Awards
Wenn führende internationale Literaturmagazine, zum Beispiel das renommierte Wiener Kulturblatt GEGENtext (R.I.P.), einen Award vergeben, dann horchen selbst abgebrühte dotcoms auf. Was ist da los? Wurde die sonst knallharte Jury mit etwas Schnee bestochen? Oder hat und beweist man im Ausland mal wieder mehr Geschmack und Traute als hier, wo der Prophet bekanntlich nichts gilt, wenn er nicht bereit ist, auf öden Literaturtagen noch öderen Kunst-Shit vorzubrabbeln?
In der Kaschemme knallen derweil die Korken und die Melange des Dankes strömt mit einem Extraschuss Schlagsahne in unser geliebtes Österreich. Denn der GEGENtext-Award blieb bis heute unsere einzige Auszeichnung, als solche hat sie sogar den Auszeichner überlebt. Was dafür spricht, dass es die Kaschemme noch geben wird, wenn das Web längst vergessen sein wird.
Alternative Medienpreise, Bert-Schnalzer-Herdplatte in Gold, etc.
Null. Nic. Nada. Niente.
Der Witz ist nämlich, dass es nicht reicht, das wahrscheinlich älteste elektronische Literaturmagazin Europas zu sein. Man muss sich bei diesen Awards wohl auch irgendwie anmelden, anders kann ich mir nicht erklären, dass Zarathustras miese Kaschemme als allerstwichtigsteseres deutschsprachiges Literaturmagazin bis heute von alternativen Medienpreisen und ähnlichem Schnickschnack verschont geblieben ist.
Wenn auch Sie einen Award vergeben und ihn uns nicht verleihen wollen: Nur zu!


