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	<title>Zarathustras miese Kaschemme &#187; essen</title>
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	<description>Blog &#38; Magazin für exzentrische Literatur</description>
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		<title>Die Rechnung mit dem Wirt gemacht</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 11:33:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wirt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwei Menschen beim Italiener, zwei mal Pasta, zwei Gläser Wein, ein Espresso hinterher. Das ist Poesie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/03/alberto.jpg"><img title="alberto" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/03/alberto.jpg" alt="alberto" width="528" height="905" /></a></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #c0c0c0;"><em>Man beachte, dass diese Art der Poesie schon die Werbebanner eingebaut hat&#8230;</em></span></p>]]></content:encoded>
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		<title>Meister Sakul</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 11:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Fightestörk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[rauchen]]></category>
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		<description><![CDATA[Meister Sakul sprang mit einem großen Satz zum Feuer am Einbauschrank, der war vollgestellt mit Büchern und einzelnen abgestandenen Bieren die sicher schon stanken. Die Kronkorken wellten sich. Darunter erkannte ich eine deutsche Ausgabe der Commedia. Phaidon. Ich hechtete, fischte sie aus der Brunst und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Zieh den Scheiß einfach«, blökte Meister Sakul mit halb geöffneten, geschwollenen Augenschlitzen. »Wenn du dich hinrichten willst, dann mach doch«, sagte ich. Das würde einfach abscheulich werden in unserem Zustand. Tödlich. Keine Nacht für solche Präparate. Irrsinn. Wir diskutierten eine Ewigkeit, ziemlich sicher waren es ein paar Minuten. Rauchten, ließen die Fenster geschlossen und tranken Asbach. Ich ging mich erleichtern und schlug die Tür hinter mir zu. Was sollte noch werden bis zum Morgen, wenn der Zeitmesser  gedrückt wird und der Rekord wieder nicht gebrochen? Was für eine grausame Vorstellung, unabwendbar zwar, aber einfach grausam, daran jetzt einen Gedanken zu verschwenden. Reiß dich zusammen Störk, geh nicht aus dem Leim, schlag dem Morgen und dem Übermorgen und den ewigen Werbungseinlagen mit Reinigungsmitteln und Versicherungen ein Schnippchen oder zwei. Schizoide Bilder des himmlischen Endkampfs pochten an die Tür meines geistigen Auges. Ich fegte sie fort und stopselte zurück, mit dem festen Entschluss den Scheiß einfach zu ziehen. Gefährliches Zeug. Es kam wie es musste: Sakul hing über dem Haufen und stopfte sich den Scheiß ins Nasenloch. Das hielt doch kein Mensch aus. Er gröhlte laut auf und warf den Nacken in Falten. Strahlen gebündelter Energie schossen ihm aus den Nasenlöchern und versengten den Teppichboden. Mit dem Wahngott selbst in den Augen starrte er mich an und fackelte die ganze Garnitur ab. Stichflammen zischten aus den Schubladen. Er riss die Lider noch weiter auf und die Fensterscheiben platzten mit einem Donnern aus der Fassung.</p>
<p>»Du Hurensohn!«, schrie ich ihm entgegen. »Du bringst uns noch um!«</p>
<p>In dem Moment war der Spuk vorbei. Was für ein Idiot. Er keuchte vor Erschöpfung, dann war er voll da und lachte kreischend wie ein kleines Mädchen.</p>
<p>»Hahahahahahast du das gesehen?«</p>
<p>Klar hatte ich. Die Bude stand in Flammen.</p>
<p>»MIR IST SCHEISSKALT!«</p>
<p>Meister Sakul sprang mit einem großen Satz zum Feuer am Einbauschrank, der war vollgestellt mit Büchern und einzelnen abgestandenen Bieren die sicher schon stanken. Die Kronkorken wellten sich. Darunter erkannte ich eine deutsche Ausgabe der Commedia. Phaidon. Ich hechtete, fischte sie aus der Brunst und trat Sakul vors Gesicht, dass er sich nicht bei lebendigem Leibe verbrannte. Resolut schmetterte ich das Buch auf den Boden, der Plastikeinband hatte schon angefangen zu schmelzen, und trat drauf so fest ich konnte. Das half nicht. Ich schnappte mir die erstbeste Flasche und hielt sie kopfüber auf die Commedia. Es war der Asbach. Das kostete mich die rechte Augenbraue. Um uns herum wurde es immer lauter, der Rauch stieg aus dem Fenster.</p>
<p>»Sieh nur, was du uns eingebrockt hast!«, rief ich über das konstante Rauschen des Feuers hinweg. »Du Kotzbrocken! Ruf die Feuerwehr! Aber bloß nicht die Bullen! Nicht die Bullen! Dafür kriegen wir die Giftspritze!«</p>
<p>Er hantierte auf dem Hosenboden sitzend herum. Zwecklos. Ich hatte keine Wahl. Ich machte den Hosenstall auf und drückte mir das letzte Bisschen Bier raus. Hier bekam man nicht die Giftspritze. Das Buch war gelöscht.</p>
<p>»Was war das überhaupt für ein Scheiß?«</p>
<p>»DAS IST AUS DEM IRAK!«, brüllte er, dass man es noch in München hören konnte. Ich stopfte die Commedia in meine Jackentasche und zog sie zu. Meine Hosentasche vibrierte. Ich nahm ab. »JA?!«, stieß ich heraus. Verdammt, war dieses Fichtenholz laut. Es krachte und knisterte, dass man den Verstand verlieren konnte. Die Decke fing an schwarz zu werden.</p>
<p>»Feuerwehr Regensburg. Um was geht es?«, sagte eine entspannte Männerstimme am anderen Ende.</p>
<p>»Na sie haben doch angerufen!«</p>
<p>»In welchem Stockwerk befinden sie sich?«</p>
<p>Ich ging zum Fensterloch und sah nach.</p>
<p>»Glaube im dritten!«</p>
<p>»Sind sie sich nicht sicher?«</p>
<p>»Nein, könnte auch der Vierte sein! Hören sie mal-«</p>
