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	<title>Zarathustras miese Kaschemme &#187; sex</title>
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	<description>Blog &#38; Magazin für exzentrische Literatur</description>
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		<title>Licht aus, Spot an</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 06:17:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daudieck</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir wollen es am späten Abend machen, wenn die Träume zwischen den Wänden um sich schlagen, wenn sie einbrechen in die Kabuffs zwischen den Ohren, wenn sie in den Innenwelten ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Wir wollen es am späten Abend machen, wenn die Träume zwischen den Wänden um sich schlagen, wenn sie einbrechen in die Kabuffs zwischen den Ohren, wenn sie in den Innenwelten zwischen die Paravents mit den Fototapeten schleichen, tünchen, eilig retuschieren &#8212; dann haben wir Ruhe, dann, draußen vor dem Geheul der Illuminationen, lähmen wir die knallenden Peitschenlampen und sehen, wir knicken die Lichtstrahlen vor den Kinos, verschleudern die Displays, zürnen den Leuchtreklamen, bis sie ersterben, bis sich Millionen Glühbirnen aus den Gewinden schrauben und sich die Neonröhren ausfließen &#8212; dann sehen wir, wollen die Dunkelheit gewinnen, die Totalität der Schwärze. Wisset, ihr eklektisch funzelnden Lichtgestalten, die ihr aus den Koital-Steckdosen herausgezuckt seid und die ihr ungeerdet im Wechselstrom eurer elektrisierten Sehnsüchte Existenz halluziniert &#8212; wisset, dass ihr nur sehen könnt, wenn die Blicke nur noch suchen &#8212; wisset, ihr schwachbrüstigen Elektromagneten voller Hirngespinste, Heulanfälle und Hämorrhoiden, wisset dass ihr erst erkennt, wenn euch nichts mehr vor dem Nichts im Augenweg steht, kein Oszillieren, keine magmatischen Protuberanzen, kein Abglanz vor dem Horizont, wenn keine angeknipsten Halos mehr um eure kümmerlichen Kakerlaken-Kosmen wabern. Erst wenn sich im tiefsten Dunkel des göttlichen Schattens die Welle mit dem Korpuskel vereint &#8212; erst dann wird euch ein Licht aufgehen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Nachtbegattung</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 06:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Gahr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Dämmerung ist eine Hündin / und reißt das dampfende Fleisch / aus den Bäuchen der lahmenden Tage.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Dämmerung ist eine Hündin<br />
und reißt das dampfende Fleisch<br />
aus den Bäuchen der lahmenden Tage.</p>
<p>Sie entzünden ihr Lichtspiel im Blütenkelch<br />
einer schwarzen Abendrose.<br />
Doch sogleich spielt ein Sonnenmond<br />
mit dem glimmenden Docht aller Sterne.</p>
<p>Nur in der Deckung der flüchtenden Schatten<br />
malt die Kohle ein Strichlein Nacht.<br />
Wir trinken schlaflos und erregt<br />
in unsere glasigen Kehlen<br />
den öligen Nektar der Finsternis.</p>
<p>Hinter den Schlündern im Schwefelspalt<br />
schäumen die Jahreszeiten.</p>
<p>So kantig und rauh ist die Luft,<br />
ihr Relief wird erklettert<br />
und man kauert sich<br />
unter das Firmament.</p>
<p>In der Ferne die glühende Bronzeschmiede<br />
und das unaufhörliche Scheitern<br />
einer gefallenen Sonne aus Teer.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Zwei Tänzer</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 06:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanna M. Scotti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Miniatur]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung Hanna Scotti]]></category>
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		<description><![CDATA[offen ihr leib / aus faden / gespannte unterwerfung / mut lust ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1795" title="Hanna M. Scotti: Zwei Tänzer" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/12/hanna_zwei_taenzer.jpg" alt="Hanna M. Scotti: Zwei Tänzer" width="560" height="606" /></p>]]></content:encoded>
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		<title>Pflanzzeit</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 06:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daudieck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[liebe]]></category>
		<category><![CDATA[porno]]></category>
		<category><![CDATA[sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf den Pflanzenkarton neben ihm ist ein Schatten gefallen, länglich, konkret. Wo der Schatten endet, stößt sein Blick auf ein Frauenbein, auf einen bestrumpften Unterschenkel. Weiße Halbschuhe, fast ohne Absatz, mit roten Schnürsenkeln: Marietta.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bryonia_dioica_005.JPG"><img class="alignright size-full wp-image-1783" title="Bryonia dioica (Foto: H. Zell, GNU 1.2)" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/12/bryonia_dioica.jpg" alt="Bryonia dioica (Foto: H. Zell, GNU 1.2)" width="140" height="556" /></a>So ein Tag. Der Geruch von Erde, schwer und betörend. Die Erde ist bereit, die Pflanzen aufzunehmen. Über ihm ein strahlend blauer Himmel. Er schaut hoch, genießt den Wind, das Licht, die Wärme des Frühsommers.</p>
<p>Auf den Pflanzenkarton neben ihm ist ein Schatten gefallen, länglich, konkret. Wo der Schatten endet, stößt sein Blick auf ein Frauenbein, auf einen bestrumpften Unterschenkel. Weiße Halbschuhe, fast ohne Absatz, mit roten Schnürsenkeln: Marietta.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie fragt, was er macht. Er pflanzt, er möchte in Ruhe pflanzen, man kann es gar nicht übersehen. Sie fragt, was für ein Zeug das ist, in dem Pappkarton.</p>
<p>Sein Nacken verspannt sich. Da erscheint Mariettas zweites Bein, ihr weißes Kleid verdunkelt seinen Einkauf, für den er im Gartencenter zwei Stunden verbrachte. Er wählte aus, er verwarf, er entschied sich um, er ließ seiner Phantasie freien Lauf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Zeug im Karton&#8230; rotbeerige Zaunrüben, Rankpflanzen, vier kerngesunde Exemplare. Warum soll er es Marietta sagen? Warum? Es interessiert sie nicht. Nein, es interessiert sie nicht. Doch sie ist neugierig.</p>
<p>„Bryonia dioica.“</p>
<p>„Was?“ Marietta ist zusammengezuckt.</p>
<p>„Die rotbeerige Zaunrübe.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie groß ihre Augen sind, wunderschöne Augen. Jetzt schließen sie sich, Marietta hat ihren Kopf zurückgeworfen, sie schüttet ihr helles Lachen über ihm aus. Kontrollverlust, typisch.</p>
<p>„Rüben direkt an der Hauswand? Du wirst nie ein Bauer.“</p>
<p>„Die rotbeerige Zaunrübe ist eine Rankpflanze. Verdammt noch mal! Sie heißt nur so.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Marietta ist eine Nachbarin, redselig, nett, eine Nachbarin. Sie wohnt etwa einen Kilometer entfernt in einem kleinen Häuschen, wo alles bunt angemalt ist, selbst der Kühlschrank. In dieser einsamen Gegend besucht man sich manchmal. Er hat sie grob zu sich herangezogen, seine Hände umfassen ihren Hintern.</p>
<p>„Wie heißt sie noch, deine Rübe?“, will Marietta wissen.</p>
<p>„Das sind Strümpfe“, staunt er, „mit Strumpfhaltern.“</p>
<p>„Na und?“</p>
<p>„Nichts drunter.“</p>
<p>„Das hast du längst gefühlt mit deinen Patschhänden. Mach ja das Kleid nicht schmutzig!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tihanyi_Kompoz%C3%ADci%C3%B3s_v%C3%A1zlat.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1782" title="Compositional Sketch by Lajos Tihanyi (1885–1938)" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/12/compositional_sketch_by_tihanyi.jpg" alt="Compositional Sketch by Lajos Tihanyi (1885–1938)" width="280" height="371" /></a>Er hebt sie mit einem Ruck hoch. Marietta macht sich an seiner Hose zu schaffen.</p>
