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	<title>Zarathustras miese Kaschemme &#187; feiertage</title>
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	<description>Blog &#38; Magazin fÃ¼r exzentrische Literatur</description>
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		<title>StraÃŸenrand (RÃ¼ckschnitt)</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Dec 2008 22:23:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tjbeck</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Weihnachtsabend 1997 fuhr ich zu meiner Freundin, um ihr ihr Geschenk zu  geben und um sie zu sehen. Um ca. 18.00 Uhr mache ich mich auf den Heimweg. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2008/12/xmas_350x250.jpg"><img src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2008/12/xmas_350x250.jpg" alt="xmas_350x250" title="xmas_350x250" width="350" height="250" class="alignright size-full wp-image-888" /></a>Am Weihnachtsabend 1997 fuhr ich zu meiner Freundin, um ihr ihr Geschenk zu geben und um sie zu sehen. Um ca. 18.00 Uhr mache ich mich auf den Heimweg. Irgendwie hatte ich nicht mehr allzu viel vom Weihnachtsfest zu erwarten und schon zwei von den 25 Kilometer gefahren, denke ich mir, dass der Weihnachtsabend immer schon etwas Besonderes gewesen ist. Ein breites WonnegefÃ¼hl macht sich in mir breit: Ich bin ergriffen, zufrieden und im Innersten ruhig, grundlos. In der Erwartung eines unbeschreiblichen Ereignisses. Ich fahre und warte, auf eine Art von Zeichen, weil Weihnachten ist und ich bin mir sicher: Es wird geschehen. Noch in solchen GefÃ¼hlen und gedankenversunken, fahre ich Richtung nÃ¤chster Ortschaft . Von weiten sehe ich rechts jemanden stehen. Es ist ein Anhalter. Ob es das ist? Ich weiÃŸ nicht ob es diese gespannte Erwartung, dass etwas passieren werde oder doch die Abenteuerlust war: Nach 500 Meter drehe ich um, fahre einen Kreis und stehe vor ihm. Es regnet und ich glaube, eine wirklich gute Tat zu tun, wie ich ihn ins Auto lasse. NatÃ¼rlich habe ich in dem Moment Angst. Zuvor schon habe ich mir Gedanken Ã¼ber Kriminelle gemacht. Meine linke Hand am CS-Gas. Er steigt ein. Er sagt hallo. Er riecht furchtbar nach Alkohol. Mein Puls ist ziemlich nach oben und ich atme flach. "Wo wollen sie denn hin?" Er will in die nÃ¤chste Ortschaft, sich mit Freunden treffen, sonst wÃ¤re er alleine heute. Er sitzt neben mir. Ihm ist sicher schon von Anfang an aufgefallen, wie nervÃ¶s ich bin. Er richtet seine Jackentasche, in der er seine Hand hat, auf mich. Mir bleibt das Herz stehen. Ein verschmitztes Grinsen in seinem Gesicht. Was fÃ¼r ein Schrecken! So ein Arschloch. Wir unterhalten uns, was er macht, was ich mache usw. Das Wirtshaus in der nÃ¤chsten Ortschaft hat geschlossen. Ich nehme ihn die 20km mit nach Bamberg, zum Bahnhof, weil halt Weihnachten ist. Ich fÃ¼hle mich so toll. Er erzÃ¤hlt Dinge wie: Wenn er noch mal jung wÃ¤re, er wÃ¼rde nach Indien zu Mutter Theresa gehen, um den Armen zu helfen. Es klingt ein wenig mÃ¤rchenhaft. Ich denke nach. Am Bahnhof sitzen wir noch eine Weile im Auto, des GesprÃ¤chs wegen. Er hat mir so viel zu sagen. Noch ein paar Minuten und ich werde froh sein, seine Alkoholfahne nicht mehr riechen zu mÃ¼ssen. Er steigt aus: "Frohe Weihnachten!" "Frohe Weihnachten!" Der restliche Abend zu Hause und in der Kirche war eher langweilig.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Weihnachtstagebuch</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2005 15:27:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>peterjkraus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Story]]></category>
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		<description><![CDATA["So, alles klar. Dancer, Prancer, Rudolph und die anderen waren beim Tierarzt, haben ihre Impfungen bekommen. Flugtauglichkeit wurde bestÃ¤tigt. Schlitten von der Werkstatt geholt, auch hier alles in Ordnung."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>13. Dezember</strong></p>
<p>So, alles klar. Dancer, Prancer, Rudolph und die anderen waren beim Tierarzt, haben ihre Impfungen bekommen. Flugtauglichkeit wurde bestÃ¤tigt. Schlitten von der Werkstatt geholt, auch hier alles in Ordnung. VerblÃ¼ffend, was "Reinigungsmaterial und Kleinteile" kosten. <strong>22. Dezember</strong> Schlitten gepackt, last minute Geschenke obenauf . Viel Elektronik dieses Jahr, jede Menge Kriegsspielzeug. Wird wohl die Lage sein. Egal - Kamin runter und untern Baum damit! Der eine Arbeitstag im Jahr.......</p>
<p><strong>24. Dezember.</strong></p>
<div id="attachment_536" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-536" title="hotchristmas" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2005/11/hotchristmas.jpg" alt="Hot Christmas" width="200" height="302" /><p class="wp-caption-text">Hot Christmas</p></div>
<p><span style="line-height: 12px;">Showtime, Freunde! Bisschen warm am Pol heute, aber das hÃ¤lt ja seit Jahren schon an. Neues Licht Ã¼ber GrÃ¶nland. Global Warming oder Terroristen-FrÃ¼herkennung? Mal fragen.</span> Mrs. Claus steht vor der HÃ¼tte, winkt, wÃ¼nscht ein Frohes Fest (trotz des Telegramms des amerikanischen Bundes Wiedergeborener Christen, der unter Boykottandrohung fordert, statt politisch korrektem "Fest" oder "Holidays" wieder "Christmas" zu wÃ¼nschen). Kurz vor Mitternacht - die acht Stunden schaffen wir mit links.</p>
<p><strong>03. August</strong></p>