<p>»Ist das Fichtenholz, das brennt?«</p>
<p>»Ja, aber-«</p>
<p>»Wir sind unterwegs!« Er legte auf.</p>
<p>Ich stopfte das Telefon zurück in die Tasche und machte mir das Hemd auf. Was für eine Hitze.</p>
<p>»LASS UNS IN DIE STADT GEHEN!«, rief der Meister vom Boden. Ich musste ein brennenden Brett wegkicken, das er aufheben wollte. »Eher bleibe ich hier mit dir! Ich begeb mich doch jetzt nicht unter Leute! In deinem Zustand! Du bringst jemanden um!«</p>
<p>»LASS UNS JEMANDEN UMBRINGEN!«</p>
<p>Sakul fand die Kraft aufzustehen und rauschte an mir vorbei, durch die Diele und fiel die Treppen runter. Ich kam gerade so hinterher und sah noch, wie er sich unten angekommen seine Jacke vom Ständer suchte. Ein Blick zurück sagte mir, dass die Wohnung nicht zu retten war. Ich prüfte, ob das Buch noch in meiner Jackentasche war und drehte den Schlüssel drei mal um.</p>
<p>Jemand musste ihn aufhalten.</p>
<p>Drei Gassen weiter hörten wir die Sirenen. Ich hatte Sakul an meinen starken Arm gekettet. Zum Glück war er vom ersten Schock runtergekommen. Keine Chance sich vor der Justiz zu verstecken, dachte ich. Oder vor der Feuerwehr. Wachmeisterköter mit dem Daumen am Mercedeslenkrad, ihre Verachtung für so gefährliche chemische Experimente wie wir welche waren im Anschlag würden uns verfolgen. Vielleicht würden sie uns die Brandstiftung verzeihen, aber nicht das was der wildgewordene Koch an meiner Rechten noch anstellen wird, wenn ich nicht aufpasse. Meine Güte, dieser dritte Stock. Oder vierte. Was war der schon wert. Unkalkulierbarer Schwund. Hätte ja ein Kleinstadtkrimineller abfackeln können, weil der Anwohner Wettschulden hatte. Konnte ja niemand wissen, dass wir nicht wetteten. Nicht aus Prinzip, sondern aus Geldmangel. Nichts zu investieren. Aber genug zu verlieren. Was würden mir für hunderte Filme durch die Latten gehen, wenn ich jetzt weggesperrt werde. Vier Uhr. Die Zeit lief uns davon &#8211; nicht daran denken. Irgendwo saßen Ebenbilder von uns in einem Geräteschuppen im nassen Stiefeldreck und gaben sich den letzten Schuss des Abends. Könnte schlimmer sein.</p>
<p>»Reden die einen süditalienischen Dialekt. Sag mal.«</p>
<p>Sakuls leerer Blick verhakte sich in ein vorbeilaufendes Paar. Zwei Männer.</p>
<p>»Ja, das passiert manchmal um diese Jahreszeit«, sagte ich.</p>
<p>Bilder von einer Platonbüste irgendwo in Athener Marmorfluchten tauchten vor mir auf. Doktor Faustus steht davor und Platon spuckt ihm entgegen: »Philosophieren ist wie Sterben.« Schauderlich.</p>
<p>»Er hätte ihn auch nicht retten können«, sagte Sakul nebenbei, als wäre es garnichts ungewöhnliches, meine Gedanken zu lesen. »Nicht vor diesem verdammten Mephistopheles.«</p>
<p>Die Haare auf dem Armen stellten sich mir auf. Warum wusste er, was ich dachte?</p>
<p>»Was war das überhaupt für ein Scheiß?«, fragte ich.</p>
<p>»Ach, das ist aus dem Irak. Fällt da unter irgend eine Sprengwaffenverordnung. Geheime Sache. Frag mich nicht. Hast du noch Schnaps?«</p>
<p>Er griff mir unwillkürlich in die Jackentasche und bekam die Commedia zu fassen. »Lass das, Arsch«, zischelte ich und schlug ihm auf die Finger. Hoffentlich jagte der Scheiß nicht die ganze Straße in die Luft, den wir liegengelassen haben. Weiß der Teufel, wie das auf Hitze reagiert. Oder die halbe Stadt. Geradeausdenken.</p>
<p>Vielleicht sollte ich ihm kaltes Wasser rüberschütten. Oder mir. Vielleicht war ich ja unkontrollierbar. Sakul kam mir plötzlich so nüchtern vor. Ich gab mir eine Ohrfeige und hielt noch die andere Backe hin. Keiner schlug zu. Er fing an irgend eine Melodie zu pfeifen, die mir bekannt vor kam. Wir bogen um die Ecke und ich stimmte ein.</p>
<p>Kurz darauf fanden wir uns wider jeder Vernunft in einem gefüllten Lokal wieder und bestellten Single Malt Scotch. Nach fünf Minuten des Waffenstillstandes sagte der Meister, einen letzten Schluck gurgelnd: »So.« &#8211; er schluckte &#8211; »Jetzt bringen wir jemanden um!« Und er schlug auf die Theke mit seinen Kochpratzen, sehnig und fest vom Gemüsehacken und Saitenschlagen, dass sämtliche Flaschen und Gläser auf dem Tresen den Halt verloren und zu Bruch gingen. Er war nicht kräftig, das waren Österreicher nie. Das musste dieses irakische Plutonium sein.</p>
<p>»Das werdet ihr alles bezahlen!« Die stämmige Barfrau kam hervorgeschossen. Sie hielt einen langen Glassplitter in der Hand. Ich wollte etwas sagen, aber Sakul flüsterte mir laut hörbar ins Ohr, ob er sie umbringen sollte. Er mache das ganz schnell, dann verpissen wir uns. »Garkein Problem«, sagte ich, um ihn zu übertönen. Ich knallte alles auf den Tisch was ich hatte. Zwei oder drei größere Scheine. »Wartet mal.« Wir gingen, und kaum waren wir vor der Tür, war die Musik zu Ende und lautes Gesplitter und Gekreische kam von hinten. Eine Frau. Sie schrie jemanden an, warum er sowas behaupte und dass er ein Hurensohn sei. Wieder splitterte ein Glas. Nur raus hier. Ich überlegte, ob wir uns in irgend einer Spielhölle verkriechen sollten. Sonst würden wir noch draufgehen.</p>
<p>Zwei Tauben schissen den Stadtplatz voll.</p>
<p>Wir landeten in einer einsamen Einkaufspassage. Schuhgeschäfte, Ballkleider, Krankenhauslicht. Nicht mehr weit vom Geräteschuppen entfernt. Halb 6 sagte der Chronometer. Bald ging die Sonne auf und wir hatten einen Scheiß erreicht.</p>
<p>»Scheiße«, brachte Sakul heraus und kotzte Asbach. Wir setzten uns eine Bank tiefer in die Passage.</p>
<p>»Stell dir vor, die Nacht ist gelaufen. Bald kaufen hier irgendwelche Wichser Schuhe.«</p>
<p>»Ist heute Sonntag?«, fragte der Meister. Es war Freitag. Das heißt Samstag.</p>
