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Saubermanns Schrecken

„Habe die Ehre, Herr Hitler. Wir hatten bereits gestern das Vergnügen.“
„Aber ich bin nicht der, für den Sie mich halten. Ich heiße Endhuhn. Sehen Sie, da steht es an der Tür.“
„Erinnern Sie sich, mein Führer! Niederlagen und Verluste werden leicht verdrängt.“

Vor der Disco

Nicht zu erwarten, was danach kommt.
Das Mädchen sitzt dort alleine und flennt.
Die Leute kommen und gehen vorbei.
Ihr Lippenstift schmiert und sie pennt.

Mordfrust

Dieser Kollege dachte, er könnte ihn immer wieder ungestraft beleidigen. Röbke wechselte die Firma, ließ ein bisschen Zeit ins Land gehen. Dann schlug er den Kerl tot. Im Dunkeln wartete er hinter einer Ecke, holte mit dem Baseball-Schläger aus, hörte die Schädeldecke knacken wie eine Kokosnuss, sah kurz das Gehirn herausquellen. Er wandte sich ab und ging weg. Mit diesem Schlag wurde Röbke ein anderer Mensch.

Sail away

Die Sherryflecken fressen sich ins Polster, Schmieröl vom Discounter für die schlappe Orgie. Canderelsüß wird hingelächelt, noch Haftcreme für den Zungenkuss, doch die Spucke schmeckt salzig und nach Fusel – zu schlundig, lässt den Kehlkopf schickern.

Abwechslung

„Nachdem der Beamte Brand sämtliche Bleistifte angespitzt und auch das letzte Staubkorn vom Schreibtisch gewischt hatte, lehnte er sich in seinen Stuhl zurück und betrachtete die weißen Wände“

Als Trinker unterwegs

„Als Trinker hat man immer Angst. Entweder man blamiert sich oder bekommt was auf die Schnauze. Oder man bekommt was auf die Schnauze, weil man sich blamiert hat.“

Jetzt kein Foto

Tagesaktuelles war ihr Leben. Gestern aufgeschnappt. Heute recherchiert und produziert. Morgen in der Zeitung. Übermorgen schon wieder ein alter Hut.

Stirb wie ein Mann

„Du stehst am Pissbecken. Vor Dir die Aquamat 2000-Lichtschranke für die automatische Spülung, ihre zwei Augen starren Dir auf den Sack.“

Eine Weihnachtsgeschichte

Die Erinnerung an die letzte Nacht trieben langsam in ihr Bewusstsein hoch. Wie das ins Klo geschüttete Öl einer Sardinenbüchse.