<p>„Die Bryonia dioica”, keucht er, „ist außerdem eine gefährliche Giftpflanze.“</p>
<p>„Ach so.“ Marietta ist beschäftigt, die Hose rutscht schon herunter.</p>
<p>„Aber die Sumpfmeisen fressen ihre Beeren sehr gern, da sind sie ganz scharf drauf.“</p>
<p>„Sumpfmeisen?“</p>
<p>„Die rotbeerige Zaunrübe vermehrt sich eingeschlechtlich, männlich oder weiblich.“</p>
<p>„Mein Gott, wie langweilig.“ Sie lächelt, sie gibt ihm einen Kuss. „Du bist ein Idiot.“</p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Senator und Ich</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 11:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>S.Fronzeca</dc:creator>
				<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[abrechnend]]></category>
		<category><![CDATA[humoristisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Er, nennen wir ihn Versager, stellte als erstes den Fernseher an, dann duschte er und begann Hand an mich zu legen. In den ersten zehn Sekunden wusste ich, die ganze Sache war ein Fehler, würde in einer Nullnummer enden. Dreimal wies ich ihn höflich darauf hin, wie ich es nicht will, doch nach 30 Sekunden schaltete sich wieder sein Autopilot ein, der auf die harte Nummer programmiert war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Walking_Street,_Pattaya,_Thailand.jpg?uselang=de"><img class="size-full wp-image-1675 alignright" title="thai_street_2 (Bild: Rak-Tai)" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/09/thai_street_2.jpg" alt="(Bild: Rak-Tai)" width="190" height="374" /></a>Nach sieben Jahren waren der Senator und ich wieder zusammen in Bangkok gestrandet und schlenderten die Straße zum reudigen Frettchen entlang. Nach dem obligatorischen Abendessen in der Telephone Bar, deren tuntige Kellner-Crew, bis auf einen unattraktiven Sitzengelassenen, zwar gewechselt hatte, in der sonst aber alles seinen gewohnten Gang ging, landeten wir ziemlich schnell wieder in einer der einschlägigen Boy-Bars. Eigentlich verlangte es mich mittlerweile nicht mehr nach dieser Art Etablissement. Irgendwie waren die Zeiten, in denen ich knapp der Minderjährigkeit entschlüpfte, engbehoste Thaiboys aus ihrem Nuttendasein rauskaufte, vorbei. Dass ich dann doch knapp drei Stunden bei eiskalt blasender Klimaanlage in diesem Club ausharrte, zeugt davon, dass bei meiner Erziehung irgendetwas falsch gelaufen sein muss.</p>
<p>Der Senator ließ sich unterdessen reihenweise knapp bekleidete Frettchen vorführen, ließ an- und wieder abtanzen, ohne sich wirklich entscheiden zu können. Früher hatte er schneller zugeschlagen, doch mit zunehmendem Alter wurde er immer wählerischer. Vielleicht lag es aber auch am Nachlassen seiner Sehkraft, dass sich die Fehlgriffe an der Frettchenfront häuften. Während die Getränkerechnung ins Unermessliche wuchs, ging das Fretten-Angebot langsam gegen Null. Die besten Happen schnappten uns fette, hässliche Chinesen, die neue, betuchte Klientel von nebenan, weg. Keine Frage, die Chinesen waren drauf und dran, dem Abendländer auch noch seine letzte Freude zu vermiesen. Irgendwann quetschte sich ein schmalbrüstiger junger Kambodschaner mit dem sinnigen Namen Boy zwischen uns und blieb dort für geraume Zeit stecken wie das Gürkchen in einem fetten Schinken-Käse-Sandwich. Als der Senator seinen erneuten Missgriff bemerkte &#8211; Boy war weder aktiv noch passiv, sondern einfach nichts &#8211; versuchte er ihn an mich weiterzuschieben. Allerdings biss er damit auf Granit, ich hatte ein Auge auf die Nummer 19 geworfen, die mich dummdreist anbaggerte, indem sie sich ständig in den prall gefüllten Schritt griff. Letztlich konnte ich mich aber nicht dazu durchringen, sie mir an den Tisch liefern zu lassen. Ich hatte andere Pläne für diese Nacht, doch dazu später.</p>
<p>Im Grunde wartete ich auf nichts anderes als auf die bereits vor zwei Stunden von der Bedienungstucke mehrfach angekündigte Fucking Show, die einfach nicht anfangen wollte. Zur Überbrückung bot man uns allerlei Skurrilitäten wie Spiele mit Feuer, heißem Wachs oder Seifenschaum sowie das Gequake einer theatralisch dreinschauenden Transe, deren goldenes Krönchen auf dem rotperrückten Haupt beängstigend hin- und herwackelte. Die Show, die kurz vor Mitternacht endlich begann, konnte sich allerdings sehen lassen. Erstaunlich, was diesen vergleichsweise kleinen Thai-Männern plötzlich aus den engen, weißen Höschen wuchs und flutsch im Gesäß des Showpartners verschwand. Akrobatisch konnte die Nummer gut und gern mit dem Cirque du Soleil mithalten. Ich hatte selten kopulierende Männer kopfüber an der Decke hängen sehen. Fledermäuse hätten es nicht besser machen können! Der Senator hatte sich unterdessen für ein blondgefärbtes Reptil im Leopardenhöschen entschieden, dass sich in Straßenkleidung allerdings als leicht tuntig entpuppte. Doch der Senator wäre nicht der Senator&#8230; Ich machte den Abgang.</p>
<p><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Walking_Street,_Pattaya,_Thailand.jpg?uselang=de"><img class="alignright size-medium wp-image-1674" title="thai_street (Bild: Rak-Tai)" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/09/thai_street-280x280.jpg" alt="thai_street (Bild: Rak-Tai)" width="280" height="280" /></a>Auf der Straße bot mir ein mittdreißiger, gut gebauter Thai seine Dienste an, die garantiert zu einem Happy End für alle Beteiligten führen würden. Doch was geht mich das Happy End anderer Leute an? Mir stand der Sinn nach einer Seifenschaum-Nacktschnecken-Komplettmassage durch eine Frau. Grundsätzlich traute ich Kerlen, die ein Happy End versprachen, keinen Meter weit über den Weg. Zurecht, wie sich später herausstellen sollte. Unter der Vorgabe, sich an der Seifenorgie beteiligen zu dürfen, wies er mir den Weg in die Gasse zum glitschigen Vergnügen. In der ersten Etage in einem dieser Freudenhäuser warteten rund zehn Frauen auf Kundschaft, kurz: auf mich. Die Nummer 10 &#8211; sie ähnelte einer süssen, kurzhaarigen Minigeisha mit einem Gesicht wie eine Porzellanpuppe &#8211; war ganz nach meinem Geschmack. Daraus, dass sie sofort aufsprang und mir entgegenlief, als ich den Raum betrat, glaubte ich zu deuten, dass auch sie meiner Nichtigkeit nicht abgeneigt war. Wir fuhren mit dem Lift in den dritten Stock. Sie trippelte einen langen Gang entlang und bog ins hinterste linke Badezimmer, ich trottete freudig erregt hinterher.  Dem Kerl wurde der Zutritt rigoros verwehrt, was mir sehr entgegen kam. Insgeheim hoffte ich, er würde die Fliege machen. Allerdings hatte die Fliege Sitzfleisch und mehr Biss, als man ihr zutraute.</p>
