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	<title>Zarathustras miese Kaschemme &#187; politik</title>
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	<description>Blog &#38; Magazin für exzentrische Literatur</description>
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		<title>Hunde sind auch nur Menschen</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 23:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rüdiger Saß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[moderne]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Leiser Schritte nähert sich der Abend, / Den Tag unterdrückend wie die Regierung das Volk. / Aber es darf noch gestorben werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1435" title="kaputt-gehendes-haus" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/02/kaputt-gehendes-haus-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Leiser Schritte nähert sich der Abend,<br />
Den Tag unterdrückend wie die Regierung das Volk.<br />
Aber es darf noch gestorben werden.</p>
<p>Frauen mit Glatze,<br />
Ihre Menschlichkeit bewahrend (in Plastiktüten),<br />
Glatzenfrauen schütteln ihre Köpfe wie Federbetten,<br />
Weil ihnen eine grimmige Kälte in die Nasen beißt.</p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1435" title="kaputt-gehendes-haus" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/02/kaputt-gehendes-haus-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Sie warten tot,<br />
Und jetzt leben Sie wieder?<br />
Na, meinetwegen, aber halten Sie sich ruhig,<br />
Sonst lass ich Sie wieder einsperren!</p>
<p>Das Haus ist müde,<br />
Es fällt in Trümmer.<br />
Und das Meer gleicht einem Aquarium in der Abstellkammer.<br />
Es schaut auf seine Freiheit wie ein Säufer auf volle Schnapsregale.</p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1435" title="kaputt-gehendes-haus" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/02/kaputt-gehendes-haus-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Verhandlungsringkämpfer steigen in den Verhandlungsring,<br />
Von Verhandlungsdruckwellen hin und her geschleudert.<br />
Schnellwelkgewächse, voll im Saft stehend,<br />
Amoklaufanwärter, ihre Gedächtnuss ausfegend<br />
Vor Angst, Scham und Ekel.</p>
<p>Es regnet Hakenkreuze,<br />
Und ich muss kotzen,<br />
Sobald Politikbösewichter von sich reden machen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Wenn ich Kafka wäre, dann hieße es:</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 04:45:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jari N.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[abrechnend]]></category>
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		<category><![CDATA[Kafka]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
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		<category><![CDATA[tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor dem Gesetz steht ein Türhüter. Durch Zufall kommt eines Tages ein Mann vom Lande zu diesem Türhüter und fragt, ob dieser ihn nicht in das Gesetz einlassen könne. Der Türhüter aber antwortet, dass er ihm jetzt nicht gewähren könne, einzutreten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor dem Gesetz steht ein Türhüter. Durch Zufall kommt eines Tages ein Mann vom Lande zu diesem Türhüter und fragt, ob dieser ihn nicht in das Gesetz einlassen könne. Der Türhüter aber antwortet, dass er ihm jetzt nicht gewähren könne, einzutreten. Also fragt der Mann nach kurzem Überlegen, ob er später vielleicht eintreten dürfe. „Das ist möglich“, entgegnet der Türhüter, „nicht aber jetzt.“ Weil das Tor zum Gesetz aber geöffnet steht, wie es wohl immer geöffnet zu sein scheint, und der Türhüter zur Seite tritt, neigt sich der Mann, damit er durch das Tor ins Innere sehen kann. Der Türhüter merkt das, lacht und sagt schließlich: „Wenn du hinein willst, versuche doch, trotz meines Verbotes, einzutreten. Siehe aber: Ich bin mächtig. Und ich bin nur der niederste Türhüter. Ich sage dir: von Saal zu Saal stehen Türhüter, einer mächtiger als der andere. Schon beim Anblick des dritten wird mir so übel, dass ich seine Gegenwart nicht einmal mehr ertragen kann.“ Derartige Schwierigkeiten hat der Mann vom Lande nicht vorausgesehen, das Gesetz soll doch jedem immer zugänglich sein, denkt er sich, und geht rastlos vor dem Tor hin und her.