<p>HeiÃŸ hier auf Kuba. Leck mich am Arsch! Seit Ende Juni bin ich ans Zellengitter gekettet, hÃ¶re auf dem rechten Ohr nichts mehr und scheiÃŸe nur noch flÃ¼ssig. Die Finger heilen aber schÃ¶n; der junge Mann, der mir grinsend sagte, ich hÃ¤tte jetzt wenigstens keinen Ã„rger mehr mit dem NÃ¤gelschneiden, hatte recht! Mrs. C wird sich freuen, wenn ich wieder zuhause bin. Die Wampe ist weg, der Bart ist ab und mein orangefarbener Jumpsuit schlottert nur noch! Ich hÃ¤tte wirklich nicht Ã¼bers WeiÃŸe Haus fliegen sollen. Aber man lernt ja nicht. Schade um Rudolph; die rote Nase war immer eine prima Orientierungshilfe. WuÃŸte nicht, daÃŸ ihre hitzesuchenden Raketen sogar auf FurzwÃ¤rme reagieren. Merke: vor LangstreckenflÃ¼gen kein Trockenfutter mehr! Gestern war der nette Mann wieder da. Ich glaube, ich tue ihm jetzt den Gefallen und stimme zu, daÃŸ der rote Anzug eine Al-Kaida-Uniform ist. Er verspricht ja seit langem, daÃŸ wieder nach Hause darf, wenn ich unterschreibe. Mal sehen.</p>
<p><strong>28. November</strong></p>
<p>Endlich wieder daheim! Amnesty hat mich rausgehauen; die kleine NotlÃ¼ge (ich sei getarnter deep-cover Mossad-Agent) hat gewirkt. NatÃ¼rlich werde ich mich an mein Versprechen halten, den US-Luftraum nie wieder zu Ã¼berfliegen. Ãœberhaupt habe ich den Betrieb umgestellt. Ohne Rentiere ist keine Auslieferung mehr mÃ¶glich, der Schlitten soll angeblich Ã¼ber Mosul im Einsatz sein. Mrs. Claus hat wÃ¤hrend des Wartens Zehnfingersystem gelernt und wird jetzt fÃ¼r mich den Computer bedienen. Wir sind ab sofort Ã¼ber www.eihnachtsmann.com zu erreichen, verschicken noch am Bestelltag per UPS und nehmen alle von US-Banken ausgestellte Kreditkarten. God Bless America! And Merry Christmas, mit Betonung auf Christ. <em> Santa Craus</em></p>
<div id="attachment_537" class="wp-caption aligncenter" style="width: 450px"><img class="size-full wp-image-537" title="hotchristmas2" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2005/11/hotchristmas2.jpg" alt="Hot Christmas" width="440" height="292" /><p class="wp-caption-text">Hot Christmas</p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Eine Weihnachtsgeschichte</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2004 06:22:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Klein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Erinnerung an die letzte Nacht trieben langsam in ihr Bewusstsein hoch. Wie das ins Klo geschÃ¼ttete Ã–l einer SardinenbÃ¼chse.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Susanne schlug die Augen auf. Ihr Blick schweifte zum Fenster, wÃ¤hrend sie sich noch enger in ihre Bettdecke zu schmiegen versuchte. Nach und nach klÃ¤rte sich ihr Blick und die RealitÃ¤t holt sie ein. Im Mund der Geschmack von zuviel Rotwein. Ein Chianti Superior, fÃ¼r dessen hohe QualitÃ¤t die Hersteller laut Etikett zwanzig Prozent ErnteeinbuÃŸen hinnahmen - und dafÃ¼r zwanzig Prozent auf den Preis aufschlugen. Pelzige Zunge am Tag danach inklusive. Auf dem Nachttisch ein Zettel mit der Nachricht "Ich ruf Dich an, Heiko". Kein "es war toll" oder "in Liebe" oder "bis heute Abend". Susanne schloss die Augen. Heiko. Die Erinnerung an die letzte Nacht trieben langsam in ihr Bewusstsein hoch. Wie das ins Klo geschÃ¼ttete Ã–l einer SardinenbÃ¼chse. Ein freier Abend ohne Ziel. Ein Cocktail und ein paar Zigaretten zuviel in einer hippen Bar im MÃ¼nchner Glockenbachviertel. Und Heiko. Charmant, gutaussehend, smart und von sich Ã¼berzeugt. SpÃ¤ter ein kurzer, heftiger Fick und nun ein Eintrag mehr auf der Liste der EnttÃ¤uschungen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-452" title="winter" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/02/winter.gif" alt="winter" width="177" height="202" />Es liegt Schnee. Vier Tage vor Weihnachten. KÃ¤lte schneidet ihr ins Gesicht und sie zieht den roten Schal etwas fester um ihr Gesicht. Komisch, denkt sie, dass sie jetzt an Joshua denken muss. Joshua Kahapka. Ihr erster Freund in der dritten Klasse. Klein, schmÃ¤chtig und AuÃŸenseiter. Kind deutschstÃ¤mmiger Einwanderer, die die Dorfkneipe im Ort ihrer Kindheit betreiben. Ihr erster Freund - echte Freundschaft. Unschuldig. Bild: U.Klein Ohne sexuelle Spannungen. Dritte Klasse Grundschule. GesprÃ¤che im Pausenhof Ã¼ber FahrrÃ¤der, Indianer oder die kommenden Weihnachtsgeschenke. Wer schneller laufen kann oder ob das Taschengeld jemals fÃ¼r die in Comics beworbenen Sea-Monkeys reicht - ein Pulver, das in Wasser geschÃ¼ttet zu lebenden Seemenschen wird, fÃ¼r die sie dann sowas wie KÃ¶nigin und KÃ¶nig wÃ¤ren. Was einem eben in dem Alter so interessiert. Verstohlenes HÃ¤ndchenhalten - zurÃ¼ckgezogen unter verlegenem Grinsen. Und groÃŸe braune Augen. Die sind ihr bis heute in Erinnerung geblieben. Joshs groÃŸe braune Augen. Genau wie Heikos, oder all der anderen. Vielleicht prÃ¤gt einen die Kindheit doch, denkt sie.</p>
<p>Der Schnee knirscht unter ihren Stiefeln auf dem Weg zum Supermarkt. Komisch, denkt sie, dass sie ausgerechnet heute daran denken muss.</p>
<p>Heute vor dreiundzwanzig Jahren. Turnen in der fÃ¼nften Stunde. Josh war den ganzen Tag nicht erschienen. DafÃ¼r kam die Turnlehrerin in Begleitung von zwei Polizisten. Josh wird nicht mehr zur Schule kommen, erklÃ¤rt sie. Es wird still in der Turnhalle. Ob er umgezogen ist, will sie wissen. Und nein, kommt die zÃ¶gerliche Antwort. Josh ist beim Spielen verunglÃ¼ckt. Hat sich beim Versteckspielen im Keller des elterlichen Gasthauses in einem alten, abgestellten KÃ¼hlschrank versteckt. Man hat ihn erst Stunden spÃ¤ter gefunden. Erstickt. Die InnentÃ¼r leicht eingebeult von den SchlÃ¤gen seiner kleinen FÃ¤uste. Es folgt eine Belehrung, sich nicht in alten KÃ¼hlschrÃ¤nken zu verstecken, danach gibt es Schulfrei.</p>
<p>Im Supermarkt ist nicht viel los. Sie entscheidet sich fÃ¼r italienische Pesto, KosmetiktÃ¼cher, teure Spaghetti und einen schweren Merlot-Rotwein. An der Kasse vor ihr steht eine Frau mit einem geschulterten SÃ¤ugling. GroÃŸe braune Augen lÃ¤cheln sie an.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Der am Kreuz</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2002 16:18:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander MÃ¤gdefessel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sohn: "Mein Vater, warum hast du mich verlassen?"
