Beiträge zum Stichwort ‘
hass ’
Dieser Kollege dachte, er könnte ihn immer wieder ungestraft beleidigen. Röbke wechselte die Firma, ließ ein bisschen Zeit ins Land gehen. Dann schlug er den Kerl tot. Im Dunkeln wartete er hinter einer Ecke, holte mit dem Baseball-Schläger aus, hörte die Schädeldecke knacken wie eine Kokosnuss, sah kurz das Gehirn herausquellen. Er wandte sich ab und ging weg. Mit diesem Schlag wurde Röbke ein anderer Mensch.
Mann kommt, Frau ist entzückt, Mann und Frau verlieben sich. Manchmal kommt auch Frau zuerst und Mann ist entzückt, manchmal kommt Frau, und Mann ist entsetzt oder auch umgekehrt. Eigentlich scheißegal, denn sie landen im Bett - garantiert!
Makler. Ein Wort - ein Schreck.
Das sind Menschen mit gelb unterlaufenen Augen und Sabberfaden am Kinn, die dir ein 2-Zimmer-Loch an 4-spurigen Hauptstraßen mit kaputter Spüle als Designer-Loft in individueller Gestaltung für 800,- Euro kalt verkaufen wollen.
Ich hasse Makler wirklich von Herzen. Und doch weiß ich, dass ich Ihnen immer wieder begegnen werde. Wie zum Beispiel an diesem Samstag.
Beim Frühstück mit riesiger Zeitung auf dem Schoß. Ich lese:
"Gemütliche Dachgeschosswohnung mit Charme, VB, EBK, französischer Balk., Flur, Keller zu sof. ...
Fuck you Literatur!
smalltalk der elite
spiegel der fabrik
porno ohne bilder
das preisschild der freiheit ist das leiden
Fuck you!
Kommissar Bredenbeck saß an seinem nußbaumfarbenen Schreibtisch und wippte nervös wippend mit dem Oberkörper vor und zurück, unfähig, auch nur einen einzigen Gedanken beim Schopfe zu packen. Ein fahles Licht kegelte aus einer von vielen Jahren gebeugten Schirmlampe auf eine kleine transparente Plastiktüte, in der sich ein Etwas befand. Sein unwohler Assistent Günzel trat verlegen mit einem Bein auf dem Anderen herum. Der Kommissar sah zu ihm auf, seine Augen genretypisch zu schmalen Schlitzen verengt.
"Was sagen sie dazu, Günzel?", fragte ...
Der Bewerber rutschte nervös auf dem Stuhl hin und her. Unzählige, nervös hin- und her rutschende Bewerberhintern hatten die Öberfläche des Bewerberstuhles mit den Jahren spiegelblank gebohnert. Kommissar Bredenbeck sah nervös auf seine Schuhe, deren Leder stumpf und abgewetzt war und dringend einer Politur bedurften. Er überlegte, ob er die Gelegenheit nicht nutzen und sie unbemerkt zwischen Bewerberhintern und Sitzfläche des Bewerberstuhles schieben sollte.
"Kaffee?", fragte der Bewerber und sah sich mit Kaffeemaschinen suchendem Blick in Bredenbecks Büro um.
"Nicht im Dienst!", ...
Hauptkommissarin Knäckes liebt den Ausblick vom Fernsehturm auf Berlin. Weit weg die Stadt, unerreichbar, zur Ameisenstadt geschrumpft. Sie hasst den Ort ihrer Verbannung, diese Stadt, in der alle Kleinkarierten der Nation plötzlich meinen, leben zu müssen. Hauptkommissarin Knäckes sehnt sich in ihr Einzimmer-Appartement in Köln-Porz zurück.
"Da kommen SIE daher,
mit IHREM Willen,
alles zu kontrollieren."
"Einer von den zukünftigen
hohen Tieren
mit den stets gepflegten Händen"
Herr Staubich hasste Barbaren. Dazu gehörten für ihn Fernsehsüchtige, Kinogänger, Leser von Schund- und Trivialliteratur sowie Jazzhörer, und natürlich alle jungen Menschen, auch dann, wenn sie keine Popmusik hörten