<p>Auf ein mal hatte er wieder diese Augen. Er zog saugend an seiner Zigarette und blies den Rauch aus den Nasenlöchern wie ein Drache aus einem Rittermärchen. »Hahahahaha!« Er bekam sich nicht mehr ein.</p>
<p>»ICH KRIEG BEIM AUSATMEN KEINE LUFT MEHR!«</p>
<p>Bevor ich etwas sagen konnte, kamen da diese Schritte. Das Plutonium kochte in Sakul hoch. Rauch stieg ihm einfach so aus der Nase. Ich machte mich auf alles gefasst. Endkampf. Der nie zum Engel gewordene Ikarus schnellt im Kamikazesturzflug auf die Heerschaaren des Bösen herunter, nur mit seinen Fingernägeln bewaffnet.</p>
<p>Es waren drei Türkendeutsche mit Pelzkapuzen. Volltrunken von Energizergemisch. Sie hätten deutscher nicht sein können.</p>
<p>Sakul nahm einen Zwei-Zentimeter-Zug von seiner Kippe und stand auf. Jetzt war es unvermeidlich, dachte ich. Aber er stand nur da und schaute und aus seiner Nase stieg eine Unmenge Rauch.</p>
<p>»He!«, plärrte der mittelgroße von den dreien. Er war am besten frisiert.</p>
<p>»Was macht ihr hier?!«</p>
<p>Ich witterte eine letzte Möglichkeit, den Zusammenprall zu verhindern. »Und ihr?«, fragte ich nicht zu höflich.</p>
<p>»Ich wohn&#8217; hier! Verpisst euch!«, rief ein anderer. Sakuls Augen wurden groß. Tut das nicht, flehte ich in mich rein. Fasst ihn bloß nicht an. Sie wussten nicht, worauf sie sich da einließen. Keine Ahnung.</p>
<p>»Lasst es bleiben!«, schrie ich in einem ungemäß kleinen Anflug von Verzweiflung.</p>
<p>Sie kamen schnurgerade auf den Koch zu. Keine Ausweichmöglichkeit. Der Gang war einfach zu eng. »WAS?!«, brüllte der Größte und war bald da. Er holte schon aus. Es sollte ein rechter Schwinger werden. Ich saß unbeweglich auf der Bank. Die drei mit ihrem osmanischen Temperament und den gleichen Jacken hatten heute Nacht sicher schon einige Banksitzer umgehauen. Wir sollten die letzten werden.</p>
<p>Meister Sakul war nicht stark, oder groß, oder schnell. Aber er war schnaubend auf den Einfall der Osmanen gefasst. Er hatte die gefährliche Fehleinschätzung von Adolf Hitler, Österreicher war er ja. Ergebnis von jahrelangen Testreihen. Es war aus. Mephisto hatte uns am Kragen. Ich dachte kurz, der Boden würde Risse bekommen. Meine Augenbraue tat weh.</p>
<p>Dann ging alles schnell.</p>
<p>Sakul riss einen Feuerlöscher am Schlauch in einem Rutsch aus dem Putz heraus. Er holte aus wie ein berittener Kreuzritter mit einem Morgenstern. Er erwischte den Kerl mit einer aberwitzigen Geschwindigkeit am Ohr. Er fiel um wie ein Blatt im Oktober. Nur war es für ihn noch zu früh. Sein Gesicht splitterte und es trieb ihm das Jochbein ins Hirn. Er war sofort tot.</p>
<p>Sakul schnaubte wie ein riesiger Deckhengst. Er ließ den verbeulten Metallklumpen sofort fallen und stieg über den Typen hinweg. Die anderen beiden hatten in ihrem Rausch noch nicht wahrgenommen, was passiert war. Er bekam sie gleichzeitig mit chirurgischer Präzision an der Kehle zu fassen. Der eine wand sich und verpasste ihm einen kräftigen Schlag auf die Stirn.</p>
<p>»Heeeeh!« schrie der andere und trat ihm, noch halb im Lauf, auf die Kniescheibe. Noch eine Gerade. Sie verirrte sich und brach Sakul die Nase quer durch. Er drückte zu. Steckte in den Magen und auf die Brust ein. Es rauchte ganz schön. Er hatte ihre Luftröhren im Griff. Nach einer halben Sekunde, in der garnichts zu passieren schien konnte man sehen, wie er die Finger dahinter schloss. Sakul blieb so stehen. Sie wehrten sich nicht mehr. Sie drehten die Augen nach innen und zuckten epileptisch. Es kam noch mal ein Schlag von einem. Dann war Ruhe. Er drückte nochmal fester zu, bevor er sie fallen ließ. Ihre Köpfe knallten auf den Fließenboden. Der Koch röchelte kurz Luft in sich rein und beugte sich dann, um munter darauf einzuschlagen.</p>
<p>Ich griff in meine Jacke. Die Commedia war noch da. Ich saß rum und sah zu. Bei dem einen hörte er erst auf, als sich das Ohr vom Rest löste. Die Haut war aufgeweicht. Er drehte sich um.</p>
<p>»SCHAU MAL!« Er ließ das Ohr umherbaumeln. Der andere Osmane keuchte. Er bekam den Stiefel ins Gesicht und war ruhig. Dann war es vorbei. Sakul kicherte und kam her.</p>
<p>»Jetzt hast du es geschafft«, sagte ich vorwurfsvoll.</p>
<p>»LASS UNS WAS ESSEN GEHEN!«, schrie er.</p>
<p>»Du hast den Verstand verloren. Völlig den Verstand verloren.«</p>
<p>Meine Hosentasche vibrierte. Ich zog das Telefon raus und nahm ab. Eine Frauenstimme.</p>
<p>»Polizei Regensburg. Was kann ich für sie tun?«</p>
<p>Kaum zu fassen. Was für eine Scheiße. Ich hatte genug. Ich schmiss das Telefon in den Mülleimer und packte Sakul am Arm.</p>
<p>»Komm«, sagte ich.</p>
<p>Wir gingen rüber ins Parkhaus und verschanzten uns in einem nicht abgesperrten Wagen. Sakul schnallte sich mit vorfreudigem Blick an. »Ich will was rauchen!« Er war wieder etwas beruhigt, aber ihm kam immer noch Dunst aus der schiefgeschlagenen Nase. »Du Vollidiot«, setzte er noch dazu. Ich atmete durch und versuchte nicht an den Tod zu denken. Sie wussten nicht was sie tun. Selbst schuld. Das Parkdeck leuchtete. Ich drückte auf den Zeitmesser. Die Commedia schlummerte in meiner Tasche.</p>
<p>»Lass uns was Essen gehen«, sagte ich.</p>
<p>&nbsp;<br />
-<br />
&#8211;<br />
&#8212;</p>
<hr />
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<small>Sinthom</small></a></td>
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</td>
</tr>
</tbody>
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		<title>Tatort Schwarzwaldsteig: Dinner for two</title>