Vater: "Sohn, du nervst langsam."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>"ich wollt ja eigentlich die bibel neu schreiben,<br />
hab dann aber gleich als erstes mit der kreuzigung angefangen"<br />
--A.M.</em></p>
<p><strong><img class="alignright size-full wp-image-565" title="kreuzzug" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/02/kreuzzug.jpg" alt="kreuzzug" width="146" height="198" />Sohn:</strong> "Mein Vater, warum hast du mich verlassen?"</p>
<p><strong>Vater:</strong> "Mein Sohn das eine lass dir gesagt sein: Solange Du deine Beine unter meinen Tisch stellst, tust du, was ich dir sage!"</p>
<p><strong>Sohn:</strong> "Aber Vater, sind wir nicht eins? Ich bin Du und Du bist ich?"</p>
<p><strong>Vater:</strong> "PfaffengeschwÃ¤tz!"</p>
<p><strong>Sohn:</strong> "Aber Vater, ich glaube an Gott, den AllmÃ¤chtigen, den SchÃ¶pfer des Himmels und der Erde, die heilige katholische Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen ..."</p>
<p><strong>Vater:</strong> "Junge, glauben heiÃŸt nichts wissen. HÃ¶r auf, von dir auf andere zu schlieÃŸen"</p>
<p><em>Ein Mann namens Schiller betritt die BÃ¼hne</em></p>
<p><strong>Schiller:</strong> "Geben Sie Glaubensfreiheit, Sire!"</p>
<p><em>Gutenberg, ein Kupferstecher tritt auf. </em></p>
<p><strong>Gutenberg:</strong> "Verpiss dich, Schiller! Du bist zu frÃ¼h dran! Erst kommt meine Bibel, dann dein Worte!"</p>
<p><em>Gutenberg und Schiller setzen sich erst tÃ¤tlich auseinander und dann zu einem Bier zusammen. Der Vater-Sohn-Konflikt, sattsam bekannt aus den Schriften des Herrn Franz K. aus Prag, erreicht seinen HÃ¶hepunkt. </em></p>
<p><strong>Sohn:</strong> "Mein Vater, warum hast du mich verlassen?"</p>
<p><strong>Vater:</strong> "Sohn, du nervst langsam."</p>
<p><strong>Sohn:</strong> "Aber he! Nix zu fressen, nix zu saufen. Du lÃ¤sst mich hier elend verrecken in dieser ScheiÃŸgegend?!"</p>
<p><strong>Vater:</strong> "Nun hÃ¶r mal Sohn, meinetwegen musst du nicht sterben! Du stirbst fÃ¼r die Menschheit."</p>
<p><strong>Sohn:</strong> "Na super! Und warum ich? Warum nicht mein Bruder?"</p>
<p><strong>Vater:</strong> "Weil du keinen Bruder hast, Sohn! Nur eine uneheliche Schwester, aber von der will Josef nichts wissen."</p>
<p><strong>Sohn:</strong> "Und, aber, ich mein ja nur ... Wie wÃ¤re es mit ein wenig Emanzipation?"</p>
<p><strong>Vater:</strong> "Die wird erst erfunden werden, Sohn. Dein Pech. So, nun halt die Backen und stirb. Eva kommt grad mit dem Paradiesapfel. Mahlzeit."</p>
<p><em>Der Vater ab. Gutenberg und Schiller haben sich mittlerweile versÃ¶hnt. Beide liegen sturzbetrunken unter dem Tisch und kotzen der Frau Wirtin vom blauen Bock vor die FÃ¼ÃŸe. Der Sohn hÃ¤ngt nach wie vor am Kreuz, ein junger RÃ¶mer kommt des Wegs und hÃ¤mmert zur Sicherheit die NÃ¤gel noch einmal nach. </em></p>
<p><strong>RÃ¶mer:</strong> "Ein Zimmermann, ans GebÃ¤lk genagelt. Das nenn ich Ironie des Schicksals."</p>
<p><strong>Sohn:</strong> "ScheiÃŸjob"</p>]]></content:encoded>
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		<title>Zu den Feiertagen</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jan 2002 12:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hiess</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Â
Zu den Feiertagen, denen vom letzten Jahr nÃ¤mlich: Da war ich ja auch alleinstehend, aus diesem und jenem unerquicklichen Grunde. Und wÃ¤hrend ich Weihnachten zwar gern im Kreise der Familie verbringe, war der Besuch bei meiner geliebten Frau Mama diesmal eher traurig, weil keiner so recht wuÃŸte, wie er den anderen Ã¼ber diesen einsamen heiligen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Â <div id="attachment_440" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-440" title="Peter Hiess" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/02/peter_hiess_feiertage.jpg" alt="peter_hiess_feiertage" width="200" height="166" /><p class="wp-caption-text">Peter Hiess feiert.</p></div></p>
<p>Zu den Feiertagen, denen vom letzten Jahr nÃ¤mlich: Da war ich ja auch alleinstehend, aus diesem und jenem unerquicklichen Grunde. Und wÃ¤hrend ich Weihnachten zwar gern im Kreise der Familie verbringe, war der Besuch bei meiner geliebten Frau Mama diesmal eher traurig, weil keiner so recht wuÃŸte, wie er den anderen Ã¼ber diesen einsamen heiligen Abend hinwegtrÃ¶sten soll. Dann war dieser Feiertagsirrsinn halbwegs vorbei, und ich hatte mir ja schon in der Nacht vom 23. auf den 24. eine Teilzeitgeliebte zugelegt, nicht ohne Alkohol und RockÂ´nÂ´Roll und verbotene Substanzen, und diese charmante Dame begleitete mich dann auch durch die ansonsten so depressive Woche bis Silvester. Letzteren wollten wir dann gemeinsam begehen, mit Schampus und im Bett und Ã¼berhaupt. Ich also zu ihr hin, trinken, herumschmusen, blÃ¶d reden, ein paar Lachsschnittchen oder sowas essen, wie sich das alles gehÃ¶rt - und plÃ¶tzlich kriegt die aus psychosomatischen GrÃ¼nden (wie sich spÃ¤ter herausstellte, sie hatte sich nÃ¤mlich in der Zwischenzeit in irgendeine unmÃ¶gliche mÃ¤nnliche Tussi verliebt, was mir eigentlich wurscht gewesen wÃ¤re, aber...) 38,5 Fieber, kotzt herum und ist schwerkrank. Also bin ich um halbelf nach Hause, hab mich ins Bett gelegt und den ganzen blÃ¶den Krach verschlafen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Weihnachten in einer WG</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Dec 2001 19:08:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malorny</dc:creator>
