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	<title>Zarathustras miese Kaschemme &#187; politisch</title>
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	<description>Blog &#38; Magazin für exzentrische Literatur</description>
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		<title>perspective &#8216;P&#8217;</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 23:01:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Velhagen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Links oder Rechts wählen? Nur eine Frage der Perspektive...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1562" title="perspective P" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/02/perspektive_toilette.jpg" alt="perspective P" width="560" height="560" /></p>]]></content:encoded>
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		<title>Schwarzes Quadrat</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 06:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wirt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das erstmals 1915 ausgestellte Bild "Das Schwarze Quadrat" von Kasimir Malewitsch ist 79 x 79 Zentimeter groß und kann als Meilenstein auf dem Weg zur Moderne gelten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das erstmals 1915 ausgestellte Bild &#8220;<strong>Das Schwarze Quadrat</strong>&#8221; von <strong>Kasimir Malewitsch</strong> ist 79 x 79 Zentimeter groß und kann als Meilenstein auf dem Weg zur Moderne gelten. Das Kaschemme Musäum der Moderne hat keine Kosten und Mühen gescheut und stellt das inzwischen gemeinfreie Werk einigermaßen exclusiv im Web aus:</p>
<div id="attachment_1497" class="wp-caption aligncenter" style="width: 570px"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Malevich.black-square.jpg"><img class="size-full wp-image-1497 " title="Kasimir Malewitsch - Das schwarze Quadrat" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/02/Kasimir_Malewitsch_Schwarzes_Quadrat_gemeinfrei_560.jpg" alt="Kasimir Malewitsch - Das schwarze Quadrat" width="560" height="555" /></a><p class="wp-caption-text">Kasimir Malewitsch: Das schwarze Quadrat (1915, Öl auf Leinwand)</p></div>
<p>Der kühne Kasimir malte noch weitere Quadrate, unter anderem &#8220;Rotes Quadrat&#8221; (1915) und &#8220;Weißes Quadrat auf weißem Grund&#8221; (1919).</p>
<div id="attachment_1498" class="wp-caption aligncenter" style="width: 566px"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Marevich,_Suprematist_Composition-_White_on_White_1917.jpg"><img class="size-full wp-image-1498 " title="Kasimir Malewitsch: Weisses Quadrat auf weissem Grund" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/02/Kasimir_Malewitsch_Weisses_Quadrat_gemeinfrei.jpg" alt="Kasimir Malewitsch: Weisses Quadrat auf weissem Grund" width="556" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Kasimir Malewitsch: Weisses Quadrat auf weissem Grund (1918, Öl auf Leinwand)</p></div>
<p>Dann gingen ihm wohl die Ideen aus, und seinem Remake des schwarzen Quadrates, dem &#8220;Schwarzen Quadrat&#8221; (&#8220;in der Version von 1923&#8243;) wird allenthalben nicht mehr jener Impact zugesprochen, wie ihn das erste Schwarze Quadrat (auf weißem Grund) hatte.</p>
<p>Malewitsch starb am 15. Mai 1935, sein <em>Schwarzes Quadrat</em> wird uns ewig erhalten bleiben, ebenso wie die Deppen, die es anglotzen und Dinge sagen wie &#8220;Sowas kann ich auch malen&#8221; oder &#8220;Und das soll Kunst sein?&#8221;.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Tür</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 23:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rüdiger Saß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Flur ist lang, kalt und kahl, und er wäre finster wie die Nacht, wie der Tod, wenn die Leuchtstoffröhren an der Decke schlafen würden. Kein Geräusch stört die Stille, Leben scheint an diesem Ort undenkbar, ein lebensfeindlicher Flur also, eine Wüste, eine Einöde. Doch dann taucht eine Tür aus der Flurschlucht auf, eine blaue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-631 alignright" title="Büro Gang Flucht" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/02/buero_gang_flucht.gif" alt="Büro Gang Flucht" width="230" height="184" /></p>
