Scheiß auf Hollywood

Drehschluss des ersten Tages. Jeff stand in seinem Wohnwagen und goss sich das fünfte Glas Whisky ein. Pur. Den hatte er bitter nötig. Das gesamte Filmgeschäft blieb ein Haufen Scheiße, um den sich die größten Schmeißfliegen des Planeten tummelten. Und er gehörte noch immer dazu, war kein bisschen weiser geworden. Im Gegenteil, jetzt verkaufte er sich bloß noch schlechter. Er kippte den Drink hinunter und schüttete nach. Es klopfte an der Tür.

Einbecker mexikanisch

Viel war nicht passiert in den zwei Wochen, die ich weggewesen war. Enttäuscht betrachtete ich die beiden neuen Bekanntmachungen, die mit Kreide an die Rückwand der Bushaltestelle geschmiert worden waren. Die erste war der eigenwilligen Mischung aus Druck- und Schreibschrift nach zu urteilen, von Hartwig. Achtung, las ich, Alena Kühne hat Muschipilz.

Das Nagen an den Gitterstäben

Theo war 47 Jahre alt und hatte es als Schriftsteller noch immer nicht geschafft. Zwei Ehen und zwei Scheidungen hatte er hinter sich gebracht. Das Resultat war eine Tochter, die nichts von ihm wissen wollte. Er bewohnte ein Einzimmerappartement einer Hochhaussiedlung am Stadtrand. Mit den Alimenten war er im Rückstand. Aber auch sonst gab der Kühlschrank zum Monatsende nie viel her. Seine zerschlissenen Kleider hingen schlaff an ihm herunter. Er trank zu viel.