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		<description><![CDATA["Nach Streichholzziehen und Knobeln und lauten Diskussionen bewaffnete ich mich mit einem Schlachtermesser und begegnete dem Fisch da unten im Keller, in der Kinderbadewanne."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_595" class="wp-caption alignright" style="width: 110px"><img class="size-full wp-image-595" title="hartmuth_ingolf_malorny" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/02/hartmuth_ingolf_malorny.gif" alt="Malorny" width="100" height="145" /><p class="wp-caption-text">Malorny</p></div>
<p>Wir bewohnten damals ein baufÃ¤lliges Einfamilienhaus in einer baufÃ¤lligen Gegend, und da die Bagger auch zum Ende des Jahres nicht anrÃ¼ckten, luden wir einen Bekannten zum traditionellen Weihnachtsabend ein. Mein Bruder und seine Verlobte, und ich und meine Verlobte, hatten einen Karpfen (blau) in der RÃ¶hre, und als der Bekannte endlich an die TÃ¼r klopfte, war die HÃ¤lfte der Geschichte bereits vorbei. WÃ¤hrend unsere Verlobten noch die Rezepte studierten, tranken wir den Wein aus der Korbflasche, der fÃ¼r die Sauce vorgesehen war.</p>
<p>Â </p>
<p>Nach Streichholzziehen und Knobeln und lauten Diskussionen bewaffnete ich mich mit einem Schlachtermesser und begegnete dem Fisch da unten im Keller, in der Kinderbadewanne, und wie alle Beteiligten spÃ¤ter bemerkten, eignete ich mich nicht zum Killer, und das Resultat war entsprechend. Wir schoben den Leichnam ohne Kopf und Schwanz in den Ofen, und die gefÃ¤hrlich aussehenden Stellen retuschierte meine Verlobte dezent mit einem Bund Petersilie.</p>
<p>Zuerst wollte mein Bruder den Karpfen mit dem Luftgewehr fÃ¼silieren, doch da sagte SEINE Verlobte: "Stop, so geht das nicht."</p>
<p>Wie gesagt, als unser Besuch an die TÃ¼r klopfte, war das Massaker beendet und wir empfingen ihn mit glÃ¤nzenden Augen, die uns der Wein aus der Korbflasche beschert hatte.</p>
<p>Nach dem Essen wurde es noch lustig.</p>
<p>Da wir den Frauen den Einkauf Ã¼berlassen hatten, fehlte uns fÃ¼r die obligatorische Feuerzangenbowle der brennbare 54%ige Rum, und so stÃ¶berte mein Bruder im Keller eine Flasche Methylalkohol auf, und auch den Hinweis des Bekannten, der meinte, von Methylalkohol kÃ¶nne man blind werden, ignorierten wir gelassen, denn das was wir sahen bestand aus zwei Dauerverlobten und einem baufÃ¤lligen Haus. Den HÃ¶hepunkt des Abends bildete dann auch die blÃ¤ulich zur Decke zischende Flamme, die sich (unerklÃ¤rlicherweise) in die vergilbte Wohnzimmergardine fraÃŸ, doch da war schon der Bekannte mit der feuerfesten Form zur Stelle, in der sich - neben FischgrÃ¤ten - noch gut ein Liter Fischsud befand, welcher sich hervorragend zur LÃ¶schung anbot.</p>
<p>AnschlieÃŸend tranken wir die kalte Bowle in der KÃ¼che. Dummerweise hatte unser Kumpel so eine Art Gewissensbisse, und nachdem er bemerkt hatte dass sich die Situation zuspitzte, verschwand er. Mein Bruder und ich tranken ohne Gewissensbisse die Bowle, den restlichen Wein und das Bier aus.</p>
<p>Irgendwann zwischen 6-7 Uhr morgens warf mir die Verlobte meines Bruders schrÃ¤ge Blicke zu, aber es war ja nicht meine Verlobte, und so tranken wir noch die drei Flaschen Sekt leer, die wir nach langer Suche in der Abstellkammer fanden. DafÃ¼r war es dann MEINE Verlobte, die mich sturzbetrunken aus der KÃ¼che in die Abstellkammer verfrachtete, und ich merkte es erst, als mein Bruder am spÃ¤ten Nachmittag in eben dieser Kammer nach Sekt, Wein oder Bier suchte.</p>]]></content:encoded>
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		<title>heute: kÃ¤nguruhsteak</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Sep 2001 09:52:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Doc Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[enden]]></category>
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		<category><![CDATA[hass]]></category>
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		<description><![CDATA["sie war eine der schwÃ¤chsten, ihre fragen beantwortete human resources im gang wÃ¤hrend er gerade vorbeilief und der kontext ihm nicht unbedingt verriet, was sie etwas spÃ¤ter verstÃ¶rt herausrief"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>sein unmittelbarer vorgesetzter schaute ihm nicht in die augen an diesem morgen, mit seinen mittelbaren vorgesetzten hatte er heutzutage nichts mehr zu tun, wohl weil die flachen hierarchien nicht mehr so flach waren.</p>
<p>die enten auf dem fluÃŸ, der ummauert, sie mit einem stetigen strom nach unten zieht, schwimmen alle gegen den strom. einige paddeln nicht schnell genug um sich an der gleichen position zu halten und driften nach hinten ab, andere paddeln schnell genug um den strom auszugleichen und an der gleichen stelle zu bleiben. einige davon die abdriften, erheben sich und fliegen nach vorne um das stÃ¼ck auszugleichen. einige davon die abdriften gehen weiter hinten ans ufer, dort wo es eins gibt.</p>