<p>Der Flur ist lang, kalt und kahl, und er wäre finster wie die Nacht, wie der Tod, wenn die Leuchtstoffröhren an der Decke schlafen würden. Kein Geräusch stört die Stille, Leben scheint an diesem Ort undenkbar, ein lebensfeindlicher Flur also, eine Wüste, eine Einöde. Doch dann taucht eine Tür aus der Flurschlucht auf, eine blaue Tür in einer einstmals weißen Wand. Und neben der Tür bietet ein Klingelknopf seine Dienste an, vielmehr eine Leiste, eine schmutzigweiße Klingelleiste, auf die mein Zeigefinger zuschießt, nachdem sich die Tür als eine verschlossene herausgestellt hat. Anstatt eines Summens, das sich im Normalfall an ein Klingeln anschließt und signalisiert, dass ein Schloss elektrisch entsichert wird und die Tür zum Öffnen freigibt, bohrt sich eine Stimme in die Stille, eine Stimme, nicht aus heiterem Himmel, sondern aus dem Lautsprecher einer Gegensprechanlage, die unterhalb der Klingelleiste kauert. Die Stimme fragt nach meinem Begehren. Ich neige Kopf und Oberkörper zu der Gegensprechanlage hinab, ich verneige mich vor einer unsichtbaren Macht mit metallisch tönender Stimme und sage, dass ich mich bei Frau Sonstwo um eine Stelle als Aushilfsaushilfe bewerben wolle. Darauf werde ich gefragt, ob ich einen Termin habe. Mein Weltbild gerät ins Wanken, meine Identität treibt auf den aufgewühlten Wellen der Verunsicherung, von einer einzigen Frage aus der Verankerung gerissen. Jetzt ist Eile geboten, jetzt bedarf es eines ganzen Mannes: Ich muss mich innerhalb einer Sekunde entscheiden, ob ich die Frage bejahen und also lügen oder ob ich mir treu bleiben und sie verneinen solle. Dann spreche ich mir mit einem gehauchten Nein mein eigenes Urteil aus. Denn die Tür wird mir nicht geöffnet, sie bleibt so fest verschlossen wie ein Stadttor während einer Belagerung. Die unsichtbare Macht mit der metallisch tönenden Stimme bleibt unsichtbar, sie bedeutet mir, meine Bewerbung in den Briefkasten zu werfen und wünscht mir einen guten Tag.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Über das Gute</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 22:01:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rüdiger Saß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich sitze zuhause, ich sitze zuhause im Sessel und lese. Ich lese ein Buch, ein gutes Buch über das Gute. Ich lese und lese, und zuletzt glaube auch ich, ich, der Gläubige, der Bekehrte, ich glaube an das Gute: zu Lande, zu Wasser und in der Luft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze zuhause, ich sitze zuhause im Sessel und lese. Ich lese ein Buch, ein gutes Buch über das Gute. Ich lese und lese, und zuletzt glaube auch ich, ich, der Gläubige, der Bekehrte, ich glaube an das Gute: zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Und schon lese ich nicht mehr. Auch den Sessel und das Zuhause lasse ich hinter mir, denn mein Weg führt mich zur Arbeit, zu meinem Büro, zu meinem Schreibtisch. Das Gute habe ich mitgenommen, wie einen Hund; es weicht mir nicht von der Seite, bis mich jemand um etwas Kleingeld bittet, ein stinkender Jemand, ein alter, häßlicher, lumpiger Jemand, ein gewisser Jemand, mit dem ich nichts zu tun haben will. Das Gute bekommt einen Tritt, wie ein Hund, der mir im Weg steht, es bekommt einige Kratzer, als ich die Bitte des Bettlers überhöre und ihn links liegen lasse. Doch schon ist es wieder da, das Gute, treu wie ein Hund; es blickt mich von unten herauf an und wedelt mit dem Schwanz, als ich im Bus meinen Sitzplatz einem Rentner anbiete. Ich fühle mich wie ein beflügelter Samariter, wie ein Ritter ohne Furcht und Tadel, dem Guten sei Dank. Doch kaum bin ich bei der Arbeit, kaum bin ich im Büro, am Schreibtisch, da verflüchtigt sich das Gute wie ein Traum, es verblaßt wie eine schöne, aber ferne Erinnerung, wie eine Urlaubserinnerung. Mit den ersten Demütigungen des Chefs streicht es die Segel, mit den ersten Witzen der Kollegen macht es sich aus dem Staub, Demütigungen und Witze, die ich wie immer ohne Widerstand, ohne Widerspruch hinunterschlucke.