		<link>http://kaschemme.de/2011/09/tatort-schwarzwaldsteig-dinner-for-two/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 05:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirt Diggin Dog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[rituale]]></category>
		<category><![CDATA[Starke-Frauen-Krimis]]></category>
		<category><![CDATA[tod]]></category>
		<category><![CDATA[verbrechen]]></category>

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		<description><![CDATA[„Töter, töten Sie mir nicht den Nerv und ziehen Sie die Wanderstiefel wieder aus!“ Kommissar Torsten Töter verzog missmutig das Gesicht, bevor er sich ächzend über seinen Wanst beugte und in Zeitlupe einen Schnürsenkel aufzog. „Ihre morgendlichen Kalauer in allen Ehren, Chefin, aber so kämen Sie nie zu einer Hauptrolle im Tatort“. Er keuchte beim Sprechen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Töter, töten Sie mir nicht den Nerv und ziehen Sie die Wanderstiefel wieder aus!“</p>
<p>Kommissar Torsten Töter verzog missmutig das Gesicht, bevor er sich ächzend über seinen Wanst beugte und in Zeitlupe einen Schnürsenkel aufzog.</p>
<p>„Ihre morgendlichen Kalauer in allen Ehren, Chefin, aber so kämen Sie nie zu einer Hauptrolle im Tatort“. Er keuchte beim Sprechen.</p>
<p>„Das hier ist nicht der Tatort, Töter, das ist ein Regiokrimi, wie er leibt und lebt. Jemand hat nämlich zwei Wanderer gekillt. Aber nicht, wo Sie denken. Also beeilen Sie sich, andere Schuhe und Abmarsch!“</p>
<p>Sie hatte längst ihren zinnoberroten Lackmantel übergeworfen. Ihr Lieblingsstück, in dem man sie an jedem Tatort schon von weitem identifizieren konnte. „Sieht man die Blutspritzer nicht so“, sagte sie, wenn die Kollegen witzelten, sie würde im Wald die Böcke aufscheuchen und nicht nur dort.</p>
<p>„Nicht schon wieder tote Wanderer?“, schimpfte Töter.</p>
<p>„Ja, doch, aber die liegen wohl im vollen Ornat samt Rucksack und Butterbroten im Swimmingpool unseres allseits beliebten Wellnessluxushotels ‚Zur Sonne’, das wie jeden Donnerstag das <em>Dinner for two</em> anbietet – zwei Essen zum Preis von einem.“</p>
<p>„Wieso quatschen Sie so gestelzt?“</p>
<p>„Weil wir am Schwarzwaldsteig sind, mein Guter. Weil sich ein Regiokrimi für Werbeeinschaltungen geradezu anbietet.“</p>
<p>Torsten Töter humpelte in Lederschuhen mit seiner grellroten Chefin die zwei Minuten zum Tatort. Man hatte Barbara Brenneisen in den Schwarzwald versetzt, weil sie in ihrer alten Dienststelle in Ludwigshafen zu oft während der Dienstzeit Komparsenrollen im ‚Tatort’ angenommen hatte. Seither litt sie an Depressionen, aß eimerweise Spreegurken und las während der Dienstzeit Eifelkrimis.</p>
<p>Sie trafen zuerst auf Hansi Schluchseher, den Wirt des ländlichen Nobel-Etablissements.</p>
<p>„Könnten wir bitte &#8230; die Gäste sitzen bereits &#8230; die Hintertür &#8230; bitte &#8230; mein Ruf &#8230; bitte mit Dezenz &#8230; bitte“, stammelte er.</p>
<p>„Das heißt Diskretion“, murmelte die Brenneisen.</p>
<p>„Bitte?“</p>
<p>„Diskretion, nicht Dezenz, bitteschön.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1617" title="Swimming-Pool" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/09/swimming_pool_280x.jpg" alt="Swimming-Pool" width="280" height="497" />Im Swimmingpool trieben pfundweise Rosenblütenblätter, erloschene Schwimmkerzen, Schluchsehers Tantrakarmatschigongfluidum zu 58 Euro die Flasche, in Alu verpackte flache Scheiben, jede Menge Blut, zwei nackte männliche Leichen mit Wollsocken und Wanderstiefeln und noch mehr Blut.</p>
<p>„Haben heute wohl Schlachttag!“, witzelte Torsten Töter.</p>
<p>„Nein, <em>Dinner for two</em>, Herr Kommissar. Nur verschrecken Sie mir nicht die Gäste, alles deze&#8230; bitte, äh, diskret bitte.“</p>
<p>Hauptkommissarin Brenneisen stach mit ihrem Zeigefinger dem Wirt fast die Augen aus. „Jetzt sag ich Ihnen mal was, Schluchseher. Wenn wir hier fertig sind und wenn wir hier alle Namen nennen, dann können Sie sich morgen vor Gästen kaum noch retten! Vergessen Sie das <em>Dinner for two</em>, denken Sie unternehmerisch, servieren Sie Tote zum Krimibrunch!“</p>
<p>Schluchseher blieb der Mund offen stehen. Inzwischen hatte der Gerichtsmediziner die Leichen auf dem Trockenen in Rückenlage gebracht. Blass und frisch gewaschen sahen sie aus. „Riechen nach Karma&#8230;“, brummelte der Mediziner.</p>
<p>„Wenn das mal nicht unsere Herren Doctores sind!“ Töter feixte. „Ich sag’s ja: Sport ist Mord. Was haben die mit ihrem Bergmarathon angegeben. Und jetzt schwimmen sie in Blutsoße.“</p>
<p>„Sagten Sie Blutsoße!?!?“ HK Brenneisen schleuderte den zinnoberroten Lackmantel von sich und bohrte mit dem rechten Daumen im linken Nasenloch. In diesem Stadium duldete sie keine Unterbrechung. Während sie bohrte, analysierte sie rattenmesserscharf jeden noch so vertrackten Fall.</p>
<p>„Ein Serienmord beim <em>Dinner for two</em>. Sozusagen alle beiden Gäste ausradiert. Ein Ritualmord mit Kerzen und Geruchsgedöns, Wasser, Wadenstrümpfe. Das hat sicher alles eine Bedeutung für den durchgeknallten Mörder, wir müssen ein kirchliches Umfeld in Betracht ziehen. Wegen der Wadenstrümpfe womöglich ein Internat, vielleicht ein in der Vergangenheit unaufgeklärter Missbrauchs&#8230; Nein. Warten Sie!“</p>
<p>Die Hauptkommissarin bohrte innig weiter und drehte dann etwas Winziges zwischen Daumen und Zeigefinger. Schnippte es in Richtung der Leichen.</p>
<p>„Warten Sie, das ist ja interessant. Der Leiter der Schönheitsklinik, tot, der Leiter der Fastenklinik, tot. Das sind alles Ingredienzien, nach denen die Hausfrau beim Krimi giert, schön übergossen mit Blutsoße und Sauerei. Und vielleicht gibt’s von unserem Sternekoch Bernauer ja noch das Gratisrezept dazu, was, Schluchseher?“</p>
