Kaum geschlafen

Es ist früh, sehr früh. Auch für die Sonne oder die gelbe Sau, wie V. sagen würde haha. In Jeans und T-Shirt, noch nicht ganz wach, taste ich mich durch das fremde Zimmer nach draußen. Noch ist der Mond zu sehen. Eine Erinnerung an pulsierende Entgleisungen und verpasste Gelegenheiten der letzten Nacht. Ich spüre einen leichten Druck an den Schläfen. Erinnerungen hängen, verblassend wie der Mond, gleich Stofffetzen in meinem Hirn. Fern vom wollüstigen Farbrausch menschlicher Eitelkeiten und natürlicher Werbung zur exzessiven Fruchtbarkeit ein Moment kühler graublauer Zurückhaltung in Reduktion. Die feuchte Luft beschert mir ein leichtes Frösteln. Die Vögel pfeifen lautstark auf den neuen Tag. Ich gehe bis zum Ende des Weges, setzte mich auf die Mauer, sortiere Traumreste und rechne mit dem Tag, der kommen wird.

Xenia.Diaz.Orejarena

relativ_flüchtige_Ansammlung_von_Sternenstaub ("Ethnologin", "malen", "schreiben", "programmieren", "fotografieren", ...); // in enger Verbundenheit zum Chaos älter werden...

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