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-1565" title="tor" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/03/tor-280x421.jpg" alt="" width="280" height="421" />Nach ein paar Stunden, in denen der Mann überlegt hat, fragt er: „Warum kommt kein anderer und bittet im Einlass?“ „Das Tor ist nur für dich bestimmt.“, antwortet ihm darauf der Türhüter und lacht. Plötzlich mit schäumender Energie geladen macht der Mann einen Satz zum Tor hinein und, obwohl ihn das gleißende Licht blendet, rennt ohne einen Gedanken an Luft und Licht zu verschwenden weiter, immer weiter. Auf seinem Weg kommt er durch viele Türen und Tore – alle bewacht und doch stehen sie ihm alle offen und lodern gewaltig im Licht. Er rennt gedankenlos. Er rennt getrieben. Eine unsichtbare Macht bewegt seine kräftigen Glieder. Alles rauscht vorbei. Aber wie er so rennt, scheint ihm der Sinn allmählich verloren und er fragt sich, was all dies Rennen solle.</p>
<p>Da hielt er an und überlegte, ob er nicht umkehren und den Wächter, den er vor einigen Jahren gesprochen hatte, nach dem Weg befragen sollte. Das Licht, das ihn die ganze Zeit über gestört hatte, hatte nun aufgehört zu scheinen. Um ihn herum war es nun eher dunkel und leer. Die riesigen Hallen waren schwarz und in ihrer Höhe unschätzbar. Düstere Stille breitete sich aus. Als er auf seine Füße blickte, bemerkte er, dass sie bluteten. Den Schmerz hatte er den langen Weg über nicht gespürt, jetzt stach und folterte es ihn an seinem ganzen Körper und die Rillen zwischen den Pflastersteinen schienen sich mit seinem Blut zu füllen. Er drehte sich um und lief ein paar Tore zurück, um den Wächter um Hilfe zu ersuchen. Rennen konnte er nicht mehr, vielmehr stürzte er, fiel, weil er nicht mehr stehen konnte. Er war verloren. In der Leere tastete er sich auf allen Vieren vorwärts und rückwärts. Es war schon tiefe, tiefe Nacht. Weder Hand noch Fuß konnte er sehen. Blindlinks und schwer atmend kroch er noch einige Längen, ohne zu wissen, wie viel Zeit verging. Dann verließ ihn die Kraft und er streckte sich aus und blieb liegen. Seine Lungen füllten sich mit Blut. Er lag ruhig und schien in der Ferne plötzlich ein Licht aufflackern zu sehen. Es erlosch, als er in seinem Blut erstickte und das letzte Gurgeln in unerträglicher Weise sein Ohr füllte.</p>]]></content:encoded>
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		<title>großes orchester</title>
		<link>http://kaschemme.de/2011/02/grosses-orchester/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 07:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daudieck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>

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		<description><![CDATA[verhallt die pauken und trompeten / die grobschlächtigen greinen / sie zupfen nur noch zartbesaitet / haben alles schon vergeigt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wolverine_orchestra_1924.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1482" title="Orchester" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/02/orchester-140x140.jpg" alt="Orchester" width="140" height="140" /></a>verhallt die pauken und trompeten</p>
<p>die grobschlächtigen greinen</p>
<p>sie zupfen nur noch zartbesaitet</p>
<p>haben alles schon vergeigt</p>
<p>die geldschmeißer grölen im chor</p>
<p>und prominente frauen machen muh</p>
<p><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wolverine_orchestra_1924.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1482" title="Orchester" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/02/orchester-140x140.jpg" alt="Orchester" width="140" height="140" /></a>die körbchen schwer</p>
<p>das protzen prall vor leere</p>
<p>kakophonien intonieren das glück</p>
<p>in den librettos winseln die gefühle</p>
<p>premieren wiederkehrend</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Allerletzten</title>
		<link>http://kaschemme.de/2009/08/allerletzten-jetzt-mithassen/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 05:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daudieck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[hass]]></category>
		<category><![CDATA[moderne]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[verbrechen]]></category>

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		<description><![CDATA[Kindermörder, Pädophile, Raucher, Aussteiger, Warner, Besserwisser, Jammerlappen, Normalos, bloß nicht!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Jetzt aufs Korn nehmen und mithassen!</h2>
<p>Kindermörder, pfui Teufel! Total kaputte Gruseltypen, die Ungeheuer der<br />
