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	<title>Zarathustras miese Kaschemme &#187; urban</title>
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	<description>Blog &#38; Magazin für exzentrische Literatur</description>
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		<title>Amvettamyn</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 05:07:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Fightestörk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angst vor der Existenz ist mehr als der kalte Schweiß.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1352" title="amvettamyn" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2010/04/amvettamyn.jpg" alt="amvettamyn" width="500" height="374" /></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein erfülltes Leben</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 05:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Mrosk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich machte dort weiter, wo ich letzte Nacht irgendwann gegen Viertel vor 4 aufgehört hatte. Jede Nacht holte ich mir zwei Dosen Bier verfeinert mit Ginseng, Taurin und Erdbeerextrakten und las auf dem Boden sitzend den schwarzen Himmel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich saß um kurz nach 3 Uhr morgens auf dem Bordstein vor dem Supermarkt und biss gierig in den Schokoriegel. Ich dachte an meine Fahrt auf dem Fahrrad hier her, die schmalen leeren Gehwege entlang mit den Autos, die links an mir vorbeizogen. Darin saßen ihre Fahrer auf dem Weg zu ihren warmen Apartments oder Häusern. Dort wo ihre Freunde oder die Familie auf sie warteten um zu trinken, zu reden und Partys zu feiern. Ich feierte für mich selber, den kalten Abend, entlang den hart arbeiteten Sprinklern, die auβer den Rasenflächen vor den Häusern auch meine Hosenbeine bespritzten. Verdammt. Die Autofahrer hatten ihre Scheibenwischer, ich hatte die feuchten Bremsspuren. Die hatten die warmen vollen Häuser, ich hatte die dunklen leeren Gassen.</p>
<p>Ich aβ meinen Riegel auf und steckte mir eine Zigarette an. Mein Fahrrad stand drüben an dem Pfeiler, der eine Reklametafel hielt, angelehnt, zwischen den ganzen Autos meiner Mitarbeiter. Einmal mehr spielte ich mit dem Gedanken, auf den feuchten Sattel zu springen und einfach nach Hause zu fahren. Scheiß doch auf alles. Dieser Job war es nicht wert zu leiden. Ich rauchte auf und ging zurück in den Markt.</p>
<p>Bevor es zehn Uhr war, hatte ich Frühstück und Mittag gegessen und setzte den Tag mit kanadischem Whisky für 9 Dollar die Flasche fort. Ich machte dort weiter, wo ich letzte Nacht irgendwann gegen Viertel vor 4 aufgehört hatte. Jede Nacht holte ich mir zwei Dosen Bier verfeinert mit Ginseng, Taurin und Erdbeerextrakten und las auf dem Boden sitzend den schwarzen Himmel. Keine Sterne, nur der Vollmond, der zwischen den Palmen, die am Straßenrand standen hindurch strahlte. Was tat ich hier? Jede Nacht war dieselbe Nacht und jede Nacht war derselbe passive Wutanfall, der in Form eines Rülpsers nach draußen brach. Jede Nacht zählte ich die Sekunden und sehnte mich dem Feierabend entgegen, nur um nach Hause zu fahren, dort noch ein Bier zu trinken und dann todmüde zum nächsten Job, der sowieso nicht genug Geld einbrachte zu eilen. Vielleicht war es an der Zeit für eine Veränderung? Nein, ich denke, diese war schon lange überfällig.</p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1355" title="nachtmarkt" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2010/04/nachtmarkt-250x250.jpg" alt="nachtmarkt" width="250" height="250" />Nachts füllte ich die Regale im Vierundzwanzig-Stunden-Supermarkt, tagsüber saß ich dann zu Hause, rauchte eine Zigarette nach der anderen und sah wie das Bier und der Whisky immer weniger wurde, bis schließlich nichts mehr da war, nur die Müdigkeit, die es mir versagte, noch mal los zu ziehen, um Nachschub zu holen. Bald war der zweite Job dahin.</p>
