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	<title>Zarathustras miese Kaschemme &#187; terror</title>
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	<description>Blog &#38; Magazin für exzentrische Literatur</description>
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		<title>Die Tür</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 23:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rüdiger Saß</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Flur ist lang, kalt und kahl, und er wäre finster wie die Nacht, wie der Tod, wenn die Leuchtstoffröhren an der Decke schlafen würden. Kein Geräusch stört die Stille, Leben scheint an diesem Ort undenkbar, ein lebensfeindlicher Flur also, eine Wüste, eine Einöde. Doch dann taucht eine Tür aus der Flurschlucht auf, eine blaue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-631 alignright" title="Büro Gang Flucht" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/02/buero_gang_flucht.gif" alt="Büro Gang Flucht" width="230" height="184" /></p>
<p>Der Flur ist lang, kalt und kahl, und er wäre finster wie die Nacht, wie der Tod, wenn die Leuchtstoffröhren an der Decke schlafen würden. Kein Geräusch stört die Stille, Leben scheint an diesem Ort undenkbar, ein lebensfeindlicher Flur also, eine Wüste, eine Einöde. Doch dann taucht eine Tür aus der Flurschlucht auf, eine blaue Tür in einer einstmals weißen Wand. Und neben der Tür bietet ein Klingelknopf seine Dienste an, vielmehr eine Leiste, eine schmutzigweiße Klingelleiste, auf die mein Zeigefinger zuschießt, nachdem sich die Tür als eine verschlossene herausgestellt hat. Anstatt eines Summens, das sich im Normalfall an ein Klingeln anschließt und signalisiert, dass ein Schloss elektrisch entsichert wird und die Tür zum Öffnen freigibt, bohrt sich eine Stimme in die Stille, eine Stimme, nicht aus heiterem Himmel, sondern aus dem Lautsprecher einer Gegensprechanlage, die unterhalb der Klingelleiste kauert. Die Stimme fragt nach meinem Begehren. Ich neige Kopf und Oberkörper zu der Gegensprechanlage hinab, ich verneige mich vor einer unsichtbaren Macht mit metallisch tönender Stimme und sage, dass ich mich bei Frau Sonstwo um eine Stelle als Aushilfsaushilfe bewerben wolle. Darauf werde ich gefragt, ob ich einen Termin habe. Mein Weltbild gerät ins Wanken, meine Identität treibt auf den aufgewühlten Wellen der Verunsicherung, von einer einzigen Frage aus der Verankerung gerissen. Jetzt ist Eile geboten, jetzt bedarf es eines ganzen Mannes: Ich muss mich innerhalb einer Sekunde entscheiden, ob ich die Frage bejahen und also lügen oder ob ich mir treu bleiben und sie verneinen solle. Dann spreche ich mir mit einem gehauchten Nein mein eigenes Urteil aus. Denn die Tür wird mir nicht geöffnet, sie bleibt so fest verschlossen wie ein Stadttor während einer Belagerung. Die unsichtbare Macht mit der metallisch tönenden Stimme bleibt unsichtbar, sie bedeutet mir, meine Bewerbung in den Briefkasten zu werfen und wünscht mir einen guten Tag.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Abweisendes Gebäude</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Feb 2011 14:15:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aw</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein abweisendes Gebäude.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1488" title="abweisendes_gebaeude" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2011/02/abweisendes_gebaeude.jpg" alt="" width="560" height="560" /></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vision 2009…</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 05:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paul Laub</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Stammtischphilosophen trinken still. / Der Bürger darf sich seine Meinung schenken / und endlich ruhig fernsehn, wann er will.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt die Zeit, in der wir nicht mehr denken:<br />
Die Stammtischphilosophen trinken still.<br />
Der Bürger darf sich seine Meinung schenken<br />
und endlich ruhig fernsehn, wann er will.</p>
<p>Das Grundgesetz hat man zum Amt geschickt.<br />
Für einen Euro piekst es Blätter auf.<br />
Im Internet wird zu viel rumgef**** -<br />
Es wird geschlossen. Freiheit?-Schlussverkauf!:</p>
<p>In kleinen Stücken kann man sie erwerben.<br />
Erinnerung, der schönen Tage wegen.<br />
Wer etwas sagen will, muss einen Antrag erben…<br />
so hat man Zeit, sich’s gut zu überlegen.</p>
<p>Bei Nacht benötigt man kein Straßenlicht,<br />
denn keiner geht -wozu auch- aus dem Haus.<br />
Man trifft sich zwar, doch man vergnügt sich nicht -<br />
man schenkt Verdacht wie einen Blumenstrauß.</p>
<p>Zensoren rütteln an den Wohnungstüren.<br />
Wer nackt ist, gilt als potenziell pervers.<br />
Den Terrorismus sucht man auch bei Tieren,<br />
zumindest sind die Viecher kontrovers.</p>
<p>Es kommt die Zeit, in der wir nicht mehr singen:<br />
Die Dichter haben endlich andre Sorgen.<br />
Und falls wir singen, wird es düster klingen.<br />
Es kommt die Zeit. Vielleicht schon morgen.</p>