</p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1251" title="hund_fris" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/11/hund_fris-250x250.jpg" alt="hund_fris" width="250" height="250" />Das Gute geht zugrunde, denke ich auf dem Heimweg, es ist wie ein Hund, der vor die Hunde geht, denke ich und trete einen Köter, einen, der es wagt, vor meinen Augen an einen Baum zu pinkeln, allein, ohne Schutz, ohne Schirm seines Herrn. Ich trete einen kleinen Köter, vor großen fürchte ich mich, ebenso vor Hundeherren. Das Vermögen, meine Schwächen, in diesem Fall meine Feigheit und meine Furcht, ebenso wie meinen Frust und meine Wut zu sehen und mir einzugestehen, geben mir ein gutes Gefühl. Und schon ist das Gute wieder da, schöner und strahlender als zuvor. Es klopft mir auf die Schulter, es küßt mir Füße und Hände, obwohl ich im Traum nicht daran denke, mich jemals auch nur ein Stück weit ändern zu wollen. Furcht und Feigheit, Frust und Wut gehören zu mir, seit meiner Geburt, seit viel zu langer Zeit. Warum sollte ich mich ändern? Warum bin ich Anarchist? Doch nur darum, damit ich tun und lassen kann, was ich will! Ich habe ein gutes Gewissen, eines mit einem guten, gesunden Schlaf, ich habe ein Gewissen, das selbst dann nicht aufwacht, wenn im Fernseher Kriege wüten, wenn ganze Völker an Seuchen krepieren, vor Kälte, vor Hitze, vor Hunger und Durst. Mein Gewissen wacht erst dann auf, wenn es um mich geht, wenn mir etwas nicht paßt, wenn es gar zu arg wird mit der Ungerechtigkeit, mit dem Neid und dem Haß, mit der Gier und der Bosheit der anderen, dann ist mein Gewissen hellwach, dann ist es Zeit, hohe Zeit zuhause zu sitzen, zuhause im Sessel mit einem guten Buch, mit einem Buch über das Gute&#8230;</p>]]></content:encoded>
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		<title>Vision 2009…</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 05:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paul Laub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[futuristisch]]></category>
		<category><![CDATA[menschlich]]></category>
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		<category><![CDATA[urban]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stammtischphilosophen trinken still. / Der Bürger darf sich seine Meinung schenken / und endlich ruhig fernsehn, wann er will.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt die Zeit, in der wir nicht mehr denken:<br />
Die Stammtischphilosophen trinken still.<br />
Der Bürger darf sich seine Meinung schenken<br />
und endlich ruhig fernsehn, wann er will.</p>
<p>Das Grundgesetz hat man zum Amt geschickt.<br />
Für einen Euro piekst es Blätter auf.<br />
Im Internet wird zu viel rumgef**** -<br />
Es wird geschlossen. Freiheit?-Schlussverkauf!:</p>
<p>In kleinen Stücken kann man sie erwerben.<br />
Erinnerung, der schönen Tage wegen.<br />
Wer etwas sagen will, muss einen Antrag erben…<br />
so hat man Zeit, sich’s gut zu überlegen.</p>
<p>Bei Nacht benötigt man kein Straßenlicht,<br />
denn keiner geht -wozu auch- aus dem Haus.<br />
Man trifft sich zwar, doch man vergnügt sich nicht -<br />
man schenkt Verdacht wie einen Blumenstrauß.</p>
<p>Zensoren rütteln an den Wohnungstüren.<br />
Wer nackt ist, gilt als potenziell pervers.<br />
Den Terrorismus sucht man auch bei Tieren,<br />
zumindest sind die Viecher kontrovers.</p>
<p>Es kommt die Zeit, in der wir nicht mehr singen:<br />
Die Dichter haben endlich andre Sorgen.<br />
Und falls wir singen, wird es düster klingen.<br />
Es kommt die Zeit. Vielleicht schon morgen.</p>
<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/08/ueberwachungscam1_350x.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1180" title="ueberwachungscam1_350x" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/08/ueberwachungscam1_350x.jpg" alt="ueberwachungscam1_350x" width="350" height="250" /></a></p>]]></content:encoded>
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