<p>Es war ein Montagmorgen. Ich legte mich aufs Sofa und döste vor mich hin. Ich stand wieder auf, tippte ein paar Zeilen und spielte ein wenig Musik. Kein Buch, das ich begonnen hatte, war fertig, und ich hatte das Gefühl, mir lief die Zeit davon. Zu viele Jahre waren schon verschenkt, doch den Jahren war es egal. Die zogen vorbei wie die Wagen und Flugzeuge jede Nacht, in denen ich hätte sitzen können auf dem Weg in die lohnende Erleichterung, die sich von der Seligkeit nährte. Alles nur dummer Idealismus. Ein Traum - mal wieder. Ein weiterer Traum, der eine Nummer zog und brennend darauf wartete erfüllt zu werden. Wie sah denn die Realität aus? Zu wenig Schlaf, zu wenig fertige Bücher, zu wenig Geld und zu viel Alkohol. Ende.</p>
<p>Die Tage gingen so dahin. Ich schaute mir koreanisches Glücksrad im Fernsehen an. Ich hatte mir zwei Pizzabrote für drei Dollar besorgt und kaute nun auf der flauen Salamischeibe herum und hoffte, dass ich bald satt sein würde. Das ganze Ding würde ich nie und nimmer runter bekommen. Der Käse schmeckte nach abgestandener Milch und die Wurst nach Salz und das war‘s. Bloß schnell den Magen voll kriegen, dann eine rauchen und anschließend vor dem Fernseher einschlafen bis der Wecker klingelt.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Das einzige woran du gerade denkst</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 22:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Klöpping</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[moderne]]></category>
		<category><![CDATA[tristesse]]></category>
		<category><![CDATA[urban]]></category>

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		<description><![CDATA[Das einzige woran du gerade denkst ist, / wie du am schnellsten aus deinem salärgefüllten Bett entwischst, / den Duschkopf optimal ausrichtest,]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2010/02/person_abstrakt_350x250-250x250.jpg" alt="person_abstrakt_350x250" title="person_abstrakt_350x250" width="250" height="250" class="alignright size-thumbnail wp-image-1337" />Das einzige woran du gerade denkst ist,<br />
wie du am schnellsten aus deinem salärgefüllten Bett entwischst,<br />
den Duschkopf optimal ausrichtest,<br />
so dass du mit ihm die schaumgefüllte Pfütze deiner Restbehaarung<br />
im Abfluss ertränken kannst.</p>
<p>Das einzige,<br />
was dir bei deiner Arbeit auffällt ist,<br />
dass niemand deine Kaffeemeinung teilt,<br />
dass man im Einverständnis plutokratischer SMS-Paragraphen handelt,<br />
die im besten Fall dazu taugen,<br />
den Kaffeesatz zu interpretieren.</p>
<p>Das einzige woran du gerade denkst<br />
sind Weiber, Weiber, Weiber,<br />
die auf Porno-Websites gestochert werden,<br />
sich von vorne und hinten mit dickflüssigen Einläufen bespritzen lassen,<br />
die im besten Fall in anderen Flüssigkeiten aufgehen.</p>
<p>Das einzige was du bist,<br />
sind Tageskonglomerate vergeudeter Gedanken,<br />
hirnverhangener Witterung<br />
und suboptimaler Existenz,<br />
die bestenfalls davon zeugen,<br />
wie man früher auf dem Mars zu kotzen pflegte.</p>
<p>Das einzige woran du gerade denkst,<br />
sind deine Eier,<br />
die schon nach zwei Minuten zu heiß sind,<br />
deine Schienbeinschoner,<br />
die beim Elfmeterschießen nichts nützen,<br />
deine Wollmütze,<br />
die dich vor dem Fahrtwind des Lebens beschützen soll,<br />
doch nur deine Ohren wärmt.</p>
<p>Das einzige was du gerade denkst,<br />
kommt aus deinem Arsch.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Gefangene</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 22:01:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rüdiger Saß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Story]]></category>
