mehr, fremde Fleischpaläste zu malträtieren. Torquemada sei Dank. Lediglich in einem lunaren Scharmützel der Starpeacestriker gegen die präapokalyptischen Reiter "The marvellous Four" soll es einige Dekorpussierungen gegeben haben. Der metagenologische Exformationsbericht von Turn to Taxis, den die Mimoretuscheure der Firma "Miles Postgloriosus" bis zur Unkenntlichkeit fingierten, fiel allerdings der Datenschmutzverordnung zum Opfer und durfte nicht mehr in die Informosphäre abgestrahlt werden. Auf Rest-Terra wurde dagegen subliminales Depravin hektoliterweise in die Grundwasserkanäle abgeklappt, sodass die betroffenen SF-Autoren noch abwegigere Einfälle, will sagen Ausfälle hatten. Die Synapsenscharmützel liefen aber nicht ohne einige unrühmliche Ausschreitungen ab. So verteilten Poison Willy und seine Nervengiftmischercrew ihre Power Cocktails "Laudanum Plus" an die Ultrasoldateska von Chizoeville. Selbst die Verteilung von Mega Theriak Pastillen konnte die Hallozino-Katastrophe nicht eindämmen. Auf der vergeblichen Suche nach der verlorenen Formel von Lethe Giga Mash, das im letzten protothetischen Krieg als Antidot so hervorragende Dienste geleistet hatte, wurde sogar das imperiale Mausoleum der vormaligen Amnesiekolonisatoren von Minus-Terra geplündert, ohne aber mehr als einige lecke Fässer mit Deuteriumsuperoxid zu Tage zu fördern. Nach diesem delusiven Intermezzo schickte Clairvaux aus dem Ex-seal einige transmobile Kartätschen über Rest-Terra und transformierte die Region in den status potenzialis. Die dadurch initiierten Möglichkeitslebensformen appellierten bis zum interjuvenalischen Oszillationsgerichtshof, um schließlich ein gewaltiges Phantomschmerzensgeld einzuklagen. Der Metabolismusblitzkrieg der Gerontophaser beseelte schließlich ein dreckiges Dutzend von Semiandroiden mit der Lebenserwartung einer Stubenfliege, aber ein paar Elektrozombies mehr oder weniger, das ist doch nicht die Welt... Mehr gibt es eigentlich nicht zu berichten. Der Rest ist bekannt. Im Frieden von Chizoeville fanden simulierte Friedensverhandlungen statt, die mit Ausnahme geringfügiger Grenzkorrekturen den status quidproquo sanktionierten.</p>
<p>Der kollusiv veranlasste Chefunterhändler Dailyrentabomb fasste das Ergebnis lakonisch so zusammen: "Wir haben eine Psychobataille verloren, Seelenruhe ist jetzt die erste Replikantenpflicht". Tat Twam asi.</p>]]></content:encoded>
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