statistischen Unausweichlichkeit – der Kopf bleibt dran.</p>
<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/08/polizistenriesen.jpg"><img src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/08/polizistenriesen.jpg" alt="polizistenriesen" title="polizistenriesen" width="200" height="558" class="alignright size-full wp-image-1200" /></a>Pädophile, äh! Wichser mit Doppelkinn vorm Computer, während Elfriede den<br />
Schmalzfilm guckt – die Schlappschwänze mit Sparvertrag und Sportabzeichen.</p>
<p>Raucher, puh! Schindludertreiber mit der Volksgesundheit, Suchtkrüppel,<br />
verqualmen alles, verweigern das Nordic-Walking – bei Gotthilf Fischer<br />
wollen sie auch nicht mitsingen.</p>
<p>Aussteiger, widerlich! Dreiste Pensionäre, egomane Individualisten,<br />
Kinderlose, profitieren von der Armut in der Welt – wenn’s Aua macht, stehen<br />
sie wieder zuhause auf der Matte.</p>
<p>Warner, oh Gott! Querulanten, zetern von morgens bis abends über<br />
Bevölkerungsexplosion, Klimatod und Swine Flu – als ob es nichts Wichtigeres<br />
gäbe.</p>
<p>Besserwisser, fürchterlich! Intellektuelle, die sich mit ihrem abgehobenen<br />
Gelaber vor der Arbeit drücken – wenn sie den Mülleimer wegbringen sollen,<br />
werden sie ohnmächtig.</p>
<p>Jammerlappen, eklig! Die Weicheier mit ihren Depressionen in der sozialen<br />
Hängematte: Leben zu hart, zu ungerecht, zu traurig – Schuld haben immer die<br />
anderen.</p>
<p>Normalos, bloß nicht! Der Mallorca-Mob, Massenmenschen, die jeden Morgen zur<br />
Arbeit gehen und das auch noch toll finden – fernsehen bis um elf, danach ab<br />
in die Kiste.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Ich denke an Charles Bronson</title>
		<link>http://kaschemme.de/2009/06/ich-denke-an-charles-bronson/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 16:45:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Velhagen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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		<description><![CDATA[An irgendwelche beschissenen Bruce Willis wird man sich erinnern. Bronson wird man vergessen. Auf siebtklassigen Sendern im Nachtprogramm wiederholen. Als Nice-Price-DVDs verramschen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/06/charles_bronson_200x300.jpg"><img src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/06/charles_bronson_200x300.jpg" alt="Charles Bronson (Foto von Fish Cop)" title="Charles Bronson (Foto von Fish Cop)" width="200" height="300" class="alignright size-full wp-image-1095" /></a>Ich sehe durch das Zielfernrohr und denke an Charles Bronson. Er starb 2003. Er war mein Lieblingskiller. Er war schmierig, nicht mehr ganz taufrisch, stets etwas zu alt für eine junge Frau. Sein Anzug war wie er: reif zum Ausmustern. Aus der Mode. Wie die Lederpatten an den Ellenbogen. Wie sein ewiger scheiß Haarschnitt. Abstellgleis und Rente gehörten zum Plot wie Rache und Abknallen. Darin war er Profi. Mit der Genugtuung, seinen Job gemacht zu haben, konnte er abtreten. Auftrag erledigt. Dienstleistung erbracht. Im Kino und im Sterbebett. </p>
<p>Ich sehe durch das Zielfernrohr und denke an Charles Bronson. Die Party vor mir ist im vollen Gange. Der Politiker stellt seine neue Website vor. Ich weiß dass, weil ich sie gemacht habe. Der Auftraggeber will eine neue Website? Ich liefere sie. Ich bin Dienstleister. Die Surf-Stationen auf der Party habe ich aufgebaut. Die Monitore habe ich beschafft, flache TFTs mit großem Sponsorenlogo. Die Sponsoren sponsern dass Zeug sogar, obwohl es nur hier rumsteht, wo Computer-Analphabeten mit Parteibuch es begaffen und sich dann modern fühlen können. Hätte ich für eine Schule gesammelt, wo Kinder damit etwas lernen, ich hätte bestenfalls Prospekte gekriegt. Und Luftballons mit Partei-Emblem.</p>
<p>Ich mache jeden Scheiß mit.<br />
Ich mache alles.<br />
Ich bin Dienstleister.<br />
Ich sehe durch das Zielfernrohr.</p>
<p>Ich habe die Tastaturen besorgt, jedes einzelne Kabel angeschlossen, jede einzelne Funkverbindung abgesichert. Ich habe sogar die Mäuse poliert. Die Mauspads mit dem PRT-Partei-Logo vom Produzenten abgeholt. Die ich habe fertigen lassen. Ich habe Ärsche getreten, weil die Idioten von der Partei das Logo CMYK in Mac-TIF lieferten statt RGB und in JPG, und natürlich waren das zu viele Großbuchstaben für sie, obwohl sie selber nur drei Grossbuchstaben sind. Am Ende war alles, so, wie es sein sollte. Der Einsatz war wichtig. Der Auftrag erledigt. Die Dienstleistung erbracht.</p>
