Beiträge zum Stichwort ‘
erinnern ’
Statt Mittelmeer oder Übersee wird Opas Urlaubsziel Friedhof heißen. Ihm soll es recht sein, denn dort hat er wenigstens Ruhe, von weinenden Engeln einmal abgesehen.
Ich klopfte gegen das Holz, aber niemand schien mich zu hören. Wie auch? Ich lag zwei Meter unter der Erde in einem Sarg mit einer Ladung Erde darauf.
Du hast dir ein Glas vom Tisch genommen, am Rand noch fremden Mündern gerochen ...
An irgendwelche beschissenen Bruce Willis wird man sich erinnern. Bronson wird man vergessen. Auf siebtklassigen Sendern im Nachtprogramm wiederholen. Als Nice-Price-DVDs verramschen.
Ich sass in der Küche in der Sonntagmorgensonne / Früher okkupierten Männer vorübergehend diesen Platz / Doch das war vorbei / Ich hätte Wegezoll verlangen sollen
Hier gab es sie alle: Junge, aufstrebende Literaturstudenten, die schon heimlich ihre Dankesrede für den Nobelpreis geschrieben hatten oder die verträumten Boulevard-Zeitschriften-Dichter, die Posie für ihre Blumentapete schrieben. Es gab Schreiber, die Kredite aufgenommen hatten, damit sie ihre Book-on-Demand Bücher in den Druck geben konnten.
Sie hat viele Jahre meinem Vater gehört
Er ist längst tot
und ich weine ihm keine Träne nach
Er war ein harter Hund
Auf die Frage eines Einfaltspinsels, was der Morgensterngedichtband koste, antwortete er: bloß einen Ditscher, weil ein Gedicht fehle.
(Die Bilanz eines Wochenendes, als Miniatur literarisiert.)
„Habe die Ehre, Herr Hitler. Wir hatten bereits gestern das Vergnügen.“
„Aber ich bin nicht der, für den Sie mich halten. Ich heiße Endhuhn. Sehen Sie, da steht es an der Tür.“
„Erinnern Sie sich, mein Führer! Niederlagen und Verluste werden leicht verdrängt.“