<p>&#8220;I wanna see your back first&#8221;, lispelte Geisha und als ich mich auf die rote Gummimatte schmiss, hatte sie mich auch schon mit ein paar kurzen Handgriffen eingeschäumt und flutschte mir fröhlich über den Rücken. Ich spürte den Druck ihrer kleinen Möse, wie sie sich über meinen ganzen Körper rieb. Es war wohlig warm, glatt und angenehm, ihren Körper und ihr Gewicht auf mir zu spüren. Als ich mich umgedreht hatte rieb sie ihre Muschi an meiner, stellte gewissermaßen Schneckenkontakt her, und tänzelte auf mir herum, als reite sie auf einem dieser aufblasbaren, medizinischen Gymnastikbälle. Ihre kleinen Brüste wippten dabei lustig auf und ab. Mit ihren flinken kleinen und doch zupackenden Händen glitt sie die Innenseiten meiner Schenkel entlang, flutschte immer wieder durch meine Ritze, bis plötzlich zwei Finger in mir steckten, während die restlichen acht neckische Kunststückchen vollführten, dass mir fast die Sinne schwanden. Während sie bei mir andockte, hatte sie die Augen geschlossen und stöhnte leise vor sich hin. Entweder war sie ebenfalls scharf oder höchst professionell. Ich nahm ihr ihre Lust ab, während meine zunahm, sodass ich fast ein wenig Trauer verspürte, bei dem Gedanken, es könnte zu schnell vorbei sein. Selten hatte jemand so geschickt bei mir Hand angelegt, um mir einen Orgasmus deluxe herbeizufingern. Wahrscheinlich hatte sich little Geisha diese Fertigkeit in jahrelangen Studien an der FOSSBH (Fakulty of sexuel satisfaction by hand) angeeignet. Die Kleine war jeden einzelnen der 2500 Bath wert! &#8220;Don&#8217;t tell men, what I did to you!&#8221;, sagte sie verschwörerisch und schüttete eine Schüssel Wasser über mich, bevor sie mit mir zusammen in die Badewanne stieg und mich wusch wie ihr Kind. Als sie mich abgetrocknet hatte, kniete sie nieder und machte mir die Riemchen meiner Sandalen zu, wobei sie mich ehrerbietend anlächelte. Ich erwog für einen kurzen Moment sie zu adoptieren und als meine persönliche Dienerin und Sexsklavin einzustellen. Kost und Logis gratis, versteht sich. Ich gab ihr ein Extra-Tipp und dackelte glückselig grinsend zurück in den ersten Stock, wo der Kerl schon einsatzbereit auf einem Schemel hockte.</p>
<p>Ich war ausgeschossen und hatte keine Lust, aber Geschäft, ist Geschäft. Also klapperten wir mehrere Stundenhotels ab, bis wir eines fanden, in dem ich die 600 Bath für das Zimmer mit Kreditkarte zahlen konnte, denn mein Bargeld hatte Geisha. Er, nennen wir ihn Versager, stellte als erstes den Fernseher an, dann duschte er und begann Hand an mich zu legen. In den ersten zehn Sekunden wusste ich, die ganze Sache war ein Fehler, würde in einer Nullnummer enden. Dreimal wies ich ihn höflich darauf hin, wie ich es nicht will, doch nach 30 Sekunden schaltete sich wieder sein Autopilot ein, der auf die harte Nummer programmiert war. Währenddessen &#8211; es war 2 Uhr morgens &#8211; lief im TV eine dämliche japanische Kindersendung, vielleicht lag&#8217;s also auch am Fernsehprogramm. Jedenfalls blieb mir nur noch der Coitus Totally Interruptus, um unbeschadet aus dieser Nummer wieder rauszukommen. Ich brach die Expedition auf Höhe des Basiscamps kurzerhand ab, zog mich an und ging. Leicht trötzelig, mit einem Blick wie ein geschlagener Hund, trottete Versager hinter mir her. Als Wiedergutmachung durfte er mich ins Hotel fahren. &#8220;Tomorrow, I&#8217;ll be better!&#8221;, sagte er noch. Ich ließ ihn weiterträumen und verschwand in der Lobby, wo der dummdreist grinsende Concierge bereits wartete, während der Senator im 8. Stock gerade das dritte Mal kopulierte.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Von der Unlust eines Vergewaltigers.</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 10:01:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Quentinadieu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es riecht nach Pisse und einer Mischung aus nassen Fußabdrücken verbreiteter Kanalfäkalien und der undefinierbaren Masse aus verschiedeneren braun-gelben Rottönen am Boden vorm schlafenden Säufer auf dem Sitz über uns, der penetrant nach billigem Wein und osteuropäischen Zigaretten stinkt. Der windende, halb entkleidete Frauenleib erschlafft langsam, inzwischen hat sie ihre Kräfte ausgeschrien. Ein letzter Stoß, dann Stille.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das regelmäßige Einschlagen ihres Kopfes gegen die Wand des U-Bahnabteils geht in ihren spitzen, ungleichmäßigen Schreien unter, was meiner ohnehin schwindenden Konzentration nicht gerade gut tut. Diese verdammte Rentnerin, ein gestrandetes Wrack der guten alten Zeit, die sich auf den Geldern ihrer Enkel ausruht, glotzt die ganzen verdammten sieben Minuten Fleischkampf.<br />
Es riecht nach Pisse und einer Mischung aus nassen Fußabdrücken verbreiteter Kanalfäkalien und der undefinierbaren Masse aus verschiedeneren braun-gelben Rottönen am Boden vorm schlafenden Säufer auf dem Sitz über uns, der penetrant nach billigem Wein und osteuropäischen Zigaretten stinkt.<br />
Der windende, halb entkleidete Frauenleib erschlafft langsam, inzwischen hat sie ihre Kräfte ausgeschrien. Ein letzter Stoß, dann Stille.<br />
<img class="alignright size-full wp-image-1575" title="Subway UBahn Animation" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/04/subway_ubahn_animation.gif" alt="" width="240" height="180" />Ich stehe auf, ziehe meinen Reißverschluss zu, schnalle den Gürtel fest und richte meine Hemdärmel. Meine Krawatte liegt sorgfältig auf dem gefalteten Jackett neben mir.<br />
Während ich sie mir binde, betrachtete ich den schnaufenden, aufgegebenen Frauenkörper, der erschöpft in der Ecke kauert:<br />
Junges Mädchen, nicht ekelerregend jung mit Pferdestickern und Bravoausschnitten auf Grundschulheften, sondern deutlich mit den Ergebnissen einer zufriedenstellenden Pubertät beschenkt, doch bei weitem nicht ausgereift oder gar alt.<br />
Sieht aus wie Anfang zwanzig und schminkt sich wie es die Sorte von Disconutten eben so tut, um in jede Disconuttendisco reinzukommen, definitiv aber nicht älter als siebzehn. Achtzehn mit Ausschnitt.<br />
Ihr Make-Up verschmiert über das ganze Gesicht, der Kajal sieht aus, als hätte sie schwarze Tränen geweint, als wären ihre Pupillen ausgelaufen. Sie ist hübsch, wär aber eben nur gerne eine Disconutte. Nicht mein Typ, aber wen interessiert das schon.<br />
Ich werfe mir mein Jackett über und fummel aus der Tasche eine Zigarettenschachtel und ziehe eine Kippe heraus, Feuer, dann rauchendes Warten.<br />
Eigentlich ein trauriger Anblick, wie der schöne Mensch dort in den Unschönheiten der Welt vergeht und nicht einmal etwas dafür kann.<br />
Auf wieviel man sich eben nicht vorbereiten kann und wie viele Pläne sinnlos sind.<br />
Wann stoßen wir endlich auf Grenzen der garantierten menschlichen Willensfreiheit, in der man an jeder Ecke der Stadt, auf jedem Nachhauseweg von verrauchten Eckkneipen und an jedem IKEA-Einbaubüroschreibtisch zu entscheidungslosen Prostituierten der bestialen Befriedigungstriebe des Menschen werden kann?<br />
Entscheidungsfreiheit ist nicht, Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt.<br />
Endlich richtet sich die Kleine auf und stützt sich wacklig ab, lächelt und fährt sich die ruinierte Frisur aus dem ruinierten Disconuttengesicht.<br />
„Gott &#8230;“, grinst sie geil und beginnt, ihre Kleidung wieder zu richten, knöpft sich mit der Bedächtigkeit einer erfüllten Befriedigung endlos langsam ihre Bluse zu und sieht zu mir hinauf, wie ein junger Straßenköter auf seinem Nachtquartier aus Zeitungspapier und vergilbten Karton..<br />
„Du hast dir dein Geld verdient, Don Juane.“<br />
„Fick dich“, erwidere ich und ziehe genervt an meiner Zigarette.<br />
Sie steht auf, atmet noch einmal durch und greift nach ihrer Handtasche. Sie zittert noch immer erregt und holt aus ihrem Portmonee einige Scheine von Papas hart verdientem Geld hervor. Ich greife nach ihnen und stopfe sie in die Jackentasche. Die U-Bahn fährt in die nächste Haltestation ein.<br />
Ich trete einen angewiderten Schritt zurück, als sie mir verabschiedend einen Kuss auf die Backe drücken möchte, winkend aus dem Zug springt und nach Hause läuft, zu Eltern, die jeden Tag 12 Stunden im Büro und vier vor dem Fernseher oder in frustrierten Bars sitzen, sich gegenseitig und selbst betrügen und ihre elterlichen Pflichten mit einem überziehungsvollberechtigten Bankkonto erfüllen. Sie wird jetzt Zuhause ankommen, sich durch die Hintertür einschleichen, auf dem Weg in ihr Zimmer ihre kleine Schwester vor dem Kühlschrank treffen, die wieder einmal nicht schlafen konnte, „du kommst spät, Mama sollte dich schimpfen“, „ja“, dann die Treppen hoch, Tür zu, noch ein Schluck aus der Pulle, heimlich versteckt im Sockenfach, dann Schlafen.<br />