<p>Ich sehe durch das Zielfernrohr. Der Politiker lebt noch. Charles Bronson starb 2003. An den beschissenen Bruce Willis wird man sich erinnern. <a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/06/charles_bronson_200x300.jpg"><img src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/06/charles_bronson_200x300.jpg" alt="Charles Bronson (Foto von Fish Cop)" title="Charles Bronson (Foto von Fish Cop)" width="200" height="300" class="alignright size-full wp-image-1095" /></a>Bronson wird man vergessen. Auf siebtklassigen Sendern im Nachtprogramm wiederholen. Er wird das Zielfernrohr auspacken, er wird durch das Zielfernrohr sehen, genau wie ich. Doch bevor er abdrücken kann, kommt ihm der Werbeblock dazwischen. Titten, Ärsche und die Telefonnummern von Porno-Hotlines &#8211; sieben Rufmichans, vergnügt und lasziv in den Äther gequietscht. Seine DVDs werden Nice-price-DVDs sein. Wenn sie überhaupt erscheinen. </p>
<p>Ich denke an Charles Bronson. Ich habe sein Bild als Logo auf das Handy geladen. Das hat irgend jemanden 2 Euro 50 gekostet, denn die SIM-Karte ist gestohlen. Weitere 11 Cent wird die vorbereitete SMS kosten. Mein Daumen wird sich bald durch die Menüs des Handys drücken, um sie zu verschicken. Ein anderes Handy wird diese Message empfangen. Der Akku wird vibrieren. Ein Signal auslösen. Der Lauf der Geschichte wird sich ändern. Ich werde mein Zielfernrohr einpacken.</p>
<p>Ich sehe durch das Zielfernrohr. Den Finger am Drücker. Da kommt der Werbeblock.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Verwalter</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 22:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susann Klossek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer sitzt am Nebentisch / Irgendein Idiot / Und sondert lautstarke Redeschwalle ab / Man möchte aufstehen / Und selbigem die Fresse polieren]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer sitzt am Nebentisch<br />
Irgendein Idiot<br />
Und sondert lautstarke Redeschwalle ab<br />
Man möchte aufstehen<br />
Und selbigem die Fresse polieren<br />
Stattdessen sitzt man sich fest<br />
Und erhebt das Glas<br />
Auf die Errungenschaften der Zivilisation</p>
<p>Ich trank meinen Tall Chai Latte und dachte:<br />
Du balancierst besorgniserregend<br />
Am Rande eines grossen dunklen Lochs, mein Freund<br />
Zwischen seinen Beinen<br />
Hampelte ein Hund herum<br />
&#8220;Dein Herrchen wagt sich ganz schön weit aus dem Fenster&#8221;, flüsterte ich<br />
&#8220;Ich weiss, er ist ein Arschloch. Aber er verwaltet das Fressen.&#8221;<br />
Das ist genau das Problem: es gibt immer einen, der das Fressen verwaltet</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/05/mannmithund_xproc.jpg"><img class="size-full wp-image-1130 aligncenter" title="Mann mit Hund (Foto:aw)" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/05/mannmithund_xproc.jpg" alt="Mann mit Hund (Foto:aw)" width="258" height="80" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bis Zum Äußersten</title>
		<link>http://kaschemme.de/2009/06/bis-zum-ausersten/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 22:03:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susann Klossek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
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		<description><![CDATA[Er hatte einen Ansatz zum Bauch / Angefressen in 25 Jahren Revolutionspause / Jetzt trat er wieder aufs Tapet / Und auf die Barrikaden]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er spuckte wenn er sprach<br />
Versprühte Geifer<br />
Mit zu Berge stehenden Haaren<br />
Die, die ihm geblieben waren<br />
Er referierte<br />
Während er hastig meinen Wein leerte<br />
Und die Hände ring<br />
Dass das Weisse an den Knöcheln hervortrat<br />
Er hatte einen Ansatz zum Bauch<br />
Angefressen in 25 Jahren Revolutionspause<br />
Jetzt trat er wieder aufs Tapet<br />
Und auf die Barrikaden<br />
Warum gerade jetzt blieb unklar<br />
Er wollte etwas tun<br />
Egal was<br />
Aber es interessierte Keinen<br />
Sie waren zu beschäftigt<br />
Mit der Rettung ihrer Spareinlagen<br />
Und der Spannkraft ihrer Haut<br />
Er fühlte sich wie ein einsamer Wolf in den Abruzzen<br />
Ich bestellte mir einen Espresso<br />
Für meinen Wein gab es eh keine Rettung mehr<br />
Und auch nicht für den alten Aufwiegler<br />
Er würde bis zum Äussersten gehen<br />
Glücklicherweise lag das Äusserste<br />
Knapp hinter seiner Couch<br />
