sinn
Menschlich.
Dieses Mal wollte er beides und er nahm es sich. Er fuhr, gab nach, konsumierte, sog auf, verschlang gierig und hinterließ einen Haufen Dinge, die durcheinander und chaotisch vor ihm lagen. Völlig verkatert vom Adrenalin und doch stocknüchtern sah er sich das Chaos an und bereute. [mehr]
Vor der Disco
Nicht zu erwarten, was danach kommt. Das Mädchen sitzt dort alleine und flennt. Die Leute kommen und gehen vorbei. Ihr Lippenstift schmiert und sie pennt. [mehr]
Mordfrust
Dieser Kollege dachte, er könnte ihn immer wieder ungestraft beleidigen. Röbke wechselte die Firma, ließ ein bisschen Zeit ins Land gehen. Dann schlug er den Kerl tot. Im Dunkeln wartete er hinter einer Ecke, holte mit dem Baseball-Schläger aus, hörte die Schädeldecke knacken wie eine Kokosnuss, sah kurz das Gehirn herausquellen. Er wandte sich ab und ging weg. Mit diesem Schlag wurde Röbke ein anderer Mensch. [mehr]
Sail away
Die Sherryflecken fressen sich ins Polster, Schmieröl vom Discounter für die schlappe Orgie. Canderelsüß wird hingelächelt, noch Haftcreme für den Zungenkuss, doch die Spucke schmeckt salzig und nach Fusel – zu schlundig, lässt den Kehlkopf schickern. [mehr]
Abwechslung
"Nachdem der Beamte Brand sämtliche Bleistifte angespitzt und auch das letzte Staubkorn vom Schreibtisch gewischt hatte, lehnte er sich in seinen Stuhl zurück und betrachtete die weißen Wände" [mehr]
die längste Beschimpfung der Welt -und die Reaktion darauf:
Jeder andere würde den nun folgenden Text des Künzlers falsch umbrechen, bloss damit die Sau ins Layout passt. Nicht wir von der Kaschemme ... [mehr]
Als Trinker unterwegs
"Als Trinker hat man immer Angst. Entweder man blamiert sich oder bekommt was auf die Schnauze. Oder man bekommt was auf die Schnauze, weil man sich blamiert hat." [mehr]
Jetzt kein Foto
Tagesaktuelles war ihr Leben. Gestern aufgeschnappt. Heute recherchiert und produziert. Morgen in der Zeitung. Übermorgen schon wieder ein alter Hut. [mehr]
Prime Time 2045
"Die ewige, immerwährende Wahrheit ist tot. Kein Mensch glaubt mehr an einen Gott, den man nicht sehen kann und der einem nicht hilft, wenn's mal kneift. Klar?" [mehr]
Mein erster linker Fuß
Die Bühne ist mittig durch eine Wand geteilt. Links ein Schlafgemach, rechts eine Küche, in der eine alte Frau Putzarbeiten ausführt. Die Einrichtung ist schlicht, aber nicht schäbig. Keine Musik. Der Mann wird langsam wach. Er dreht sich eine Weile mit halb geschlossenen Augen im Bett hin und her, als könne er das Unvermeidliche noch ein wenig hinauszögern. Er vermeidet es, zum Wecker zu sehen, diesem unerbittlichen Sklaventreiber, der auf seinem Nachttisch ... [mehr]






