Das Knacken von Rippen

Das Knacken von Rippen, weil ein Herz darunter bebt. Füße, die vor Aufregung nicht stillhalten können. Fingerknochen, die vom Zittern beinahe splittern. Augen, die nicht wegsehen können, weil die Schönheit fesselt. Das warme Gefühl im Bauch, statt trostloser Leere. Die gelegentliche Abwesenheit der Vernunft, weil die Gefühle jede Rationalität gewaltvoll verbieten. Das Große und Großartige und der dadurch verursachte kalte Schauer. Die Ehrfurcht vor etwas Wunderbarem. Ästhetikfaschismus bis zum Kotzen, bis das Wunderschöne durch das Gesicht ausbricht.

Patrick Steiner

(geb. '89) lebt in Dresden. Mit seinen prosaischen Kurztexten versucht er, das Ungewöhnliche fühlbar zu machen und dem Leser das Leise zu zeigen. Veröffentlichungen in TRIEB, Dresdner Literaturmagazin; Im Web: zivilisationslaerm.tumblr.com + twitter.com/_menschlein

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