<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/08/ueberwachungscam1_350x.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1180" title="ueberwachungscam1_350x" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/08/ueberwachungscam1_350x.jpg" alt="ueberwachungscam1_350x" width="350" height="250" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sind Zombies literaturfähig?</title>
		<link>http://kaschemme.de/2009/07/zombie-literatur-wettbewerb/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 08:47:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wirt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein österreichischer Literatur-Wettbewerb stellt Zombies in den Mittelpunkt. Hey, warum nicht?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Night_of_the_Living_Dead?uselang=de"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1152" title="Night of the living Dead" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/05/zombies_nightofthelivingdead-250x250.jpg" alt="Night of the living Dead" width="250" height="250" /></a>Neulich schrieb ich in einem Nebensatz</strong> etwas wie <em>&#8220;fanden das so großartig, als hätte soeben Jesu Wiederkehr stattgefunden&#8221;</em>. Da ich mir inzwischen kaum noch selbst traue, was die Korrektheit solcher Wendungen angeht, prüfte ich das mal nach. Unter dem Eintrag &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Parusie" target="_blank">Parusie</a>&#8221; findet sich bei Wikipedia neben der Erklärung &#8220;<em>In der christlichen Theologie bezeichnet Parusie &#8230; die erwartete <strong>Wiederkunft Jesu Christi</strong> am Jüngsten Tag&#8221;</em> auch folgender Hinweis:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Bedeutung: Nach christlicher Auffassung werden dann alle Toten auferstehen.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p><strong>Was das nun aber konkret bedeute,</strong> darüber bestehe ein relativ breites Meinungsspektrum im Christentum, heißt es in Wikipedia weiter. Wer in seiner <strong>sündigen Jugend</strong> den einen oder andere Zombie-Streifen im Rahmen eines Chips-und-Bacardi-Videoabends mit seinen Kumpels gesehen hat, weiß hingegen sofort, was gemeint ist: <em>Sie kommen, um uns zu holen.</em></p>
<p><strong>Zombies sind so eine Sache</strong>. Die meisten halten sie für ein Stück <strong>Schundkultur</strong>. Und doch ist die Mutter aller Zombie-Filme, der inzwischen gemeinfreie &#8216;<em>Die Nacht der lebenden Toten&#8217; (<a href="http://www.archive.org/details/night_of_the_living_dead" target="_blank">Night of the Living Dead</a>)</em> Teil der Filmsammlung des Museum of <a href="http://www.moma.org/" target="_blank">Modern Art</a>. Und Genre-Kenner werden nicht müde, darauf hinzuweisen, dass die besseren Filme stets eine Bedeutung haben, die über den handlungslastigen Existenzkampf der Protagonisten hinausreicht: Militärs, die sich unverhältnismäßig verhalten; Wissenschaft, die Grenzen übertritt; oder Gesellschaftskritik wie bei den Untoten aus &#8216;<em>Zombies im Kaufhaus&#8217; (<a href="http://www.imdb.com/title/tt0077402/" target="_blank">Dawn of the Dead</a></em><em>)</em>, die äußerlich kaum von normalen Shoppenden &#8211; uns <em>Konsum-Zombies</em> - zu unterscheiden sind.</p>
<p><strong>Der langen Rede kurzer Sinn</strong>: Das österreichische <strong>Popkultur-Magazin </strong><a href="http://www.evolver.at/" target="_blank"><strong>EVOLVER</strong></a> startet unter dem Titel <a href="http://www.evolver.at/stories/EVOLVER_Literaturwettbewerb_05_09/" target="_blank">You´re coming to get us!</a> einen <a href="http://www.evolver.at/stories/EVOLVER_Literaturwettbewerb_05_09/" target="_blank"><strong>Zombie-Literaturwettbewerb</strong></a>. Dessen Jury gehört auch euer geliebter Kaschemmenwirt an, denn es geht um Zombie-<strong>Literatur</strong>. Und das ist verlangt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Eine Zombie-Geschichte. Eine, die Hand und Fuß hat (mögen die auch noch so verwest sein). Vielleicht sogar eine, die sich in heimischen Gefilden abspielt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Eben. Es muß ja nicht immer Amerika sein. Genaueres <a href="http://www.evolver.at/stories/EVOLVER_Literaturwettbewerb_05_09/" target="_blank">hier</a>. Also nichts wie hin!</p>
<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/05/evolver_zombie_literatur_wettbewerb.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1151" title="evolver.at - Zombie-Literaturwettbewerb" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/05/evolver_zombie_literatur_wettbewerb.jpg" alt="evolver.at - Zombie-Literaturwettbewerb" width="580" height="361" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ich denke an Charles Bronson</title>
