Sex auf dem Schafott
In meinem Mund / staut sich das Wasser / es ist verstaubt / und ungenießbar / …
In meinem Mund / staut sich das Wasser / es ist verstaubt / und ungenießbar / …
Mal wieder Nacht. Du liegst im Bett mit Nietzsche.
Ich hab die ganzen Bücher schon gelesen.
Der Mond rollt wie mit rostigem Gequietsche
von Dach zu Dach.
Ich geh nach Haus. Die Gasse schweigt wie tot.
Und Fenster blicken müde aus St. Nikolai.
Im Hinterhof: Geruch von frischem Brot,
entwichen aus der nahen Bäckerei.
Die Stammtischphilosophen trinken still. / Der Bürger darf sich seine Meinung schenken / und endlich ruhig fernsehn, wann er will.
„Verfall! Die Bäume haben keine Lust mehr. / Wie alles welkt. Man müsste traurig sein.“
Mir ist nach fetten Prodigy-dawn-epic-fickt-euch-Triphop-Bässen, nach krank-heroischem Esprit und morgendlichen Taulichtmessen.
So stehst du gut. Balance kommt aus der Mitte. / Den Blick nach vorn. Die Welt hört auf zu drehen. / …
Entspanntes Rühren in Mojitoresten. / Sechsuhrgelaüt / und Hunger auf was ganz unbändig Ganzes.