<p>es sollte einen scan der mitarbeiter geben hieÃŸ es kurz vor den feiertagen. er war nicht profitablel, das war ihm klar, schon zu dem zeitpunkt, er war auch nicht der top gun, er war der letzte in seinem competence-center, die einzige die ihm von den skills unterlegen war, war jetzt im betriebsrat. sein competence-center bestand eigentlich nur noch aus 3 leuten, ihm inbegriffen. doch es sollte keine competence-center mehr geben. es sollte pools geben von nun an. der pool sÃ¼d beinhaltete auch die filiale in osteuropa. endlich konnte man konsequent outsourcen.</p>
<p>riesenschritt heiÃŸt die straÃŸe.</p>
<p>er hatte sich dieses treffen anders vorgestellt, er, der held nahm darin die nachricht stoisch und souverÃ¤n entgegen, keinerlei verzogene miene auf seinem pokerface. was auch immer man ihm sagte, er hatte nur ein verachtendes grinsen aufgesetzt das ihnen vermittelte wie kalt ihn das lieÃŸ.</p>
<p>beim design gab es seit wochen mehrere kandidaten, die potentiell gehen sollten. hinter den kulissen schlossen sich koalitionen wer wen deckt, man gab den anderen als schwÃ¤chstes glied in der kette an.</p>
<p>er hatte einen liste mit zitaten vor augen, ohne namen, doch war der kontext auch ein name. es waren an den haaren herbeigezogene vorwÃ¼rfe, 'zu viele kÃ¶che verderben den brei' hatte er mal vor monaten versucht seinen sozial kompetenten mitarbeitern zu erklÃ¤ren nach dem dritten mal als man ihm seine simplen dateien Ã¼berspielt hatte, obwohl es keinen grund oder auftrag gab diese noch anzufassen. das war der beweis, er war nicht teamfÃ¤hig. weil er nicht teamfÃ¤hig war muÃŸte er sich zu seinem competence-center dazusetzen. er sollte lernen im team zu arbeiten. das konnte er in den monaten seitdem tun. mit der projektmanagerin hatte er fast gar nicht mehr zu tun, nachdem sie sich hinter seinem rÃ¼cken Ã¼ber ihn beschwert hatte und nicht mehr mit ihm arbeiten wollte. das hatte ihn sehr Ã¼berrascht damals, weil er der als unbedarft bekannten projektmanagerin versucht hatte positives feedback zu geben um sie zu unterstÃ¼tzen. sie schien zu keiner zeit auÃŸer sich oder auch nur aufgeregt zu sein. er sollte sich seitdem nicht mehr soviel auf seine soziale kompetenz einbilden. sein team war fÃ¤hig. der top gun sprach kaum und antwortete auch kaum auf fragen oder blicke. er war eher der stille 'fÃ¼r eine handvoll dollar'-typ. der top gun schÃ¤tzte ihn nicht sehr, denn die flache hierarchie bildete sich nach skills und know-how. da er oft nachfragte konnte er wohl nicht viele skills vorweisen. jedenfalls erklÃ¤rte ihm der top gun auch selbstverstÃ¤ndliche dinge die erkennen lieÃŸen wie hoch er ihn einschÃ¤tzt. die andere kollegin, die sich beim gleichen projekt Ã¼ber ihn beschwert hatte er sei nicht teamfÃ¤hig weil er seine dateien nicht Ã¼berspielt haben wollte, meinte die ersten monate er mÃ¼sse sie jetzt hassen und kÃ¶nne zudem nicht mal sauberes html, deswegen hasste sie ihn scheinbar und lieÃŸ ihn zudem spÃ¼ren, daÃŸ er nicht mal html kann, sie aber darin die unangetastete autoritÃ¤t sei. man solle die tags so einrÃ¼cken wie sie das tut. auch sie neigte nicht dazu oft zu lachen und war bekannt dafÃ¼r nicht leicht ertrÃ¤glich zu sein. sein unmittelbarer vorgesetzter war ein mann wie ihn die frauen lieben und das tun sie, lange haare, voller dynamik, immer ein lockerer spruch auf den lippen. zwar ging das zu lasten seiner kollegin, aber die fauchte beinahe genauso zurÃ¼ck und gelegentliche ausfÃ¤lle seines unmittelbaren vorgesetzten, der art wie 'gleich werde ich Dich vergewaltigen' blieben die ausnahme. zwar meinte er dann zu seinem unmittelbaren vorgesetzten jetzt hÃ¤tte er endlich einen grund seinen boss zu verprÃ¼geln, diesem fiel es aber leicht mit seiner autoritÃ¤t im rÃ¼cken das letzte wort zu behalten ('nein, Du hÃ¤lst sie fest!').</p>
<p>sein unmittelbarer vorgesetzter bat ihn also in ein leeres zimmer, von wo er erstmal seinen mittelbaren vorgesetzten herausgebeten hatte (flache hierarchie). nur kurz, er wolle einen wie ihn nicht entlassen. er sei ja nicht jemand den man nicht leiden kÃ¶nne. es gebe aber eine beschwerdenliste. 'zu viele kÃ¶che verderben den brei'. der scan hatte ergeben er sei nicht profitabel (auf nachfrage hin). er versuchte noch zu den vorwÃ¼rfen was klarzustellen, aber das war nicht erforderlich. seine position war nicht von belang. ganz oben hÃ¤tte mit human resources schon entschieden, aber man wolle ihn ja nicht entlassen. er sollte sich einen rotwein nehmen und bis morgen 12uhr einen entschluÃŸ fassen. man wolle ihn shiften und einen neuen, diesmal befristeten vertrag aufsetzen. es war schon 16uhr und er ging frÃ¼her wegen dem rotwein. es war eine simple if-else-abfrage.</p>
<p>die designerin, die ganz oben auf der liste stand auch weil sie oft zu oft nachfragte (nicht selbstÃ¤ndig lautete einmal der vorwurf ihm gegenÃ¼ber als man ihn mit ihr verglich), fragte ganz laut ins zimmer hinein, 'dieses gesprÃ¤ch ist dann das ganz normale mitarbeitergesprÃ¤ch das jedes halbe jahr stattfindet?'. 'so kannst Du es sehen', war die antwort meines und jetzt auch ihres unmittelbaren vorgesetzten, der nach wie vor so unmittelbar war, daÃŸ man ihn nur mit seinem vornamen ansprach. der mittelbare vorgesetzte dessen zimmer fÃ¼r vertrauliche gesprÃ¤che nutzbar war, hatte schon vor- und nachnamen. der vorgesetzte darÃ¼ber hatte entweder herr davor aber einen selbst gewÃ¼nschten kosenamen (flache hierarchie). die vorgesetzten darÃ¼ber hatten trotzdem noch vornamen denn sie waren von anfang an dabei, auÃŸer der eine vorstand, der relativ neu war und von der old economy (so wie der mit dem selbst gewÃ¼nschten kosenamen). er hatte eine vorliebe fÃ¼r martialische ausdrÃ¼cke ('da drauÃŸen herrscht krieg!').</p>