Morgen würden ihre Eltern mit ihr am Frühstückstisch sitzen, Zeitung lesen, vielleicht peinlich berührt vom erzwungenen Sonntagsfrieden in ihre Kaffeetassen starren und dann mit kargen Wortbrocken gemurmeltes Interesse heucheln.<br />
Pflicht erfüllt und somit eine von Millionen glücklichen Familien in Deutschland.<br />
Ich lasse mich neben die Rentnerin nieder und zähle das Geld.<br />
„Die Schlampe hat mich um &#8216;nen Zehner beschissen“, murmele ich und spucke genervt den Zigarettenstummel auf den stinkenden Kerl gegenüber.<br />
Die alte Frau tippt mir auf die Schulter, hält mir beschämt lächelnd einen grünen Schein vor die Nase und meint: „Werde ich nicht tun.“<br />
Erwartungsvoll kichert sie mich an.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1690" title="U-Bahn U7" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/10/ubahn_u7.jpg" alt="" width="560" height="420" /></p>]]></content:encoded>
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		<title>Aussage</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 14:11:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>R.Gruwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Miniatur]]></category>
		<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[abrechnend]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
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		<description><![CDATA[Als er mit seinem blutenden Schädel in der Tür stand, dachte ich zuerst er kommt direkt aus dem Himmel und ein Engel wartete draußen im Taxi und die Zeit läuft gegen ihn und mich und wir haben bloß noch ein paar Minuten, um uns zu verabschieden. Doch es war nicht sein Blut, das meinen gerade, frisch abgezogenen und lackierten Fußboden versaute.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Als er mit seinem blutenden Schädel in der Tür stand, dachte ich zuerst er kommt direkt aus dem Himmel und ein Engel wartete draußen im Taxi und die Zeit läuft gegen ihn und mich und wir haben bloß noch ein paar Minuten, um uns zu verabschieden. Doch es war nicht sein Blut, das meinen gerade, frisch abgezogenen und lackierten Fußboden versaute. Es war ihr Blut. Sie kam von Amsterdam und hat seinen faulen Hintern, aus seinen dicken, verdammt bequemen, braunen Ledersessel gerissen und hat ihn durch die ganze Stadt geschleift, bis er nicht mehr wusste wo ihm der Kopf stand. Und er war glücklich wie noch nie in seinem Leben. Ja gut, sie war nicht einfach und leicht zu verstehen, sie konnte einem ganz gewaltig auf die Nerven gehen und dass sie mich ein versoffenes, arrogantes, altes Arschloch nannte, hab ich ihr schon ein bisschen übel genommen. Doch was soll´s, sie war schon eine tolle Frau. Und mit dem Trinken hab ich schon ein kleines Problem. Schuld war nur dieser verflucht heiße Sommer, in dieser beschissenen Stadt wo jeder Schritt in einem Hundehaufen endet und wenn dich dann auch noch die Frau verlässt, die du liebst und deine letzten Träume mitnimmt und nichts als ein riesengroßes Fragezeichen in deinem Kopf hinterlässt, dann kann man schon mal durchdrehen. Herr Kommissar.</p>
<p>&#8211;<br />
<strong>Text anhören:</strong><br />
<small><strong>&#8220;Aussage&#8221; &#8211; 3´57</strong><br />
Musik: M. Dreesen / R. Gruwe &#8211; Text: R.Gruwe -M. Dreesen: Gesang &#8211; Chr.Strauß: Git, Fender Rhodes &#8211; Samuel Beck: Bass, Gesang &#8211; Jakob Peters: Schlagzeug – Aufgenommen &amp; abgemischt von Stefan Hilbricht</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wir tun so, als täten wir so, als führen wir mit der Bahn in Tokio</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Apr 2011 05:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Viktor Szukitsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[doppelgänger]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[sex]]></category>
		<category><![CDATA[simulacrum]]></category>

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		<description><![CDATA[In William T. Vollmanns skandalöser Weise noch nicht auf deutsch erhältlichem Sachbuch Poor People findet ein japanischer Nachtclub Erwähnung, der den vielsagenden Namen „Subway Molesters“ trägt. Dort, so erklärt Vollmann, hätte der zahlende Gast für eine bestimmte Zeitspanne Gelegenheit, in einem, U-Bahnen zur Hauptverkehrszeit nachempfunden, überfüllten Raum Mädchen zu begrabschen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fgp%2Fentity%2FWilliam-T.-Vollmann%2FB000AQ3MP4%3Fie%3DUTF8%26ref_%3Dntt_athr_dp_pel_1&amp;site-redirect=de&amp;tag=scarewarede-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454" target="_blank">William T. Vollmann</a>s skandalöser Weise noch nicht auf deutsch erhältlichem Sachbuch <em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0060878843/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=scarewarede-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0060878843" target="_blank">Poor People</a> </em>findet ein japanischer Nachtclub Erwähnung, der den vielsagenden Namen „Subway Molesters“ trägt. Dort, so erklärt Vollmann, hätte der zahlende Gast für eine bestimmte Zeitspanne Gelegenheit, in einem, U-Bahnen zur Hauptverkehrszeit nachempfunden, überfüllten Raum Mädchen zu begrabschen.</strong></p>
<p>Dass einseitig angemaßtes<strong> </strong>Fremdenpetting in japanischen Bahnen eine weniger große Seltenheit ist als in mitteleuropäischen Nahverkehrsmitteln, kommt einem nicht gänzlich unbekannt vor. Es ist aber auch nicht das erste, was einem zu diesem Land einfällt. Auf der ziemlich improvisiert wirkenden Internetseite <em>Facts and Details </em>fand ich einen Beitrag, der da hieß „<a href="http://factsanddetails.com/japan.php?itemid=672&amp;catid=19&amp;subcatid=127" target="_blank">Sex, Children, Teachers und Subways in Japan</a>“. Man muss schon ein bisschen ein Insider sein, was fernöstliche Sexphantasien angeht, um da nicht das Wort, das nicht in die Reihe passt, rot umkreisen zu wollen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1575" title="Subway UBahn Animation - FotoAnimator: der.wirt" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/04/subway_ubahn_animation.gif" alt="" width="240" height="180" />Der Artikel platzt vor Wissenswertem. So erfährt man zum Beispiel, dass es einen Namen gibt für die Männer, die die Enge des Abteils zum Befühlen nebenstehender Frauen nutzen: Sie heißen <em>chikan</em>. Das weiß doch aber eh schon jeder, heißt es jetzt. Na gut, wer Folgendes aber auch schon weiß, ist entweder ein abstrus spezialisierter Wissenschaftler oder aber er gehört getadelt ob seines zwielichtigen Bekanntenkreises. Es gibt nämlich einen <em>Chikan</em>-Verein, der immer mal wieder zusammenkommt, um Tipps für erfolgreiches und straffreies Grabschen auszutauschen, und eines der Mitglieder, ein gewisser Samu Yamamoto, moderierte Mitte der 90er Jahre eine Late-Night-Show namens „Enzyklopädie des Grabschens“, wo er seine Weisheit mit skimaskiertem <em>Chikan</em>-Nachwuchs teilte. Wer nun denkt, so ein Programm hätte ja wohl in etwa den selben Marktanteil wie eine Liveübertragung des alljährlichen Winterweitweinens zu Kopenhagen, dem sei empfohlen, sich auf besagter Seite von der übermäßig großen Beliebtheit des <em>Chikan</em>-tums zu überzeugen.</p>
<p>Dass es so etwas in Japan in recht großem Stile gibt, kann man dem Land verzeihen, wenn auch nicht den Inhabern dieser illegalen Gewohnheiten. Dass es einen Club gibt, der die U-Bahn-Experience simuliert, scheint mir sehr viel irritierender. Dass etwas legal simuliert werden muss, das in der Realität nur in seltenen Fällen juristische Konsequenzen nach sich zieht, so zumindest der oben genannte Artikel, scheint mir seltsam. Dass etwas legal simuliert werden kann, das seinen Reiz ja wohl hauptsächlich aus der Illegalität der Handlung zieht, spricht für die außerordentlichen Verdrängungsfähigkeiten japanischer Widerlinge.</p>