<p>Sie schnippte etwas von seiner Schulter und redete weiter: „Das Tableau hat leider einen Schönheitsfehler.“</p>
<p>„Welches Tabu bitte?“, fragte Schluchseher hilflos.</p>
<p>„Tableau bitte“, grunzte Töter und fragte vorsichtig: „Mit dem Schönheitsfehler, meinen Sie da den Schönheitschirurgen, Chefin?“</p>
<p>„Ach was, Blödsinn, bitte!“, rief die. „Schauen Sie doch hin auf das Tableau.“</p>
<p>Schluchseher stierte die Kriminalerin an. Töter schaute erst auf die eine Leiche, dann auf die andere. Der Gerichtsmediziner fixierte Töter und meinte: „Keine Spuren von äußerer Gewalteinwirkung. Wir müssen erst die Obduktion abwarten.“</p>
<p>Die Chefin fixierte einen nach dem anderen. „Seid Ihr denn komplett verblödet? Das ungeheure Verbrechen hier fällt doch jedem ins Auge. Wenn das publik wird, kann hier jemand dichtmachen, Schluchseher. Ich meine, das ist doch ungeheuerlich, was da passiert ist, also bitte, das ist so was von ungeheuerlich!“</p>
<p>„Also bitte?“, fragte der Wirt.</p>
<p>„Passen Sie mir auf, dass Sie nicht noch als Mittäter verhaftet werden“, schnauzte die Brenneisen ihn an.</p>
<p>„Wie bitte?“</p>
<p>„Beihilfe!“</p>
<p>Töter trippelte von einem Bein aufs andere. Insgeheim war er froh, nicht mit Wanderstiefeln herumtrampeln zu müssen. Wenn seine Chefin doch nur nicht immer Fernsehen spielen und alles derart dramatisieren würde! Aber wenn sie etwas Winziges zwischen Daumen und Zeigefinger gerollt und weggeschnippt hatte, war in der Regel der Höhepunkt gekommen. Nur wenige Sekunden später würde sie nämlich den Finger wechseln: linker Daumen ins rechte Nasenloch. Das war der Augenblick, in dem sie noch jeden Fall allein durch Nachdenken gelöst hatte. Wieder schnippte sie etwas Winziges in Richtung der fußbekleideten Klinikchefs.</p>
<p>„Hirnschmalz“, sagte sie lapidar. Griff nach ihrem Lackmantel, grinste in die Runde und klärte sie auf: „Alles mit Hirnschmalz zu eruieren. E-ru-ieren, Schluchseher. Steht im Fremdwörterlexikon vor Tableau. Und dieses Verbrechen ist so ungeheuerlich, dass es nicht eruiert werden muss. Die Lösung drängt sich von selbst auf.“</p>
<p>Töter hibbelte herum. „Nun sagen Sie schon.“</p>
<p>„Sieht das denn keiner außer mir? Der Chef der Fastenklinik geht zum <em>Dinner for two</em>. Der Fa-sten-klinik!“</p>
<p>Sie drehte sich zur Spusi. „Leute, packt zusammen. Lasst die Leichen wegschaffen. Die Zimmermädchen können putzen. Wir ermitteln hier nicht in einem Mordfall, sondern in einem gastronomischen Betrugsfall. Das hat ja nicht gut gehen können. Der Chef der Fastenklinik beim Essen, mit Zeugen, Schluchseher! Kein Wunder haben die ihre belegten Brote in den Pool geschmissen!“</p>
<p>„Bitte, ja bitte?“</p>
<p>„Was servieren Sie denn heute zum <em>Dinner for two</em>?“</p>
<p>„Wildschweinragout an Hagebutten-Rotwein-Mousse mit handgeschabten Spätzle und Salaten der Saison, als Vorspeise eine hausgemachte Entenleberpastete auf Tokayergelee – und zum Schluss die Kastanien-Cassata mit Mandelsahne auf einem Rosenlikörspiegel, bitteschön.“</p>
<p>„Kein Wunder.“</p>
<p>„Bitte äh, bitte wie?“</p>
<p>„Ausgebittet hat sich’s. Reservieren Sie uns zwei Plätze und keiner zahlt und schreiben Sie das Mordsrezept für die Leserinnen auf.“</p>
<p>„Darf ich bitte auch die Adresse und die Öffnungszeiten &#8230; ?“</p>
<p>„Na klar. Wir sind ja hier im Regiokrimi, da soll man sogar.“</p>
<p>Töter lachte schallend und fragte: „Wenn ich auch ein Witzlein einschalten dürfte, Chefin?“</p>
<p>„Keinen Kalauer?“</p>
<p>„Keinen Kalauer. Wollte abschließend nur bemerken, dass es mit der Fastenklinik jetzt Essig ist.“</p>
<p>„Balsamico bitte“, ließ sich Schluchseher vernehmen. „Wir verwenden hier ausschließlich Balsamico!“</p>]]></content:encoded>
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		<title>freier imbiss</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 15:44:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daudieck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[abrechnend]]></category>
		<category><![CDATA[dreck]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[moderne]]></category>
		<category><![CDATA[trinkend]]></category>

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		<description><![CDATA[krakauerwendend übt der wurstmaxe / heimlich den hüftschwung / brät prall bedärmtes kross / bedient bauernlümmel mit bier / ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-1614" title="Pommes + Burger" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/09/freier_imbiss-280x280.jpg" alt="Pommes + Burger" width="210" height="210" />krakauerwendend übt der wurstmaxe<br />
heimlich den hüftschwung<br />
brät prall bedärmtes kross<br />
bedient bauernlümmel mit bier<br />
mit thüringern auf pappe<br />
mit toastbrot schneeweiß<br />
ein yuppie will mehr curry<br />
ein fettabscheider will salat<br />
ein junkie mehr senf zur bulette<br />
wirft wütend seinen heißen kaffee<br />
gegen den ostwind</p>
<p><img class="size-medium wp-image-1614 alignleft" title="Pommes + Burger" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/09/freier_imbiss-280x280.jpg" alt="Pommes + Burger" width="210" height="210" />die stadt versiegt in den straßen<br />
im land des hechelns<br />
verdämmert der tag zu restlicht<br />
lockt die nacht hinter vorhänge<br />
rattenscharfe konditoren zuckern schon<br />
die tortenheber trauen sich<br />
komasäufer kleckern in den rinnstein<br />
ein kleiner hund geht zu schnell<br />
kotelettfresser spähen nach kokotten<br />
am langen arm der schaltknüppel<br />
verhungert die liebe</p>]]></content:encoded>