Es bestand also zu keinem Zeitpunkt<br />
Gefahr für die Zivilbevölkerung</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sauren Regen fandest du gut</title>
		<link>http://kaschemme.de/2009/05/sauren-regen-fandest-du-gut/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 10:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Velhagen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Miniatur]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
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		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[sinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Niemand fand Drogen gut. Daher hattest du selbst bei dem schwachen Joint ein schlechtes Gewissen und brachtest deinen kleinen Bruder dazu, weniger Alkopops zu saufen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Niemand fand Sekten gut. Du auch nicht, deswegen fragtest du dich, warum in jedem Klassenzimmer der ausgemergelte Mann mit den blutigen Händen an seinem Folterwerkzeug hängen musste. Heute fragst du dich, warum du nach 22 Uhr keine Musik mehr hören darfst, aber ab 7 Uhr am Morgen die Kirchenglocken mit einer Lautstärke bimmeln, als wäre der Heiland zurückgekehrt.</p>
<p>Niemand fand Drogen gut. Daher hattest du selbst bei dem schwachen Joint ein schlechtes Gewissen und brachtest deinen kleinen Bruder dazu, weniger Alkopops zu saufen. Heute siehst du, wie Politiker in verrauchten Bierzelten für oder gegen irgendwelche Gesundheitsreformen wettern, während die Pharmaindustrien sich über stabile Preise freuen.</p>
<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/05/regen_258px.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1113" title="Saurer Regen" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/05/regen_258px.jpg" alt="Saurer Regen" width="258" height="80" /></a>Niemand fand den sauren Regen gut. Doch Du fandest den sauren Regen super, denn mit dem Wald gingen ja vielleicht auch die Arschlöcher drauf, die ihn zu verantworten hatten. Heute weißt du, dass sie noch immer leben, weil ihre Gegner immerhin das schlimmste verhinderten. Dass ihre Kinder ihre ersten Allergien erst mit 30 kriegen, das verdanken sie ihren Feinden.</p>]]></content:encoded>
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		<title>AH! THEISMUS!</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 05:59:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>spule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[rituale]]></category>
		<category><![CDATA[schuld]]></category>
		<category><![CDATA[sinn]]></category>
		<category><![CDATA[vater]]></category>

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		<description><![CDATA[... unser täglich Brot gib uns heute (Und pass auf, dass uns die Dritte Welt nicht wieder alles wegfrisst) / Und vergib uns unsere Schuld (Sonst pfuscht Dir da wieder der Ratzinger rein)...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vater unser, der du bist in dem Himmel.</strong><br />
Bisschen frauenfeindlich. Mutter unser?</p>
<p><strong>Geheiliget werde dein Name</strong><br />
Für Päpste gelten die Ausnahmeregeln</p>
<p><strong>Dein Reich komme</strong><br />
Flight delayed, bankrotte Airline</p>
<p><strong>Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden</strong><br />
Wieder mal ein Urknall?</p>
<p><strong>Unser täglich Brot gib uns heute</strong><br />
Und pass auf, dass uns die Dritte Welt nicht wieder alles wegfrisst</p>
<p><strong>Und vergib uns unsere Schuld,</strong><br />
Sonst pfuscht Dir da wieder der Ratzinger rein</p>
<p><strong>Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern</strong><br />
Ausser der Bild-Zeitung</p>
<p><strong>Und führe uns nicht in Versuchung,</strong><br />
auf dass ich nie mehr mit Onkel Marx sündige</p>
<p><strong>Sondern erlöse uns von dem Übel</strong><br />
Oder wenigstens von Thomas Gottschalk</p>
<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/04/krz258x75.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-995" title="krz258x75" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/04/krz258x75.jpg" alt="krz258x75" width="258" height="75" /></a><br />
<strong>Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit&#8230;</strong><br />
Jetzt sag bloss nicht: <strong>„In Ewigkeit“</strong>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Rettung der Nation</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 11:42:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rüdiger Saß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Remix]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[absurd]]></category>