<p>Wie dem auch sei: Man stelle sich einmal vor, man hätte das Vergnügen, so ein Etablissement tatsächlich zu besuchen. Vollmanns Club lässt zwar nur Japaner ein, aber man kann sich ja vorstellen, man wäre Japaner, vielleicht ist man ja sogar Japaner, oder, wem das lieber ist, man stelle sich eben vor, der Club wäre vorurteilsfreier. In einer perfekten Welt dürften ja sowieso Menschen aller Nationalitäten in die jew. U-Bahn-Fummel-Simulationsgaststätte ihrer Wahl.</p>
<p>Wie sieht so ein Ding also aus?</p>
<p>Ich stelle mir vor, dass der Raum, in dem das alles stattfindet, in etwa so länglich und schmal ist, wie die Bahn, die er zu simulieren gezwungen wird. Ansonsten sieht sich der Betreiber vor allerlei unangenehme Entscheidungen gestellt: Soll er die übermäßige Breite des Raumes zum Beispiel ebenfalls mit Fahrgästen, oder vielleicht Fahrgastattrappen auffüllen? Sehr realistisch ist das nicht. Allerdings wahrscheinlich doch etwas besser, als die Menschen sich innerhalb eines markierten Rechtecks drängen zu lassen, während Steppenläufer (das sind diese durch die Wüste rollenden Dornbuschballen, die auf englisch tumbleweed heißen) durch den Rest des Saals wehen. Der eintretende Gast käme sich vor wie ein Bräutigam, der aus der Kirche in einen aus Freundesarmen gebildeten Glückwunschtunnel tritt.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1575" title="Subway UBahn Animation" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/04/subway_ubahn_animation.gif" alt="" width="240" height="180" />Musik läuft wohl keine. In U-Bahnen läuft in der Regel ja auch keine Musik, obwohl ich weiß nicht, wie das in Japan ist. In Brügge, wo ich einmal war, plärrte sogar auf der Fußgängerzone laut Radio aus kleinen Hochfrequenzboxen, was der Stadt das romantisch Altertümliche ebenso austrieb wie es das lebensnah Erotische aus japanischen U-Bahn-Bars verdammen würde. Eine Bar, noch dazu eine überfüllte, in der keine Musik liefe, wäre aber eine beklemmende Sache. Vielleicht werden ja aber als Kompromiss Zug-Geräusche eingespielt, die der zufriedene Gast im Souvenirladen am Ausgang auf CD erstehen kann.</p>
<p>Wahrscheinlich ähnelt das Ganze weniger einer Bar als einer Kirmes-Attraktion. Vor dem samtverhangenen Eingang steht ein Ausrufer mit Klappzylinder und bittet Vorbeigehende näherzutreten. Die Kopfbedeckung lässt Frack etc. erwarten, jedoch trägt dieser Ausrufer ein Longsleeve mit einem T-Shirt darüber, auf dem so etwas geschrieben steht wie <em>Jährlich sterben 240 Kinder auf malaysischen Hanfplantagen </em>und außerdem Jeans. Weil japanische Grabschclub-Betreiber keinen Sinn haben für stereotype Zirkusästhetik.</p>
<p>Man tritt ein und zahlt bei dem studentischen Kassenmädchen das Yen-Equivalent von 75 Euro. Wer keine Aktentasche dabei hat, kann sich gegen eine kleine Kaution eine leihen, weil wer ohne Aktentasche in der Rushhour steht, der träumt und steht gar nicht in der Rushhour. Dann begibt man sich zum wirklichen Eingang, der eine Bahntür eines längst ausrangierten Bahntyps ist, die der Bruder des Barbesitzers vom Schrottplatz geerntet hat. Man zieht die zweite Tür zur Seite und betritt den Waggon.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1575" title="Subway UBahn Animation" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/04/subway_ubahn_animation.gif" alt="" width="240" height="180" />So wie Vollmann das beschreibt, scheinen da nur Mädchen im Zug zu sein. Das kommt mir aber unwahrscheinlich und simulationshinderlich vor, und Vollmann als Nichtjapaner war schließlich nicht wirklich drin. Also sind da zumindest ein paar Männer, die sich wahrscheinlich in den hinteren, dem Gast nicht so leicht zugänglichen Teilen des Raumes aufhalten. Beziehungsweise: Wir sind ja nicht der einzige Gast, schätze ich, und der simulationsdienliche männliche Prozentsatz der Passagiere wird also, wenn möglich, von anderen Gästen gestellt. Das spart natürlich Geld. Sollte man den Fehler machen, um 9 Uhr morgens in die Bar zu gehen, wenn alle normalen Menschen tatsächlich zur Arbeit pendeln, ist man entweder wirklich allein unter den weiblichen Angestellten und muss sich vorstellen, man wäre in den Schulausflug eines Mädcheninternats geplatzt, oder aber der Besitzer hat für diese eher traurigen Stunden männliches Personal eingestellt, bzw. verdingt seine Familie für diese Zwecke.</p>
<p>Männlicher Statist in einer U-Bahn-Bar zu sein stelle ich seltsam vor, da gäbe es allerhand zu sagen, aber wir stellen uns ja schon vor, wir seien Gast, und fürs Erste muss das genug sein.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1575" title="Subway UBahn Animation" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/04/subway_ubahn_animation.gif" alt="" width="240" height="180" />Wir sind jedenfalls im Mantel der Nacht hierher gekommen und der Waggon ist also beinahe zur Hälfte mit Kunden voll, zur anderen Hälfte mit Mädchen, insgesamt also gerammelt, wie man sagt.</p>
<p>Und gerammelt nach japanischem Standard natürlich. Es gibt ein Video auf Youtube, das zeigt, wie an einem Stopp Asiaten in eine sowieso schon übervolle Bahn drängen und einige Bahnangestellte drückend und schiebend dabei behilflich sein müssen, auch den letzten noch aus dem Türbereich in die Waggons zu bekommen, was ein wenig so aussieht, wie wenn man einen nachlässig zusammengerollten Schlafsack in seine Hülle zwängt.</p>
<p>Wer illegal grabscht, grabscht hier sehr gut, weil sich in so einer Bahn niemand auch nur umdrehen, geschweige denn wehren kann. Wer illegal grabscht, tut dies außerdem, so stelle ich mir vor, einigermaßen wahllos. Wir aber haben 8500 Yen gezahlt und finden uns jetzt umgeben von drei kurz vor uns eingetreten älteren Herren und das einzige Mädchen, das wir mit unseren einigermaßen unfreien Händen erreichen könnten, ist nicht unser Typ: Wir würden sie noch nicht einmal angrabschen, wenn wir nicht dafür gezahlt hätten.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1575" title="Subway UBahn Animation" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/04/subway_ubahn_animation.gif" alt="" width="240" height="180" />Es ist ziemlich ruhig hier, bis auf die Bahngeräusche aus der Dose. Die Luft ist unglaublich stickig und warm, es riecht nach Schweiß, nassem Leder, altem Rauch und Sperma. (Es besteht vielleicht ein Onanierverbot aber setz das mal durch.) Keiner spricht, diverse Männer stöhnen typisch pervers, die Mädchen werden bezahlt fürs still sein und -halten, in der Position einarmiger Kirschenpflückerinnen hängen sie an den Deckengriffen und würden möglicherweise sogar etwas simulant schwanken, wenn es bloß nicht so voll wäre. Sie alle tragen stereotyp Mädchenhaftes, das heißt entweder die vor allem in Japan sehr beliebten Schuluniformen oder aber knapp bemessene Kinderklamotten in pink und weiß. Die Kleider sind verrutscht und wirken so dreckig wie das schweißdurchtränkte Bettlaken der minderjährigen Hure, die Garcia Marquez in seinem besten Roman mit ihrer gierigen Großmutter, glaube ich, durch den Urwald tingeln lässt, wo sie hunderten von Kunden pro Nacht und Tag Befriedigung verschaffen muss. Wer von den <em>Chikans</em> noch glaubt, hier Unbeflecktes beflecken zu können, der hat sie nicht alle.</p>
