Zarathustras miese Kaschemme Blog

ein facebookmoment

… freunde wurden upgedated, … bilder upgeloadet, … welten upgerissen…

Die Flecken auf Zimmerdecken

„…heble ein Bier nach dem anderen auf / und verdaue den Anblick / der fleckigen Zimmerdecke…“

Der Geist

Der Umgang mit dem Geist in meinem kleinen Zimmer gestaltet sich nun schon seit einigen Jahren konfliktfrei und harmonisch. Nach einer kurzen Phase des Misstrauens und – wie ich gestehen muss – der Angst (die wahrscheinlich nur von mir ausgelebt wurde und damit also eine einseitige Gemütsbewegung blieb) gingen wir uns aus dem Weg.

Hartmuth Malorny: Rooms

Hotel America

„Es sind Kinder, quadratisch und rund zugleich. Besser gesagt: voluminös. Sie haben Plastikeimer dabei, sie füllen sie schichtweise mit Toast, Würstchen, Marmelade und Rührei. Die Mutter bittet einen Kellner um Traghilfe. Bevor sie alle meinen Tisch erreichen, bin ich weg. 10 Uhr, die Bar öffnet. Ich brauche meinen Arm nur auf den Tresen zu legen, damit der Kellner das dämliche Armband erkennt, dann mixt er mir einen Gin-Tonic. All-inclusive. Wer das bucht, braucht Potenzial, ob in Leber, Leib oder Seele.“

Und dann …

… dann träumte sie von einem Leben in der Stadt, denn sie wusste, Stadtluft mache frei.

Hartmuth Malorny: Rooms

Rooms

Hartmuth Malorny: Rooms (Foto)

Avantgas

Dreidimensionale Balsamierungskünste kogelartig ausgelotet und eingelöf-löf

Foto: doncish

An den unbekannten Mann

Gestern um diese Zeit hast du neben mir gesessen. Es wäre leicht gewesen, dich anzusprechen. Fast eine Stunde lang saßen wir nebeneinander, auf Armeslänge. Ich vor meinem Notebook, du vor deinem. Du hattest im IC Fahrradabteil den Platz direkt neben mir und ich hätte dich berühren können und hätte dazu nicht einmal meinen Arm ganz ausstrecken müssen.