Markiert: idylle

Richard und das Meer im Oktober

Du kommst nach Hause, entnervt und gelangweilt von der Arbeit und den Kollegen, mit deinem Eintreten beginnen die Teppichböden negative Energie zu knistern, und alles hingegen, was du mir bietest, ist der Anblick eines Stückes Unterschenkel zwischen Socke und Hosensaum bei übereinander geschlagenen Beinen, während du dich auf der Couch hinter der Zeitung verschanzt.

Ein erfülltes Leben

Ich machte dort weiter, wo ich letzte Nacht irgendwann gegen Viertel vor 4 aufgehört hatte. Jede Nacht holte ich mir zwei Dosen Bier verfeinert mit Ginseng, Taurin und Erdbeerextrakten und las auf dem Boden sitzend den schwarzen Himmel.

Vatermörder

Warten vor der Residenzverwaltung, Blick auf die Speisekarte: Montag Putengeschnetzeltes auf Curryreis, Obst nach Saison, Dienstag Obst nach Saison, …

Anblick…

„In solche Augen möcht ich manchmal schauen: / die irgendetwas wissen und nicht flunkern, …“

Feierabend…

Ich geh nach Haus. Die Gasse schweigt wie tot.
Und Fenster blicken müde aus St. Nikolai.
Im Hinterhof: Geruch von frischem Brot,
entwichen aus der nahen Bäckerei.

Der Kambodschaner schläft

Mit dem Kambodschaner kann er sich unterhalten. Spark gefällt es, auf die unbewegte Miene vor ihm einzureden, er könnte sich keinen besseren Gesprächspartner vorstellen.

Manie in 4-hebigen Jamben…

Mir ist nach fetten Prodigy-dawn-epic-fickt-euch-Triphop-Bässen, nach krank-heroischem Esprit und morgendlichen Taulichtmessen.

Fahrkarten

Wir sitzen im letzten Wagon / Ohne Fahrkarten / Und hoffen, dass die nächste Station / Eher kommt als die Kontrolleure

Müder Morgen…

Entspanntes Rühren in Mojitoresten. / Sechsuhrgelaüt / und Hunger auf was ganz unbändig Ganzes.