<p>Und, oh, ist uns unwohl hier zwischen diesen von den sogenannten Snakeheads, einer weniger stylischen Yakuza, nach Japan geschmuggelten Huren mit ihren gelangweilten Gesichtern und blutleeren Armen und den geifernden Kunden, zu denen jeder Außenstehende uns zählen müsste, was unserem Selbstbewusstsein gar nicht gut tut. Wir wollen raus, aber wir müssen tatsächlich bis zur nächsten Haltestelle warten, kein Scheiß, so weit geht das hier mit dem Realismus, aber da ist eine Signalstörung oder Umbauarbeiten oder ein Selbstmörder und kein Halt in Sicht. Für alle Anderen ist das eine Art happy hour, für uns der blanke Horror.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1575" title="Subway UBahn Animation" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/04/subway_ubahn_animation.gif" alt="" width="240" height="180" />Neben uns streiten sich zwei Männer mit Sakeatem, wessen Hände wo weg sollen. Hinter dem gleichgültig zerfledderten Rücken des Mädchens, das in Gedanken Stundenlöhne von ihren Mafiaschulden subtrahiert, werden Gebiete abgesteckt wie in Jugoslawien. Der eine fordert oben vorne, bietet oben hinten, aber wer will schon oben hinten: Oben hinten ist das Palästinensergebiet unter den Körperregionen. Da muss mindestens noch unten hinten draufgelegt werden wie Camembert auf Kirmes-Käsekörbe, aber wer bekommt dann unten vorne? Eigentlich müsste der Konflikt in eine Prügelei ausarten, aber erstens kann ich mir eine einfache Prügelei ohne Handkantenschläge und minutenlanges Inderluftsein zwischen Asiaten nicht vorstellen und zweitens lässt die Enge des Abteils sowieso nichts Derartiges zu. Vielleicht spucken die beiden sich gegenseitig an. Damit kann ich leben.</p>
<p>Das Mädchen, das nicht unser Typ ist, sieht uns der derweil mit besorgten Augen an, weil wir sie nicht begrabschen, und hofft, dass niemand ihre relative Unzerfleddertheit bemerkt, weil sonst ist sie womöglich ihren Job los. Um ihr die Schmach des Harakiri-Zerfledderns zu ersparen, zerren wir ihr also einmal schnell an ihrer weißen Bluse, die sofort an der Schulter einreisst. Kurz ist das Mädchen verwirrt, dann aber sieht sie uns dankend an: Der moderne Samariter zerreisst nicht seinen eigenen Mantel, das haben wir heute gelernt.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1575" title="Subway UBahn Animation" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/04/subway_ubahn_animation.gif" alt="" width="240" height="180" />Minuten vergehen, in denen nicht viel passiert, außer dass die Luft immer schlechter wird. Wir denken: Raus, raus, raus, raus, raus, raus. Wir denken auch: Wenn einer meint, so ein Etablissement holt die Perversen wenigstens von der Straße, kanalisiert ihre Lust also auf legalem Weg, dann sei diesem erwidert, dass die Mädchen hier nicht arg viel glücklicher über ihr Befummeltwerden wirken als es ihre Geschlechtsgenossinnen auf dem Weg zur Arbeit wahrscheinlich tun. Dass die hier dafür bezahlt werden, macht kaum einen Unterschied, weil die anderen werden dafür bezahlt, dort zu sein, wohin sie mit der Bahn, in der sie befummelt werden, fahren. Letztendlich ist das Jacke wie Hose. Dann denken wir wieder: Raus, raus, raus.</p>
<p>Irgendwann ist es dann endlich vorbei. Es macht vielleicht „Ding“ und das heißt dann, man  muss aussteigen und erlöst treten wir in diese schöne Freiheit, die sich auftut, wenn sich eigener Wille und äußerer Zwang decken. Wir atmen unversamte Luft und entfernen uns ganz schnell von den anderen Fahrgästen, bevor uns noch einer von denen auf ein Bier einlädt. Diese Leute tendieren, wie wir wissen, zur Rudelbildung, machen gar Vereine auf, was noch so eine irritierende Sache ist. Einen „Verein deutscher Freier“ kann ich mir nicht recht vorstellen. Aber vielleicht sollte ich den anerkannten „Freierforscher Udo Gerheim“ fragen, den ich soeben auf der Malmoe-Website gefunden habe. Der weiß da sicher mehr.</p>]]></content:encoded>
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		<title>und alles in der Farbe ihrer Unterwäsche</title>
		<link>http://kaschemme.de/2011/03/und-alles-in-der-farbe-ihrer-unterwaesche/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 06:01:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vincent E. Noel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
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		<description><![CDATA[und seine Frau wimmerte - ich dachte, du willst es auch?, indes sie ein Kissen sich hinter ihren Rücken stopfte, der seit Wochen?, Monaten?, mit Nadelstichen (Dolchen, rostigen Nägeln) in ihr Gedächtnis sich brannte, sie also in das Kissen sich sinken ließ und, die Zimmerdecke anstarrend, eine Haarsträhne mit ihrem rechten Zeigefinger aufrollte. Und zwar eine Haarsträhne mit einer zimtfarbenen Glasur, makellos abgestimmt mit der Farbe ihrer Spitzenunterwäsche]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="einzug">Und seine Frau wimmerte</p>
<p class="einzug">- ach du gütiger Gott</p>
<p class="einzug">und seine Frau wimmerte erneut</p>
<p class="einzug">- ach du gütiger Gott</p>
<p class="einzug">und seine Frau wimmerte</p>
<p class="einzug">- ich dachte, du willst es auch?</p>
<p class="einzug">indes sie ein Kissen sich hinter ihren Rücken stopfte, der seit Wochen?, Monaten?, mit Nadelstichen</p>
<p class="einzug">(Dolchen, rostigen Nägeln)</p>
<p class="einzug">in ihr Gedächtnis sich brannte, sie also in das Kissen sich sinken ließ und, die Zimmerdecke anstarrend, eine Haarsträhne mit ihrem rechten Zeigefinger aufrollte. Und zwar eine Haarsträhne mit einer zimtfarbenen Glasur, makellos abgestimmt mit der Farbe ihrer Spitzenunterwäsche</p>
<p class="einzug">(ein leichtes Spiel für Frauen mit Geschmack)</p>
<p class="einzug">die, Seide simulierend, ebenfalls zimtfarben im Fayencelicht ihrer Nachttischlampe glimmte wie in einer Komposition von Degas. Und ihr Mann wankte vor dem Fußende des Bettes, im Versuch, in seine Hose zu schlüpfen und gleichzeitig ihr Gesicht zu betrachten, die Gleichgültigkeit ihrer Mimik und die Gleichgültigkeit ihrer Gestik, die durch den rotierenden rechten Zeigefinger seiner Frau zusätzlich unterstrichen wurde und, zusätzlich, durch das Schattensgraffito ihrer Frisur, das sich selbst an die Wand etwas oberhalb ihres Kopfes einritzte, während seine Frau</p>
<p class="einzug">- ach du gütiger Gott</p>
<p class="einzug">wimmerte, er hingegen</p>
<p class="einzug">- hast du nicht selbst gesagt, du magst nur die Kinder, die du wieder abgeben kannst?</p>
<p class="einzug">das Schattensgraffito ihrer Haare mit der wahren Form ihrer Haare verglich, zwei so ähnliche, nahezu identische Dinge, dennoch grundverschieden, völlig identisch nur in der Weise, in der sie Seide simulierten, in der Weise, wie sie ihm das Ausmaß seiner Wiederlichkeit zu verstehen gaben; wie viel Mühe verlangte es ihm ab, simultan</p>
<p class="einzug">(Männer überfordert so etwas)</p>
<p class="einzug">einerseits auf zwei verschiedene Dinge, Personen sich zu konzentrieren, die nur ein Ding waren, zum anderen, ihrer Stimme Paroli zu geben</p>
<p class="einzug">- was bitte schlägst du also vor?</p>
<p class="einzug">und, während seine Augen ihrer Blickrichtung nachschlichen, die selbe Unebenheit im Stuck wie sie anzustarren, in der inbrünstigen Hoffnung, würde er</p>
<p class="einzug">(würden sie)</p>
<p class="einzug">lange genug diese Unebenheit anstarren, begännen zuerst seine Augen zu tränen, dann auch seine Frau und, im gleichen Atemzug, auch dieses ungute Gebrodel</p>
<p class="einzug">(Dolche, rostige Nägel)</p>
<p class="einzug">in seinem Magen blasser, nebelhafter zu werden, mit jedem Atemzug ein kleines Stückchen mehr, eine mehr oder weniger</p>
<p class="einzug">eher mehr als weniger</p>
<p class="einzug">oft aufkochende, ihm nicht unbekannte Mischung aus Gewissensbissen und diesem Drang</p>
<p class="einzug">(nicht Drang, dieser Sehnsucht)</p>
<p class="einzug">seiner Frau alle Zähne auszuschlagen. Jedoch tränten seine Augen nicht, die Fayenceglocke war zu wenig Licht, zu viel Keramik; und in ihm zu wenig Frieden, zu viel ungutes Gebrodel, nicht abebbend, in konzentrischen Stößen aufkommende Wellen, eine nach der anderen, die Gebetsmühle ihres rechten Zeigefingers, diese eine, diese eine einzige, ewige</p>