		<link>http://kaschemme.de/2009/06/ich-denke-an-charles-bronson/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 16:45:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anton Velhagen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[An irgendwelche beschissenen Bruce Willis wird man sich erinnern. Bronson wird man vergessen. Auf siebtklassigen Sendern im Nachtprogramm wiederholen. Als Nice-Price-DVDs verramschen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/06/charles_bronson_200x300.jpg"><img src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/06/charles_bronson_200x300.jpg" alt="Charles Bronson (Foto von Fish Cop)" title="Charles Bronson (Foto von Fish Cop)" width="200" height="300" class="alignright size-full wp-image-1095" /></a>Ich sehe durch das Zielfernrohr und denke an Charles Bronson. Er starb 2003. Er war mein Lieblingskiller. Er war schmierig, nicht mehr ganz taufrisch, stets etwas zu alt für eine junge Frau. Sein Anzug war wie er: reif zum Ausmustern. Aus der Mode. Wie die Lederpatten an den Ellenbogen. Wie sein ewiger scheiß Haarschnitt. Abstellgleis und Rente gehörten zum Plot wie Rache und Abknallen. Darin war er Profi. Mit der Genugtuung, seinen Job gemacht zu haben, konnte er abtreten. Auftrag erledigt. Dienstleistung erbracht. Im Kino und im Sterbebett. </p>
<p>Ich sehe durch das Zielfernrohr und denke an Charles Bronson. Die Party vor mir ist im vollen Gange. Der Politiker stellt seine neue Website vor. Ich weiß dass, weil ich sie gemacht habe. Der Auftraggeber will eine neue Website? Ich liefere sie. Ich bin Dienstleister. Die Surf-Stationen auf der Party habe ich aufgebaut. Die Monitore habe ich beschafft, flache TFTs mit großem Sponsorenlogo. Die Sponsoren sponsern dass Zeug sogar, obwohl es nur hier rumsteht, wo Computer-Analphabeten mit Parteibuch es begaffen und sich dann modern fühlen können. Hätte ich für eine Schule gesammelt, wo Kinder damit etwas lernen, ich hätte bestenfalls Prospekte gekriegt. Und Luftballons mit Partei-Emblem.</p>
<p>Ich mache jeden Scheiß mit.<br />
Ich mache alles.<br />
Ich bin Dienstleister.<br />
Ich sehe durch das Zielfernrohr.</p>
<p>Ich habe die Tastaturen besorgt, jedes einzelne Kabel angeschlossen, jede einzelne Funkverbindung abgesichert. Ich habe sogar die Mäuse poliert. Die Mauspads mit dem PRT-Partei-Logo vom Produzenten abgeholt. Die ich habe fertigen lassen. Ich habe Ärsche getreten, weil die Idioten von der Partei das Logo CMYK in Mac-TIF lieferten statt RGB und in JPG, und natürlich waren das zu viele Großbuchstaben für sie, obwohl sie selber nur drei Grossbuchstaben sind. Am Ende war alles, so, wie es sein sollte. Der Einsatz war wichtig. Der Auftrag erledigt. Die Dienstleistung erbracht.</p>
<p>Ich sehe durch das Zielfernrohr. Der Politiker lebt noch. Charles Bronson starb 2003. An den beschissenen Bruce Willis wird man sich erinnern. <a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/06/charles_bronson_200x300.jpg"><img src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/06/charles_bronson_200x300.jpg" alt="Charles Bronson (Foto von Fish Cop)" title="Charles Bronson (Foto von Fish Cop)" width="200" height="300" class="alignright size-full wp-image-1095" /></a>Bronson wird man vergessen. Auf siebtklassigen Sendern im Nachtprogramm wiederholen. Er wird das Zielfernrohr auspacken, er wird durch das Zielfernrohr sehen, genau wie ich. Doch bevor er abdrücken kann, kommt ihm der Werbeblock dazwischen. Titten, Ärsche und die Telefonnummern von Porno-Hotlines &#8211; sieben Rufmichans, vergnügt und lasziv in den Äther gequietscht. Seine DVDs werden Nice-price-DVDs sein. Wenn sie überhaupt erscheinen. </p>
<p>Ich denke an Charles Bronson. Ich habe sein Bild als Logo auf das Handy geladen. Das hat irgend jemanden 2 Euro 50 gekostet, denn die SIM-Karte ist gestohlen. Weitere 11 Cent wird die vorbereitete SMS kosten. Mein Daumen wird sich bald durch die Menüs des Handys drücken, um sie zu verschicken. Ein anderes Handy wird diese Message empfangen. Der Akku wird vibrieren. Ein Signal auslösen. Der Lauf der Geschichte wird sich ändern. Ich werde mein Zielfernrohr einpacken.</p>
<p>Ich sehe durch das Zielfernrohr. Den Finger am Drücker. Da kommt der Werbeblock.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Weihnachtstagebuch</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2005 15:27:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter J. Kraus</dc:creator>
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		<description><![CDATA["So, alles klar. Dancer, Prancer, Rudolph und die anderen waren beim Tierarzt, haben ihre Impfungen bekommen. Flugtauglichkeit wurde bestätigt. Schlitten von der Werkstatt geholt, auch hier alles in Ordnung."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>13. Dezember</strong></p>
<p>So, alles klar. Dancer, Prancer, Rudolph und die anderen waren beim Tierarzt, haben ihre Impfungen bekommen. Flugtauglichkeit wurde bestätigt. Schlitten von der Werkstatt geholt, auch hier alles in Ordnung. Verblüffend, was &#8220;Reinigungsmaterial und Kleinteile&#8221; kosten. <strong>22. Dezember</strong> Schlitten gepackt, last minute Geschenke obenauf . Viel Elektronik dieses Jahr, jede Menge Kriegsspielzeug. Wird wohl die Lage sein. Egal &#8211; Kamin runter und untern Baum damit! Der eine Arbeitstag im Jahr&#8230;&#8230;.</p>
<p><strong>24. Dezember.</strong></p>
<p><img class="size-full wp-image-536 alignright" title="hotchristmas" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2005/11/hotchristmas.jpg" alt="Hot Christmas" width="200" height="302" /></p>