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		<title>Serie &#8216;Kranke Hirne&#8217;: Abbes Ohr</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 15:45:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirt Diggin Dog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[märchenhaft]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Starke-Frauen-Krimis]]></category>
		<category><![CDATA[tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Arzt sagt, wenn ich immer alles schlucke, werden meine Magenbeschwerden nie besser. Also gestehe ich meine Verbrechen und den Wunsch, nach Möglichkeit weitere zu begehen, sofern mir das mein Magen erlaubt, der äußerst empfindlich auf Chilli reagiert. (Damit habe ich eine Spur gelegt, fangen Sie mich, wenn Sie können).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1620" title="Tasse Kaffee" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/09/tasskaff-140x140.jpg" alt="Tasse Kaffee" width="140" height="140" />Im KDD von Castor-Bauxit ging es wieder einmal zu wie in einer Fernsehserie. Die diensthabende Leiterin warf sich mit der Rechten eine zweifelhafte Tablette ein, rührte mit der Linken hektisch im Kaffee und schaffte es, fast gleichzeitig ihrem Kollegen einen apfelgrünen Brief zuzuschieben. „Lies das!“</p>
<p>Mehmet hob entschuldigend die Hände und rief: „Geht nicht, fettige Finger!“ Dann hob er den Telefonhörer ab, horchte und brüllte: „Der schon wieder, den haben wir doch gestern erst zweimal in die Psychiatrische geschafft! Nee, macht ihr das, bei uns brennt der Laden, kennste ja.“</p>
<p>„Und wenn du jetzt nicht sofort mit deinen Dönerfingern die Arbeit anpackst, brennt gleich noch was anderes“, schnauzte die Chefin.</p>
<p>„Das war Pizza Mafia vom Schwaben gegenüber“, maulte Mehmet zurück und griff sich das Schreiben. „Ein Bekennerbrief. Riecht nach Moschus?“ Zufrieden nickte die Chefin, auf diese Spürnase konnte sie sich verlassen.</p>
<p>„Abbes Ohr?!“</p>
<p>„Lies endlich, frag nicht so blöd!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="font-family: Tahoma,Helvetica,Arial,sans-serif;">
<p>„Verehrte Polizei, werte Pathologen,</p>
<p>Mein Arzt sagt, wenn ich immer alles schlucke, werden meine Magenbeschwerden nie besser. Also gestehe ich meine Verbrechen und den Wunsch, nach Möglichkeit weitere zu begehen, sofern mir das mein Magen erlaubt, der äußerst empfindlich auf Chilli reagiert. (Damit habe ich eine Spur gelegt, fangen Sie mich, wenn Sie können).</p>
<p>Meinen ersten Mord haben Sie nicht entdecken können, weil ich ein abbes Ohr an meine Pyranhas verfüttert habe und das andere meinem Nachbarn in den Koi-Teich warf. Das war einer, der nicht hat zuhören wollen, also der mit den abben Ohren, die die Fische gemampft haben. Mit dem Rest habe ich meine Schwiegermutter glücklich gemacht, indem ich ihn in die Musmaschine warf und einen feinen Edelbrand daraus herstellte, garantiert dreimal destilliert im Kupferkessel, so wie es die alte Schnapsdrossel liebt. Ich gestehe, dieses Lebenswasser ganz leicht mit Sternanis und Orangenschalen aufgepeppt zu haben, falls Sie das Rezept wollen, ich mache immer alle gern glücklich, glücklich mach ich alle.</p>
<p>Beim zweiten Mal war mir langweilig, weil mich eine Tussi zu lang hat warten lassen. Früher ging das ja noch, vier Wochen, dann acht Wochen, aber die hat 13 Monate gebraucht, um Nein zu sagen. Möglich, dass Sie noch Spuren an der alten Druckerpresse finden, die ich benutzt habe. Ich habe ganz schön kurbeln müssen, aber dann doch davon abgesehen, sie binden zu lassen. Also trocknet das flache Weibsstück an einem geheimen Ort. Meinen Sie, da wird noch wenigstens ein Ledereinband draus? Dann könnte meine Schwiegermutter ihre Flachmänner drin verstecken, weil ich doch immer alle gern glücklich mache, glücklich mach ich alle.</p>
<p>Gestern ist es wieder passiert. Ich hab den Lackaffen zuerst gefoltert, weil er mich ausgelacht hat. Ich wär eine Versagerin, sagt der (jetzt haben Sie noch eine Spur), und meinen Scheiss will eh keiner, sagt der. Muss ich mir einen solchen Jargon bieten lassen? Und dann sagt der noch, die Leute stehen auf Blut und Ekel und Krankes und Brutales. Das hab ich mir nicht zweimal sagen lassen und ihn mit der Bronzefigur auf dem Schreibtisch kurz angetippt, bis ich ihn gefesselt hatte.</p>
<p>Der hat gewinselt, gewinselt hat der, als ich ihm Hänsel und Gretel vorgelesen habe und bei jedem Absatz einen Fingernagel rausgezogen und dann bei lebendigem Leib Hautstreifen &#8230; aber das wollen Sie sicher nicht so genau wissen, außer dass ich Hänsel und Gretel zwanzig Mal lesen musste, bis ich mit dem fertig war. Weil ich doch immer alle gern glücklich mache, glücklich mach ich alle.</p>
<p>Und jetzt mach ich Sie glücklich: Fassen Sie mich, bevor ich die nächste umbringe. Wieder so eine Tussi, die nichts Englisches mag, sagt sie. Wie wär’s mit einem Steak, werde ich sagen, englisch vielleicht? Weil ich doch immer alle gern glücklich mache, glücklich mach ich alle und jetzt auch die Polizei.“</p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1620" title="Tasse Kaffee" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/09/tasskaff-140x140.jpg" alt="Tasse Kaffee" width="140" height="140" />Mehmet warf den Brief zurück zur Chefin und lachte lauthals. Die sah ihn fragend, bohrend und zerknirscht an und rührte rasant im Kaffeesatz.</p>
<p>„Der Fall ist doch klar wie Kloßbrühe!“</p>
<p>„Du meinst, das ist diese Schriftstellerin mit den blutleeren Whodunnits, die wir gestern sturzvoll aufgegriffen haben, nachdem ihr eine Lektorin abgesagt hatte, weil ihr Geschreibsel zu englisch sei?“</p>]]></content:encoded>