<p class="einzug">diese eine einzige, verdammte Haarsträhne in der Farbe ihrer Unterwäsche aufzwirbelnd, seine Frau ließ sie rotieren, ihren Mundwinkel</p>
<p class="einzug">diese Lippen, großer Gott</p>
<p class="einzug">touchieren, wickelte sie von neuem auf, unablässig monströs gedankenverloren, als hätte sie alle Zeit der Welt, ähnlich dem Klang eines jener Tremolos, die sich im Ohr einnisten, während außen zeitlos, ziellos, endlos der Regen stürzt. In ihrem Herzen die Rückseite von Regentropfen. Und aus diesem Grund</p>
<p class="einzug">unter anderem aus diesem Grund</p>
<p class="einzug">gäbe ihr Mann in solch einem Moment</p>
<p class="einzug">(ich übertreibe nicht)</p>
<p class="einzug">gäbe ihr Mann in solch einem Moment seine Seele dafür, sich unsichtbar machen zu können, der er seine Hose wie unbeabsichtigt zu Boden rutschen ließ, die Augen auf seine Kniescheiben und die so lächerlichen Storchenbeine geheftet; eine Staffage wie in einem billigen Bauerntheater; Luft holen, überzeugende Argumente finden; sein Gehirn durchblättern, Seite für Seite, rasend schnell, er entdeckte zwar Unmengen an Eselsohren auf jeder Seite und Rotweinflecken und Fingerabdrücke, aber keinerlei überzeugende Argumente, nur wenig mehr als</p>
<p class="einzug">- wir haben so viel Zeit, Arbeit, Geld und Nerven in diese Wohnung gesteckt, ich jedenfalls ziehe wegen einem Balg nicht so schnell wieder um, auch nicht in eine noch größere Wohnung.</p>
<p class="einzug">Und indes ihr Mann dies sagte</p>
<p class="einzug">und indes ihr Mann dies wimmerte</p>
<p class="einzug">hatte er beim Sprechen die Hose hochgezogen und das Hemd in die Hose gestopft, gleichzeitig waren die zwei nahezu identischen Dinge</p>
<p class="einzug">(erinnern Sie sich?)</p>
<p class="einzug">wieder zu einem Ding geworden; seine Frau hatte die Nachttischlampe ausgeschaltet, üppig und langsam wie Kleopatra aus dem Bett sich erhoben, kam jetzt inmitten dieser Siebenuhrfinsternis</p>
<p class="einzug">merkwürdig, ehrlich</p>
<p class="einzug">inmitten dieser Dunkelheit wie ein Feind</p>
<p class="einzug">(ein Meuchelmörder, ein Assassine)</p>
<p class="einzug">auf ihn zu, dunkles Zimmer, dunkler Stoff, dunkle Haare, alles dunkel und alles in der Farbe</p>
<p class="einzug">(erinnern Sie sich?)</p>
<p class="einzug">ihrer Unterwäsche, seine Frau streckte ihre Hände aus und ergriff seine Krawatte, richtete sie ihm, was ihrem Mann das Gefühl gab, zwei fleischfressende Pflanzen gingen ihm an die Gurgel, zwei fleischfressende Pflanzen, die Knoten und Sitz der Krawatte richteten, bis beide den gewünschten fehlerfreien Zustand erreichten. Wie jedermann weiß, benötigen Frauen für derlei Dinge kein Licht.</p>
<p class="einzug">- Dann sei wenigstens so gut, mich zur Frauenärztin zu fahren</p>
<p class="einzug">bat sie ihren Mann, dessen Krawattenknoten begutachtend wie ein Henker seinen Strick, ihre Stimme sehr ähnlich der einer glücklichen Ehefrau, die sich nach dem Spielplan des Theaters erkundigte – man muß hinzufügen, seit der Hochzeit besaß das Paar ein Abonnement für das hiesige Theater, besuchte es mindestens vier Mal im Monat, ihr Mann entschied über die Tage und die Stücke, seine Frau war einverstanden, was eine leichte Sache war, nachdem das Paar zumeist einer</p>
<p class="einzug">(seiner)</p>
<p class="einzug">Meinung war, denn selbst nach elf Ehejahren hat das Paar noch das Glück, so zumindest dachte er</p>
<p class="einzug">dachte ich</p>
<p class="einzug">dachte er</p>
<p class="einzug">hinsichtlich fast aller Dinge, Angelegenheiten des Daseins einer</p>
<p class="einzug">(seiner)</p>
<p class="einzug">Meinung zu sein, abgesehen von gewissen Angelegenheiten, Störungen des inneren Gleichgewichtes wie</p>
<p class="einzug">beispielsweise</p>
<p class="einzug">dieses sinnlose, dieses beschissene, absurde Gespräch, und wenn wir schon beim Thema sind, Störungen wie</p>
<p class="einzug">beispielsweise</p>
<p class="einzug">diese schwachsinnige Unbedachtheit, und schließlich war es auch nur eine Unbedachtheit, mehr nicht, die beweist, wie schnell</p>
<p class="einzug">leider Gottes</p>
<p class="einzug">ein Moment des Glücks in eine Permanenz aus Unfrieden sich verwandelt, man gibt nur einmal kurz nicht acht, vergißt die Selbstbeherrschung, schon ist man mitten in der tiefsten Bredouille. A pro pos Unbedachtheit, von welcher Frauenärztin hat sie geredet?, wie bitte kommt sie denn auf so eine Idee?, was bitte soll das?, was da alles passieren kann, ständig liest man in den Zeitungen solch schreckliche Sachen, pfuschende Ärzte, Fehler in der Hygiene, der Medikation, unvorstellbar, was alles passieren, was den Frauen dort alles angetan werden kann, weswegen ihr Mann nach einer gefühlten Ewigkeit seinen Mund öffnete, weswegen ihr Mann nach einer gefühlten Ewigkeit</p>
<p class="einzug">- selbstverständlich, mein Schatz</p>
<p class="einzug">sagte, weswegen ihr Mann nach erneut der gleichen Zeitspanne</p>
<p class="einzug">- ich begleite dich hin und hole dich wieder ab</p>
<p class="einzug">sagte, der Weg von der Siemensbrücke bis zum Friedrich-Ebert-Platz ist weit und voller Gefahren, und ich spreche hierbei vom Weg zu einer Frauenärztin mit einem auf irgendeiner rumänischen Provinzuniversität erworbenem Doktortitel, die die Tür ihrer Praxis nur einen Spalt weit öffnete, seiner Frau wissend zunickte und ihrem Mann den Zutritt verweigerte. So also verbrachte er die Wartezeit im Wagen auf einem Behindertenparkplatz, auf dem Fahrersitz sich fläzend wie ein Ochsenfrosch auf einem Seerosenblatt, zwei, drei</p>
<p class="einzug">(vier, fünf)</p>
<p class="einzug">Mücken auf der Windschutzscheibe, er wartete</p>
<p class="einzug">und wartete</p>
<p class="einzug">und wartete</p>
<p class="einzug">und wartete, rauchend sich ausmalend, wie sie ihn in Zukunft verabscheuen wird, rauchend an ihre roten Lippen, diese sagenhaft, diese unglaublich rote Lippen</p>
<p class="einzug">diese teuflischen Lippen, großer Gott</p>
<p class="einzug">(erinnern Sie sich?)</p>
<p class="einzug">denkend wie ein Fieberkranker, rauchend sich ausmalend, wie er</p>
<p class="einzug">(nächste Woche oder so)</p>
<p class="einzug">mit einem Strauß Rosen die Wohnung betritt, rauchend sich ausmalend, wie ihr Gedächtnis all dies zu den Akten legen wird, denn so ist das doch immer, nicht wahr, so geht das Leben mit allen Unannehmlichkeiten der Vergangenheit um, nicht wahr, und das war bei seiner Frau nicht anders: all die Unannehmlichkeiten der vergangenen elf Ehejahre, jene Lungenembolie ihres Vaters, jener Flugzeugabsturz, als ihre Schwester auf dem Weg in ihren Urlaub</p>
<p class="einzug">(türkische Ostküste, zwei Pauschalwochen)</p>
<p class="einzug">war, und was geblieben ist, ja, was ist geblieben, geblieben ist ein schales Gefühl auf der Zunge mit der Farbe und dem Geschmack von Regen, und manchmal</p>
<p class="einzug">wie gesagt, manchmal</p>
<p class="einzug">noch der Wunsch</p>
<p class="einzug">(der Drang?, die Sehnsucht?)</p>
<p class="einzug">zu schreien schreien schreien. Und nun, zwei Pappbecher Kaffee und sieben Zigaretten</p>
<p class="einzug">(filterlos, Menthol)</p>
<p class="einzug">später, kauerte seine Frau wieder im Beifahrersitz, während ihr Mann sich daran ergötzte, wie leicht es doch diesem Ding namens Mensch fällt, böse Erinnerungen loszuwerden. Ist es nicht wunderbar, ein Mensch, ein Mann zu sein? Und seine Frau wimmerte</p>
<p class="einzug">- ach du gütiger Gott</p>
<p class="einzug">und seine Frau wimmerte erneut</p>
<p class="einzug">- ach du gütiger Gott</p>
<p class="einzug">und trug weder eine wesentlich andere Gesichtsfarbe noch einen wesentlich anderen Blick als sonst, ihr Mann drehte den Kopf eulenhaft</p>