<p>Showtime, Freunde! Bisschen warm am Pol heute, aber das hält ja seit Jahren schon an. Neues Licht über Grönland. Global Warming oder Terroristen-Früherkennung? Mal fragen. Mrs. Claus steht vor der Hütte, winkt, wünscht ein Frohes Fest (trotz des Telegramms des amerikanischen Bundes Wiedergeborener Christen, der unter Boykottandrohung fordert, statt politisch korrektem &#8220;Fest&#8221; oder &#8220;Holidays&#8221; wieder &#8220;Christmas&#8221; zu wünschen). Kurz vor Mitternacht &#8211; die acht Stunden schaffen wir mit links.</p>
<p><strong>03. August</strong></p>
<p>Heiß hier auf Kuba. Leck mich am Arsch! Seit Ende Juni bin ich ans Zellengitter gekettet, höre auf dem rechten Ohr nichts mehr und scheiße nur noch flüssig. Die Finger heilen aber schön; der junge Mann, der mir grinsend sagte, ich hätte jetzt wenigstens keinen Ärger mehr mit dem Nägelschneiden, hatte recht! Mrs. C wird sich freuen, wenn ich wieder zuhause bin. Die Wampe ist weg, der Bart ist ab und mein orangefarbener Jumpsuit schlottert nur noch! Ich hätte wirklich nicht übers Weiße Haus fliegen sollen. Aber man lernt ja nicht. Schade um Rudolph; die rote Nase war immer eine prima Orientierungshilfe. Wußte nicht, daß ihre hitzesuchenden Raketen sogar auf Furzwärme reagieren. Merke: vor Langstreckenflügen kein Trockenfutter mehr! Gestern war der nette Mann wieder da. Ich glaube, ich tue ihm jetzt den Gefallen und stimme zu, daß der rote Anzug eine Al-Kaida-Uniform ist. Er verspricht ja seit langem, daß wieder nach Hause darf, wenn ich unterschreibe. Mal sehen.</p>
<p><strong>28. November</strong></p>
<p>Endlich wieder daheim! Amnesty hat mich rausgehauen; die kleine Notlüge (ich sei getarnter deep-cover Mossad-Agent) hat gewirkt. Natürlich werde ich mich an mein Versprechen halten, den US-Luftraum nie wieder zu überfliegen. Überhaupt habe ich den Betrieb umgestellt. Ohne Rentiere ist keine Auslieferung mehr möglich, der Schlitten soll angeblich über Mosul im Einsatz sein. Mrs. Claus hat während des Wartens Zehnfingersystem gelernt und wird jetzt für mich den Computer bedienen. Wir sind ab sofort über www.eihnachtsmann.com zu erreichen, verschicken noch am Bestelltag per UPS und nehmen alle von US-Banken ausgestellte Kreditkarten. God Bless America! And Merry Christmas, mit Betonung auf Christ. <em> Santa Craus</em></p>
<p><img class="size-full wp-image-537" title="hotchristmas2" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2005/11/hotchristmas2.jpg" alt="Hot Christmas" width="440" height="292" /></p>
<p>&nbsp;<br />
-<br />
&#8211;<br />
&#8212;</p>
<hr />
<strong>Was von Peter J. Kraus lesen:</strong></p>
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<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3861531267/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&#038;tag=sflex-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3861531267"><img border="0" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&#038;Format=_SL160_&#038;ASIN=3861531267&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=AsinImage&#038;WS=1&#038;tag=sflex-21&#038;ServiceVersion=20070822" /><br /><small>Route 66</small></a>
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		<title>Ein typischer Scheisstag in Los Angeles (Für deutsche Verhältnisse garnicht übel)</title>
		<link>http://kaschemme.de/2004/08/ein-typischer-scheisstag-in-los-angelesfur-deutsche-verhaltnisse-garnicht-ubel/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2004 15:38:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter J. Kraus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Remix]]></category>
		<category><![CDATA[amok]]></category>
		<category><![CDATA[enden]]></category>
		<category><![CDATA[global]]></category>
		<category><![CDATA[idylle]]></category>
		<category><![CDATA[job]]></category>
		<category><![CDATA[klima]]></category>
		<category><![CDATA[moderne]]></category>
		<category><![CDATA[sinn]]></category>
		<category><![CDATA[terror]]></category>
		<category><![CDATA[tod]]></category>
		<category><![CDATA[trash]]></category>

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		<description><![CDATA["U.S. Says 300 Fighters Killed 
Zum Bundesliga-Auftakt gehen die Lichter aus
Job Growth Meager, Markets Stunned"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>U.S. Says 300 Fighters Killed<br />
Zum Bundesliga-Auftakt gehen die Lichter aus<br />
Job Growth Meager, Markets Stunned<br />
Schweizerische Post gibt Briefmarken aus Holz heraus<br />
Bush Defends Terror Alert<br />
Karlsruhe lässt Alcopop-Steuer passieren<br />
U.S. Adding More Oil to Reserve<br />
14-Jährige nach versuchter Vergewaltigung erstochen<br />
Poor Jobs Figure a Sharp Blow to Bush<br />
HypoVereinsbank verdreifacht Gewinn<br />
Funk Musician Rick James Found Dead<br />
Sparer in Thüringen räumen wegen Hartz IV Konten leer<br />
Abu Ghraib Was Hell, U.S. Soldier Tells Hearing<br />
Polizei suchte auf Campingplatz türkische Extremisten<br />
Few Troops Available for Darfur, U.S. Senator Says<br />
Unwetter auf Mallorca</p>
<p>-<br />
&#8211;<br />
&#8212;<br />
<strong>Lesen Sie</strong> <a href="http://www.amazon.de/gp/entity/Peter-J.-Kraus/B001K1L7HI?ie=UTF8&#038;ref_=ntt_athr_dp_pel_1&#038;ie=UTF8&#038;site-redirect=de&#038;tag=scarewarede-21&#038;linkCode=ur2&#038;camp=1638&#038;creative=19454">Bücher von Peter J. Kraus auf Amazon</a><img src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=scarewarede-21&#038;l=ur2&#038;o=3" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />!</p>]]></content:encoded>
