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Tagtraum

Ich will Schönes sehen, ich will Gefühle ausleben, die vergraben sind unter euren Haufen von Machen und Tun. Seht, was ihr getan habt, so vieles, Enttäuschungen füllen eure Vitrinen, enden in Pappkartons auf Flohmärkten, rumoren digitalisiert auf den Festplatten, vagabundieren im Gespinst eurer Vorsätze, verhallen in Hirnen

Ausgeträumt

Ich stell es mir furchtbar vor / So ein Künstlerleben / Immer auf Tour / In fremden Käffern herumtingeln / Aufwachen mit schalem Geschmack im Mund / In geschmacklosen Mittelklassehotels

Die Schuld

Auf dem Waldboden liegt ein Teppich aus Moosen, Blumen und Gräsern, und in der Nähe rauscht ein Bach. Und plötzlich steht ein Junge vor ihm, ein Junge wie er.

Unterschiede

Während die Menschen im Schlaf Kraft suchen für den nächsten Tag in den Ketten der Arbeit, fahndet meine Hand im Küchenschrank nach einem Glas. Es fällt zu Boden, eine fette Fliege fangend.

Liebestriebe

Weg ist sie, denn ich habe ihren Geruch vergessen. Sie hieß Schund Sandsack, und ich hoffe, daß sie heute noch so heißt, zumindest mit Vornamen

Eine Weihnachtsgeschichte

Die Erinnerung an die letzte Nacht trieben langsam in ihr Bewusstsein hoch. Wie das ins Klo geschüttete Öl einer Sardinenbüchse.

Tatort Kairo: Mord an den Pyramiden

Kommissarin Imho wirft im Spiegel einen letzten zufriedenen Blick auf ihr edel geschnittenes, milchkaffeebraunes Profil. Zwei geübte Striche mit dem bordeauxfarbenen Lippenstift, ein dritter tastend über den Schreibtisch. Sie findet endlich das Telefon unter dem Pappteller, der beweist, dass angebrannte Kichererbsen zur Reinkarnation nicht fähig sind. Die Leiterin des Kommissariats leitet ein, was sie einleiten muss

Zu viel von zu wenig

„Intuitives Coden. In den paar aufblitzenden Momenten von Konzentration kann ich zum Teil nicht mehr nachvollziehen, wie ich was zum Funktionieren gebracht habe.“

donnerstag.doc

„Scheissegal, dann töten ihn eben die Franzosen“, sagt Cora grinsend nach nem tiefen Zug an der Kippe.