Zombie

manchmal bricht die lederhaut auf, keine wunde

eine öffnung, da wo der kopf am weitesten ins

nichts hängt, fließt etwas aus, sackt in den tränenkanal

prall, die augenwinkel bleiben trocken, der blick wach

der blick wacht, will sich nach innen wenden, dem druck

aus der höhle begegnen, ihm ausweichen, doch traurigkeit

überall, sie steckt in den knochen, wie schwerer schaum

lastet sie auf gedanken, dreck inwendig, zweifel die streng

riechen, in der nase, in den nebenhöhlen, sie kriechen

durch die eustachische röhre ins ohr, sie machen den

metallischen geschmack im mund, sie machen den atem

schlecht, die gefühle bitter, sie verschlammen das gehirn

sie machen das leben tot in vivo

Daudieck

– seit 1952 als Mensch geführt durchlatsche ich so meine Existenz, ich denke öfter nach, weiß aber nicht, warum, später möchte ich im Altersheim mit bunten Bällen werfen, meine Freundin ist die Tastatur, sie ist geizig, will immer die schönen Sätze für sich behalten – manchmal falle ich einfach über sie her. Ich hab jetzt übrigens einen eigenen Blog, wo ich bisher der einzige Besucher bin – macht trotzdem irgendwie Spaß: deeplooker.com

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