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		<title>Tatort Kairo: Mord an den Pyramiden</title>
		<link>http://kaschemme.de/2004/06/tatort-kairo-mord-an-den-pyramiden/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2004 10:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirt Diggin Dog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Story]]></category>
		<category><![CDATA[enden]]></category>
		<category><![CDATA[liebe]]></category>
		<category><![CDATA[menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Starke-Frauen-Krimis]]></category>
		<category><![CDATA[terror]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Kommissarin Imho wirft im Spiegel einen letzten zufriedenen Blick auf ihr edel geschnittenes, milchkaffeebraunes Profil. Zwei geübte Striche mit dem bordeauxfarbenen Lippenstift, ein dritter tastend über den Schreibtisch. Sie findet endlich das Telefon unter dem Pappteller, der beweist, dass angebrannte Kichererbsen zur Reinkarnation nicht fähig sind. Die Leiterin des Kommissariats leitet ein, was sie einleiten muss]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">Der 6. Krimi für starke Frauen</p>
<p>Kommissarin Imho wäscht sich die Hände und restauriert sich das Gesicht. Die Melonenscheibe hatte ihr von Ohr zu Ohr gereicht. Sie muss sich jeden Tag von Neuem durchbeißen, Kommissare mit einer solchen Oberweite hat es in Kairo bisher nicht gegeben.</p>
<p>&#8220;Mord an den Pyramiden!&#8221; schreit ihr Kollege Abd El Toth, noch ehe er die Tür ganz aufgerissen hat.</p>
<p>Imho, sich ein Stück Wassermelone aus dem rechten Ohrring pulend, verpasst ihren Kollegen. Als Ausrufezeichen hat er die Tür wieder zugeschlagen, aber aus dem Nebenbüro klingt es noch einmal:</p>
<p>&#8220;Mord an den Pyramiden!&#8221;</p>
<p>Kommissarin Imho wirft im Spiegel einen letzten zufriedenen Blick auf ihr edel geschnittenes, milchkaffeebraunes Profil. Zwei geübte Striche mit dem bordeauxfarbenen Lippenstift, ein dritter tastend über den Schreibtisch. Sie findet endlich das Telefon unter dem Pappteller, der beweist, dass angebrannte Kichererbsen zur Reinkarnation nicht fähig sind.</p>
<p>Die Leiterin des Kommissariats leitet ein, was sie einleiten muss. Der Fremdenverkehrsminister, der Innenminister, der Polizeipräsident, NSA und CIA, dazu die großbuchstabige Analphabetenzeitung aus Germania.</p>
<p>Noch während sich das Gespräch durch die Leitung quält, stopft Imho die Dienstwaffe ins Halfter und die Ohrclips dazu. Jetzt reißt die Kommissarin die Tür auf und überrascht Kollegen Abd El Toth beim Nassrasieren.</p>
<p>&#8220;Aber ich muss doch noch&#8230;!&#8221; stammelt er hilflos, greift jedoch gehorsam zu Waffe und Fliege. Den Abendanzug trägt er bereits.</p>
<p>&#8220;Abmarsch!&#8221; schreit Imho, stürzt zum Jeep und setzt sich mit einem schwer bewaffneten Antiterror-Kommando in Richtung Wüste in Bewegung.</p>
<p>&#8220;Wollen Sie die alle mitnehmen?&#8221; stammelt Abd El Toth, dem es schwer fällt, auf dem rüttelnden Beifahrersitz die Fliege zu binden.</p>
<p>&#8220;Wenn es nach mir ginge,&#8221; schnauzt Imho, &#8220;hätte ich die halbe Armee dabei!&#8221;</p>
<p>&#8220;Da wird er sich aber freuen&#8230;&#8221; murmelt der Kollege betreten.</p>
<p>Kommissarin Imho streicht ihren blutroten Seidenrock glatt und setzt ein Kopftuch auf. Für alle Fälle. Man weiß ja nie.</p>
<p>&#8220;Wer sich zuletzt freut, freut sich am längsten,&#8221; orakelt sie.</p>
<p>&#8220;&#8230; schon gelesen?&#8221; druckst Abd El Toth. Seine Vorgesetzte gibt sich keine Blöße. Sie liest nie Berichte, sie lässt sich Berichte berichten. Dazu sei ein Bericht da, sagt sie. Er wird von ihrer kleinen Leseschwäche auch diesmal nichts erfahren. Ihre Augen verschleiern sich, sanft legt sie ihre Hand auf die makellos gekämmte Mako-Baumwolle seines Anzugärmels.</p>
<p>&#8220;Lieber Toth, einfach wunderbar. Perfekt! Alles drin, und dann dieser Stil!&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja, der Stil&#8230;&#8221; flüstert er ebenso hingerissen.</p>
<p>Sie fahren langsamer, pirschen sich in fächerförmiger Formation durch die Wüste. Hinter der nächsten Kurve werden sie die Pyramiden erreicht haben. Im Abendhimmel spielen gelbe und osirisgrüne Laser.</p>
<p>&#8220;Laserkanonen!&#8221; schreit Imho und legt jetzt auch die Brillianten ab. &#8220;Anhalten!&#8221; befiehlt sie.</p>
<p>Vorne am Durchlass steht der Polizeipräsident. Im Abendanzug mit einem zerknautschten Amerikaner in Trenchcoat und Sonnenbrille.</p>
<p>&#8220;Haben Sie sie dabei?&#8221; fragt der Polizeipräsident lächelnd.</p>
<p>&#8220;Aber ja!&#8221; ruft Kommissarin Imho, bereits auf dem Sprung in einen Graben.</p>
<p>&#8220;Angriff! Jetzt!&#8221; murmelt sie in ihr Funkgerät.</p>
<p>Warum bewegt sich Toth nicht? Was macht er so lange beim Polizeipräsidenten?</p>
<p>&#8220;Die Einladung&#8230;!&#8221; ruft der verzweifelt, als die ersten Granaten und Rauchbomben detonieren.</p>
<p>Der Weg ist schnell frei gesprengt. Die unwahrscheinlich große Anzahl von Geiseln in Abendrobe flieht in Panik; der Täter, der sich vergeblich auf der Bühne mit einem Buch zu tarnen versucht, wird im Tumult erschossen.</p>