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		<description><![CDATA[Hilfe mußte her, denn er mußte unbedingt zur Arbeit, zu seinem Chef, er durfte nicht noch einmal zu spät kommen, wenn er seine Arbeit, seinen Chef nicht verlieren wollte. Er brauchte Hilfe, von einem Fachmann, er brauchte jemanden, der sich mit widerspenstigen Türen auskannte, der ihren Willen zu brechen verstand.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war, wie es immer war: Er hatte verschlafen, er hatte den Weckruf seines Weckers nicht gehört, dieses verhaßten Helfers seines Chefs, dieses Kainsmal seiner Unfähigkeit, die gewohnten Lebensgleise eines Bürgers, eines Angestellten zu verlassen. Es war, wie es immer war: Er schnellte aus dem Bett und zog sich an, wie ein Soldat, wie ein Feuerwehrmann bei Alarm. Dann stürzten er und die vergangene Nacht, ein Bienenkorb voller Träume, zuerst ins Bad, dann in die Küche. Der Wecker war unterdessen nicht stehengeblieben, er hatte jede Minute, jede Sekunde genau gezählt, wie die Erbsen eines Erbsenzählers. Und nun hielt er ihm die Zeit vor Augen und befahl, auf das Frühstück, auf Brot und Kaffee zu verzichten. Und er, hungrig und durstig wie er war, gehorchte. Er war kein Übermensch, er war nur ein Bürger, einer, der die Gleise seines Lebens nicht verlassen konnte.</p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1254" title="durchgang_350x" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/11/durchgang_350x-250x250.jpg" alt="durchgang_350x" width="250" height="250" />An der Wohnungstür aber passierte es: Die Tür ließ sich nicht öffnen. Er drehte den Schlüssel einmal, zweimal herum, der Riegel zog sich mit Krach, mit Getöse zurück, doch die Tür blieb fest verschlossen, sie gab keinen Spalt weit nach. Er drehte den Schlüssel weiter, immer weiter, dreimal, viermal, fünfmal, doch die Tür blieb hart und unbeweglich wie eine Wand. Er schwitzte, Hände und Gedanken zitterten. Er drehte den Schlüssel im Schloß herum, er hörte, wie sich der Riegel krachend und tosend zurückzog, und dennoch ließ sich die Tür nicht öffnen. Sie gab nicht nach, sie widersetzte sich seinem Willen, seiner Gewalt.</p>
<p>Hilfe mußte her, denn er mußte unbedingt zur Arbeit, zu seinem Chef, er durfte nicht noch einmal zu spät kommen, wenn er seine Arbeit, seinen Chef nicht verlieren wollte. Er brauchte Hilfe, von einem Fachmann, er brauchte jemanden, der sich mit widerspenstigen Türen auskannte, der ihren Willen zu brechen verstand. Im Telephonbuch boten sich die Fachmänner wie zweifelhafte Frauenzimmer an, da tummelten sich die Namen von Schlossern und ihre Telephonnummern. Doch das half ihm letzten Endes nicht, all die Schlosser, die ihre Dienste anboten, konnten ihm nicht helfen, denn sein Telephon war tot, kein Freizeichen, kein Rauschen, nichts. Eine jähe Angst überfiel ihn. Sie sprang wie eine große, fette Spinne auf sein Herz und klemmte es wie in einem Schraubstock ein. Die Spinne stopfte Watte in seine Luftröhre, in seine Lungen, so daß er zu ersticken glaubte, und sie stieß ihn in die Kälte, in ewiges Eis, so daß er zitterte und bibberte. Die Spinne wuchs und wuchs, sie wuchs über sich und ihn hinaus, bis sie alles überragte, bis sie alles andere unter sich begrub. Dann hetzte sie ihn, sie trieb ihn vor sich her, von Zimmer zu Zimmer, sie zwang ihn zum Fenster, um es aufzureißen und um Hilfe zu rufen, um zu schreien wie ein Wahnsinniger. Doch auch das Fenster, das eine wie das andere, ließ sich nicht öffnen, es gab wie die Wohnungstür um keinen Millimeter nach, weder auf Bitten, auf Flehen noch auf Gewalt. Auch die Fensterscheiben gaben sich nicht geschlagen, obwohl sie sich einem Hagel von Hammerschlägen ausgesetzt sahen. <img class="alignright size-thumbnail wp-image-1255" title="fenster-zum-hof.jpg" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/11/fenster-zum-hof.jpg-250x250.jpg" alt="fenster-zum-hof.jpg" width="250" height="250" />Die Leute auf der Straße nahmen ihn nicht wahr, weder das Hämmern gegen die Fenster, noch seine Hilferufe oder sein Winken. Mancher Passant blickte zwar zu ihm hinauf, mancher verlangsamte seinen Schritt oder blieb sogar stehen, dann aber schüttelte er seinen Kopf, zeigte ihm einen Vogel und ging weiter. Auch die Nachbarn nahmen keine