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		<title>Grillhähnchen zu vermieten</title>
		<link>http://kaschemme.de/2011/02/grillhaehnchen-zu-vermieten/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Feb 2011 14:41:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wirt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[absurd]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[ZMK_Exponate]]></category>

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		<description><![CDATA[Plötzlich schaute Herr K. auf das Plakat und wusste: man konnte sie mieten, offenbar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-1486" title="Grillhähnchen zu vermieten" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/02/grillhaehnchen-zu-vermieten.jpg" alt="Grillhähnchen zu vermieten" width="560" height="519" /></p>]]></content:encoded>
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		<title>Selbst das Kacken fällt bei dieser Hitze schwer</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 22:01:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rüdiger Saß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
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		<category><![CDATA[global]]></category>
		<category><![CDATA[hass]]></category>
		<category><![CDATA[idylle]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[moderne]]></category>
		<category><![CDATA[trinkend]]></category>

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		<description><![CDATA[Hochnäsiges junges Fleisch vor mir, am Mittelmeer. Wenn sie nur ihre Fressen hielten und ihre Finger vom Radio ließen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/05/strandidyll_258px3.jpg"><img src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/05/strandidyll_258px3.jpg" alt="strandidyll_258px3" title="strandidyll_258px3" width="258" height="80" class="alignright size-full wp-image-1083" /></a>Später mehr dazu. – Jetzt ist es noch heißer! Hochnäsiges junges Fleisch vor mir, am Mittelmeer. Wenn sie nur ihre Fressen hielten und ihre Finger vom Radio ließen! Ja, es ist hell, grellhell, und es ist heiß, hirnaufweichend heiß. Der Strand lebt von Leuten wie mir: Habenichtse und Minutenmillionäre. Ein Bier, ein kühles, blondes, schwitzendes Bier, bitte!</p>
<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/05/strandidyll_258px.jpg"><img src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/05/strandidyll_258px.jpg" alt="strandidyll_258px" title="strandidyll_258px" width="258" height="80" class="alignright size-full wp-image-1079" /></a>Soviel junges, nacktes, schwitzendes Fleisch! Unerträglich viel davon in unerreichbarer Nähe. Und neben mir liegt eine Frau, die alles für mich tut. Sogar zum Strand fahren und In-der-Sonne-braten. Nur besteigen darf ich sie nicht. Dafür kommt sie zu weit aus dem Süden, zu weit aus Afrika, um genau zu sein. Und jetzt nervt auch noch der Sand! Als ob ich es vergessen hätte, wie anstrengend ein Strand sein kann. Halbstarke lassen ihre Energien an einem Ball aus. Armer Ball! Ich hasse den Strand, die Sonne, die Leute, kurz: das langweilige Strandleben.</p>
<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/05/strandidyll_258px2.jpg"><img src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/05/strandidyll_258px2.jpg" alt="strandidyll_258px2" title="strandidyll_258px2" width="258" height="80" class="alignright size-full wp-image-1082" /></a>Verdammt, Nixen und Amazonen kommen aus dem Wasser! Ich traue meinen Augen kaum. Und noch ein Wunsch geht in Erfüllung: Kaltes Bier aus der Kühlbox. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen. Selbst Bälle, die wie Bomben, wie Granaten auf mich fallen, kreischende Kinder und Radios können mir nichts mehr anhaben. Das Bier besänftigt, das Bier hat mich im Griff. Nun, es könnte auch ein Pils sein, aber: ruhig Brauner! Der Tag wird kommen, der Tag ist nah, die Heimat ruft. Sie verlangt nach mir, nach meinen schweren Schritten, nach dem Gestank in meinem Schritt.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Geplatzter Termin</title>
		<link>http://kaschemme.de/2009/07/geplatzter-termin/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 05:17:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susann Klossek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[hass]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Leben hatte einen Termin mit Dir / Doch Du bist einfach nicht erschienen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Leben hatte einen Termin mit Dir<br />
Doch Du bist einfach nicht erschienen<br />
So hat es stattdessen<br />
Mich zerschreddert</p>]]></content:encoded>
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		<title>Ich denke an Charles Bronson</title>
		<link>http://kaschemme.de/2009/06/ich-denke-an-charles-bronson/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 16:45:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Velhagen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[amok]]></category>
		<category><![CDATA[erinnern]]></category>
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		<category><![CDATA[job]]></category>
		<category><![CDATA[kino]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[porno]]></category>
		<category><![CDATA[terror]]></category>