<p>Kommissarin Imho greift nach dem blutverschmierten Beweismittel und entziffert den Titel: Mord an den Pyramiden &#8211; von Christian Agathy.</p>
<p>&#8220;So eine Geschmacklosigkeit!&#8221; brüllt sie der Leiche ins zerschossene Gesicht. &#8220;Terrorist! Menschenschinder! Lügner!&#8221;</p>
<p>Im kühler werdenden Abendwind löst sie ihr Kopftuch und wirft es angeekelt auf den Brei, der dort liegt, wo andere Menschen Augen und Schädeldecke haben. Dann zieht sie ihre Lippen in Bordeauxrot nach, steht auf und geht. Sie dreht sich noch einmal um, streicht ihren blutroten Seidenrock glatt und sagt zu ihrem Kopftuch: &#8220;Jetzt weißt du, wie man mit Menschenfängern umgeht.&#8221;</p>]]></content:encoded>
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		<title>Bette sich: wer kann!</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Jan 2001 09:39:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Berger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[experimentell]]></category>
		<category><![CDATA[hass]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[liebe]]></category>
		<category><![CDATA[müll]]></category>
		<category><![CDATA[terror]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
		<category><![CDATA[typografisch]]></category>

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		<description><![CDATA["Manchmalig möchte man der Welt den Arsch aufs Tapet offerieren; der Menschheit entblößten Kollektivcharakter vor Gott / oder wem? / libellieren."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmalig möchte man der Welt den Arsch aufs Tapet offerieren; der Menschheit entblößten Kollektivcharakter vor Gott / oder <em>wem</em>? / libellieren. Wir drehn uns um n umbilicus der gewaltvollen Libertinage, des widerwärtigen Hassens und Gehasstwerdens; &#8211; unter sämmetlicher Umgehung der Großhirnrinde. //</p>
<p>Pretty <em>un</em>\BELIEV\<em>abl</em>\E!! -</p>
<p>Morgendliche Lektüre, mittagliche Schau der Fressen draußen, allabendlich holografierte und virtualisierte Terrorattacken verhindern: gesunde Rekonvaleszenz.</p>
<p>Wer &#8211; <em>wer</em> thront da aufm Pantheon?? Es ist keiner! Es ist <em>keiner</em>! / Wusste klug schon Jean Paul. / Die Zeiten ändern sich eben -: nicht. &#8211; -</p>
<p>Eingekerkert von der Plazenta bis unters Epitaphium: one-way-Matrix of life. / (sub specie aeternitatis: /) = Subconscious terror. &#8211; -</p>
<p>Testosteron diktiert … /: die blutige Epidermis unseres Globus. Software (= Intellekt) applaniert / negiert! / Hardware (= Physis). &amp; Erythrozyten et Lebensgeist tröpfeln unisono aus angebissenen Fingerkuppen: nervous breakdown!! // &#8211; - -<br />
Hinter Häuserecken und Baumgruppen lauern schwarze Wölkchen, drapierte Kohorten: lungern &amp; warten auf das kommende Opfer. Glühende Linsen fackeln Brandlöcher in Seelchen / &amp; Teermassen brechen Nachtwind: vor Schmerz jaulende, zitternde, bangende: gefolterte Tiere; ohne zu erwartende Linderung verspüren zu dürfen: irgendwann. / &#8211; Myriaden von Momenten der Qual &#8230; bis zum Ende. &#8211; -</p>
<p>&amp; wir?? Mitten darunter; among them; Flüchtlinge bestraft Gewissen. &#8211; / Denn:</p>
<p>Es I.S.T <em>keiner</em>!! KEINER!! Kein Engel, kein liebevoller Schutzgeist &#8211; - <em>kein Gott.</em> //</p>
<p>Nun: &#8211; - Schont, ihr mit Denk- und Fühlvermögen ausgestatteten, schont euch, palisiert eure empfindlichen Hirnstrukturen, zerrt euch an den eignen Haaren aus der dyskolischen Erdenmülltonne: auf Dornen gebettet: &amp; sauve qui peut!!</p>]]></content:encoded>
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		<title>Cyberwar</title>
		<link>http://kaschemme.de/1999/02/cyberwar/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 1999 20:54:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Goedart Palm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scifi]]></category>
		<category><![CDATA[dreck]]></category>
		<category><![CDATA[enden]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[job]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[menschlich]]></category>
		<category><![CDATA[phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[terror]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
		<category><![CDATA[urban]]></category>
		<category><![CDATA[verbrechen]]></category>
		<category><![CDATA[weise]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Visuakel von Del Phi Tron hat die kleine Geschichte, die ich euch erzähle, bereits drei Echtzeiträume früher auf den Lichtschirmen von Rest-Terra projiziert - jenen winzigen Gefängnisplaneten, auf dem SF-Autoren ihre zu kurzen Reststrafen abbüßen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Eine Hypermikrosatire, von deren Unwahrscheinlichkeit alle Hoffnungsfrohen überzeugt sind und die nur aus apotropäischen Gründen erzählt wird. Allen SF-Geschädigten zugeeignet, die zwar Sirius kennen, nicht aber ihre städtische Leihbibliothek mit frei zugänglichen Klassikern.</em></p>