Notiz von ihm, selbst die Empfindlichen, die Hellhörigen und Nervösen nicht, die schon das leiseste Geräusch in ihrer Ruhe störte. Ihre Aufmerksamkeit erwachte erst mit dem Gestank, der sich im Hausflur auszubreiten begann. Sie beschwerten sich über den Pesthauch, der die Kehle zuschnüre, der zum Erbrechen reize, sie beschwerten sich beim Hausmeister, beim Vermieter. Als diese in seine Wohnung eindrangen, fanden sie ihn im Bett. Sie fanden eine zum Skelett abgemagerte Leiche, der sich die Qualen des Hungers ins Gesicht gefressen hatten, sie fanden die Reste eines Vergessenen, die sich zu mumifizieren begannen. Sonst fanden sie nichts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Sex auf dem Schafott</title>
		<link>http://kaschemme.de/2009/11/sex-auf-dem-schafott/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 22:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Fightestörk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[dionysisch]]></category>
		<category><![CDATA[liebe]]></category>
		<category><![CDATA[moderne]]></category>
		<category><![CDATA[urban]]></category>

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		<description><![CDATA[In meinem Mund / staut sich das Wasser / es ist verstaubt / und ungenießbar / ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem Mund<br />
staut sich das Wasser<br />
es ist verstaubt<br />
und ungenießbar<br />
meine Nasenwandscheiden<br />
ertragen keinen weiteren Schub mehr<br />
und ich liebäugle mit dem Spiegel<br />
jemand ruft an<br />
es fällt mir schwer zu wissen wer<br />
ich wandere auf den Balkon<br />
und ertrage nicht mehr<br />
Lackschuhe und kurze Röcke<br />
und trotzdem<br />
krieche ich in ihre<br />
Hüften<br />
Mein Name ist:<br />
Es ist drei uhr morgens<br />
und ich bin betrunken<br />
ich weiß nicht<br />
weiter</p>]]></content:encoded>
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		<title>Nachts am Schreibtisch…</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 05:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paul Laub</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[apollinisch]]></category>
		<category><![CDATA[urban]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal wieder Nacht. Du liegst im Bett mit Nietzsche.
Ich hab die ganzen Bücher schon gelesen.
Der Mond rollt wie mit rostigem Gequietsche
von Dach zu Dach.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal wieder Nacht. Du liegst im Bett mit Nietzsche.<br />
Ich hab die ganzen Bücher schon gelesen.<br />
Der Mond rollt wie mit rostigem Gequietsche<br />
von Dach zu Dach. Und irgendein Verwesen<br />
liegt in der Luft. Ich glaube, ich ersticke,<br />
wenn nicht bald was Heroisches passiert.<br />
Soll ich mich zu dir legen? Deine Blicke<br />
sind wiedermal mit Zuckerguss glasiert.</p>
<p>Noch zwing ich mich zu meinen wirren Reimen.<br />
Sie fließen schlecht. Der Sommer drückt mich platt.<br />
Mir kommt es vor, als würd ich Wörter leimen.<br />
Beschissnes Sattsein! Gottverfluchte Stadt!<br />
Verdammter Lethargien windstiller Hafen! - -<br />
Da stehst du hinter mir und sagst: Nichtwahr,<br />
nie hat man alles? - Ärmster. Lass uns schlafen.<br />
Und, übrigens… du hast ein graues Haar…</p>
<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/10/mondnacht_350x.jpg"><img class="size-full wp-image-1191 alignnone" title="mondnacht_350x" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/10/mondnacht_350x.jpg" alt="mondnacht_350x" width="350" height="250" /></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Feierabend…</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 05:02:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paul Laub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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		<category><![CDATA[menschlich]]></category>
		<category><![CDATA[office]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich geh nach Haus. Die Gasse schweigt wie tot.
