Texte liegen lassen

Das Problem ist, dass Du beim Lesen Deiner eigenen Texte nicht Deine eigenen Texte liest, wie Du sie in der Welt manifestiert hast. Du liest die Texte statt dessen so, wie Du sie im Kopf hast. Dort sind natürlich perfekt. Aber beim Manifestieren in dieser Welt – tippen, schreiben, sprechen, singen, musizieren – ist eben niemand perfekt. Um zu verhindern, dass man nicht den Text liest, der man im Kopf hat, sondern den, der im .DOC steht, hilft es, zeitlich oder eben durch Änderungen der Umgebung eine Distanz zwischen sich und den Text in seiner diesseitigen Form zu schaffen. Das mag Dir versponnen vorkommen, aber es hilft.

Der Kaschemmenwirt

Gründer und Herausgeber des Literaturmagazin Zarathustras miese Kaschemme, welches seit 1989 in rein elektronischer Form erscheint und damit eines der ersten deutschen, wenn nicht europäischen Magazine seiner Art gewesen sein dürfte. Mag Literatur.

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3 Antworten

  1. onkelhoste sagt:

    „Dort sind natürlich perfekt.“ – trifft den Kern ;-)

  2. Der Wirt sagt:

    Ich brauch sie nicht liegen zu lassen, bei mir ist stets alles perfekt ;-) Und das fehlende Wort in diesem Beitrag war natürlich höchstrichterliche Absicht… ähem…

  3. Spule sagt:

    Wenn ich einen Text lese, wo ich im Kopf habe, fühle ich mich immer wie einer, wo wie Pruhst und Göhte schraibt.

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