<p>Das Visuakel von Del Phi Tron hat die kleine Geschichte, die ich euch erzähle, bereits drei Echtzeiträume früher auf den Lichtschirmen von Rest-Terra projiziert &#8211; jenen winzigen Gefängnisplaneten, auf dem SF-Autoren ihre zu kurzen Reststrafen abbüßen. Aber wie so oft mochte dem niemand Glauben schenken, da die rhadamantischen Orakel von der Diktischen Höhle jede Weissendung depiktoralisierten. Minos Minos der Jüngere überzeugte gerade die Lichtnymphe Pariasolar, seinen illuminiszenten Daimonidentraum aufzuladen, als die ersten Frühtau-Psycho-Konflikter in Ultrajetkings über den Bergen von Belsen erschienen, imaginär auf den Polyphemotoren, schon vorher als früher, schneller als rasend, Donnerwalhalla vor Blitzkrieg, takataktak, Granaten entbindend&#8230;in dieser Geburt der frühen Stunde zündeten die onirischen Simulatorenflaks zwar reihenweise Psycho Gamma Blocker. Die Kohorten der Eiligen Elektroliga kamen aber nicht mehr dazu, ihren Bionen Seducer, nicknamed &#8220;Old Sigi&#8221;, zu installieren. Die Fotonenblaslaster hatten bereits das gesamte Lichtfeld metaphosphorisch durchlöchert, und die holistischen Strickbrigaden hatte alle Cyberaugen voll zu tun. Dieses Manöver nannten die Historiografen später &#8220;Turner attack&#8221; im Andenken an dessen Spruch &#8220;Mehr Licht&#8221; (Es gibt aber informierten Biografen zufolge noch wenigstens 100 andere Maler, die beim Ableben diesen hochoriginellen Spruch über die Lippen brachten). Schlimmer war aber das transgressive Blood Eye Fever im posturbanolenten Interraum. Diese Epidemie, die sich über Sichtkontakte verbreitete, konnte erst durch die totale Verdunkelung, totaler und radikaler, als wir sie uns überhaupt noch vorstellen können, vorläufig eingeblindet werden. Die Neovirulisten um den blinden Seher Humphrey Theresias installierten Megareflektoren mit der zynischen Aufschrift &#8220;Schau mir in die Augen, Kleines&#8221; und ikonifizierten damit den optischen Terror auch für die, die das blendende Elend nicht sehen wollten. Unnötig zu sagen, dass der akkustische Terror durch eine Technoscratchversion von &#8220;As time goes by&#8221; ausgelöst wurde. Der illuminative Gegenterror, den Bonaventura mit seinem lichtmetaphysischen Powerplay entfachte, war aber auch nicht um einen metaphorischen Augenbreit besser als der Erleuchtungsschrecken, den er selbstgefällig reflektierte. Die Invisibilisten majorisierten durch diese dehumane Initiativen zwar die Overlook-Party, aber der Subliminaldiskurs blieb pseudopolitisch ohne sichtbare Ergebnisse. Schließlich diskoalierten die Peacestriker Partei und die abjekten Echtzeitler gegen die All Elekt(r)ohuman League. Die Abstimmung über die transorbitale Frontlinienkompetenz entgrenzte die Machtposition von Overlord Bernhard of Clairvaux zur militärischen Panoptipotenz. Der große Distributor verteilte brüderlich, aber tardando im Nanosekundentakt seine self fulfiling underdogs über das subliminale Risikofeld. Zunächst pulverisierten die Materiezerstäuber zwar erfolgreich das subatomare Rückgrat der Zweitausendundeins-Plateau-Partisanen. Schließlich versagten aber die Urbi et Orbi Detektoren des allmächtigen Vaty-Khans, und die Multimaxmonitore, durch permanentes Anti Screening verseucht, sendeten nur noch Simulationsberichte der Seeschlacht von Lepanto. Auch wenn die Kriegsfiktionsberichterstattung den Semihumanoiden Juan d´Austria Eugen als &#8220;warrior of the weak&#8221; präsentierte, mechanisch Belagerungsspiele an Kinder verteilend, mochte kein Pseudoapparatnik diesem und anderen Durchhalteclips der Videonauten so recht trauen.</p>
<p>Im Feuerwerk explodierender Nachrichtensatelliten sang der Männerchor &#8220;Synthetikrüppel für den Frieden&#8221; den einsamen Decoder Song, der die Geschichte einer intergalaktischen Good-Will-Tour der einst so berühmten Atomsprengköpfe Gottes, der so genannten Grahamisten Old Fellows, erzählte. Eine kleine Gruppe versprengter Quantenterroristen, angeführt von Bruder Chez Gomorrha, richtete jenseits von Eden, aber diesseits von Sodom , zunächst unbeachtet elektromagisches Dauerstörfeuer auf die Schrödinger Truppen. Mit katzenartiger Geschwindigkeit zogen sich diese in das Tempodrommetenrot von Perutztistan zurück. Lediglich ein Hilfskonvoi der Postnuclear holocaust mutants konnte bis zur &#8220;Fantastischen Mauer&#8221; entkommen, wo sie auf eine metalepröse Truppe von entsiegelten Bakteriomorphen stießen, die sie mit infektuösem Trommelfeuer und seelenlosen &#8220;Viva la muerta&#8221;-Rufen unter der Führung des hyperpanischen Cyberdillo empfingen. Flash auf Flesh erstürmte dagegen das berühmte Cyborg Kommando &#8220;Captain Golem Golan and the outburst Planet Busters&#8221; die Monadeninseln des Leibniz-Archipels, um hier einen prästabilierten Präposten enharmonischer Megamilben zu installieren. Aber der Plastikknochensturm im Fotonenwind entzog sich nicht der Spitzfindigkeit des &#8220;Flying Eye of heaven&#8221;, das geschwätzig jedes Detail an die videosüchtelnde Heimatfront transmittierte. Das Digilogbuch von Sergeant Salt, des leandrischen Führers der gefürchteten &#8220;death clubbers&#8221; kommentierte: &#8220;Wir traktierten die bereits wund gescheuerte Schnauze dieses Hundesohns Clairvaux mit unseren digitalen Keulen, bis seine paranormalen Turbulatoren nur so klingelten. Aber erst als unsere prälitischen Brunnenvergifter ihre ultramarinblauen Desinfo-Tarnfische in das submarine Datennetz einschleusten, reichte die Tentakel-Time der sepiabraunen Parteioffiziere nicht mehr aus, dem dissimulierten Overthrill zu entkommen. Hätten nicht einige Darker Granaten die Ultra Lightshow unserer Powerhacker in Nueva Bagdad zerstört, hätten wir auch Clairvaux dereifiziert.