Und Fenster blicken müde aus St. Nikolai.
Im Hinterhof: Geruch von frischem Brot,
entwichen aus der nahen Bäckerei.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/09/gasse_nachts.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1187" title="gasse_nachts" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/09/gasse_nachts.jpg" alt="gasse_nachts" width="120" height="282" /></a></p>
<p>Ich geh nach Haus. Die Gasse schweigt wie tot.<br />
Und Fenster blicken müde aus St. Nikolai.<br />
Im Hinterhof: Geruch von frischem Brot,<br />
entwichen aus der nahen Bäckerei.</p>
<p>Zwei Bier im Arm. Die Außentreppe knackt.<br />
Wahrscheinlich schläfst du seit fünf Stunden schon.<br />
Und weil du weißt, ich komm noch, schläfst du sicher nackt.<br />
Ich schließ die Tür auf ohne einen Ton.</p>
<p>Die Dielen seufzen herzliches Willkommen.<br />
Es riecht nach Ingwer, Toast und irgendwas mit Huhn.<br />
Wie gern hätt ich den Zug davor genommen -<br />
indes es gab -wie oft- so viel zu tun.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Vision 2009…</title>
		<link>http://kaschemme.de/2009/09/vision-2009/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 05:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paul Laub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[futuristisch]]></category>
		<category><![CDATA[menschlich]]></category>
		<category><![CDATA[politisch]]></category>
		<category><![CDATA[terror]]></category>
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		<category><![CDATA[urban]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stammtischphilosophen trinken still. / Der Bürger darf sich seine Meinung schenken / und endlich ruhig fernsehn, wann er will.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt die Zeit, in der wir nicht mehr denken:<br />
Die Stammtischphilosophen trinken still.<br />
Der Bürger darf sich seine Meinung schenken<br />
und endlich ruhig fernsehn, wann er will.</p>
<p>Das Grundgesetz hat man zum Amt geschickt.<br />
Für einen Euro piekst es Blätter auf.<br />
Im Internet wird zu viel rumgef**** -<br />
Es wird geschlossen. Freiheit?-Schlussverkauf!:</p>
<p>In kleinen Stücken kann man sie erwerben.<br />
Erinnerung, der schönen Tage wegen.<br />
Wer etwas sagen will, muss einen Antrag erben…<br />
so hat man Zeit, sich’s gut zu überlegen.</p>
<p>Bei Nacht benötigt man kein Straßenlicht,<br />
denn keiner geht -wozu auch- aus dem Haus.<br />
Man trifft sich zwar, doch man vergnügt sich nicht -<br />
man schenkt Verdacht wie einen Blumenstrauß.</p>
<p>Zensoren rütteln an den Wohnungstüren.<br />
Wer nackt ist, gilt als potenziell pervers.<br />
Den Terrorismus sucht man auch bei Tieren,<br />
zumindest sind die Viecher kontrovers.</p>
<p>Es kommt die Zeit, in der wir nicht mehr singen:<br />
Die Dichter haben endlich andre Sorgen.<br />
Und falls wir singen, wird es düster klingen.<br />
Es kommt die Zeit. Vielleicht schon morgen.</p>
<p><a href="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/08/ueberwachungscam1_350x.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1180" title="ueberwachungscam1_350x" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/08/ueberwachungscam1_350x.jpg" alt="ueberwachungscam1_350x" width="350" height="250" /></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Manie in 4-hebigen Jamben…</title>
		<link>http://kaschemme.de/2009/09/manie-in-4-hebigen-jamben/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 05:02:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paul Laub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[apollinisch]]></category>
		<category><![CDATA[dionysisch]]></category>
		<category><![CDATA[idylle]]></category>
		<category><![CDATA[menschlich]]></category>
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		<description><![CDATA[Mir ist nach fetten Prodigy-dawn-epic-fickt-euch-Triphop-Bässen, nach krank-heroischem Esprit und morgendlichen Taulichtmessen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist nach fetten Prodigy-<br />
