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Weihnachtstagebuch
"So, alles klar. Dancer, Prancer, Rudolph und die anderen waren beim Tierarzt, haben ihre Impfungen bekommen. Flugtauglichkeit wurde bestätigt. Schlitten von der Werkstatt geholt, auch hier alles in Ordnung." [mehr]
Prime Time 2045
"Die ewige, immerwährende Wahrheit ist tot. Kein Mensch glaubt mehr an einen Gott, den man nicht sehen kann und der einem nicht hilft, wenn's mal kneift. Klar?" [mehr]
Mein erster linker Fuß
Die Bühne ist mittig durch eine Wand geteilt. Links ein Schlafgemach, rechts eine Küche, in der eine alte Frau Putzarbeiten ausführt. Die Einrichtung ist schlicht, aber nicht schäbig. Keine Musik. Der Mann wird langsam wach. Er dreht sich eine Weile mit halb geschlossenen Augen im Bett hin und her, als könne er das Unvermeidliche noch ein wenig hinauszögern. Er vermeidet es, zum Wecker zu sehen, diesem unerbittlichen Sklaventreiber, der auf seinem Nachttisch ... [mehr]
Mein eigenes Tagebuch
Eins Joseph Pillermann ist zeitlebens ein komischer Vogel gewesen, der seine genialen Gedanken aus Überzeugung nur auf nackter Haut hinterließ. So drang er oftmals in öffentliche Bäder ein, kramte umständlich die Brust einer beliebigen Schwimmerin hervor und notierte ein paar kurze Sätze darauf, bis er sich regelmäßig mit dem Thema der Einwandbehandlung herumschlagen mußte. Zwei Ich gebe hiermit zur Kenntnis, daß ich es nach all meinem Engagement zutiefst bedauere, daß sich bisher kein einziger Mensch über den tieferen Sinn des Begriffs der "doppelläufigen ... [mehr]
Kommissar Bredenbeck pfeift
Kommissar Bredenbeck saß an seinem nußbaumfarbenen Schreibtisch und wippte nervös wippend mit dem Oberkörper vor und zurück, unfähig, auch nur einen einzigen Gedanken beim Schopfe zu packen. Ein fahles Licht kegelte aus einer von vielen Jahren gebeugten Schirmlampe auf eine kleine transparente Plastiktüte, in der sich ein Etwas befand. Sein unwohler Assistent Günzel trat verlegen mit einem Bein auf dem Anderen herum. Der Kommissar sah zu ihm auf, seine Augen genretypisch zu schmalen Schlitzen verengt. "Was sagen sie dazu, Günzel?", fragte ... [mehr]
Bonny & Clyde (1)
Bonny & Clyde hatten sich in ihre beste bürgerliche Schale geworfen und bogen in Richtung Marienplatz ab, vorbei an den siebzehn grünen Minnas, die in Reih und Glied im Parkverbot standen und den Eindruck machten, als hätte eine Kohorte sie hier vergessen. An einem Polizei-Mannschaftswagen zogen sich drei Polizisten um. Einer trug ein Donald-Duck-Shirt, das ihm hinten aus der Hose flatterte, während er sich erst in schwere, militärgrüne Kluft warf und dann eine kugelsichere Weste anlegte. Jedenfalls sah es wie etwas ... [mehr]
Nichts
"Mannweiber mit gnadenlosem Blick Schoben pelzige Zungen in ihre Partnerinnen Mancheiner hätte man das Frausein selbst dann nicht abgenommen" [mehr]
Wenn du Unterhaltung suchst, ich bin oben
"Wenn du Unterhaltung suchst, ich bin oben, sagte er zu mir Ich kannte ihn nicht und wusste nicht genau, was er damit sagen wollte Es war mir auch egal" [mehr]
Niemand hatte mir gesagt
Niemand hatte mir gesagt, wie es ist, in Hamburg-Altona in einem kleinen Einzimmer-Appartement mit billigen Versandhausmöbeln zu sitzen und zu warten, bis das billige japanische Telefon klingelt. Wir waren jung, unbeschlagen, unbeschwert, einige nahmen einige Drogen. Die Mädchen kicherten, verschlossen sich noch vor der Wahrheit ihrer Karriere in der Küche und die Jungs dachten unentwegt ans Kopulieren. Die Mädchen wechselten ihren Besitzer und irgendwann, im Tumult einer Party, zogen wir meine Freundin aus und hielten sie fest und bemalten sie mit ... [mehr]