<p>obwohl der betriebsrat inzwischen eingeschaltet war, (von wem war nicht offen gesagt worden, doch sein unmittelbarer vorgesetzter schaute ihn ohne was zu sagen lÃ¤nger an, als er von dem betreffenden meeting zurÃ¼ckkam), hatte die designerin ganz oben auf der liste kein glÃ¼ck. sie stand da weil sie nicht in einem zimmer mit den restlichen designern und art-directoren saÃŸ. sie war etwas Ã¤lter, nicht ganz so attraktiv und hatte kinder. sie hatte aber kaum fÃ¼rsprecher. er hatte ein paar, er hatte mit einem der mittelbaren vorgesetzten zweiter stufe direkt in einem team zusammengewirkt, er hatte ihn damals eingestellt, jetzt war er halber standort-leiter. deswegen konnte er shiften. und weil er lange genug auf zeit spielte und oft genug nachfragte zog human resources ('es gibt gute nachrichten' meinte sein unmittelbarer vorgesetzter) den vorschlag mit dem befristeten vertrag zurÃ¼ck. man hatte fÃ¼r ihn entschieden, er sollte einfach nur geshiftet werden. er hatte nur langsam nachgegeben, das war schon genug um den druck auf ihn abzuschwÃ¤chen. man hatte sich nur die schwÃ¤chsten ausgesucht und meinte er sei einer davon, sein understatement miÃŸdeutend.</p>
<p>sie war eine der schwÃ¤chsten, ihre fragen beantwortete human resources im gang wÃ¤hrend er gerade vorbeilief und der kontext ihm nicht unbedingt verriet, was sie etwas spÃ¤ter verstÃ¶rt herausrief 'wiÃŸt Ihr schon das neueste, mir ist gekÃ¼ndigt worden', auÃŸer ihr wuÃŸten es wohl schon alle vorher).</p>
<p>der vehementeste vom betriebsrat hatte beim meeting der unmittelbaren vorgesetzten ohne kontext verlautet, falls jemand jemals einen schief anschaut, wenn er zum betriebsrat geht, sorgt er dafÃ¼r daÃŸ derjenige die firma verlÃ¤ÃŸt. zuvor hatte er sich erkundigt ob es bereits scans gebe. sein fall war berichtet worden, es handle sich nur um ein shiften.</p>]]></content:encoded>
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		<title>what it means to be from maine</title>
		<link>http://kaschemme.de/1999/02/what-it-means-to-be-from-maine/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 1999 19:46:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lethargoman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>
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		<category><![CDATA[feiertage]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[liebe]]></category>
		<category><![CDATA[menschen]]></category>
		<category><![CDATA[surrealseltsam]]></category>
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		<description><![CDATA["WÃ¤hrend es drauÃŸen die Rentiere schlachtete, fragte ich mich, was ich wohl nÃ¤chstes Jahr vom Christkind bekommen wÃ¼rde."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>AlptrÃ¤ume:</strong></p>
<p>Der Millennium-Survivor ausverkauft.<br />
Calvin and Hobbes ausverkauft.<br />
Whirlpool AWG 175 ausverkauft.<br />
Handys um 0.- ausverkauft.<br />
Fischer Weltalmanach 2000 ausverkauft.<br />
Tomb Raider IV ausverkauft.<br />
Wham, "Last Christmas" ausverkauft.<br />
SuSE 6.3 ausverkauft.<br />
Neil Postman ausverkauft.</p>
<p><strong>SÃ¼ÃŸe TrÃ¤ume:</strong></p>
<p>"HoHoHo" vernahm ich leise irgendwo im Haus. Sofort stÃ¼rmte ich ins Wohnzimmer und siehe da, ein RuÃŸwÃ¶lkchen gefolgt von Satan Claus bahnte sich den Weg in mein Domizil.<br />
"Was willst Du, Du Sau?"<br />
"Ho ho ho, ich bringe Dir Geschenke von den Elfen am Nordpol."<br />
"Hat Dich wer darum gebeten?"<br />
"Vom fernen, kalten Nordpol ziehen mich meine Rentiere durch die LÃ¼fte, um Dir ein Handy in den Socken zu stecken."<br />
"Steck Dir Dein Handy in den Arsch."</p>
<p>Von der Ferne hÃ¶rte ich sÃ¼ÃŸes GlÃ¶ckchenlÃ¤uten. Als sich das Fenster langsam Ã¶ffnete und ein kaltes LÃ¼ftchen ins Zimmer wehte, wusste ich, wer da jetzt gleich erscheinen wÃ¼rde. In hauchdÃ¼nnes Gewand gehÃ¼llt, mit lockigem Haar und samtener Haut stand es vor mir - das leibhaftige Christkind.<br />
"Ich habe Deinen Brief bekommen..."<br />
"Und?"<br />
"Dein Wunsch war nicht schwer zu erfÃ¼llen..."<br />
"Ho ho ho, was war denn Dein Wusch? Ein neuer Fernseher gar? Ein Computer, Handywertkarten?"<br />
"Fick Dich selber, Fettsack", sprach das Christkind, packte mein Geschenk aus, nahm die Pumpgun in die Hand, lud, feuerte, lud, feuerte, lud, feuerte...<br />
"Ho ho..."<br />
...feuerte.<br />
"Danke, liebes Christkind, wie kann ich mich nur bedanken?"<br />
"Sei immer gut zu Deinen Mitmenschen und lebe ein Leben in Liebe und Frieden. Das ist Dank genug."<br />
Mit einer Schrotladung in die Eier des bereits erkaltenden Satan Claus verabschiedete sich das Christkind durch das Fenster.</p>
<p>WÃ¤hrend es drauÃŸen die Rentiere schlachtete, fragte ich mich, was ich wohl nÃ¤chstes Jahr vom Christkind bekommen wÃ¼rde.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Burning Man Festival</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 1998 15:09:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>peterjkraus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journal]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