dawn-epic-fickt-euch-Triphop-Bässen,<br />
nach krank-heroischem Esprit<br />
und morgendlichen Taulichtmessen.</p>
<p>Mir ist nach Rausch und Liebelein -<br />
nach allem was sich sonder Gnaden<br />
in Hirn und Magen und Gebein<br />
einfrisst. Mir ist nach Maskeraden</p>
<p>von ignoranten Fressen hau‘n…<br />
nach Überwindung und Vollendung.<br />
Mir ist nach Stadtluftschlösser bau‘n<br />
und Tanz in manischer Verblendung.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Slacken</title>
		<link>http://kaschemme.de/2009/09/slacken/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 05:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paul Laub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[menschlich]]></category>
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		<category><![CDATA[rituale]]></category>
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		<category><![CDATA[urban]]></category>

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		<description><![CDATA[So stehst du gut. Balance kommt aus der Mitte. / Den Blick nach vorn. Die Welt hört auf zu drehen. / ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.blogfront.de/?p=203" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1203" title="Auf der Slackline (Foto: Paul Laub)" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/09/slacken1_350x.jpg" alt="Auf der Slackline (Foto: Paul Laub)" width="350" height="250" /></a></p>
<h2>slacken…</h2>
<p>Kniehoch, die Fatsche. Sprung! - der rechte passt,<br />
den linken Huf davor. Den Rücken grade.<br />
Ganz ruhig. Hände in die Luft. Die Wade,<br />
die Standfußwade straff. Das Band braucht Last!</p>
<p>So stehst du gut. Balance kommt aus der Mitte.<br />
Den Blick nach vorn. Die Welt hört auf zu drehen.<br />
Und alles fließt geschmeidig, ist ein Gehen,<br />
ein losgelöstes Setzen sanfter Schritte.</p>
<p>Der Wind singt leise – dass doch alles sänge!<br />
Das Slacken ist wie Joga in der Luft:<br />
Du überwindet nicht zuletzt die Kluft,<br />
die in dir ist – auf ihrer ganzen Länge.</p>
<p><a href="http://www.blogfront.de/?p=362" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1204" title="Slacken am Abend (Foto: Paul Laub)" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/09/slacken2_350x.jpg" alt="Slacken am Abend (Foto: Paul Laub)" width="350" height="250" /></a></p>
<h2>Monolog beim Aufbau einer Slackline…</h2>
<p>Mach du die Schlingen, mon ami, ich bau die Leine.<br />
Die Welt ist schlecht. Wir können nichts dafür.<br />
Drum lass uns für ein Weilchen über ihr<br />
(und wenn’s auch nur ein Meter ist) in’s Reine<br />
und endlich auch zur Ruhe kommen. Das Gespür</p>
<p>für uns wird selbst die dröge Welt uns abzuschlagen<br />
nicht wirklich für notwendig halten wollen.<br />
Und wenn ich irre? Niemand irrt! Es sollen<br />
uns Sorgen nicht und keine Freuden plagen,<br />
wenn wir uns Schritt für Schritt des allzu übervollen,</p>
<p>des endlos überreizt-, zerlebten Seins entfernen.<br />
Wenn wir des Abgrunds fürchterlichem Gähnen<br />
entgegen gehn: ein Sich-hinüber-sehnen!<br />
An diesem also end-, unendlich lernen,<br />
dass all dies halbherzlose An-der-Freiheit-lehnen</p>
<p>nicht Freiheit ist? Oh, Freund, will ich es so bedenken,<br />
ist zwischen diesem Schäkel dort, und hier<br />
dem Ellington mehr Freiheit als du dir<br />
erhoffen kannst! - - Noch straffer? Klar. Wir lenken<br />
noch einmal um. Zur Potenzierung. Dann ein Bier!</p>
<p><a href="http://www.blogfront.de/?p=298" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1207" title="Slacker schwebt (Foto: Paul Laub)" src="http://kaschemme.de/wp-content/uploads/2009/09/slacken_hoch.jpg" alt="Slacker schwebt (Foto: Paul Laub)" width="350" height="458" /></a></p>]]></content:encoded>
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