Beiträge zum Stichwort ‘
weise ’
"Als Trinker hat man immer Angst. Entweder man blamiert sich oder bekommt was auf die Schnauze. Oder man bekommt was auf die Schnauze, weil man sich blamiert hat."
"Ding Dong. Ich wohnte in der ersten Etage und öffnete, weil ich dachte, es wäre eine Nutte die bevorzugt Hausbesuche macht."
Tagesaktuelles war ihr Leben. Gestern aufgeschnappt. Heute recherchiert und produziert. Morgen in der Zeitung. Übermorgen schon wieder ein alter Hut.
Eins
Joseph Pillermann ist zeitlebens ein komischer Vogel gewesen, der seine genialen Gedanken aus Überzeugung nur auf nackter Haut hinterließ. So drang er oftmals in öffentliche Bäder ein, kramte umständlich die Brust einer beliebigen Schwimmerin hervor und notierte ein paar kurze Sätze darauf, bis er sich regelmäßig mit dem Thema der Einwandbehandlung herumschlagen mußte.
Zwei
Ich gebe hiermit zur Kenntnis, daß ich es nach all meinem Engagement zutiefst bedauere, daß sich bisher kein einziger Mensch über den tieferen Sinn des Begriffs der "doppelläufigen ...
Makler. Ein Wort - ein Schreck.
Das sind Menschen mit gelb unterlaufenen Augen und Sabberfaden am Kinn, die dir ein 2-Zimmer-Loch an 4-spurigen Hauptstraßen mit kaputter Spüle als Designer-Loft in individueller Gestaltung für 800,- Euro kalt verkaufen wollen.
Ich hasse Makler wirklich von Herzen. Und doch weiß ich, dass ich Ihnen immer wieder begegnen werde. Wie zum Beispiel an diesem Samstag.
Beim Frühstück mit riesiger Zeitung auf dem Schoß. Ich lese:
"Gemütliche Dachgeschosswohnung mit Charme, VB, EBK, französischer Balk., Flur, Keller zu sof. ...
Luna Wasa lässt sich nicht unterkriegen. Sie wischt an einem Soßenfleck vom Vortag und grübelt dabei über das schreckliche Ende von Hühnereiern im modernen Sozialstaat. Sie blickt kaum auf, als ihr Kollege Kjell hereinschlurft und sich mit einem Comic-Heft an den Schreibtisch fläzt.
Herr Staubich hasste Barbaren. Dazu gehörten für ihn Fernsehsüchtige, Kinogänger, Leser von Schund- und Trivialliteratur sowie Jazzhörer, und natürlich alle jungen Menschen, auch dann, wenn sie keine Popmusik hörten
Da Rainer Pfahle, Darsteller gleichzeitig wie Regisseur, den Zuschauerraum betritt, beginnt auf der Studiobühne der aktuellen Motto-Show die Probe für das Bild Nackte Wahrheit
Tatorte sehen in der Regel wenig einladend aus. Hier eine Vernissage, zu derer der verkannte Künstler vor seiner Eröffnungsrede viele Proseccos spendieren muss, um seine wenigen Besucher mit verkrampfter Gestik, schmerzverzerrtem Gesicht und leisen Klängen avantgardistischer Musik davon zu überzeugen, dass Photoshopfilter und Siebdruck ihn zu einem ganz neuen Menschen haben werden lassen. Er weiß längst, dass er erst sterben muss, um wenigstens über die Stadtgrenze hinaus bekannt zu werden, wie ...
"Du, ich hob do so ein Kratzn in Hals und redn kann ich auch nimmer, nimmer richtig"