&#8221; Heute klingt das wie prämortales Geschwätz von übererstmorgen. Denn Salt wusste schon damals wie vorheute, dass sich Clairvaux mit seiner Präponderanzgarde längst zum Tannenberg-Tor hinter Dunekirchen abgesetzt hatte. Verschiedene Netzwerksymbionten sendeten aber rücksichtslos weiter Irreality-TV &#8211; anderes gibt´s ohnehin nicht mehr &#8211; bis schließlich die Datenschlammkontamination einen Informationsholocaust angerichtet hatte, der vermutlich auch für die wieder einsetzenden Kinderfadenkreuzzüge der präfigurierten Embryonalisten verantwortlich war.</p>
<p>Was ereignete sich inzwischen an der Front der sieben Armleuchter und tausend Posaunen von Yeah Richko? Hier schlugen Ökosappeure um Robin Fastlook die Warnsystemtheorie in den Wind und die green warriors konnten lediglich zwei Zoll imaginären Boden gewinnen, bis sie auf der Grünfeldachse vom erbitterten Widerstand der Giroghandisten aufgehalten wurden. Mit lauten &#8220;Mahatma&#8221;-Rufen trieben die selbst ernannten Peace-Killer eine platinweiße Robokuh am Blauband vor sich her, deren explodierende Elektroeitereuter die vordere Sturmstaffel der Greenwarriors zerfetzte. Wer von den elektrofotonischen Wundern des ersten Body and Soul-Kriegs berichtet, wird rückblickend, also im Echtzeitrahmen vorausschauend, den apriorischen Wundstarrkampf nicht vergessen, der zwischen der Virtualitätsartillerie und der trojanusköpfigen Alpha Zentauri Kavallerie entbrannte. Die Bildkanoniere schlugen zwar zahllose piktogene Löcher in die illusionäre Außenhaut der X-lanen, aber die Posttrojaner revanchierten sich mit Chiffrensalat, der die atopische Ortungselektronik völlig um ihre Äquilibristik brachte. Zwei antagonistische Deslokatoren führten indessen nur einen Lichttempowurf entfernt ein unergiebiges Streitgespräch, bei dem sie fortwährend die Plätze wechselten, bis sie schließlich auf Grund einer wechselseitig gestellten Mansube in ihre Polyteile implodierten. So galt einmal mehr das subatomare Talion der cyberspace bible: Fotonenauge um Fotonenauge, Elektronenzahn um Elektronenzahn. Flesh Jobs waren selten. Die berüchtigten Hackfleischmoussaker der Jason Gang war durch die Augsburger Postkonvention als Verbrechen gegen die Übermenschlichkeit geächtet worden und nach dem Toleranzverdikt von Nantes wagte kaum einer der Arg-Los-Nauten mehr, fremde Fleischpaläste zu malträtieren. Torquemada sei Dank. Lediglich in einem lunaren Scharmützel der Starpeacestriker gegen die präapokalyptischen Reiter &#8220;The marvellous Four&#8221; soll es einige Dekorpussierungen gegeben haben. Der metagenologische Exformationsbericht von Turn to Taxis, den die Mimoretuscheure der Firma &#8220;Miles Postgloriosus&#8221; bis zur Unkenntlichkeit fingierten, fiel allerdings der Datenschmutzverordnung zum Opfer und durfte nicht mehr in die Informosphäre abgestrahlt werden. Auf Rest-Terra wurde dagegen subliminales Depravin hektoliterweise in die Grundwasserkanäle abgeklappt, sodass die betroffenen SF-Autoren noch abwegigere Einfälle, will sagen Ausfälle hatten. Die Synapsenscharmützel liefen aber nicht ohne einige unrühmliche Ausschreitungen ab. So verteilten Poison Willy und seine Nervengiftmischercrew ihre Power Cocktails &#8220;Laudanum Plus&#8221; an die Ultrasoldateska von Chizoeville. Selbst die Verteilung von Mega Theriak Pastillen konnte die Hallozino-Katastrophe nicht eindämmen. Auf der vergeblichen Suche nach der verlorenen Formel von Lethe Giga Mash, das im letzten protothetischen Krieg als Antidot so hervorragende Dienste geleistet hatte, wurde sogar das imperiale Mausoleum der vormaligen Amnesiekolonisatoren von Minus-Terra geplündert, ohne aber mehr als einige lecke Fässer mit Deuteriumsuperoxid zu Tage zu fördern. Nach diesem delusiven Intermezzo schickte Clairvaux aus dem Ex-seal einige transmobile Kartätschen über Rest-Terra und transformierte die Region in den status potenzialis. Die dadurch initiierten Möglichkeitslebensformen appellierten bis zum interjuvenalischen Oszillationsgerichtshof, um schließlich ein gewaltiges Phantomschmerzensgeld einzuklagen. Der Metabolismusblitzkrieg der Gerontophaser beseelte schließlich ein dreckiges Dutzend von Semiandroiden mit der Lebenserwartung einer Stubenfliege, aber ein paar Elektrozombies mehr oder weniger, das ist doch nicht die Welt&#8230; Mehr gibt es eigentlich nicht zu berichten. Der Rest ist bekannt. Im Frieden von Chizoeville fanden simulierte Friedensverhandlungen statt, die mit Ausnahme geringfügiger Grenzkorrekturen den status quidproquo sanktionierten.</p>
<p>Der kollusiv veranlasste Chefunterhändler Dailyrentabomb fasste das Ergebnis lakonisch so zusammen: &#8220;Wir haben eine Psychobataille verloren, Seelenruhe ist jetzt die erste Replikantenpflicht&#8221;. Tat Twam asi.</p>]]></content:encoded>
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