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		<category><![CDATA[erinnern]]></category>
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		<category><![CDATA[rituale]]></category>
		<category><![CDATA[seltsameWelt]]></category>
		<category><![CDATA[sinn]]></category>
		<category><![CDATA[underground]]></category>

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		<description><![CDATA["Tief in der WÃ¼ste von Nevada, am einsamsten Highway der Vereinigten Staaten, wo an der Area 51 die UFOs landen, brennt ein riesiger Mann. Und zwanzigtausend Nackte tanzen in der sternenklaren Nacht um ihn herum."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tief in der WÃ¼ste von Nevada, am einsamsten Highway der Vereinigten Staaten, wo an der Area 51 die UFOs landen, brennt ein riesiger Mann. Und zwanzigtausend Nackte tanzen in der sternenklaren Nacht um ihn herum. Trommeln drÃ¶hnen durch die Einsamkeit und Tamburins klirren im Takt. In der Ferne heult ein Coyote. Die Hippies sind wieder da.</p>
<p>Die Fete in der nÃ¶rdlichen SandwÃ¼ste des GlÃ¼cksspielparadieses Nevada heiÃŸt <a href="http://www.burningman.com/" target="_blank">Burning Man Festival</a>, und sie gilt heutzutage als grÃ¶ÃŸtes Kunst-Happening im Land. Seit einer Woche schon kommen Langhaarige in alten VW-Bussen und Alternative auf der Harley in die Black Rock Desert und stellen ihr Zelt auf, bringen Bands ihre Instrumente und versuchen mannhaft, knatternde Dieselgeneratoren zu Ã¼bertÃ¶nen, und seit einer Woche dreht der Sheriff des menschenleeren Washoe County durch. Denn die Besucher kommen aus aller Welt, sie verstehen sich als KÃ¼nstler und Freigeister, als Revoluzzer und PartylÃ¶wen, und die baumlose Ebene als ihre BÃ¼hne. Ringsum Indianerreservate, mittendrin Anarchie - das bringt den stÃ¤rksten Sheriff um den Verstand.</p>
<p>Eigentlich begann die Tradition des MÃ¤nnchenverbrennens damit, daÃŸ die Freundin des jungen Larry Harvey aus San Francisco mit einem anderen durchbrannte, was KÃ¼nstler Larry zum AnlaÃŸ nahm, ein Bildnis des Nebenbuhlers zu zimmern, an den Baker Strand zu schleppen und im Kreise seiner Freunde symbolisch abzufackeln. Dann tranken sie den Rotwein aus und gingen nach Hause. Und weilÂ´s so schÃ¶n war, wiederholten sie die Verbrennung im Jahr darauf. Aber bald hatten sich dreihundert Leute am Strand eingefunden, und die Polizei drohte mit Knast, falls nochmal Brand gestiftet wÃ¼rde. Also zog man im nÃ¤chsten Jahr in die WÃ¼ste - nach Nevada. Und je mehr Leute von der Fete erfuhren, umso mehr kamen. Wer in Kalifornien zum hippen Underground gehÃ¶ren wollte, muÃŸte am Labor-Day Wochenende zum Burning Man.<br />
Burning Man Festival</p>
<p>Mitten in der topfebenen EintÃ¶nigkeit der Black Rock Desert durfte man, was woanders nicht ging. Nackt herumtanzen, wÃ¤hrend man nordkalifornischen Sinsemilla durchzog. Tage- und nÃ¤chtelang trommeln, rocken, schieÃŸen, Auto- und Motorradrennen veranstalten, mitgeschleppte oder am Ort angefertigte Kunst ausstellen und sich selber als Kunstobjekt geben. Alles ging, bis auf Kommerz. Der war verpÃ¶nt, denn die Avant-Garde war doch hier unter sich, und da kassiert man nicht voneinander. Alles muÃŸ hereingeschleppt werden, Lebensmittel und Wasser, Zelt und Sprit, denn Gerlach, die nÃ¤chste Siedlung, ist viele Meilen entfernt.</p>
<p>Die Burning Man Feten dehnten sich aus bis sich endlich die Woche etablierte, die heute als Minimum gilt. 1994 wurden die ersten riesigen Kunstinstallationen aufgestellt; professionell gestaltete Werke, die die Aufmerksamkeit der Medien erregten. BBC kam mit einer Kameracrew, und CNN war da, womit das Insidertum zum Teufel ging. In den nÃ¤chsten Jahren wurde Burning Man zum Massenspektakel, zum Open-Air mit Feuerwerk und strengen Verhaltensnormen, eine ferngesteuerte Kunstorgie, wo wÃ¤hrend einer wilden Woche flanellgrau dem GanzkÃ¶rpersonnenbrand weichen muÃŸ. Um Voyeure fernzuhalten, sollen Besucher der WÃ¼stenvernissage die ganze Woche Staub schlucken; vorher abreisen wird mit gesellschaftlicher Aechtung bestraft. Trotzdem soll es Gutsituierte geben, die den Familienluxusfuhrpark um einen verrosteten VW-Bus erweitern, damit sie stilecht beim Burning Man auftreten. Die finden nichts dabei, daÃŸ zum heute beginnenden 13. Burning Man Festival erstmal hundert Dollar pro Besucher geblecht werden mÃ¼ssen. Hippie ist inzwischen nur noch eine Moderichtung.</p>]]></content:encoded>
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		<title>FÃ¼nf Minuten eines Nachmittags in Italien</title>
		<link>http://kaschemme.de/1992/07/funf-minuten-eines-nachmittags-in-italien/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 1992 16:03:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[feiertage]]></category>
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		<description><![CDATA[Anette hielt mir ein kleines, schwarzes Einwegfeuerzeug hin. Als ich angekommen war, hatte ich fÃ¼nf davon gehabt. Jetzt hatten fÃ¼nf andere Menschen kleine, schwarze Einwegfeuerzeuge - ich gehÃ¶rte nicht zu ihnen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir waren eine Gruppe von achtzehn Leuten und stÃ¤ndig hungrig.</p>
<p>"Mein Magen friÃŸt sich gleich selbst auf." stÃ¶hnte ich und hielt mir den Bauch, als ob er schmerze.</p>
<p>Nicki grinste nur. "Trink Wein Andi, die haben noch nicht mal angefangen."</p>