		<category><![CDATA[künstler]]></category>
		<category><![CDATA[menschlich]]></category>
		<category><![CDATA[plan]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem Dr. Johann Fausten unsere Bitte zur Zusammenarbeit schon an den Grenzen seiner Gehirngruft abgewiesen hatte, schickte uns sein Famulus 'Magister Wagners Zehnpunkteprogramm zur Rettung der Nation'.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em> Nachdem Dr. Johann Fausten unsere Bitte zur Zusammenarbeit schon an den Grenzen seiner Gehirngruft abgewiesen hatte, schickte uns sein Famulus folgendes Papier:</em></p>
<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/01/nation_258x75.gif"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-988" title="nation_258x75" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/01/nation_258x75-250x75.gif" alt="nation_258x75" width="250" height="75" /></a><strong>Magister Wagners Zehnpunkteprogramm zur Rettung der Nation</strong></p>
<p><strong>I. 	Arbeitsmarktreformen:</strong></p>
<ul>
<li><span style="line-height: 12px;">Staatsstrolche (sog. Beamte und Angestellte) sind <span style="line-height: 12px;">ins Zuvieldienstverhältnis zu versetzen</span></span></li>
<li><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;">Tagessatz: 1 Ditscher sowie ein Verzehr- und ein Getränkebon</span></span></span></li>
<li><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;">sofortige Rückkehr zur Hundertstundenarbeitswoche, <span style="line-height: 12px;">in schweren Ketten, bei Wasser und Brot</span></span></span></span></span></li>
<li><span style="line-height: 12px;">Öffentlichkeitsarbeit mit Slogans wie <span style="line-height: 12px;">„Kinderarbeit für das Kapital!“ oder <span style="line-height: 12px;">„Armut kann soooo schön sein“; </span></span></span></li>
<li><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;">Herausgabe von Leidfäden mit den Titeln: <span style="line-height: 12px;">„Abnehmen im Billigstlohnbereich“ oder <span style="line-height: 12px;">„Strickmuster für Hungerkünstler“</span></span></span></span></span></span></li>
<li><span style="line-height: 12px;">Kündigung per Genickschuß</span></li>
<li><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;">Arbeitslose zu Pflugscharen, zu Helmen, zu Häusern!<br />
<span style="line-height: 12px;">Formt menschliche Mauersteine, Dachpfannen, <span style="line-height: 12px;">Tische, Stühle, Fernseher etc.!</span></span></span></span></li>
<li><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;">Arbeitslose ins Arbeitslager!<br />
<span style="line-height: 12px;">Zu diesem Zweck Reaktivierung bereits vorhandener <span style="line-height: 12px;">Konzentrationslager<br />
<span style="line-height: 12px;">Beschäftigungsvorschläge:<br />
<span style="line-height: 12px;">Straßenbau, Flußbegradigungen, Rüstungsindustrie etc.<br />
<span style="line-height: 12px;">ohne Werkzeuge und Maschinen</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></li>
<li><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;"><span style="line-height: 12px;">Nebeneffekt:<br />
<span style="line-height: 12px;">Teutonenfolklore für Touristen; gegen Entgelt Appellfolter <span style="line-height: 12px;">und Hinrichtungen</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></li>
</ul>
<p><strong>II. 	Gesundheitsreform</strong></p>
<ul>
<li><span style="line-height: 12px;">Schließt sämtliche Siechenhäuser!</span></li>
<li><span style="line-height: 12px;">Laßt Sterbeziffern die Bevölkerungspyramide zurechtdrücken!</span></li>
</ul>
<p><strong>III. 	Verkehrsreform</strong></p>
<ol>
<li><span style="line-height: 12px;">Noch mehr Autos, noch mehr Staus, noch mehr Straßen!</span></li>
</ol>
<p><strong>IV. 	Staatszielreform</strong></p>
<ul>
<li><span style="line-height: 12px;">Kanonen statt Butter</span></li>
</ul>
<p><strong>V. 	Reform der Außenpolitik</strong></p>
<ul>
<li><span style="line-height: 12px;">Krieg, Krieg und nochmals Krieg!!!</span></li>
</ul>
<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/01/nationalplan_350px.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-858" title="nationalplan_350px" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/01/nationalplan_350px.jpg" alt="nationalplan_350px" width="350" height="250" /></a></p>]]></content:encoded>
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