Wie übergroße Motten

Wie übergroße Motten zieht es uns zum Leuchten der Sterne hin und hinaus auf den Balkon und dort auf die Zehenspitzen und beinahe verliert man dabei das Gleichgewicht. Alles für diese eine Berührung, die nicht existiert, ganz gleich wie laut die Sehnen und Muskelfasern unter der Spannung ächzen. Und die Sterne ziehen weiter an unseren Fingern, weil es nur noch eines gibt, diese Sehnsucht. Weil diese Sehnsucht auf der Haut genauso brennt wie die Nähe eines Sternes.

Patrick Steiner

(geb. '89) lebt in Dresden. Mit seinen prosaischen Kurztexten versucht er, das Ungewöhnliche fühlbar zu machen und dem Leser das Leise zu zeigen. Veröffentlichungen in TRIEB, Dresdner Literaturmagazin; Im Web: zivilisationslaerm.tumblr.com + twitter.com/_menschlein

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