Beiträge zum Stichwort ‘
menschen ’
Entspanntes Rühren in Mojitoresten. / Sechsuhrgelaüt / und Hunger auf was ganz unbändig Ganzes.
Heinzi hat mir seinen verfaulten Zahn geschenkt. Es war der drittletzte oben in der Mitte, die anderen beiden sind nur zu sehen, wenn er lacht. Heinzi lacht oft. Ich weiß, was ihm dieser Zahn bedeutete.
Der Zeitgeist arbeitet: als Federhalter oder Finderlöhner, als Lückenbüßer oder Zeitzerstreuer. Der Zeitgeiz zerhackt den Tag in immer kleinere Teile, bis zur Unkenntlichkeit, bis nichts mehr von ihm übrigbleibt
Ich will Schönes sehen, ich will Gefühle ausleben, die vergraben sind unter euren Haufen von Machen und Tun. Seht, was ihr getan habt, so vieles, Enttäuschungen füllen eure Vitrinen, enden in Pappkartons auf Flohmärkten, rumoren digitalisiert auf den Festplatten, vagabundieren im Gespinst eurer Vorsätze, verhallen in Hirnen
Ich stell es mir furchtbar vor / So ein Künstlerleben / Immer auf Tour / In fremden Käffern herumtingeln / Aufwachen mit schalem Geschmack im Mund / In geschmacklosen Mittelklassehotels
Auf dem Waldboden liegt ein Teppich aus Moosen, Blumen und Gräsern, und in der Nähe rauscht ein Bach. Und plötzlich steht ein Junge vor ihm, ein Junge wie er.
(Die Bilanz eines Wochenendes, als Miniatur literarisiert.)
Während die Menschen im Schlaf Kraft suchen für den nächsten Tag in den Ketten der Arbeit, fahndet meine Hand im Küchenschrank nach einem Glas. Es fällt zu Boden, eine fette Fliege fangend.
Zwei Menschen beim Italiener, zwei mal Pasta, zwei Gläser Wein, ein Espresso hinterher - was will man mehr?
Er hat alles versucht. Hat bleiben versucht und weglaufen, lieben und hassen, war gleichgültig und engagiert, albern und ernst, hat es sich leicht gemacht und schwer, hat sich geärgert und gefreut. War zufrieden und hat sich nicht zufrieden gegeben. Er hat gekämpft, immer wieder -und gelebt. Und das Leben für wertlos befunden.