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		<description><![CDATA[An irgendwelche beschissenen Bruce Willis wird man sich erinnern. Bronson wird man vergessen. Auf siebtklassigen Sendern im Nachtprogramm wiederholen. Als Nice-Price-DVDs verramschen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/06/charles_bronson_200x300.jpg"><img src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/06/charles_bronson_200x300.jpg" alt="Charles Bronson (Foto von Fish Cop)" title="Charles Bronson (Foto von Fish Cop)" width="200" height="300" class="alignright size-full wp-image-1095" /></a>Ich sehe durch das Zielfernrohr und denke an Charles Bronson. Er starb 2003. Er war mein Lieblingskiller. Er war schmierig, nicht mehr ganz taufrisch, stets etwas zu alt für eine junge Frau. Sein Anzug war wie er: reif zum Ausmustern. Aus der Mode. Wie die Lederpatten an den Ellenbogen. Wie sein ewiger scheiß Haarschnitt. Abstellgleis und Rente gehörten zum Plot wie Rache und Abknallen. Darin war er Profi. Mit der Genugtuung, seinen Job gemacht zu haben, konnte er abtreten. Auftrag erledigt. Dienstleistung erbracht. Im Kino und im Sterbebett. </p>
<p>Ich sehe durch das Zielfernrohr und denke an Charles Bronson. Die Party vor mir ist im vollen Gange. Der Politiker stellt seine neue Website vor. Ich weiß dass, weil ich sie gemacht habe. Der Auftraggeber will eine neue Website? Ich liefere sie. Ich bin Dienstleister. Die Surf-Stationen auf der Party habe ich aufgebaut. Die Monitore habe ich beschafft, flache TFTs mit großem Sponsorenlogo. Die Sponsoren sponsern dass Zeug sogar, obwohl es nur hier rumsteht, wo Computer-Analphabeten mit Parteibuch es begaffen und sich dann modern fühlen können. Hätte ich für eine Schule gesammelt, wo Kinder damit etwas lernen, ich hätte bestenfalls Prospekte gekriegt. Und Luftballons mit Partei-Emblem.</p>
<p>Ich mache jeden Scheiß mit.<br />
Ich mache alles.<br />
Ich bin Dienstleister.<br />
Ich sehe durch das Zielfernrohr.</p>
<p>Ich habe die Tastaturen besorgt, jedes einzelne Kabel angeschlossen, jede einzelne Funkverbindung abgesichert. Ich habe sogar die Mäuse poliert. Die Mauspads mit dem PRT-Partei-Logo vom Produzenten abgeholt. Die ich habe fertigen lassen. Ich habe Ärsche getreten, weil die Idioten von der Partei das Logo CMYK in Mac-TIF lieferten statt RGB und in JPG, und natürlich waren das zu viele Großbuchstaben für sie, obwohl sie selber nur drei Grossbuchstaben sind. Am Ende war alles, so, wie es sein sollte. Der Einsatz war wichtig. Der Auftrag erledigt. Die Dienstleistung erbracht.</p>
<p>Ich sehe durch das Zielfernrohr. Der Politiker lebt noch. Charles Bronson starb 2003. An den beschissenen Bruce Willis wird man sich erinnern. <a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/06/charles_bronson_200x300.jpg"><img src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/06/charles_bronson_200x300.jpg" alt="Charles Bronson (Foto von Fish Cop)" title="Charles Bronson (Foto von Fish Cop)" width="200" height="300" class="alignright size-full wp-image-1095" /></a>Bronson wird man vergessen. Auf siebtklassigen Sendern im Nachtprogramm wiederholen. Er wird das Zielfernrohr auspacken, er wird durch das Zielfernrohr sehen, genau wie ich. Doch bevor er abdrücken kann, kommt ihm der Werbeblock dazwischen. Titten, Ärsche und die Telefonnummern von Porno-Hotlines &#8211; sieben Rufmichans, vergnügt und lasziv in den Äther gequietscht. Seine DVDs werden Nice-price-DVDs sein. Wenn sie überhaupt erscheinen. </p>
<p>Ich denke an Charles Bronson. Ich habe sein Bild als Logo auf das Handy geladen. Das hat irgend jemanden 2 Euro 50 gekostet, denn die SIM-Karte ist gestohlen. Weitere 11 Cent wird die vorbereitete SMS kosten. Mein Daumen wird sich bald durch die Menüs des Handys drücken, um sie zu verschicken. Ein anderes Handy wird diese Message empfangen. Der Akku wird vibrieren. Ein Signal auslösen. Der Lauf der Geschichte wird sich ändern. Ich werde mein Zielfernrohr einpacken.</p>
<p>Ich sehe durch das Zielfernrohr. Den Finger am Drücker. Da kommt der Werbeblock.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Verwalter</title>
		<link>http://kaschemme.de/2009/06/der-verwalter/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 22:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susann Klossek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[global]]></category>
		<category><![CDATA[oben]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[unten]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer sitzt am Nebentisch / Irgendein Idiot / Und sondert lautstarke Redeschwalle ab / Man möchte aufstehen / Und selbigem die Fresse polieren]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer sitzt am Nebentisch<br />
Irgendein Idiot<br />
Und sondert lautstarke Redeschwalle ab<br />
Man möchte aufstehen<br />
Und selbigem die Fresse polieren<br />
Stattdessen sitzt man sich fest<br />
Und erhebt das Glas<br />
Auf die Errungenschaften der Zivilisation</p>
<p>Ich trank meinen Tall Chai Latte und dachte:<br />
Du balancierst besorgniserregend<br />
Am Rande eines grossen dunklen Lochs, mein Freund<br />
Zwischen seinen Beinen<br />
Hampelte ein Hund herum<br />
&#8220;Dein Herrchen wagt sich ganz schön weit aus dem Fenster&#8221;, flüsterte ich<br />
&#8220;Ich weiss, er ist ein Arschloch. Aber er verwaltet das Fressen.&#8221;<br />
Das ist genau das Problem: es gibt immer einen, der das Fressen verwaltet</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/05/mannmithund_xproc.jpg"><img class="size-full wp-image-1130 aligncenter" title="Mann mit Hund (Foto:aw)" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/05/mannmithund_xproc.jpg" alt="Mann mit Hund (Foto:aw)" width="258" height="80" /></a></p>]]></content:encoded>
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