<p>Hungrig schÃ¼ttete ich mir den letzten Rest Prosecco in den Hals und sah mich dann nach etwas EÃŸbarem um. Doch wo ich auch hinsah: Nichts, nur Chianti, den ich mir reichlich eingoÃŸ.</p>
<p>"Habt ihr an Brot fÃ¼r morgen gedacht?" In meinem Kopf blitzte kurz das Bild des heutigen FrÃ¼hstÃ¼cks auf: FÃ¼nf FrÃ¼haufsteher belegen sich dicke Brotscheiben mit reichlich Butter, Mortadella, Schinken und KÃ¤se.</p>
<p>Wenig spÃ¤ter wandern eher schmale Scheiben von sparsam gestrichenen Butterbroten mit Salz in die MÃ¼nder der NachzÃ¼gler.</p>
<p>Freilich kannte ich beide Szenarien nur vom HÃ¶rensagen -- ich gehÃ¶rte zu den Leuten, die zwei Stunden spÃ¤ter verzweifelt versuchten, irgendwo noch ein paar trockene Kekse aufzutreiben.</p>
<p>Nicki, Besitzerin der Villa und Gastgeberin, gÃ¤hnte und entblÃ¶ÃŸte dabei blau gefÃ¤rbte ZÃ¤hne. "WeiÃŸ nicht. MuÃŸt Du die Ã–sterreicher fragen, die waren heute einkaufen."</p>
<p>Ich zog eine weitere Muratti aus der Schachtel und suchte einige Minuten mit sehr langsamen Bewegungen nach einem Feuerzeug.</p>
<p>"Nimm meins."</p>
<p>Anette rÃ¤kelte sich in der Sonne und hielt mir ein kleines, schwarzes Einwegfeuerzeug hin.<br />
Als ich angekommen war, hatte ich fÃ¼nf davon gehabt. Jetzt hatten fÃ¼nf andere Menschen kleine, schwarze Einwegfeuerzeuge - ich gehÃ¶rte nicht zu ihnen.</p>
<p>"Danke."</p>
<p>GenÃ¼ÃŸlich lauschte ich, wie der Tabak knisternd zu brennen begann. Es schmeckte nach Italien. Die Sonne schien mir heiÃŸ auf den Bauch, dessen FÃ¼lle ich inzwischen schamlos zur Schau stellte.</p>
<p>"Was gibt's denn heute abend?"</p>
<p>Die Frage war an niemand bestimmtes gerichtet, ich murmelte eigentlich nur mÃ¼de Ã¼ber die verstreuten Leiber hinweg.</p>
<p>"Fasan." sagte jemand.</p>
<p>"Ah."</p>
<p>GÃ¤hnend wandte ich mich meiner Kladde zu, in der ich Geschichten zu schreiben pflege. Ich arbeitete hart an einer Science-Fiction-Story, ein astreiner Bestseller-Stoff, Big Opera, wirklich sehr heftig. Acht Seiten hatte ich schon, leider fehlte mir irgendwie der Kick fÃ¼r die restlichen 592 Seiten. Gestern hatte ich immerhin einen ganzen Satz geschrieben.</p>
<p>Jaja, der Satz.</p>
<p>Ich las ihn dreimal durch. Dann malte ich so viele Wellenlinien darÃ¼ber, bis das Papier dÃ¼nn wurde.</p>
<p>"Wundert mich, dat er keine OchsenschwÃ¤nze gekauft hat, um se zu kochen." Matthias schmierte sich zum zehnten Mal mit Sonnencreme ein.</p>
<p>Ich nippte an meinem Wein, sah auf die nackten BrÃ¼ste von Anette und fragte mich, ob man es in einer solchen Hitze wohl miteinander treiben kÃ¶nnte, ohne dabei einzuschlafen.</p>
<p>"Die hatten keine mehr, sonst hÃ¤tte ich welche besorgt!" Das war Heinz, einer der Ã–sterreicher, ein Penis-Fetischist. Er trug eine lange, abscheulich moderne Badehose und etwas in den Art von Birkenstock-Sandalen. "In Ã–sterreich gibtâ€™s Metzgereien mit allen Sorten von SchwÃ¤nzen, ja, da kannst Du Dir das Anatomiestudium sparen."</p>
<p>MÃ¼hsam brachte ich die ZÃ¤hne auseinander. "Was wird'n das fÃ¼r'n Fasan heute abend?"</p>
<p>Heinz schob seine Angebersonnenbrille auf der Nase nach oben. "Da wirst Du staunen! FasÃ¤ne und HÃ¼hner, ja." Er legte die Zeigefinger auf die Daumen und deutete damit herum. "Zuerst mal Pfannkuchen mit einer kÃ¶stlichen RadicciofÃ¼llung."</p>
<p>Die Menge Umm-te pflichtschuldig.</p>
<p>"Hernach GeflÃ¼gelpfanne Heinz und schlieÃŸlich, ja...", er machte eine weitere Pause, "...Crepe Suzette!".</p>
<p>Ich zog die Augenbrauen hoch. "Wird man davon satt?"</p>
<p>Er warf mir kurz einen Blick zu, den CÃ¤sar beim Anblick eines kleines gallischen Dorfes hÃ¤tte haben kÃ¶nnen, und eilte zurÃ¼ck in die KÃ¼che.</p>
<p>Nicki sah ihm hinterher. "Ich glaub, die haben zwei Fasane und drei HÃ¼hner gekauft. Riesenteile."</p>
<p>Matthias wischte eine Fliege von seiner Schulter. "Wie wolln die denn dat innen Herd kriegen?"</p>
<p>Keiner antwortete.</p>
<p>Ich sah wieder in meine Kladde, las den durchgestrichenen Satz noch mal durch. In meinem Kopf bildete sich eindeutig die Assoziation zu -- gar nichts. Mein Blick wanderte wieder auf die WÃ¤lder, die uns umgaben.</p>
<p>"GrÃ¼n." dachte ich. "GrÃ¼n."</p>
<p>In einiger Umgebung machte eine Biene einen HÃ¶llenlÃ¤rm beim Versuch, eine Kleeblume zu besteigen. Dahinter lag der Pool, leider zu kalt, um hineinzugehen. Guido saÃŸ daneben, braungebrannt, millimetergenauer Haarschnitt, durch und durch perfekt gestylt und so natÃ¼rlich wie eine japanische Edelteetasse unter Vitrinenglas.</p>
<p>Er unterhielt sich mit Karin und sah dabei Ã¼ber die Mini-GlÃ¤ser seiner sÃ¼ndhaft teuren Designersonnebrille. Karin war freie Werbetusse, offensichtlich belatscherte sie Guido, um einen Auftrag an Land zu ziehen.</p>
<p>Sie sah sehr kompetent aus.</p>
<p>Er wirkte gelangweilt.</p>
<p>Nicki sah auf die Uhr. "Vielleicht sollte mal jemand anfangen, den Tisch zu decken."</p>
<p>Matthias goÃŸ sich noch etwas Sonnecreme auf die nackte Haut. "Oh ja, das sollte man tun."</p>
<p>In der Ferne fiel mir ein Baum auf, der absolut nichts besonderes an sich hatte und den anderen Hunderttausend zum Verwechseln Ã¤hnlich sah; aber ich verlor ihn sofort aus den Augen.</p>
<p>"Mmmh, richtig, der Tisch."</p>
<p>"Den sollte man decken, stimmt."</p>
<p>"Will noch jemand Wein?"</p>]]></content:encoded>
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