<p class="einzug">- na?</p>
<p class="einzug">in ihre Richtung, erhielt keine Antwort, aus ihrer linken Hosentasche ragte eine längliche, abgenutzt und abgelaufen wirkende Tablettenpackung mit rumänischer Beschriftung, das Auto passierte die zweite Ampel, seine Frau schluckte die ersten zwei Tabletten. Vier Ampeln später wieder zwei. Und wie stets, als habe nichts sich geändert</p>
<p class="einzug">hatte sich etwas geändert?</p>
<p class="einzug">etwas hatte sich geändert</p>
<p class="einzug">hielt ihr Mann seiner Frau Wagentür, Haustür, Wohnungstür auf, sie schwieg. Und sie schwieg, als sie ins Schlafzimmer schwankte, sie legte nicht ihre Schuhe, nicht ihre Jacke ab, vergrub bis zur Stirn sich unter der Bettdecke, während ihr Ehemann auf der Couch im Wohnzimmer lungerte, ein Kissen sich hinter seinen Rücken stopfte, der seit Wochen?, Monaten?, mit Nadelstichen</p>
<p class="einzug">(Dolchen, rostigen Nägeln)</p>
<p class="einzug">in sein Gedächtnis sich brannte, beruhigte sein wühlendes Herz, indem er die Kunstdrucke</p>
<p class="einzug">(Adele Bloch 2, der Kuss)</p>
<p class="einzug">an der Wand betrachtete, bis er wieder atmen konnte. Und als er zu Bett ging, erwachte sie nicht, und als er aufstand, erwachte sie nicht, und als er von der Arbeit nach Hause kam, erwachte wurde sie nicht, und als er wieder zu Bett ging, erwachte sie nicht, ebenso nicht, als er erneut einen Tag später aufstand, zur Arbeit ging, in der Pause zwischen zwei Besprechungen wählte er ihre Nummer</p>
<p class="einzug">(Festnetz und Handy)</p>
<p class="einzug">ohne Ergebnis, sein Abteilungsleiter gab ihrem Mann den Nachmittag über frei, dieser erreichte das Haus um Gongschlag vierzehn Uhr. Als er die Wohnungstür aufsperrte, schloß seine Frau eben ihren Mantel, sie hatte ihre Reisetasche geschultert, ging</p>
<p class="einzug">ging nicht, schwankte</p>
<p class="einzug">an ihm vorüber, die Treppe hinab, und er hörte die Bewegung ihrer Lippen</p>
<p class="einzug">diese Lippen, barmherziger Gott</p>
<p class="einzug">- wenn jemand für mich anrufen sollte, sage einfach, ich bin meine Mutter besuchen und Anfang nächster Woche wieder zurück</p>
<p class="einzug">im Treppenhaus langsam verhallen, zwei Etagen abwärts bis zur Haustür, indes bei jedem zweiten Schritt, bei jeder zweiten Stufe die Reisetasche gegen das Treppengeländer knallte, ein Geräusch, fast so herb und lang durch das Treppenhaus surrend wie</p>
<p class="einzug">nein, herber, länger durch das Treppenhaus surrend als der Klang ihrer Stimme. Und er wartete, sah ihr zu, wie sie treppab schwankte wie ein verbrauchter, wertloser Packesel, sich am Geländer festhielt, bis sie die letzte Stufe erreicht hatte, wenige Augenblicke danach stürzte die Haustür</p>
<p class="einzug">(sie fiel nicht, sie stürzte)</p>
<p class="einzug">ins Schloß, woraufhin er sich umdrehte, die Wohnung von innen verriegelte, gesetzten Schrittes in Richtung Couch, in Richtung Adele Bloch 2 ging, mit dem Gefühl, innerlich</p>
<p class="einzug">(Leber, Lunge, Milz)</p>
<p class="einzug">zermalmt zu werden, sich selbst dabei immer wieder</p>
<p class="einzug">- und wenn niemand anruft, was mache ich dann?</p>
<p class="einzug">ins Gehirn träufelnd, sich selbst dabei immer wieder</p>
<p class="einzug">- nächste Woche ist alles wieder in Ordnung</p>
<p class="einzug">ins Gedächtnis rufend, während er sich umblickte in der so plötzlich so leeren Wohnung, in der alles dunkel und gleichzeitig alles in der Farbe von Regentropfen</p>
<p class="einzug">was ich nicht glaube</p>
<p class="einzug">oder gleichzeitig alles in der Farbe</p>
<p class="einzug">was der Wahrheit schon näher kommt</p>
<p class="einzug">(erinnern Sie sich?)</p>
<p class="einzug">ihrer Unterwäsche war, nicht anders als die einzelnen Buchstaben seiner Gedanken, die verschwammen, sich auflösten, seiner Ehefrau, der verlorenen, so schnell und intensiv nacheilen wollten wie das Blut allen Bewegungen des Herzens.</p>]]></content:encoded>
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		<title>THE NAZI ISLAND MYSTERY</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 08:51:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wirt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ja, es werden noch Bücher gedruckt. Fans kurzweiliger Trash-Literatur müssen dieses hier unbedingt haben ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die österreichische Netzzeitschrift EVOLVER, <a href="http://www.evolver.at/" target="_blank">www.evolver.at</a>, prägt seit fast 14 Jahren die Popkultur im Web, euer geliebter Kaschemmenwirt verschwendet dort ebenfalls seine Lebenszeit mit <a href="http://www.evolver.at/account/evo.andreas.winterer/stories" target="_blank">Kolumnen und Reviews</a> zweifelhafter Qualität und sitzt des weiteren derzeit in einer ominösen <a href="http://www.evolver.at/stories/EVOLVER_Literaturwettbewerb_05_09/" target="_blank">Jury</a>, was auch der Grund für diesen erfreulichen Werbe-Beitrag ist. </strong>Der EVOLVER, die beste popkulturelle Netzzeitschrift in deutscher Sprache, entert jetzt nämlich die Bücherregale. Der frisch gegründete Buchverlag EVOLVER BOOKS debütiert am 26. April 2010 mit der ultimativen Fassung des Internet-Pulp-Romans „<strong>The Nazi Island Mystery</strong>“.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/395025580X?ie=UTF8&amp;tag=scarewarede-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=395025580X" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-1385" title="the_nazi_island_mystery_600x" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2010/04/the_nazi_island_mystery_600x-319x500.jpg" alt="the_nazi_island_mystery_600x" width="319" height="500" /></a>Das erste von EVOLVER BOOKS verlegte Buch ist der überarbeitete, verbesserte und noch knalligere Director’s Cut von THE NAZI ISLAND MYSTERY, inkl. Regiekommentar, Star-Galerie und Interviews. Der Schmutz &amp; Schund-Roman der Sonderklasse erzählt das erste Abenteuer der sexy Geheimagentin Kay Blanchard – blutig, spannend und obszön, wie sich das gehört. Autor des knalligen Spektakels ist Co-Verleger Robert Draxler, der die schrille Story unter dem Pseudonym <strong>r.evolver</strong> veröffentlicht und . Peter Hiess beschreibt „The Nazi Island Mystery“ als <strong>die wahre Rückkehr der Pulp-Fiction</strong>. Pate standen die Romane um Modesty Blaise, die Ilsa-Filme und die Ullstein-Krimis der sechziger und siebziger Jahre mit dem roten K, die von Autoren wie Nick Carter, John Edwards und Ellery Queen geschrieben wurden.</p>
<p>Leicht und locker in zwei, drei Stunden zu lesen und trotzdem spannend. Sex und Gewalt, Drogen und Rock’n’Roll – und dann noch einmal ordentlich viel Sex. Und natürlich ist das in Wirklichkeit Große Kunst, sonst würden wir das hier in der Kaschemme gar nicht erwähnen.</p>
<p><strong>THE NAZI ISLAND MYSTERY</strong>, € 8,90 zzgl. Versandkosten<strong><br />
Leseprobe:</strong> <a href="http://www.evolver.at/stories/Nazi_Island_Mystery_01_2009/" target="_blank">www.evolver.at</a><strong><br />
Buchbestellungen direkt bei EVOLVER BOOKS:</strong> <a href="http://www.evolver-books.at/" target="_blank">www.evolver-books.at</a></p>
<p>Amazon geht auch, die Kaschemme kriegt dann auch ein paar Cent ab: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/395025580X?ie=UTF8&amp;tag=scarewarede-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=395025580X">The Nazi Island Mystery bei Amazon kaufen</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=scarewarede-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=395025580X" border="0" alt="" width="1" height="1" />.</p>]]></content:encoded>
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